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In the Dark

von missouri
GeschichteDrama / P12 / MaleSlash
Charlie Dalton Neil Perry
29.11.2010
29.11.2010
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2.524
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CharliexNeil
mir gehört nichts als die idee zu der story, die vllt hoffentlich sogar wem gefällt xDDD

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Beinahe schon fasziniert folgte sein Blick den Rauchringen, die er gerade in die kalte Nachtluft gepustet hatte, die durch das Licht des Mondes magisch zu leuchten schienen. Und da sollte einer einmal sagen, dass Charlie Dalton ein grober Trampel war. Nein, er hatte durchaus auch einen Blick für das schöne, nur musste man es ja nicht jedem so auf die Nase binden und dann so ein Träumer sein wie Knox.
„Meinst du nicht, dass du genug Ärger hattest in den letzten Tagen?“ Hörte er da auch schon eine Stimme hinter sich. Anstatt sich umzudrehen zog Charlie wieder an der Zigarette, versuchte dann ein paar ganz besonders schöne Ringe.
„Meinst du nicht, dass ich mir nach dem Ärger in den letzten Tagen ein wenig Entspannung verdient habe?“ Stellte er die Gegenfrage, warf einen Blick hinter sich, konnte aber Neils Profil in der Dunkelheit nur erahnen.
„Ja, mag sein.“ Hörte er die Antwort, hörte ganz genau das Grinsen, noch bevor er es sah, als der andere aus der Dunkelheit des Ganges trat, zu ihm in den kleinen Hof kam.
„Lass mich auch mal.“ Kam die Aufforderung und Neil wartete nicht mal lange, griff sich einfach die Zigarette aus Charlie’s Fingern. Und das zeigte mal wieder, dass ihre Beziehung anders war. Denn zum einen wäre Neil bei niemand anderem so dreist gewesen und zum anderen hätte Charlie das normalerweise nicht zugelassen.
Aber jetzt war sein Blick nur nach oben auf den runden Mond gerichtet,
„Und dunkel war die Nacht, drohte mein Innerstes zu verschlingen. Nur das Licht des Monds bewahrt mich und erinnerte mich an des Lebens Glanz.“ Charlies Stimme war leise, hallte nichts desto trotz über den kleinen Hof und wirkte aufgrund der Tatsache, das Neil erst nichts sagte noch lauter.
„Wenn’s Walt Whitman gewesen wär’ hätte uns sicher Keating schon im Unterricht daran teilhaben lassen.“ Stellte der dann doch schließlich fest, und sorgte damit für ein kleines Grinsen in Charlies Gesicht.
„Wenn’s vom alten Walt gewesen wäre, hätte es vielleicht Chancen gehabt bekannt zu werden. So sind es zwei Verse von Charles Dalton, die nie zu Berühmtheit gelangen werden.“ Ein theatralisches Seufzen, ein weiterer Zug, während Charlie seine freie Hand tief in seiner Manteltasche vergrub. Es ging mit schnellen Schritten auf den Winter zu, der Herbst war bald vorbei und das merkte man auch den kalten Nächten an.
„So traurige Gedanken, Nuwanda? Seit wann so ernst?“ Kam die leise Frage und Charlie schloss für einen Moment die Augen. Er hatte gewusst, dass Neil nicht einfach nur gekommen war um ihm Gesellschaft zu leisten. Ihm waren natürlich die skeptischen, beunruhigten Blicke nicht entgangen. Sie kannten sich einfach zu gut. Deswegen war es auch nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sie dieses Gespräch führten.
„Vergiss es. Schon in Ordnung.“ Versuchte er dennoch abzuwiegeln. Denn wenn Charlie eins nicht war, dann jemand, der gerne über seine Gefühle sprach. Da hatten er und Todd wohl doch eine Gemeinsamkeit. Wer hätte das gedacht?
„Charlie…“ Hörte er dann aber auch schon das leise Seufzen von seiner Seite und wusste, dass sie dieses Gespräch wohl oder übel führen würden. Neil war noch nie jemand gewesen, der sich von seinem Entschluss hatte abbringen lassen.
