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Besser spät als nie

von snow-cat
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Georg Leo Malte Tobi
10.12.2010
11.12.2010
2
4.588
 
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11 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
10.12.2010 1.688
 
Ich hoffe ihr könnt euch noch an die Geschichte erinnern. Ich habe sie vor einpaar Tagen rausgenommen, um sie nochmal komplett bearbeitet hochzuladen.
Ich hoffe ihr findet nicht zu viele Rechtschreibfehler ;-)

Anfangs war die Geschichte aus Georgs Sicht geschrieben, jetzt hat sich die Perspektive geändert. Wenn ihr die Original FF, also aus Georgs Sicht auch nochmal haben wollt, sagt bescheit, dann lade ich diese auch nochmal hoch!!

Hier nochmal das übliche:

Autor: snow-cat

Summary:Georg verlässt Starnberg und will in Berlin ein neues Leben beginnen. Dort ist er erstmal auf Tobi´s Hilfe angewiesen. Schnell trifft er dort auf alte Bekannte, aber er macht auch neue Bekanntschaften
Genres: Romanze

Rating: P18 Slash
Warnings: Slash, Gewalt, Lemon

Fandom: Sommersturm
Pairing: Erfahrt ihr im Laufe der FF^^

Disclaimer: Mir gehört nichts, außer die Idee der FF



Und nun Viel Spass ;-)
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‚Wie ich Starnberg doch hasse! Es ist nicht mal einen Tag her und schon weiß jeder, dass ich mich von Marie getrennt habe‘, dachte Georg, während er sich gedankenversunken auf sein Bett fallen ließ.

Vor gut sechs Wochen hatte Georg Marie kennengelernt. Auf einem Dorffest. Er kannte Marie schon vorher, nur vom Sehen allerdings. Sie war die Tochter des Bürgermeisters und war bei allen Jungs total beliebt, was wohl auch größtenteils an ihrem Aussehen lag. Sie war schlank, braun gebrannt, blonde Haare und ihre braunen Rehaugen machten ihr Gesicht perfekt.
An dem Abend, als das Dorffest stattfand, hatte Marie nur Augen für Georg gehabt und dieser hatte ihre Aufmerksamkeit genossen, mehr noch allerdings die neidischen Blicke seiner Freunde.
Die darauf folgenden zwei Wochen verbrachte er fast täglich mit ihr und als sie dann zusammen kamen, nahm er sie mit zu seinen Freunden und gab dort mächtig mit ihr an. Jeder beneidete ihn um Marie und Georg fand es toll, dass sein Ansehen durch Marie stieg.

Georgs Vater war auch mächtig stolz, als er erfuhr, dass sein Sohn mit der Tochter des Bürgermeisters zusammen war. Er erklärte Georg, dass es wichtig war, solche Beziehungen zu pflegen.
„Ich als großer Geschäftsmann, kann dir sagen, mein Junge, es gibt nichts wichtigeres im Leben als gute Kontakte und Personen die einem solche Kontakte ermöglichen können.“, sagte sein Vater zu ihm.
Ein großer Geschäftsmann, das war Georgs Vater wirklich. Mit seinen Landmaschinen hatte er schon viel erwirtschaften können und er war Hauptsponsor des RSC. Er hatte schon viel im Leben erreicht und Georg hoffte, dass er irgendwann einmal genauso erfolgreich sein würde wie sein Vater. Schließlich sollte Georg später einmal die Firma seines Vaters übernehmen.

Zwei Wochen lang lief auch wirklich alles super zwischen ihm und Marie, doch dann fing es an zu kriseln. Der Neid seiner Freunde verebbte und der große Aufruhr, darum dass er mit der Tochter des Bürgermeisters zusammen war, verschwand ebenfalls.
Von diesem Moment an fühlte sich Georg mehr und mehr genervt von Marie und wollte sie nicht mehr sooft sehen. Was diese allerdings nicht verstehen konnte. Sie stritten sich fast nur.
Nachdem es wieder einmal einen Streit gab, bei dem Marie meinte, Georg hätte nie Zeit und würde sie gar nicht wirklich schätzen, machte er kurzerhand Schluss mit ihr.

Es war eigentlich eher eine Kurzschlussreaktion gewesen, trotz allem war Georg froh, dass Marie nun Geschichte war.

