Forbidden Fortune

GeschichteAllgemein / P18 Slash
Peter Petrelli Sylar
09.01.2011
03.10.2011
25
38.616
 
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09.01.2011 1.647
 
Forbidden Fortune


Sooooo, meine Lieben! Mein einjähriges Jubiläum am 28.12. habe ich zwar verpasst, aber dennoch will ich nachrücken! Und zwar unter anderem mit dieser Geschichte!
Ich liebe Heroes, ich liebe Peter und ich liebe Sylar, weswegen ich es nicht unversucht lassen will, eine Geschichte über die zwei zu schreiben.
Und nun, viel Spaß beim lesen!


Kapitel 1 – Dezember, 18.


Dezember, 18.
Er betrat den Raum mit einem Grummeln.
„Hey Pete, setz dich zu uns!“ sagte Nathan und hob seine Arme, um ihn heranzuwinken.
Peter seufzte und setzte sich neben Nathan.
Seine Mutter Angela, Claire und ihr Stiefvater Noah, plus deren Familie saßen am selben Tisch.
„Okay, und was wird das?“ fragte er, als er endlich saß.
„Das Essen hast du ja verpasst, aber Spielen können wir noch zusammen“ sagte seine Mutter und verteilte Spielkarten. Claire lächelte ihn mitfühlend an; auch sie würde lieber woanders sein. Peter wusste von ihrem heimlichen Freund, den sie letztens…ach, egal. Er kam wohl nicht um die Spiele seiner Familie herum.
„Und ich will ein ordentliches Spiel, keine Tricks“ sagte Noah und lächelte seine Frau und seinen Sohn an. Als Nicht-Helden mussten sie zusammenhalten.
„Keine Sorge Noah, ich höre, wenn irgendwer lügt“ meinte Peter zur Absicherung.
„Wir könnten Russisch Roulette spielen, da drin bin ich gut“ zwinkerte Claire und lachte.
„Wir spielen Bungeespringen ohne Seil“ warf Nathan ein und versuchte, lustig zu wirken.
„Nein nein, ich habe geträumt, wir spielen ein ganz einfaches Spiel- also spielen wir auch ein ganz einfaches Spiel, und ich bin für Mau-Mau“ gab Angela Petrelli wieder den Ton an und verteilte die Karten.


