I'm a little bit lost without you

von Grimmie
GeschichteKrimi / P12
05.01.2011
01.12.2012
9
7823
 
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Jaa, ihr Lieben.
Nachdem ich bei meiner ersten Countdown-Story nicht mehr vor und nicht zurück gekommen bin, habe ich sie nun doch gelöscht :/
Allerdings halte ich nachwievor an der Grundidee fest und habe die Geschichte jetzt so überarbeitet, dass sie zu der eigentlichen Story zwar nicht mehr wirklich Ähnlichkeiten aufweist, aber die gröbste Handlung ist noch in etwa die gleiche.
Und diesmal war ich so schlau, die einzelnen Kapitel schon im Voraus grob vorzuschreiben, so dass sich keine Schreibblockade mehr auftun sollte :D Ha, aus Fehlern lernt man bekanntlich ja..

Naja, wie auch immer, ich hoffe sehr, diese Story kommt ähnlich gut an und beschert mir ähnlich viele Reviews.. Ich würd' mich freuen :)
Und jetzt Bühne frei für meine neuste FF :)

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Völlig entnervt drehte Leo sich um und griff blind nach ihrem klingelnden Handy.
Sie warf einen kurzen Blick aufs Display, ging dann ran und knurrte: „ Wenn der Grund, weshalb du mich zu nachtschlafender Zeit anrufst, nicht wirklich richtig, richtig wichtig ist, dann bring ich dich um!“
Sie hörte Brenners heiseres Lachen am anderen Ende der Leitung.
„ Mal angenommen, ich möchte einfach nur deine Stimme hören… ?“
„… Dann würde ich dich umbringen!“, sagte sie entschieden.
Brenner stöhnte resignierend. „ Wir haben ’ne Leiche.“
„ Okay, das ist… Sagen wir mal, wichtig genug, damit ich aufstehe…“
„ Ich hol dich in 20 Minuten ab!“
Leo feuerte ihr Handy in irgendeine Ecke ihres Schlafzimmers, ließ sich zurück ins Kissen fallen und warf einen Blick auf ihren Wecker. 03:46. In solchen Momenten kamen dann die richtig negativen Seiten ihres Jobs zum Vorschein. Grausam! Das grenzte an Körperverletzung.

20 Minuten später stand Brenner vor ihrer Tür. Und damit kam dann auch die richtig positive Seite ihres Jobs zum Vorschein. Trotz aller Macken und seinem riesiggroßen Macho-Syndrom war er wahrscheinlich der beste Partner, den Leo kriegen konnte.
Er war weder der Zuverlässigste, noch der Rücksichtsvollste, aber sie wusste, wenn es drauf ankam, konnte sie sich zu 100 % auf Brenner verlassen.
Mit der Zeit hatte sich zwischen ihnen eine Beziehung aufgebaut, an der wahrscheinlich jeder Paarberater verzweifeln würde.
Leo hatte selbst keine Ahnung, wie man diese Art von Freundschaft definieren sollte… Denn eigentlich war das weitaus mehr als Freundschaft.
Sie wusste, dass es mit ihm wahrscheinlich niemals etwas werden würde und sie sich deshalb von ihm fernhalten sollte, aber sie wollte auf diesen Sonderstatus, den sie bei ihm hatte, nicht verzichten. Leo hasste sich dafür, dass sie so hoffnungslos in ihn verknallt sein musste, dass sie lieber regelmäßig ein kleines bisschen litt als auf Abstand zu ihrem rebellischen Partner zu gehen.

„ Na, gut geschlafen?“, fragte er munter und grinste sie schief an.
Wie schaffte er es nur, zu dieser Zeit so anstrengend gut drauf zu sein?
„ Du meinst diese mickrigen drei Stunden? Oh, wunderbar natürlich. Ich fühle mich frisch wie der junge Morgen!“, antwortete sie sarkastisch.
„ Hab ich schon mal erwähnt, dass du verdammt süß bist, wenn du kratzbürstig wirst?“
Leo seufzte ergeben. Es war zu früh und sie zu müde um darauf einzugehen.
Die Fahrt über sagte Brenner kein Wort mehr. Stattdessen schmunzelte er aus unbestimmten Gründen vor sich hin.
Irgendwann brach Leo das Schweigen.
„ Ganz ehrlich: Wer bringt zu dieser Zeit Menschen um?“
„ Das sollten wir am besten den Mörder selber fragen… Wenn wir ihn denn finden…“

Am Tatort angekommen, warteten schon Frings und Eva mit Neuigkeiten.

„ Das Opfer heißt Valentina Roman, 32 Jahre alt.“, berichtete Eva und deutete auf die am Boden liegende, blasse Frau.
„ Todesursache?“
„ Zwei Schüsse in den Brustbereich. Raubmord scheidet aus, Geld und Kreditkarten sind noch da.“
„ Gut. Sonst noch was?“
„ Der Clubbesitzer hat sie gefunden. Den solltet ihr euch mal vornehmen…“
Leo und Brenner nickten sich kurz zu und gingen zu dem Zeugen.

„ Brenner, Kripo Köln. Meine Kollegin.“
„ Max Strömling…“
„ Sie haben also die Leiche gefunden?“
Strömling nickte.
„ Ja, sie war kurz zuvor noch in meinem Club. Ich musste sie bitten zu gehen, da ich Ladenschluss hatte. Paar Minuten später habe ich dann die Schüsse gehört und bin rausgegangen. Da lag sie dann…“
„ Haben Sie irgendwen gesehen?“
„ Nein, da war keiner mehr. Ich habe direkt die Polizei verständigt.“
„ War die Frau alleine in ihrem Club?“
„ Ja, sie ist ohne Begleitung gekommen und auch ohne Begleitung wieder gegangen.“
„ Ist Ihnen sonst noch irgendetwas aufgefallen?“
„ Nein, aber ich habe ja auch nicht speziell auf sie geachtet…“
„ Danke, das war’s für’s Erste.“

„ Habt ihr schon die Angehörigen benachrichtigt?“, fragte Leo die Anderen.
„ Zwei Kollegen sind gerade auf dem Weg…“
Brenner und Leo nickten mitleidig. Jemandem zu erzählen, dass ein Familienmitglied ermordet wurde, war immer schrecklich und sie waren heilfroh, wenn wer anders diesen Job übernahm.
„ Und jetzt?“, rätselte Frings.
„ Für’s Erste“, stöhnte Leo. „ Brauch ich ein Kaffee…!“
„ Da bin ich dabei!“, grinste Brenner und gemeinsam zogen sie ab zum Auto.