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That was just your live

von oldi
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Humor / P16 / Gen
Bobby Singer Castiel Dean Winchester Ruby Sam Winchester Zachariah
07.12.2010
19.07.2012
28
64.708
 
Alle Kapitel
30 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
07.12.2010 1.619
 
Ich bin zwar nicht sicher, ob schon irgendjemand mitliest, aber ich bedanke mich mal für die
Favo-Einträge!

Hier kommt Kapitel 2. Inspiriert vom Song "Only after dark", den ich vielleichte in kleines bisschen zu oft gehört habe ^^.

Viel Spaß!
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Kapitel 2
„Titty Twister“

6 Monate zuvor, in Maysville, Alabama

Dean starrte in seinen Kaffee, als würde er versuchen, ihn zu exorzieren.
Sein Gesicht war derart grimmig, dass Sam schon fast schmunzeln musste.
Das Zucken seiner Mundwinkel wurde bemerkt.
„Was grinst du?“
„Nur so. Hast du vor dem Kaffee was ernsthaft Böses anzutun oder warum schaust du ihn so böse an?“
„Ha Ha. Sehr witzig. Verschwinde lieber wieder hinter deinem Laptop Einstein und sag mir, was das hier für ein Job sein soll.“
Sam grinste noch einmal verhalten und beschloss, jetzt besser nicht nach dem Grund für Deans schlechte Laune zu fragen.
Als Sams Augen wieder über den Bildschirm glitten hörte er, wie Dean sich räusperte.
„Also, was hast du?“
„Ein junger Mann, Albert Silver,  verschwand nach einem Barbesuch spurlos.“
„Na und? Das könnte genauso gut…“
„Jetzt warte doch mal ab! Er ist der 5. Kerl der in den letzten drei Monaten verschwunden ist.
Alle fünf Männer hatten zuvor dieselbe Bar aufgesucht.“
Dean hob die Augenbrauen.
„Serienkiller kommt nicht in Betracht?“
Sam zuckte die Schultern.
„Ich denke nicht. Man hat niemals eine Leiche gefunden.“
„Hm.“
Dean nahm einen Schluck Kaffee und verzog angewidert das Gesicht als er merkte, dass dieser schon längst kalt war.
Sam konnte sich ein Grinsen wieder nicht verkneifen.
„Könnte also was sein.“
„Könnte, ja.“
Dean seufzte.
„Also gut. Finden wir’s raus. Vielleicht ist das tatsächlich ein Fall für uns.“
„Bitte nicht zu viel Enthusiasmus.“
„Alter, es ist 8 Uhr Morgens und ich bin die halbe Nacht Auto gefahren.“
„Seit wann beschwerst du dich übers Auto fahren?“
Dean rollte mit den Augen.
„Es geht nicht ums Fahren. Es geht darum, deinem Gelabere die ganze Nacht zuzuhören.“
„Bitte?“
„Du redest im Schlaf.“
Sam öffnete empört den Mund um etwas zu erwidern, aber heraus kam nur heiße Luft.
„Frag nicht, Sam. Es war peinlich.“
Damit breitete sich ein breites Grinsen auf Deans Gesicht aus.
Sam zog verärgert die Augenbrauen zusammen.
„Du zahlst, Sammy.“
Dean erhob sich.
„Jerk!“ rief  Sam ihm noch hinterher, während er die Bedienung zu seinem Tisch winkte.
„Bitch!“ kam es vom anderen Ende des Diners zurück.
Nachdem sie in einem billigen Motel eingecheckt und einige Stunden geschlafen hatten, machten die beiden Männer sich auf den Weg zu besagter Bar um heraus zu finden, warum alle Opfer zuvor hier zu Gast gewesen waren.