Peter saß den ganzen Abend stumm da und spielte widerwillig mit. Mittlerweile hasste er diese Familienabende, aber es ahnte keiner, wieso.
„Ha, ich habe schon wieder gewonnen!“ rief Liar triumphierend und schmiss seine Karte hin. Claire sah ihn aus den Augenwinkeln stumpf an.
„Das war doch nur Glück…“ maulte sie leise, aber Noah, der direkt neben ihr saß, hörte es trotzdem.
„Sechs Mal hintereinander? Nein, ich glaube, Liar spielt einfach besonders gut!“
„Oder er hat eine versteckte Fähigkeit, mit der er gewinnt“ meinte Claire verächtlich. Ihr bekam es nicht gut, wenn man sie beim Kartenspielen schlug.
Liar wurde daraufhin sehr unruhig.
„Wenn er eine hätte, dann hätte ich sie auch, nicht wahr?“ meinte Peter genervt und bekam wieder eine Sieben von seiner Mutter.
„G-genau!“ rief Liar und lehnte sich zurück. Aber nicht lange.
„Ich gehe mal raus, frische Luft schnappen“ sagte er.
„Ich denke, ich begleite ihn“ sagte Claire und warf ihre Karten einfach so hin und stand auf.
„Tja…unsre Runde soll sich nicht noch weiter beschränken“ meinte Noah und zog eine Karte. Dann legte er seine Frau mit einer Acht in Aussetzen.
„Ich liebe dieses Spiel“ meinte Angela, die danach dran war und Peter- siehe da- schon wieder eine Sieben präsentierte.
Peter wurde immer schlechtgelaunter, mit jeder Karte die er neu ziehen musste. Wofür machte er diesen Scheiß hier überhaupt mit?
Er kassierte noch eine zusätzliche Karte, die er ziehen musste, weil er nicht legen konnte.
„Ich hasse dieses Spiel, Mom“ meinte Nathan und zog ebenfalls eine Karte.
Peter horchte auf. Nathan hasste dieses Spiel nicht. Nie. Er sah Nathan an und beobachtete, wie er Karten auf seiner Hand sortierte.
Mit weichen Bewegungen zog er eine Karte von links heraus, um sie zwischen die beiden ganz rechts zu schieben…seine Augen verfolgten jede Bewegung. Sie waren so herrlich dunkel geworden…
Er beobachtete Nathan im Ganzen. Er war so gar nicht der Präsident im Moment, er hing mehr auf seinem Stuhl und hatte eine männliche, lässige Haltung eingenommen. Nicht die steife, höfliche Form wie sonst.
Peter´s Blick hing an seinen Lenden.
Nathan setzte sich um und öffnete seine Schenkel ein wenig; Peter stieg die Hitze in den Kopf und er wandte seinen Blick schnell ab; er starrte leer seine Karten an. Er fühlte die Hitze, er fühlte seine Regung, er fühlte, dass Nathan gleich den Blick drehen würde und ihn vielleicht dabei erwischte, wie er ihn anstarrte.
Er brauchte eine bessere Ablenkung als seine Karten. Denn wenn er nur sie beobachtete, konnte er Nathan´s Bewegungen immer noch aus den Augenwinkeln sehen. Und das würde ihn nur wieder dazu verleiten, eindringlicher hinzusehen.  
Er sah Mutter an. Aber die war genauso leer wie er. Sie starrte Nathan an, mit leerem Blick und ausdruckslosen Augen. So als wenn sie Tagträumen würde. Konnte das eine neue Art ihrer Fähigkeiten sein?
„Äää,… also wie wäre es- Claire und Liar haben wohl keine Lust mehr- wenn wir uns etwas andere überlegen…“ sagte sie dann zögerlich. Peter runzelte die Stirn. Irgendwas stimmte doch hier nicht. Mit ihr?
Eigentlich war er froh, dass er sich nun auf seine Mutter konzentrieren konnte.
So konnte er seltsamen Gedanken rund um seinen Bruder verdrängen.

Schließlich wurde sich für gemütliches Beisammensein und Erwachsenen -Gespräche entschieden, die Peter noch langweiliger fand als das Kartenlegen vorhin.
Schließlich stand er auf und ging nach draußen auf den Balkon.
Claire und ihr Bruder waren weg.
Als er ein Klicken der Tür hinter ihm hörte, war er genervter. Konnten die ihn nicht alleine lassen?
„Was tust du hier draußen, Pete?“ wollte Nathan wissen.  Peter erstarrte alles.
„Willst du deine Ruhe haben?“ fragte Nathan und tauchte auf einer Augenhöhe mit ihm auf. Peter lehnte sich über das Geländer und fixierte die vielen Lichter der Stadt, um sich von Nathan abzulenken.
„Ich…“ murmelte Peter, bekam aber keinen Ton mehr heraus. Gerade war es sehr schlimm. Er war völlig unfähig.
„Was ist nur mit dir los, Peter?“ fragte Nathan nun und wandte sich ihm zu.
Peter zwang sich, sich ihm auch zuzuwenden. Alles andere würde komisch wirken.
„Es…ist gar nichts, Nathan“ sagte er endlich. Seine Stimme klang kratzig und alt.
„Aber ich sehe doch, dass etwas nicht mit dir stimmt…“ versuchte Nathan es wieder, dann streckte er eine Hand aus, um Peter an der Schulter zu berühren.
Aber Peter wich aus.
Er ging einen Schritt nach hinten.
„Lass…es ist nichts“ sagte er noch mal.
„Ich...ich werde jetzt wieder reingehen“ sagte er. Dann schaffte er es, seine bleischweren Füße zu bewegen und langsam seinen Gang nach innen zu machen.



„Peter, du willst schon gehen?“ fragte Angela und lief ihm hinterher zur Tür.
„Ja, ich denke, ich bin müde“ sagte Peter freundlich. Angela richtete seinen Mantel.
„Ich komm schon klar…und danke für den netten Abend, Mom“ sagte er noch. Er umarmte seine Mutter, sie lächelte ihn an. Es war eine lange Umarmung, Peter spürte, wie sie ihm ihre Wärme schenkte. Ob Nathan…sich genauso anfühlte? Sie ließ ihn los.
„Komm gut nach Hause, mein Sohn“.  Dann war er  befreit.
Als er die Tür hinter sich zufallen hörte, atmete er erst einmal tief aus.
Endlich war er befreit.