‚So läuft's im Moment irgendwie immer: erst komme ich mit einem Mädchen zusammen, das nervt mich aber nach drei Wochen schon nervt wieder und dann ist Schluss. Wo soll das denn noch hinführen? Das wird dazu führen, dass ich als Jungfrau sterbe, weil da nie mehr als Küssen läuft!‘, dachte Georg niedergeschlagen.

Denn auch wenn Georg sich vor seinen Freunden immer so erfahren gab, die Wahrheit war, dass er noch nie diesen Schritt gewagt hatte. Seine innere Stimme, die er im Übrigen verfluchte, hielt ihn immer wieder davon ab, es zu tun. Warum allerdings, dass wusste Georg nicht. Es konnte doch nicht sein, dass jedes der Mädchen, mit denen er bis jetzt zusammen war, nicht die Richtige war.

‚Vielleicht hat Malte mich ja damals mit einem Fluch belegt‘, überlegte Georg und kniff im nächsten Moment die Augen zusammen.
‚Verdammt nochmal! Warum schleicht sich Malte denn immer in meine Gedanken? Es kann doch nicht sein, dass er sich so in mein Gehirn gebrannt hat! Er, mitsamt der Erinnerung an diesen blöden, ekelhaften Kuss. Das soll endlich aus meinem Kopf verschwinden!‘, dachte er wütend und ballte seine Fäuste zusammen.
‚Vielleicht fandest du den Kuss doch nicht so ekelhaft und kannst ihn deshalb nicht vergessen?‘ kam es von Georgs innerer Stimme.
„Und ob ich es ekelhaft fand!“, schrie Georg laut und setzte sich ruckartig auf.
Seine innere Stimme verstummte und Georg hörte, wie unten die Haustür aufgeschlossen wurde. Das musste wohl sein Vater sein.

„GEORG!!!“, brüllte dieser, nachdem er die Tür hinter sich geschlossen hatte. „Komm runter! SOFORT!“

So aufgebracht hatte Georg seinen Vater schon lange nicht mehr erlebt. Schnell ging er runter, damit dieser nicht noch wütender wurde.
Er ging die Treppe runter und hörte Geräusche aus dem Wohnzimmer. Kurz überlegte er und blickte sehnsüchtig die Haustüre an. Er könnte abhauen, aber das würde seinen Vater wahrscheinlich nur noch zorniger machen. Also ging er ins Wohnzimmer, nicht wissend, was er gemacht haben sollte, dass sein Vater so verärgert war.

„Kannst du mir mal sagen, was das soll? Was hast du dir dabei gedacht?“, wetterte Georgs Vater los.
„Was genau meinst du denn?“, fragte Georg leise, wohl wissend, dass diese Frage seinen Vater noch wütender stimmen würde.
„Was ich meine? Was ich meine, fragst du mich?“, entgegnete Georgs Vater schnaubend, „Der Bürgermeister rief mich vorhin an und fragte mich, ob ich meinem Sohn keinen Anstand beibringen konnte! Hast du eine Ahnung wie beschämend das für mich war? Er musste mich erst mal aufklären, worum es überhaupt ging!“
Jetzt wusste auch Georg, worum es ging, sagte allerdings nichts dazu, sondern senkte nur beschämt den Kopf.
„Wie konntest du dem Mädchen das antun? Und habe ich dir nicht gesagt, wie wichtig es ist, solche Kontakte zu pflegen? Hast du mal darüber nachgedacht, was für ein Licht das jetzt auf uns, auf mich, wirft? Jetzt werden alle hier denken, ich konnte meinem Sohn keine Erziehung beibringen“, nicht mehr in der Lage, seine Wut im Zaum zu halten, gab er Georg eine deftige Ohrfeige. „Und jetzt geh in dein Zimmer und lass dich heute hier unten nicht mehr blicken!“

Georg tat wie ihm befohlen und ging schnellen Schrittes in sein Zimmer. Ob vor Wut, Trauer oder Verzweiflung konnte er nicht sagen, aber er merkte, wie sich seine Augen mit Tränen füllten. Er schmiss sich auf sein Bett und vergrub sein Gesicht im Kissen.
‚Warum hab ich da nicht dran gedacht? Warum hab ich nicht an meinen Vater gedacht? Es war doch klar, dass er total enttäuscht von mir ist, wenn ich mit Marie Schluss mache. Er war so stolz auf mich und ich will doch nichts mehr als seine Anerkennung.‘
‚Du bist deinem Vater doch egal, es geht ihm nur um seinen Ruf, das einzige was für ihn zählt ist ein gutes Image. Denk mal an Tobi zurück!‘, sagte die innere Stimme in Georgs Kopf.