Als der Impala vor dem schummrig beleuchteten Laden zum stehen kam und Dean das Namensschild über der Eingangstür erblickte, brach er in lauthalses Gelächter aus.
Sams ah ihn nur fragend an.
Dean deutete noch immer lachend auf das Schild.
Sam sah es sich an und konnte nichts all zu lustiges daran finden.
„Was?“
„Ihr hattet nicht viel Spaß in Stanford, oder?“
Sam rollte mit den Augen.
„Man Sammy, der Laden heißt Titty Twister.“
„Super. Sowas finde ich nicht mehr lustig, seit…“
„Man, doch nicht deswegen. Nie „From Dusk ‘till Dawn“ gesehen?“
Sam schüttelte energisch den Kopf.
„Vielleicht sollten wir den ein oder anderen Holzpflock mit da rein nehmen.“
Dean grinste.
Sam starrte ihn Begriffsstutzig an.
„Oh man. Ich kann nicht fassen, dass du den Film nicht kennst. Salma Hayek. Schlangentanz.
Sagt dir das rein gar nichts?“
„Nein.“
Kopfschüttelnd stieg Dean aus dem Wagen.
„Bildungslücke Sammy. Echte Bildungslücke.“
Als sie das Lokal betraten, stand Dean der Mund weit offen.
„Scheiße.“
„Was?“
„Das ist wirklich krank.“
Sam rollte mit den Augen.
„Was denn?!?“
„Hier drin sieht‘s auch aus wie im Film.“
Sam schnaubte.
„Super. Können wir jetzt unsere Arbeit machen, bitte?“
Dean erwachte aus seiner Starre und räusperte sich.
„Klar.“
Die beiden Männer ließen sich an der Bar nieder und winkten den Barkeeper zu sich, der zurzeit noch die einzige Person war, die neben ihnen den Laden bevölkerte.
Der dickliche Riese mit Halbglatze kam auf sie zu und murmelte ihnen irgendwas entgegen.
Sam hob die Augenbrauen. „Bitte was?“
Der Barkeeper seufzte entnervt.
„Wir haben noch geschlossen. Die Sonne ist noch nicht untergegangen.“
Dean konnte sich ein leises Lachen nicht verkneifen, worauf hin Sam ihm unsanft auf den Fuß trat.
Dean trat ihn zurück und wandte sich dann völlig ungerührt an den bulligen Barkeeper.
„Können wir nicht trotzdem schon einen Drink bekommen? Wir waren den ganzen Tag unterwegs und jetzt sind wir ja einmal hier…“
Während er sprach legte er sachte einen Zehn Dollar Schein auf die Theke und zwinkerte.
Der Barkeeper schob das Geld zurück zu Dean und zuckte die Schultern.
„Von mir aus. Was soll’s sein?“
Dean grinste selig.
„Scotch, bitte.“
Der Barkeeper sah Sam an.
„Ähm…Bier…“
Als sie ihre Getränke bekommen hatten verzog sich der Barkeeper wieder an den hinteren Teil der Bar.
„Er ist wohl nicht der Gesprächigste“ , stellte Dean fest.
„Scheint so.“
Dean sah Sam an, der plötzlich ziemlich in sich gekehrt am Etikett seiner Bierflasche knibbelte.
„Was ist?“
„Nichts.“
Dean schnaubte.
„Versuchs gar nicht erst Sammy. Was ist los?“
Sam zuckte die Schultern.
„Wäre schön, wenn du wenigstens während der Arbeit mal auf harten Alkohol verzichten könntest.“
Dean seufzte lautstark.
„Sind wir jetzt wieder bei dem Thema, ja?“
„Du hast gefragt. Ich hab geantwortet.“
„Fein. Weißt du, ich fände es ganz nett wenn wir unsere süßen intimen Gespräche über Alkoholprobleme  außerhalb der Arbeitszeiten führen könnten.“
Sam nahm seine Bierflasche und erhob sich.
„Wenn du meinst.“


