Cats - Verräter

GeschichteAbenteuer / P12
05.12.2010
15.02.2012
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Herzlich willkommen zu einer neuen Story von mir! (Ausnahmsweise mal kein Eragon)
Also, wie gesagt hat sie eigentlich nicht wirklich was mit den Büchern zu tun, aber die Grundidee stammt doch von ihnen, weshalb ich sie hier hochlade. (Nicht dass ich noch irgendwelche Urherberrechte verletze ;)
Also, viel Spaß beim Lesen! (Ich lad gleich mal zwei Kaps hoch, aus dem ersten wird man sowieso nicht schlau ;)


Prolog

Der Fabrikhof lag verlassen da.
Der vom Regen nasse Boden glänzte im trüben Licht der alten Straßenlaterne und spiegelte die Kisten, Fässer und kaputten Geräte, die sich, umgeben von Müllbergen, an die gemauerte Ziegelwand drückten.
Der Regen hatte vor einer Weile aufgehört, und so war das einzige Geräusch, das die düstere Stille durchbrach, das Tropfen des Wassers, das aus der längst maroden Dachrinne des  baufälligen Gebäudes auf den tief darunter liegenden Hof platschte.
Für einen Moment kam der große runde Mond hinter der dichten Wolkendecke hervor und tauchte die ganze Szenerie in ein unheimliches Spiel aus Licht und Schatten, bevor er wieder
von den düsteren Wolken verschluckt wurde.
In der ferne bellte ein Hund, ein anderer antwortete, dann war es wieder still,
nichts störte das langsame, gleichmäßige Tropfen des Wassers.
Schließlich trat ein kleiner Schatten aus einer schmalen Gasse, die fast zu eng für einen Menschen war.
Lautlos huschte die Gestalt durch den Schatten, dicht an der Mauer vorbei.
Einmal fiel das Licht der Straßenlaterne auf sie, und offenbarte kurz eine leicht hinkende Katze, doch schon war sie wieder in die Schatten eingetaucht.
Leichtfüßig, trotz ihrer Verletzung, sprang sie auf ein großes Fass, das ein wenig abseits von den anderen stand, und und ließ sich darauf nieder.
Dann kehrte wieder Ruhe ein, und fast schien es, als sei die Katze auf dem Fass aus Stein, unbeweglich und leblos.
Ab und zu kam der silberne Mond hervor und beleuchtete das cremefarbene Fell der Katze.
Schließlich tauchte ein anderer Schatten in der Gasse auf, nahm den gleichen Weg der ersten Katze und setzte sich vor das Fass, einen leisen Gruß miauend, der von der anderen Katze wiederholt wurde.
Wieder erschien eine Katze, diesmal aus der verlassenen Fabrik, und huschte, dicht gefolgt von einer zweiten, mit wenigen Sprüngen über den Hof zu seinen Artgenossen.
Nach und nach tauchten immer mehr Katzen auf, lautlos wie Schatten.

Trotzdem durchbrachen jetzt viele Katzenstimmen die Stille, als hätten sich die im Hof versammelten Tiere lange nicht gesehen, und würden jetzt ihre Erlebnisse mit den anderen Teilen und über die neusten Geschehnisse reden.
Schließlich traten drei Katzen vor das Fass der Cremefarbenen,
und augenblicklich kehrte Ruhe ein.
Niemand rührte sich, und man hätte meinen können, der Hof sei mit vielen kleinen Statuen gefüllt.
In der entstandenen Stille schien das Tropfen des Wassers doppelt so laut, als wollte es auf sich aufmerksam machen.
Nach einer Weile begann die auf dem Fass sitzende Katze zu miauen, und alle anderen lauschten aufmerksam.
Als sie geendet hatten, entstand eine kleine Pause, dann begannen die drei unter ihr sitzenden Katzen nacheinander zu reden.
Bei den Worten der letzten Katze, einem Kater mit schimmerndem, grau-weißem Pelz,
miauten einige erregt auf, und auch die auf dem Fass sitzende Katze rutschte unruhig auf ihrem Sitz hin und her.
Schließlich brachte sie die immer lauter diskutierenden Katzen mit einem lauten Fauchen zum Schweigen und miaute ihrerseits etwas.
Damit schien die Versammlung beendet, denn die Katzen erhoben sich nacheinander und verließen den Hof ebenso lautlos, wie sie gekommen waren.

Zum Schluss blieb nur noch die cremefarbene Katze über.
Nach einer Weile erhob auch sie sich und sprang elegant von dem Fass, um wie ihre Artgenossen schattengleich in der Gasse zu verschwinden.
Wieder lag der Fabrikhof verlassen da, während in der Ferne der Lärm der Autos den nahenden Morgen ankündigte.
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