Sie will es so

GeschichteRomanze / P18 Slash
Itsuki Koizumi Kyon
14.12.2010
14.12.2010
1
2867
 
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Header:



Titel: Sie will es so

Autor: Mai Minzgruen

Genre: Lemon

Rating: P18 Slash

Warnings: Slash

Pairing: Itsuki Koizumi x Kyon

Disclaimer: Nix von mir, außer die Worte und natürlich diese überaus geniale Idee…

Zusammenfassung:  »Haruhi wollte es so. Sie wollte, dass dies hier mit uns geschah. Inwiefern die Welt untergegangen war, wussten wir nicht. Aber es machte mir plötzlich unheimlichen Spaß, ihm untergeben zu sein. In jeder Hinsicht.«

Anmerkung: MEIN ERSTER LEMON SEIT LANGER, LANGER ZEIT! *Trommelwirbel* Und… na ja, ich hänge hier ja jetzt schon seit einem Jahr eher… unkreativ in der Ecke… zeichne hier und da mal ein drittklassiges Bild… Klimper dort und drüben mal ein wenig auf meiner Gitarre… Schreibe diesen und jenen unglaublich öden Oneshot für das 120‘er-Projekt… Irgendwie ist bei mir in dieser Zeit, in der ich vergeben bin, nicht viel produktives aus mir heraus gekommen…
Bis natürlich auf Zeichnungen mit nackten Mangatussen, versteht sich. Und, oh ja, mein Freund ist begeistert xD‘

Aber jetzt mal Back-To-Topic! Ich habe die zweite Staffel von Haruhi Suzumiya immer noch nicht gesehen! Existiert sie überhaupt (noch)? Ich schaue immer danach, finde sie aber nicht. Ich meine, die erste Folge gesehen zu haben… doch… wo ist sie abgeblieben?
Jedenfalls ist Itsuki x Kyon eines meiner Lieblingspairings! Herzt es ebenfalls an, und:

Viel Spaß mit diesem One-Shot! :3




*Sie will es so*


Ich hatte den Schultag gerade mit minder wenigem Elan hinter mich gebracht, als ich eigentlich sollte. Nun saß ich im Clubraum. Allein. Wieso? Na, Haruhi war‘s doch gewesen, die mich voller Übereifer - wie eigentlich jeden Tag - hier in diesen hässlichen, modernden Raum schmiss. Ja, schmiss.
Und dann zog sie auch ganz schnell wieder von Dannen. Wohin? Keine Ahnung. Ich machte nur drei Kreuze in den Kalender, dass sie mich nicht auch noch einschloss.
Für merkwürdige, grässliche Experimente. Wer wusste das schon.

Ich seufzte und mein Blick fiel Gedanken verloren aus dem Fenster. Es ging gen Abend zu, und so dämmerte es schon. Langsam wurde es dunkel. Und der Schnee fiel unaufhaltsam auf Baumkronen, Steinwege und Parkbänke. Es schimmerte weißgelblich in den Clubraum rein. Der Schnee tauchte die dunkle Landschaft in ein beruhigendes Licht.

Als ich wieder aufwachte, nahm ich als erstes verstört wahr, dass ich unseren hässlichen Holztisch angesabbert hatte. Ich schniefte und wischte mir die Flüssigkeit angeekelt vom Kinn weg.
Als zweites fiel mir der Junge ins Auge, der vor mir saß. Ich erschrak kurz, bis ich feststellte, dass es nur Itsuki war.

„Gut geträumt?“, sprach er sanft, was mich eine Augenbraue lüpfen ließ. Ich verspürte den plötzlichen Drang, sofort zu verschwinden. Wie spät war es eigentlich schon? Warum war Haruhi nicht mehr herein geplatzt? Machten sich meine Eltern Sorgen?

Ich wusste nicht recht, was in diesem Moment am Angebrachtesten war, also nickte ich zaghaft, mit einer laschen Bewegung, meine Jacke zu ergreifen, die über dem Stuhl hing.

Itsuki lachte einmal laut los und verstummte dann wieder gespenstig. Er war mir sowieso nicht geheuer. Übernatürlich und so.
Daher versuchte ich nur, eine normale Konversation zu beginnen.

„Wie spät ist es denn schon?“ Ihn zu fragen, wie lange er schon dort saß, das traute ich mich in diesem Augenblick nicht.

Er warf einen kurzen Augenblick auf seine Armbanduhr und antwortete dann: „Schon spät.“

„Haha, das hilft mir jetzt auch unglaublich weiter.“

Ich stand auf und warf mir meine Winterjacke über, doch Itsuki unterbrach mich. „Kein Grund, jetzt schon deine sieben Sachen zu packen.“
Aber ich war gerade wirklich nicht auf Späßchen aus.

