Ein Käfig voller Helden (Hogans Heroes) Ein Weihnachtsgeschenk für Kommandant Klink

GeschichteHumor / P6
25.12.2010
25.12.2010
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Titel: Ein Weihnachtsgeschenk für Kommandant Klink
Autor: Lady Charena (2005)
Fandom: Ein Käfig voller Helden (Hogans Heros)
Episode: --
Wörter: 1220
Charaktere: Colonel Hogan, Kinch, Newkirk, LeBeau, Carter, Feldwebel Schultz, Kommandant Klink
Pairing: --
Rating: pg
Beta: T‘Len
Archiv: ja


Summe: Weihnachten in Stalag 13

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.



"Männer, wir haben ein Problem." Mit diesen Worten stieg Colonel Hogan aus dem unter dem Bett versteckten Tunnel, der zum Funkraum führte. Hinter ihm schwang sich Kinch aus dem Tunnel.

"Wa-wann haben wir sch-schon kein Problem", bemerkte Newkirk trocken zu LeBeau, der nur nickte.

"Wie ihr sicher alle wisst, steht Weihnachten vor der Tür." Hogan wärmte sich die Hände am Ofen.

"Und Sie haben wohl kein Geschenk für uns?", meinte Carter. "Das verstehen wir doch völlig, Sir. Vielleicht geben Sie uns einen Gutschein für..."

"Halt' die Klappe, Carter." Hogan sah seine Männer der Reihe nach an. "Wir brauchen ein Geschenk für Klink. Na, ich erwarte eure Vorschläge."

Pfiffe und Buhrufe ertönten.

"Wa-warum sollten wir dem a-alten Stänkerer etwas schenken?" Newkirk verschränkte empört die Arme vor der Brust.

"Oui - das wäre ja wie collaboration mit dem Feind", stimmte LeBeau zu.

"Ruhig, ganz ruhig", mischte sich Hogan beschwichtigend ein. "Es hat einen Grund, dass wir Klink ein unvergessliches Weihnachten bereiten sollen - Kinch!"

Der Funker wandte sich seinen Kameraden zu. "Wir haben eine Nachricht von Papa Bär bekommen. An Heiligabend wird ein als Santa Claus verkleideter Fallschirmspringer über dem Lager abspringen und Weihnachtsgeschenke verteilen."

"Und für uns wird er ein besonderes Geschenk im Sack haben - ein paar funkelnagelneue Druckplatten für unsere Fälscherwerkstatt", ergänzte Hogan.

"Aber die Wachen werden den Weihnachtsmann schnappen, bevor wir auch nur ein Geschenk in die Flossen bekommen", wandte Carter ein. "Die sind bestimmt nicht brav gewesen, für die hat er nichts."

"Klappe, Carter", sagte LeBeau. "Aber er hat recht. Die Wachen werden ihn sich schnappen, bevor wir an die Druckplatten kommen."

"Das ist ja der Trick dabei", meinte Hogan. "Unsere Freunde werden das so deichseln, dass das ganze unter der Flagge des roten Kreuzes läuft. Als kleine Aufmerksamkeit für das Lager, in dem die wenigsten Gefangenen geflohen sind - Stalag 13. An uns bleibt nur die Aufgabe hängen, es unserem "Tischer" schmackhaft zu machen"

"Aber, Sir... bei allem Respekt", wandte Newkirk ein. "Sie haben doch bisher a-alles bei Klink erreicht."

"Genau", meinte Carter. "Der frisst Ihnen doch aus der Hand, Colonel. Hey, wie wär's, wenn sich Newkirk als Engel verkleidet, so mit einem weißen Fummel und Goldlöckchen und Flügeln?"

"Kla-Klappe, Carter. We-wenn ich noch ein-einmal einen Fummel tragen muss, bekomme ich eine I-I-Identitätskrise."

"Apropos Weihnachtsengel - Schultzie rollt an", meldete Kinch, der an der Tür Wache gehalten hatte.

Hogan schob seine Mütze zurück. "Na, dann fange ich doch gleich mal mit dem Mann an, der in punkto Bauchumfang Santa Claus gewaltig in den Schatten stellt..."

"Was geht hier vor sich?", fragte Feldwebel Schultz misstrauisch, als er in die Baracke trat. "Hier ist es ja so still."

"Sch-Schorschi - jetzt haben Sie's verdorben", wandte sich Newkirk an ihn. "Wi-Wir hatten gerade den brillantesten Flu-Fluchtplan aller Zeiten gefunden und wollten ihn Ihnen zu Weihnachten schenken."

Schultz hob abwehrend die Hände. "Ich wills gar nicht hören, Newkirk. Seins bloß still. Und lassens mich mit Weihnachten in Ruh."

"Nanu, Schultzie. Warum so niedergeschlagen?", fragte Hogan.

