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Moments of Immortality (Fragmente)

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Carlisle Cullen Esme Cullen
07.01.2011
09.01.2022
89
149.974
11
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
21.07.2016 915
 
Eine weitere Nacht, ein weiteres Museum und Vampire, die es nur aus einem Grund dorthin verschlagen hat - Teil 3 der Museumsreihe, diesmal ohne ernsten Hintergrund und dafür mit viel Humor. Weitere werden hoffentlich noch folgen.


Nachts im Museum III


Der Mond schien hell und erleuchtete schemenhaft die ausgestellten Exponate. Erneut ist ein Museum Schauplatz dieser Geschichte, doch dieses Mal interessierten sich die hier Anwesenden nicht für die Kunst, welche um sie herum ausgestellt war.

Ihr Augenmerk lag lediglich auf einem einzigen Stück. Und das musste ausgerechnet in Frankreichs größtem Museum lagern. Natürlich. Gut möglich, dass es wahnsinnig war, zu versuchen etwas aus diesem Museum zu entwenden, doch genau das war es, was sie vorhatten.

Der Blonde und der Dunkelhaarige hatten diesen Tag genau geplant. Seit Monaten. Und unzählige Pläne waren verworfen worden, bis dieser Tag genauestens strukturiert und jedes Risiko mit einkalkuliert war.

Hineinzukommen war ein Kinderspiel gewesen. Das Stück ihres Begehrs zu finden, ebenfalls, befanden sich doch detaillierte Wegweiser zu diesem Gemälde beinahe überall. Die Pläne des Gebäudes hatten sie genau verinnerlicht, sodass sie nur wenig Zeit brauchten, um dorthin zu gelangen.

Nun standen sie in dem großen Raum, dessen eine Seite von einem imposanten und gleichzeitig riesigen Gemälde eingenommen wurde. Dagegen wirkte das Kunstwerk, welches als eines der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten galt, winzig und hatte schon so manchen Besucher zu einem enttäuschen Ausruf verleitet. Nur nicht diese beiden.

La Joconde oder auch besser bekannt als Mona Lisa von Leonardo Da Vinci.

Hinter einer Absperrung und Sicherheitsglas verborgen und gut geschützt, betrachtete sie die beiden aus wachsamen Augen, so als wüsste sie, was sie vorhatten und wollte sie allein durch ihren Blick von ihrem Vorhaben abhalten. Doch die beiden ließen sich nicht beirren. Sie waren von Rache getrieben, wollten Jemanden ganz Bestimmten mit ihrem Vorhaben schaden.

Sie mussten nicht mehr ganz bei Verstand sein, wenn sie ausgerechnet dieses Gemälde stehlen wollten. Zu welchem Zweck eigentlich? Den wussten nur sie selbst.

Das Fehlen würde erstmal nicht so sehr auffallen, denn sie würden einen Ersatz dalassen. Und gern wollten sie die empörten Gesichter sehen, auch von gewissen Herren, die in einem Schloss in Volterra residierten. Denn  nur für einen einzigen dieser Männer betrieben sie diesen Aufwand.

Einen Augenblick standen sie inmitten des riesigen Raumes und betrachteten ehrfürchtig das kleine Gemälde eines großen italienischen Meisters, das in Relation zu dem gegenüberliegenden Werk an der Wand  winzig und gar mickrig schien, da es weitaus weniger Details beherbergte. Kurz genossen sie die Stille und das Gefühl, einen genialen Streich erdacht zu haben und ihn nun nach monatelanger Planung endlich ausführen zu können.

So lange hatten sie daraufhin gearbeitet und jetzt war es endlich soweit. Viel Geld war in diese Unternehmung investiert worden und es war schwer gewesen, einen geeigneten Farbenkünstler aufzutreiben, der seine Arbeit zufriedenstellend ablieferte.

Geschickt überwanden sie die Absperrung und lösten vorsichtig das Glas. Natürlich war die Alarmanlage vorher entsprechend manipuliert worden, das Gemälde nun schnell ausgetauscht.

Eingehend betrachteten sie ihr Werk: „Ich finde, es passt ausgezeichnet.“

„Finde ich auch. Er sollte sich geehrt fühlen, dass er gerade von uns so ein Geschenk bekommt.“

„Hoffen wir, dass er es zu schätzen weiß.“

So lautlos wie sie gekommen waren, verschwanden sie schon wieder, gespannt darauf, wie die Reaktionen ausfielen.



***




„Das kann nicht wahr sein!“

Aro ließ wutentbrannt die Zeitung sinken, was es Caius ermöglichte, einen Blick auf die Schlagzeile zu erhalten.

Aufruhr in Frankreich: Mona Lisa aus dem Louvre gestohlen; Wer ist der Mann auf der Fälschung?

„Ich würde sagen, du bist gut getroffen. Für eine Fälschung ist es wirklich keine schlechte Arbeit.“ Aro konnte nicht einmal bewundernd anerkennen, dass Caius trotz des Spottes seine Stimme todernst klingen lassen konnte. Er fühlte sich gehörig auf den Arm genommen. Und sauer war er obendrein. Wer erdreistete sich, so etwas zu tun und ihn so dermaßen bloßzustellen?! Caius wurde mit einem bitterbösen Blick bedacht, der ihn hoffentlich von weiteren Kommentaren abhielt.

„Das wollte ich nicht hören! Wie können sie sich erdreisten, die Mona Lisa zu stehlen und dann auch noch gegen so eine schlechte Fälschung auszutauschen?! Ich finde das nicht witzig Caius! Ganz und gar nicht!“

„Eine gewisse Ähnlichkeit lässt sich nicht leugnen“, entgegnete Caius amüsiert, nahm sich die Zeitung, die Aro achtlos auf seinem Schoß hatte liegen lassen, und hielt sie neben Aro, sodass er ihn und das Bild ganz genau betrachten konnte. „Das Foto hat keine gute Qualität.“

Mit einem Knurren riss Aro ihm die Zeitung aus der Hand.

Dass Caius mal ein Werk der Rumänen belächeln würde, damit hatte selbst er nicht gerechnet. Doch dieses Mal musste er ihnen insgeheim Anerkennung und Respekt für diese Leistung zollen, Aro so bloßzustellen. Das traute sich nun wahrlich nicht jeder.

„Warte nur, bis Sulpicia es sieht. Ich könnte der Zeitung einen Tipp geben, dass du unwillentlich Modell dieses Meisterwerkes warst.“

„Unterstehe dich. Ich bin gespannt, ob jemand darauf kommt, dass ich das bin.“

„Was soll ich nicht sehen?“ Niemand hatte bemerkt, dass Sulpicia eingetreten war und es schien, als wolle Aro sie verfluchen. Caius schob ihr die Zeitung rüber und für einen Moment blieb es ruhig.

„Der Seitenscheitel steht dir nicht. Ansonsten ist es gut gelungen.“

Ihr Lachen schallte noch lange laut durch die Korridore und so manch Gardist wunderte sich, was diese Erheiterung wohl ausgelöst haben mochte und Aro verfluchte sie weiter, da sie allen Ernstes vorhatte, diese in ihren Augen wunderbare Fälschung käuflich zu erwerben und in ihren gemeinsamen Räumen aufzuhängen.

Wie blöd nur, dass Caius dabei auf ihrer Seite war.
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