„Hör zu, das war ein harter Tag. Und ich muss noch sämtliche Hausaufgaben machen und-“

„Kein Grund, jetzt schon deine sieben Sachen zu packen, sagte ich.“

Mit diesem Satz kam er mir näher. Und ich erstarrte. Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich sagen, zu Eis. Aber das war ja technisch unmöglich… jedoch konnte man ja nie wissen, bei all den merkwürdigen Leuten, die mich hier umgaben…

Und er blieb vor mir stehen. Haarscharf. Ich konnte seinen warmen Atem auf meinem Kinn fühlen.

Ich… ich war nicht ängstlich oder so. Aber diese ganze abgewrackte Situation kam mir so suspekt vor. Erst gestern hatte mich Haruhi in ein Bunnykostüm gezwungen, Vorgestern war Nagato-San der Meinung, mir die Vorzüge eines Aliens zu erklären (Außerdem sollte ich ja auch lieber mit einem solchen anbändeln. Menschen seien nämlich viel vergänglicher).
Und nicht zu vergessen der Ausraster von Asahina-San, nachdem Haruhi sie - und das hätte selbst ICH nicht von dieser dämlichen Person gedacht - nackt auf die Straße stellen wollte. Sexappeal-PR für unseren Club, natürlich.
Sie ist schreiend raus gerannt. Für dieses schüchterne Wesen auf jeden Fall ein wenig unüblich. Aber in ihrer verqueren Lage durchaus nachvollziehbar.
Da stellte sich mir die Frage: Ja, waren die denn alle verrückt geworden? Ich meine, noch verrückter? Oder hatte Haruhi einfach nur wieder Langeweile und gestaltete die Welt mal wieder so um, wie sie es haben wollte? Wer weiß…

Jedenfalls machte micht Itsukis Atem auf meinem Gesicht ein wenig panisch.

„Du riechst gut, Kyon.“

„…Danke.“

Es war mir so suspekt. Und ich stand da, völlig versteift. Unfähig, auch nur einen Finger zu bewegen. Selbst meine Augen blinzelten nicht mehr.
Also fasste ich mir gedanklich an den Kopf. Ich ließ zwar viel mit mir machen… aber das war selbst mir zu unheimlich und zu Yaoi-lastig.
Ich beschloss erst, in einem ersten Affektmoment, ihn von mir zu stoßen, doch ich wollte keine große Szene machen.
Ich ging, schnellen Schritten, aus dem Raum raus. Er ließ mich ohne Wenn und Aber gehen.


Am nächsten Tag fühlte ich mich ziemlich unbehaglich, als ich den großen Berg zur Schule hinauf lief. Das lag einerseits daran, dass es über Nacht noch viel heftiger geschneit hatte und ich befürchtete, jeden Moment auszurutschen und in die Tiefe zu rollen, aber auch daran, dass ich heute wieder Itsuki über den Weg laufen würde.
Doch, da Kyon ja nicht doof ist, meistens zu mindest, schmiedete er schon einen Plan. Aber ich bezweifelte, dass jener mir gelingen würde.
Die Gleichung war einfach. Sogar für Mathe unbegabte Personen.

Keine Clubsitzung = Kein Itsuki.

Ich schluckte und hoffte, dass mir das Schicksal heute gnädig sein würde. Aber das würde es nicht sein, solange Haruhi einen Narren an mir gefressen hatte. Denn, egal, was ich tat, es würde bitter ausgehen. So lange ich nichts gegen sie tat, und am Besten auch noch das, was ihre Zustimmung fand, drehte sie die ganze Welt so, dass es ihr passte. Und das bedeutete: Ich war immer mit von der Partie.
Wenn ich allerdings versuchte, sie zu verärgern, würde die ganze Welt untergehen. Yey, was waren das für wundervolle Aussichten.

Seufzend wand ich meinen Blick zum Himmel und sah zu, wie die weißen Schneeflocken sanft rieselten. Ob Haruhi auch all das erschaffen hatte? Die Sanftheit des Schnees im Winter? Die Farbenfrohheit des Laubs im Herbst? Die anmutigen Kirschblüten im Frühling? Und die Hitze und die Lebenslust, die wir im Sommer verspürten?
Sie konnte doch gar nicht so schlecht sein…
Doch dann besann ich mich wieder auf meinen Schulalltag und stellte resigniert fest: Doch, sie konnte.

Und was mich noch viel mehr beunruhigte: Ihr Platz blieb heute leer.
Und dann traf ich ihn doch.

Ich wollte mich schon umdrehen und einfach den anderen Weg zum Schulhof nehmen, da rannte er schon wie ein Wilder auf mich zu. Mal wieder: Total Itsuki-Untypisch.
Wie vergessen waren die merkwürdigen Sekunden von gestern.