"Ihnen würd auch der Spaß vergehen, Colonel Hogan, wenn's mei Alte kennen würden. Was soll ich denn von meinem bisserl Sold - wenn's denn einen gibt - schon groß an Geschenken für sie und meine fünf Blagen kaufen?" Schultzie blinzelte. "Vor allem, wo ich doch a bisserl was für die Weihnachtsfeier in "Hildas Hofbräuhaus" brauch. Die habn da eine neue Kellnerin - eine wahre Augenwonne ist die, mit ihren blonden Locken und diese Arschitektur...!"

"Aber Schulzie, was würde Ihre Frau dazu sagen." Hogan schüttelte den Kopf. "Haben Sie denn wenigstens ein Geschenk für Kommandant Klink?"

"Für den Oberst?", fragte der Feldwebel verwundert. "Warum sollt ich jetzad dem was schenken? Mir wird der was husten."

"Das wundert mich jetzt aber sehr, Schultzie. Wie wollen Sie es da jemals zum General schaffen, wenn Sie nicht mal die einfachsten Schmeicheleien beherrschen."

Schultz lachte. "Ja mei, als ob ich General werdn wollt. Vielleicht so einer wie die Wiener Tortenfalle Burkhalter?"

"Die Fi-Figur hat er jedenfalls schon", murmelte Newkirk.

"Aber sicher wartet Klink nur darauf." Hogan klopfte Schultz auf die Schulter. "Und wenn Sie ihn enttäuschen, könnte er auf die Idee kommen, Sie an Heilig Abend Wache schieben zu lassen. Und dann heißt es: Ade, Weihnachtsfeier - Ade, Hildas Hofbräu - und Ade, blonde Kellnerin."

"Ja glaubens denn das im Ernst?", fragte Schultz erschüttert.

"Beteiligen Sie sich doch einfach an unserem Geschenk", schlug Hogan vor.

"Ja, mei, das wäre ja wirklich... also wirklich..."

"Schon gut, Schultzie." Hogan dirigierte die Wache zur Tür. "Sie brauchen sich nicht zu bedanken, wir helfen gerne." Er schob den Feldwebel aus der Baracke und schlug dem verdutzten Schultz die Tür vor der Nase zu.

Erleichtert schulterte Schultz sein Gewehr und entfernte sich. Dann plötzlich fiel ihm ein, dass er vergessen hatte, Hogan zu fragen, an welchem Geschenk er sich beteiligte. Er zuckte mit den Schultern. Hogan würde schon was einfallen.

"Okay." Unternehmungslustig rieb sich Hogan die Hände. "Wo waren wir stehengeblieben?"

"Sie wollten gerade dem Kommandanten unseren Weihnachtsmann schmackhaft machen, mon colonel."

Hogan grinste. "Dann gehe ich mal in die Höhle des Löwen. Wartet nicht mit dem Essen auf mich, Kinder."


* * *
 

"Stören Se mich nich'!"

"Ich will mich beschweren, Kommandant", entgegnete Hogan unbeeindruckt. "Und die Schnulle im Vorzimmer sagte, Sie haben gerade nichts zu tun."

"Man sollte diesen Weibern das Mundwerk verbieten", meinte Klink und zerrte aufgebracht an seinem Monokel. "Meine Wirtschafterin, die Kalinke sagt nie was, wenn se bei mir bürschtelt."

"Das verstehe ich natürlich. Da bleibt ihr wohl die Luft weg, was? Aber trotzdem will ich mich beschweren. Wir haben unsere Rot-Kreuz-Pakete in diesem Monat noch nicht bekommen."

"S’es gibt keine."

"Was? Ich werde mich beschweren."

"Jetzt halten Se doch mal die Hufe ruhig, gelle." Klink sah auf. "Ich hab da was läuten hörn, dass die Pakete per Sonderzustellung kommen."

"Na so was", versetzte Hogan trocken. "Es gibt also doch noch Weihnachtswunder." Er tippte sich an die Mütze und ließ den verdatterten Oberst sitzen. Und darüber hatte er sich solche Gedanken gemacht... Blieb also nur noch die Frage, was sie Klink schenkten.


* * *
 

"Also ne, ich bin ja wirklich so was von geplättet." Klink fummelte am Geschenkpapier und verhedderte sich fast ins Geschenkband. "Was isn das?"

Doch Hogan schüttelte nur den Kopf. Während Klink sich über sein Geschenk freute, waren LeBeau und Newkirk schon dabei, die Druckplatten wegzuschaffen, die im Sack des Weihnachtsmannes vom Himmel gesegelt waren. Der dichtgedrängte Kordon an Kriegsgefangenen, die ihre Rot-Kreuz-Pakete in Empfang nahmen, tat ein Übriges dazu, den gesamten Vorgang vor den Wachen zu verbergen.

Schließlich war es so weit und Klink öffnete die kleine Schachtel, die sich inmitten den üppigen Hüllen aus Geschenkpapier befunden hatte. "Oach ne, ne neue Scherbe fürs Oge, was." Klink warf einen Blick auf seinen Feldwebel. "Sehr praktisch, wenn mal wieder einer seinen fetten Arsch darauf parkt..."

Hogan grinste. "Fröhliche Weihnachten, Kommandant Klink. Wir freuen uns, wenn Sie sich freuen."

Ende
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