Gut Anderthalb Stunden später, die Sonne war gerade unter gegangen, begann der „Titty Twister“ sich zu füllen.
Dean saß noch immer an der Bar, frönte dem Scotch und wartete darauf, jemandem Informationen entlocken zu können.
Während dessen hatte Sam sich an den Billiardtisch verzogen und wartete ebenfalls auf informationswillige Gesprächspartner.
In seinen Scotch starrend dachte Dean über die Bar nach.
Es war schon wirklich seltsam, wie nahe sie der Bar im Film kam.
Vielleicht würde gleich eine Horde Vampire über sie her fallen!
Er schmunzelte.
Das wäre wenigstens mal eine willkommene Abwechslung.
Ihre letzten Fälle hatten alle einen so deprimierenden Beigeschmack gehabt.
Die Zauberer in Vegas, die menschlichen Killer die versucht hatten die frisch eingezogene Familie in ihrem Haus zu töten, der junge von ihrer alten Highschool…alles keine besonders aufbauenden Fälle.
Dabei wäre es genau das, was Dean gebrauchen konnte.
Einen Fall bei dem es nur schwarz und weiß und keine Grauzone gab
Einfach ein paar üble Monster, die es verdient hatten, zu sterben.
Nicht in den wahnsinn getriebene Menschen oder zu recht wütende Geister oder….so was in der Art.
Alles was Dean wollte, war Ablenkung.
Ihre letzten Fälle waren dagegen eher Konfrontation als Ablenkung gewesen.
Eine Hand auf seiner Schulter ließ ihn aus seinen Gedanken hochfahren.
Eine junge Frau stand neben ihm.
„Ist da noch frei?“ Sie deutete auf den Hocker neben ihm.
Dean warf einen Blick zu Sam, der sich inzwischen mit zwei Männern am Billiardtisch unterhielt.
„Klar.“
Sie lies sich neben ihm nieder und winkte eine Barkeeperin heran, die inzwischen dazu gekommen war.
„Gina!“
Die Gerufene kam herüber.
„Hey. Was kann ich bringen?“
Die junge Frau starrte auf Deans Glas.
„Ich denke ich nehme auch einen Scotch.“
Dean grinste, während Gina das angeforderte Getränk lieferte.
„Harten Tag gehabt?“
Die unbekannte nickte. „Verdammt hart.“
Dean ließ seinen Blick über sie schweifen und unweigerlich hatte er das Bedürfnis sein reportoire aus Anmachsprüchen heraus zu holen.
Sie hatte lange schwarze Haare, stechend blaue Augen, volle rote Lippen, war schlank und hatte Hüften wie…Dean fiel keine passende Beschreibung ein. Holz hatte sie auch welches vor der Hütte.  Sie passte also absolut perfekt in sein Beuteschema. Er lächelte. Vielleicht würde dieser ätzende Tag ja doch noch ein vergnügliches Ende finden.
Sein anvisiertes Beutetier leerte den Scotch in einem Zug ohne sich danach auch nur zu schütteln und sah ihm ins Gesicht.
„Fertig mit anstarren oder willst du noch aufstehen und meinen Hintern begutachten?“
Dean öffnete den Mund um etwas zu sagen und schloss ihn gleich wieder.
Schließlich fand er in seinem schon leicht benebelten Gehirn doch noch eine passende Entgegnung.
„Ich hab nicht dich angesehen. Ich hab mich nur umgesehen.“
Sie lachte und streckte ihm die Hand entgegen.
„Natürlich. Ich bin übrigens Amber.“
Er nahm ihre Hand und schüttelte sie.
„Dean.“
„Und, was führt dich her, Dean?“
„Och…so dies und das.“
„Aber du bist nicht von hier.“
„Woher weißt du das?“
„Ich wohne hier. Die halbe Stadt hängt jeden Abend im Titty Twister. Du warst noch nie hier. Woraus ich schließe, dass du entweder auf der Durchreise bist oder zugezogen.“
Dean schmunzelte.
„Ich bin auf der Durchreise. Mein Bruder und ich, wir machen sowas wie einen…Roadtrip.“
Wow, er redete mit einer Frau und schaffte es etwas zu sagen, was nicht komplett gelogen war.
Amber hob die Augenbrauen.
„Und da macht ihr hier Station? Am Arsch der Welt?“
„Na ja, wir kamen spät nachts hier vorbei und wollten erst mal eine Pause machen…also haben wir uns hier ein Motel gesucht.“
Sie nickte.
„Na dann.“
Sie winkte nach Gina und orderte einen neuen Scotch.
„Ach und Gina? Für meinen neuen Freund Dean bitte auch einen!“
Gina nickte und stellte wenige Sekunden später zwei Gläser vor ihnen ab.
Dean grinste.
„Normalerweise lasse ich mich ja nicht von einer Frau aushalten…aber gut…danke.“
„Halt die Klappe und trink.“
Gesagt, getan.
„Gott tut das gut.“
„Dein Tag muss ja wirklich beschissen gewesen sein.“
Amber nickte und rollte mit den Augen.
„War er. Es sind alle fürchterlich aufgeregt wegen den verschwundenen Kerlen.“
Dean lächelte in sich hinein.
Bingo.
„Verschwundene Kerle?“

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So, das war's auch schon.
Kapitel 3 ist in Arbeit.

Vielen Dank für's Lesen ;).

Würde mich natürlich sehr über ein bisschen Feedback freuen...

lg,

Sarah
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