„Haruhi ist nicht aufgetaucht.“

„Und?“, erwiderte ich nonchalant. „Sie kann doch auch mal blau machen?“

Itsuki schaute mich strafend and und senkte dann den Blick. „Nein, wir spüren ihre Wut. Über Nacht ist ein Paralleluniversum entstanden. Dort wütet ein Shinjin. So einen großen und mächtigen haben wir noch nie gesehen.“

Ich stockte für einen kurzen Moment. „Wie kann denn das sein?“, brüllte ich verzweifelt drauf los. „Was kann denn nun wieder passiert sein? Warum geht das immer so Schlag auf Schlag?“

Itsuki schwieg einige Sekunden lang. In seinem Gesicht las ich, dass er eifrig nach Worten suchte. „Gestern, weißt du? Sie kam doch nicht mehr zurück in den Clubraum. Ich weiß nicht, was. Aber irgendwas ist ihr anscheinend zugestoßen.“

Ich glaubte, mich verhört zu haben. Oder doch nicht? Ich meinte, ihn so etwas wie „Und ich war unfähig, sie aufzuhalten. Ich lass‘ mich viel zu schnell ablenken.“ in seinen imaginären Bart reingenuschelt gehört zu haben.

Und er drehte sich um, brauchte nichts zu sagen, ich folgte ihm mit raschen Schritten.


Minuten später befanden wir uns in jenem Paralleluniversum. Es war zerstörerischer und beängstigender den je. Allein die vielen Häuser und Wolkenkratzer, die schon in Schutt und Asche lagen… mir stockte der Atem.

„Wartest du hier?“

Ich nickte und sah zu, wie Itsuki sich verwandelte, und lauter Lichter flogen ihm wie Bienen hinterher.
Momente vergingen. Dann wurde alles schwarz.


Als ich wieder aufwachte, war es wenigstens nichts dunkel. Ein Licht dämmerte. Und dann packte mich die schiere Angst. Mir war es egal, wie spät es war, oder ob meine Eltern Sorge um mich hatten.
Wo war ich? War dies das Ende der Welt?

Ich zuckte unmerklich zusammen. Itsuki saß neben mir auf dem unbequemen, harten Holzboden, der aussah wie jener aus einem alten Kitschfilm, und starrte mich an.
Ich traute mich kaum, meine Stimme zu erheben. Aus meiner Kehle drang nur ein raues Krächzen. Es kribbelte.

„Wo sind wir?“

„Sie will, dass wir hier sind.“

Ich schluckte. „Und… woher weißt du das?“

„Ich weiß es halt“, sagte er schwergewichtig und hängte dran: „Wir haben den Shinjin angegriffen. Wir hatten absolut keine Chance. Und auf einmal… war alles schwarz.“

„Das ist mir unheimlich…“

„Sollte es dir auch sein… aber jedenfalls ist die Welt noch nicht dem Ende geweiht. Noch nicht.“

„Und wie kommen wir hier nun wieder raus?“

„Sie will, dass wir hier sind.“

Abermals spürte ich, wie sein warmer Atem mein Kinn entlang strich. Mir wurde ganz schwummerig. Das hier war mir alles zu viel. Viel zu hoch. Und dann kribbelten meine Fingerspitzen und meine Handflächen wurden Feucht. Mein Herz raste.
Ich wusste nicht, wie mir geschah, aber irgendwas in meinem Körper wollte das.

Itsuki drückte mich mit all seiner Kraft gegen die Wand und küsste mich hart auf dem Mund. Hart, aber leidenschaftlich. Ich spürte seine Zunge und ich küsste ihn. Ich küsste ihn so, wie ich noch nie ein Mädchen zuvor geküsst hatte.
Ich wusste nicht, wie mir geschah, aber irgendwas in meinem Körper wollte das.

Unsere Köpfe trennten sich kurz einige Sekunden lang von einander, um frische Luft zu atmen. Er sah immer noch aus wie Itsuki Koizumi, ganz der gezügelte Mensch, wie ich ihn hatte kennen lernen dürfen. Immer nonchalant, immer gelassen, immer stets Herr der Lage und seiner Sinne.
Und diese Seite von ihm war so verrucht und so anders. Und zu meinem Entsetzen gefiel sie mir.

Wieder trafen sich unsere Münder, er nestelte schon an meinem T-Shirtbund und gleichzeitig an meinem Gürtel. Ehe ich wusste, was ich tat, zog ich mir das Shirt über den Kopf und ließ ihn meinen Gürtel öffnen.
Es konnte mir nicht schnell genug gehen.

War ich gerade wirklich im Begriff, das zu tun? Das? Und dann auch noch mit Itsuki Koizumi? Einen Jungen? Was um Himmelswillen war in mich gefahren?
Haruhi.