Als der RSC vor ungefähr einem Jahr aus dem Trainingslager wieder kam und im ganzen Dorf bekannt wurde, dass Tobi schwul ist, setzte Herr Gruber Hansi unter Druck. Entweder er schmeißt Tobi aus dem RSC oder er ist nicht länger Hauptsponsor. Zudem meinte er noch, so einer wie Tobi wäre schlecht für das Image des RSC´s und somit auch für ihn.
Hansi sah keinen anderen Ausweg und schmiss Tobi aus den Ruderverein. Hansi selber hatte auch Ärger bekommen, denn Georgs Vater meinte, dass sie gewonnen hätten, wenn Georg nicht hätte für die Queerschläger rudern müssen.

Nach seinem Rausschmiss beim RSC hat Tobi Starnberg verlassen. Anfangs wusste niemand, wo er war, da er über Nacht einfach verschwunden war. Achim war total sauer gewesen, weil sein bester Freund sich nicht einmal von ihm verabschiedet hatte. Nach einigen Wochen meldete sich Tobi aber bei ihm und sagte ihm, dass er jetzt in Berlin ist und sich dort ein neues Leben aufbauen möchte. Er hielt es in Starnberg einfach nicht mehr aus und wollte irgendwo hin, wo nicht alle hinter seinem Rücken über ihn tuschelten.

‚Möglicherweise gar keine schlechte Idee. Vielleicht sollte ich auch einfach irgendwo neu anfangen. Raus aus Starnberg, weg von all den Leuten hier. Hier kennt jeder jeden und man hat so gut wie keine Privatsphäre, weil hier alles die Runde macht und jeder sich einmischt.‘

Der Gedanke, die Stadt zu verlassen, wurde für Georg immer verführerischer. Hier fühlte er sich schon lange nicht mehr zu Hause und was hielt ihn schon hier? Ein Vater, der ihm keine Anerkennung schenkte, ihn nicht wirklich wahrnahm und für den nur sein Erfolg und sein guter Ruf zählte? Wohl kaum. Er hatte niemanden hier, dem er sich wirklich anvertrauen konnte und das Rudern, das könnte er aufgeben oder sich einen neuen Ruderverein suchen.

Doch wo sollte er hin? Georg überlegte kurz. München und Berlin, dort wollte er immer schon einmal hin. Er nahm sich einen Block und einen Stift und schrieb die beiden Städte auf. Kreuz und quer, über das ganze Blatt verteilt, bis das Papier voll war.
‚Gut, ich lass das Schicksal entscheiden‘, dachte Georg, schloss die Augen und zeichnete mit seinem Finger ein großes G auf das beschriebene Blatt.
Er öffnete die Augen.
„Berlin...“, leise murmelte er den Namen der Stadt, auf der sein Finger zum Stehen gekommen war. Nachdenklich legte Georg sich wieder hin.

Somit wäre sein Ziel gewählt. Bleibt nur noch die Frage, wie seine Eltern reagieren werden. Seine Mutter wird wahrscheinlich weinen und sein Vater, der wird wahrscheinlich wütend, aber das ist er jetzt sowieso schon.
Dann schoss Georg auf einmal ein anderer Gedanke in den Kopf. ‚Malte.. Malte wohnt doch auch in Berlin. Aber Berlin ist groß, dass muss ja nicht heißen, dass ich auf ihn treffe‘, beruhigte Georg sich schnell selbst wieder. ‚Vielleicht stattet Tobi mir ja auch mal einen Besuch ab....‘

Mit diesen letzten Gedanken schlief er ein.









Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr lasst mir einpaar Reviews da, auch über Kritik freue ich mich.. Ich will ja schließlich immer noch was lernen.

Liebe Grüße Eure Snow-Cat
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