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A Parlay a day keeps the Pirate away (ehemals: Was wäre, wenn...?)

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Barbossa Captain Jack Sparrow Governor Swann James Norrington Will Turner
29.11.2010
20.09.2013
53
119.594
16
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Dieses Kapitel
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29.11.2010 2.025
 
So, hier nun also eeeendlich das Nächste...
Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat, aber durch das Fieber hatte ich irgendwie eine totale Schreibblockade ._.
Hoffe, dass ich sie mit diesem Kappi nun bezwungen habe!

FROHES NEUES JAHR

wünsche ich euch noch allen!! :D
Ein bisschen spät, aber besser spät als nie, wa? ^^


Ankunft und Abreise


Bella stand vor ihrem Schrank und wusste nicht, was sie packen sollte. Sie besaß zu viele Kleider, um sich entscheiden zu können…
Doch dann runzelte sie die Stirn und öffnete eine Schublade. Wie dumm sie sich manchmal aber auch anstellte… Sie konnte doch keine Kleidung einpacken! Wo sollte sie sie denn hin tun? Keine ihrer Schwestern hatte mehr mit, als sie am Leibe trug, und sie mussten ja auch irgendwie klar kommen.
Auf der anderen Seite hatten die aber auch nicht die Möglichkeit gehabt, etwas einzupacken…

Isabella biss sich auf ihre Unterlippe und warf einen Blick nach draußen, während sie das Kleidungsstück, welches sie nun in den Händen hatte, an sich presste. Es war bereits dunkel, stockfinster, und nichts konnte man erkennen.

„Ich sollte fertig werden…“, dachte sie bei sich, würde es doch in ein paar Stunden losgehen.
Bei dem Gedanken atmete sie tief ein und wieder aus. Sie konnte es nicht fassen, dass sie sich auf so etwas eingelassen hatte. Sie war anders als ihre Schwestern, die wohl gerade den Spaß ihres Lebens hatten… Naja, Kathy zumindest.
Isy musste lachen. Ja, so etwas war auch nur ihrer Schwester zuzutrauen…

Sie betrachtete das braune, einfache Kleid, das sie ausgesucht hatte. Das hatte sie schon seit Jahren nicht mehr angehabt… aber hier galt wohl der Grundsatz „Je einfacher, desto passender“.
Sie konnte ja nicht in einem prachtvollen Gewand auf Reisen gehen! Schon gar nicht, wenn sie sich zunächst im Lagerraum verstecken mussten.

Hoffentlich konnte sie Bastien vertrauen…

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„Habt Ihr alles, was ihr für eine längere Reise benötigt?“, fragte Bastien, als er sie mit einem Pferd abholte. Isy schluckte, als sie erkannte, dass sie wohl ohne Kutsche zum Hafen gelangen würden.
Auf die Frage hin zeigte sie ihre leeren Handflächen.
„Ich wusste nicht, was ich tragen kann und soll… Und dann dachte ich an meine Schwestern, die ebenfalls nichts mit sich führen außer ihrer Kleidung…“
Sie schaute auf die Hufen des Pferdes und errötete leicht, als ihr Blick auf das schlichte, braune Kleid fiel, das sie nun trug. Es war ihres Standes sehr unangemessen.

Bastien schien zu wissen, was sie dachte, denn er stieg mit einem leichten Lachen ab, verbeugte sich vor ihr und hielt ihr die Hand hin.
„Ihr seht bezaubernd aus, egal in welchem Kleid…“, sagte er, doch konnte sie hören, dass seine Stimme einen leicht amüsierten Ton anschlug. Sie hob ihren Blick wieder und schaute auf den Sattel ohne etwas zu sagen.
„Bitte, lasst mich Euch helfen…“, sagte er und hob sie galant auf das Pferd.
Ihr stockte kurz der Atem, als er dies tat und sich sogleich hinter sie setzte, und ihr Herz klopfte bis zum Hals ob der Tatsache, dass sie sich so nahe waren.

Als er das Pferd antrieb, beschloß Isy für sich, dass es das letzte Mal sein würde, dass sie ohne Kutsche gereist war. Sie versuchte sich an die Mähne des Tieres zu klammern und litt Todesangst, dass sie abstürzen würde, doch Bastiens Arme hielten sie trotz allem an ihrem Platz, sodass sie nur ein wenig durchgeschüttelt wurde.

Die letzten paar Meter mussten sie laufen, und sie versuchten sich so unauffällig wie möglich zu benehmen. Es war zwar noch nicht viel los um diese Zeit (es war ja immer noch stockdunkel), doch trotzdem waren vereinzelte Matrosen unterwegs, und es war besser, wenn sie nicht auffallen würden.