Ich seufzte unter seiner Zunge, die meine Brustwarzen hart werden ließ. Und ehe er dort noch zu Gange war, hob ich meinen Hintern hoch und er zog mir Jeans und Boxershorts von den Hüften.

Die wenigen Sekunden hatten gereicht, um mich unglaublich erregt werden zu lassen. Ich glühte unter seinen Fingern, unter seiner Zunge, unter seinen Blicken.
Und dann fuhr ich auch noch genüsslich zusammen, als seine Fingerkuppen das erste mal auf meinen Schaft trafen.
Ein Junge berührte mich. Und es fühlte sich so unglaublich gut an.

Er schaute mir andächtig ins Gesicht, als er mich mit sanftem Druck massierte, der mir eigentlich schon zu sanft war, als wollte er mich ärgern. Er umspielte meine Eichel und zog mir die Vorhaut vor und zurück. Ich wurde fast wahnsinnig vor Verlangen.
Und dann drückte er fester zu. Ich stöhnte.

Im selben Atemzug machte ich seine Jeans auf und holte seinen beachtlichen Ständer heraus. Ich glaubte nicht, was ich hier tat.
Und dann fand ich auch noch, dass er gut aussah. Heiß, um genau zu sein. Es machte mich heiß.

Er grinste verrucht und rückte so nah an mich heran, dass sich unsere Erektionen trafen. Er drückte und rieb sich an mich, verteilte provisorisch Spucke auf seinen Schwanz und drang dann in mich ein. Einfach so.
Es stach und brannte und ich hatte das Gefühl, dass er dort einfach stecken bleiben würde, aber dann fing er an, sich zu bewegen.
Es war unbequem, so im Sitzen, an die Wand gepresst, aber viel unangenehmer war der Schmerz in diesem Moment.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es dir gefällt.“

„Ich auch nicht“, erwiderte ich ihm mit eigenem Erstaunen. Jedenfalls insofern, wie ich meine Stimme erheben konnte.
Denn nach einigen Stößen kribbelte es unglaublich in mir. Ich fand gefallen daran. An der Leidenschaft, an der Lust, an dem Schmerz.

Ich spürte seine Erektion in mir zucken, ihm schien es ebenfalls zu gefallen. Sein Gesicht sah immer noch aus wie das eines Engels, die Augen fest verschlossen zu einer Maske der Lust.

Der Raum, in dem wir uns befanden, wurde dunkler, je öfter ich meine Augen hart schloss. Alles verschwamm und ich spürte nur noch seine mächtigen Stöße. Hörte nur noch unsere beider Atem, nur noch unser lautes Gekeuche.

Er nahm meine Beine und presste sie soweit auseinander, dass meine Knie die Wand berührten. Mit jedem Stoß, den er tat, schürfte ich sie mir etwas mehr auf, aber das war mir in diesem Moment einfach egal.
Es war eine Art freies Gefühl, so vor ihm zu liegen. So von ihm genommen zu werden. Zu wissen, dass er mit mir tat, was er wollte. Was sein Körper verlangte.
Und ich zog einfach mit, wie ein Bauer auf einem Schachbrettspiel. Und es gefiel mir so.

Mit einem Mal stockte er, seine Augen öffneten sich einen Spalt breit. Er fixierte mich mit verklärtem Blick und grinste dann verrucht.
Mein Herz tat einen Sprung.

In der nächsten Sekunde presste er sich so weit in mich, wie es nur ging, was mich stöhnend den Kopf in den Nacken werfen ließ. Dann senkte er den Kopf so nah an mich, dass sich unsere Stirnen berührten.

„Ich weiß nicht, inwiefern das ganze hier von uns beiden gewollt ist. Ich weiß nur, dass sie es so will. Und vergiss das nie, wenn‘s vorbei ist. Ich will, dass du dich immer daran erinnerst. Denn hier und jetzt mögen wir‘s beide.“

Beim nächsten Stoß nahm er mich mit hartem Druck in die Hand und massierte mich im Takt.
Mir wurde wieder schwarz vor Augen, kurz, bevor ich kam.

Ich weiß nur noch, wie ich aufwachte, den Orgasmus noch in den Knochen. Ich sah sein grinsendes Gesicht noch vor mir und fühlte unseren letzten Kuss auf meinen Lippen.
Doch ich lag in meinem Bett, aus den Wolken rieselte der Schnee. Nichts war grau und zerstört.

Es war an einem dieser verschneiten Tage im Winter, an dem ich Itsuki als Ersten in der Schule antraf.
Und ich konnte schwören, etwas vielsagendes in seinem Blick gelesen zu haben.


*Sie will es so/ENDE*
Review schreiben