Er trat aus dem Flur nach draußen. Schnee fiel auf die Straßen. Weihnachten stand kurz bevor. Er hatte keine Ahnung, wieso seine Mutter eine familiäre Versammlung noch vor Heiligabend haben wollte. Wichteln? Na, er hatte eine Schneekugel bekommen. Er erschauderte. Von Nathan.
Zwei Straßen weiter war er schon zuhause.
Er hing seinen Mantel an den Haken, und stellte noch die Kugel auf seinen Nachttisch. Er sah sie an. Der Schnee darin wirbelte noch ein bisschen, dann fiel er nieder. Die Stadt New York war darin abgebildet.
„Rette die Cheerleaderin, rette die Welt“ flüsterte er. Er grinste. Das waren noch Zeiten gewesen. Sie hatten New York gerettet. Claire gerettet.
Sylar war tot. Na ja, gewesen. Danach kamen die ganzen anderen Dinge, sein Vater, der eigentlich hätte tot sein müssen, Sylar war wieder da, obwohl der auch mausetot sein sollte, er hatte mindestens zwei Chancen bei Frauen verspielt, weil die Ereignisse sich überschlagen hatten, er selbst starb an die hundert mal…
Und dann kam irgendwann das größte Übel- seine Gefühle für Nathan veränderten sich.
Es war verrückt. Aber er sah Nathan irgendwann nicht mehr als seinen Bruder an. Er wusste nicht, woher diese Gefühle gekommen waren, aber…aber mittlerweile empfand er eine andere Art Liebe für ihn. Natürlich liebte er ihn als seinen Bruder, aber er  musste zugeben, dass er teils beschützende, aber größtenteils erotische Gefühle für Nathan entwickelte.
Und das war nicht nur beängstigend, sondern auch ziemlich hinderlich. Man konnte es an den eben vergangenen Stunden festmachen- sobald Nathan in eine präsente Erscheinung trat, bekam er keinen Ton mehr heraus. Und sein Körper reagierte auch auf ihn. Es gab Momente, in denen er sich gut unter Kontrolle hatte. Dann siegten die Gedanken ´´Er ist dein Bruder, das ist krank und pervers, und unsittig´´ über die Reaktionen, die sein Körper aussendete.
Aber so wie heute…das war schrecklich. Er fühlte sich krank, wenn er seinen Bruder mit solchen Augen ansah. Und er wusste nicht, wie lange er sein Verlangen noch unterdrücken konnte. Wie lange seine Gedanken von perverser Ansicht ihn zurückhalten konnten.

Er seufzte. Er zog sich sein T-Shirt aus, seine Hose aus, alles aus. Dann warf er sich ins Bett.
Auf dem Rücken gedreht dachte er weiter nach. Es hasste seinen Kopf. Er musste immerzu nachdenken und manchmal konnte er sich kaum von seinen Gedanken trennen. Deswegen war Schlaf für ihn auch so wichtig. Der einzige Ort, an dem er sicher war. Und los, von seinen kreisenden Gedanken.
Er drehte sich auf die Seite. Die Decke kam ihm riesig und erdrückend vor

Er drehte sich wieder auf den Rücken. Die Lichter der Stadt färbten seine Decke bunt, blau, rot…überall beißendes, helles Licht, welches sich in seine Pupillen fraß. Um den Lichtern, die ihn beobachten, zu entgehen, besonders aber seine eigene Tätigkeit nicht zu erleben, schloss er sie, und sich tief dahinter ein, als er in das Universum, das dunkle und sternenbesetzte, fiel. Von schwarzen Augen beobachtet, von heißen Händen umschlungen, ließ er seinen Gefühlen den Lauf der Dinge und schoss seine weiße Energie ins schwarze All hinein…



Tjaja, das war der 18. Dezember. Was am 19 . passiert, lest ihr im nächsten Kapitel von "Forbidden Fortune"!
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