Isy wusste, dass die Dauntless heute mit Morgengrauen ablegen würden, und hoffte, dass alles gut gehen würde. Auf der einen Seite hoffte sie, dass sie entdeckt werden würden… bereits im Vorfeld oder mitten auf hoher See. Sie hasste es, sich verstecken zu müssen, machte sie das doch nur nervös.
Auf der anderen Seite wünschte sie sich, vom Commodore unentdeckt zu bleiben. Er wäre sicherlich sehr überrascht, doch nicht positiv, wenn er sie entdeckte. Noch dazu in Begleitung eines einzelnen Mannes…

Isabellas Blick streifte den Mann neben sich, der mit kundigen Augen die Umgebung ausmachte und sie mit sich führte, immer dann, wenn sich gerade nichts bewegte.
„Schnell jetzt…“, wisperte er mit seinem unverkennbaren, französischen Akzent und zog sie an ihrem Arm mit sich. Sie wollte schon protestieren, doch konnte sich im letzten Moment zurückhalten. Schließlich tat er das eh alles nur für sie und um ihr zu helfen, wer war sie also, sich über seine Vorgehensweise zu beschweren?

Ein paar Momente später standen sie bei der Dauntless und suchten einen Weg, um sie zu betreten. Doch Planken gab es nicht, und zum springen war es natürlich viel zu weit und auch viel zu hoch.
Isy kaute auf ihrer Lippe und beobachtete, wie Bastiens Kiefer nachdenklich mahlten und er seinen Kopf mal hierhin, mal dorthin wendete. Dann plötzlich lächelte er, und als Isy seinem Blick folgte, sah sie nur einen Kran. Dieser Anblick erinnerte die Rothaarige an den Tag, an dem das ganze Übel ihrer Meinung nach angefangen hatte, nämlich als der Pirat Jack Sparrow in Port Royal aufgetaucht war.
Bei dem Gedanke schnaufte sie leicht.

„Miss Isabella, wir werden gleich ein wenig klettern müssen…“, eröffnete Bastien ihr und bedachte sie mit einem bedauerlichen Grinsen.
„Natürlich…“, seufzte sie und hatte schon eine Ahnung, wo das hinführen würde, als ihre Augen an ein paar Seilen hängen blieben.
„Bleib tapfer, Isy…“, dachte sie bei sich. „Du könntest noch umdrehen, jetzt sofort, und weiter allein in den Tag leben… Aber das willst du nicht, also reiß dich jetzt zusammen und tu, was getan werden muß!“
Während sie sich selbst weiter anfeuerte, stapfte sie entschlossen zu dem Kran und versuchte, auf den Holzbalken zu klettern. Sie kam sich dabei mehr als lächerlich vor, doch Bastien sagte nichts, nicht einmal sein markantes kleines Lachen vernahm sie. Er fasste ihr lediglich um den Fuß und schob sie nach oben, was ihr sehr half.
Nach ein paar Augenblicken war sie oben und Stolz erfüllte sie.

Bastien war in wesentlich geringerer Zeit neben ihr.
„Tut mir leid, aber ich denke, das ist das beste…“, murmelte er, schlang einen seiner langen Arme um ihre Hüfte und presste sie an sich, während er mit der anderen Hand nach dem Seil griff.
„Bereit?“
Isy nickte nur und wappnete sich innerlich. Sie presste fest die Lippen aufeinander, um nicht doch noch loszuschreien, und schon ging es los. Er hob sie hoch, stieß sich ab und schon segelten sie zusammen durch die Luft.
Isy wurde es ganz flau im Magen, doch bevor er es sich zu einer Übelkeit ausbreiten konnte, war es schon wieder vorbei und Bastien stand mit beiden Beinen fest auf der Dauntless. Er ließ sie runter und sie tauschten ein Lächeln.
„So etwas habe ich noch nie getan…“, sagte Isy mit leiser Stimme.
„Das glaube ich Euch sofort“, neckte Bastien und sah sich um. „Fein, dann suchen wir uns jetzt einen geeigneten Ort zum verstecken und hoffen, dass wir nicht entdeckt werden, bevor es sich für die Marine nicht mehr lohnt umzukehren…“
Isy nickte und folgte ihm unter Deck.


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Alex und Chel hatten sich den ganzen Tag nicht mehr aus ihrer Kabine getraut. Hunger hatten sie Himmel sei Dank keinen mehr… Alex hatte sich zu genüge den Bauch am Tag davor vollgeschlagen, und die Älteste war immer noch viel zu aufgeregt, um überhaupt an Nahrung zu denken.
Der Tag war ohne weitere Vorkommnisse verlaufen, niemand hatte sie behelligt, und sie fragten sich, wie es wohl weitergehen würde.
Wo segelten sie hin? Was hatten diese Wesen explizit mit ihnen vor? Würden sie hier lebend wieder rauskommen?

Plötzlich unterbrach ein Geräusch die Gedankengänge der Mädchen, und sie blickten auf, nur um zu sehen, dass vier Piraten eingetreten waren. Alex trat sofort wieder zu der Couch, auf der Chelsea saß. Die Jüngste hatte sich die meiste Zeit am Fenster postiert, um zu sehen, wohin es ging, obwohl sie natürlich keine Ahnung hatte, wie die meisten Inseln und Gewässer aussahen.
Chelsea beäugte die Männer, die wieder ganz normal aussahen, skeptisch, und drückte Alex‘ Hand.

„Wenn die Damen bitte kooperieren würden“, sagte einer mit säuerlichen Stimme, und Chelsea erkannte den, der sie am Abend des Dinners bedient hatte. Er war schwarz und hatte lange, dicke Rastazöpfe, die ihm ungepflegt vom Kopf baumelten. Die zwei anderen Piraten, mit denen die Mädchen bis jetzt am meisten zu tun gehabt hatten, hielten zwei Seile empor und schauten ernst.
„Ragetti, übernimm du Miss Turner…“, sagte der Dicke, und der Verrückte gehorchte, indem er auf Alex zutrat und Anstalten machte, sie zu fesseln.
„Das wird nicht nötig sein…“, begehrte Chelsea auf und stellte sich hin.
Der vierte Pirat, den die Mädchen bis jetzt noch nicht kannten, trat vor.
„Was nötig ist, und was nicht, bestimmen wir!“, rief er mit harscher Stimme und Chelsea schluckte unbewusst.
„Hände her!“, setzte er nach, und Alex gehorchte widerwillig.
„Pintel, ist das so in Ordnung?“, fragte der Dünne und zog Alex an den Seilen vor, die kurz aufschrie und stolperte.
Der Dicke, der sich nun also als Pintel rausgestellt hatte, verdrehte nur die Augen, während er Chelsea fertig fesselte.
„Wird schon reichen… Und jetzt auf Deck!“, befahl er,  während er Chelsea Richtung Treppe führte. Diese versuchte so erhaben wie möglich zu folgen, was sich nicht gerade als einfach herausstellte.

Oben angekommen wurden sie bereits von der versammelten Crew erwartet. Gott sei Dank war es noch hell, der Abend würde erst später anbrechen, und somit sahen die Monster noch alle aus wie normale Menschen. Alex atmete tief durch, als sie daran dachte, was letzte Nacht alles geschehen war…
Barbossa war umringt von seinen Männern, sein kennzeichnendes schelmisches Grinsen auf dem Gesicht, während er Chelsea musterte. Diese hielt seinem Blick stand, auch wenn ihre Knie zitterten. Sie schob mutig das Kinn vor und legte so viel Arroganz in ihre Augen, wie sie nur konnte, doch wie eh und je ging er gar nicht darauf ein.
Das Amulett erschien zwischen seinen Fingern, immer noch hing es an einem langen, brauen Lederband, und fast feierlich ging er auf Alex zu.
Die ruckte noch hin und wieder, erkannte aber, dass sich Wehren bei der Überzahl an Männern nutzlos war, also ließ sie alles einfach geschehen.

Barbossa stellte sich hinter sie und strich ihr fast liebevoll die langen braunen Haare zurück, bevor er ihr das Amulett auf die Brust legte und das Band verknotete.
„Zeit zum Aussteigen, Miss Turner…“, wisperte er ihr ins Ohr und führte sie Richtung Reling, wo bereits ein paar kleine Holzboote auf sie warteten.
Chelsea schritt neben ihrer Schwester einher, aber auf sie achtete kaum jemand, da alle Augen auf Alex und das Medaillon gerichtet waren.
Das Gold fühlte sich fremd auf ihrem Körper an, das Gewicht schien um ein vielfaches gestiegen zu sein seit dem letzten Mal, wo sie es getragen hatte, und sie hätte nichts lieber getan, als es sich sofort vom Leib zu reißen, doch das wagte sie nicht.
Sie stieg mit Chelsea in ein Boot, Barbossa folgte ihnen, wie immer mit großem Hut und kleinem Affen auf der Schulter.

Die Mädchen sahen nicht, wohin die Piraten sie brachten, da es wieder einmal furchtbar nebelig war. Doch die Männer schienen genau zu wissen, wohin sie ruderten, fragte doch keiner ein einziges Mal nach. Überhaupt sagte keiner ein Wort, die Stimmung war bedrückend, ernst und auf eine makabere Art auch feierlich.
Ob das wohl mit den Mädchen zusammenhing?

Nach ein paar Metern sah Chelsea, wie sie auf eine riesige Höhle zuruderten, das Innere konnte man nicht sehen, da es stockdunkel dort drinnen war. Die Zweiundzwanzigjährige schluckte und kämpfte erneut mit ihrer Fassung. Was würde sie dort erwarten?
Sie wusste nicht, was sie sich wünschen sollte… dass der Weg länger war, damit sie nicht mit möglichem Grauen konfrontiert werden konnte, oder ob der Weg kürzer war, damit sie endlich wussen, was dort lauerte und was die Männer mit ihnen vorhatten…


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So, das war es nun also...
Ich hoffe, es ist nicht allzu schlecht geworden :(
Wie gesagt, bin noch angeschlagen
*hüstel*

^^

PS: Korrektur erfolgt wie immer später xD
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