„Ganz ernsthaft? Was ist los? Du bist in letzter Zeit schon so komisch. So…in dich gekehrt.“ Und so wie der Größere das Aussprach schien es fast wie ein Widerspruch in sich. Charlie Dalton und in sich gekehrt. Vielleicht war das normalerweise auch so. Aber es hatte sich geändert.
„Seit der Sache mit der Zeitung, mit deinem Gespräch mit Nolan? Hat er doch etwas gesagt? Hat er…“ Charlie schüttelte den Kopf, unterbrach Neils Redefluss somit direkt.
„Neil, es war nicht das erste Mal, dass ich von dem Alten wegen irgendwas Schläge bekommen habe.“ Meinte er abfällig. Neil sollte ihn so gut kennen, dass er wusste, dass das nun wirklich nichts war, was ihn irgendwie beeinflusste, nicht im geringsten wirklich tangierte. Im Gegenteil. Er hatte nichts gesagt, hatte nichts über den Club der toten Dichter preisgegeben und somit gewonnen. Er war als Sieger aus dem Direktorenzimmer gegangen. Vielleicht humpelnd und mit extremen Schmerzen am Arsch, aber egal. Was tat das schon zur Sache? Solche Dinge musste man einstecken.
„Ich mach’ mir halt nur meine Gedanken…“ Meinte er dann schließlich leise, ließ seine Zigarette nach einem letzten tiefen Zug auf den Boden fallen, trat diese aus.
„Du machst dir Gedanken. Oh…jetzt wird’s ernst.“ Meinte Neil leicht neckend, lachte sogar leise, als Charlie ihm aufgrund des Kommentars den Rauch direkt ins Gesicht blies. Hatte er es immerhin geschafft, dass der Dunkelhaarige ihn direkt ansah.
„Ich glaub’ wir stecken in Schwierigkeiten…“ Erklärte der dann leise, schloss seinen Mantel etwas höher. Wieso musste es nur so kalt sein, verdammt?
Aber  jetzt hatte er wenigstens geschafft, dass auch Neil ihn ernster ansah, den Kopf fragend schief legte.
„Wovon redest du?“ Kam die leise Frage und Charlie schob seine Hände tiefer in die Taschen seiner Jacke. Einen Moment sahen sie sich einfach nur an, und es war so wie immer, verstanden sie sich blind. Das merkte Charlie daran, dass Neils Augen sich plötzlich weiteten, er ihn fragend ansah. Das war der Moment, in dem er selbst den Blick wieder abwandte, wieder hoch gen Himmel blickte.
„Cameron. Es ist nur eine Frage der Zeit bis er uns verpfeift. Und dann fliegen wir. Alle zusammen.“ Charlies Stimme klang monoton und er konnte hören wie Neil neben ihm von einem Fuß auf den anderen trat, tief seufzte. Er konnte förmlich hören, wie die Ränder hinter der Stirn des anderen zu drehen begannen.
„Nein. Er hat zu große Angst, was wir mit ihm machen, wenn er was sagt.“ Versuchte es Neil dann, aber Charlie schüttelte nur den Kopf.
„Du hast gesehen, wie er nach der Sache mit der Zeitung reagiert hat. Er ist ein Weichei. Ein Muttersöhnchen. Wenn er nur die geringste Angst hat, dass er Ärger bekommen könnte singt er wie ein Vögelchen.“ Meinte Charlie verächtlich. „Du hättest ihn mal in unserem Zimmer hören sollen. ‚Charlie, musste das sein? Wir werden wegen dir noch alle fliegen. Aber das lass ich nicht zu. Meine Eltern haben Pläne. Nur weil du so hirnlos bist lass ich mir meinen Weg auf eine Eliteuni nicht verbauen’…bla bla bla.“ Äffte er den Rothaarigen nach, verdrehte die Augen.
„Und was sollen wir jetzt deiner Ansicht nach machen?“ Fragte Neil, der augenscheinlich leicht genervt war von der Verfassung, in der Charlie gerade war.
„Rausschmeißen können wir ihn auch nicht. Dann hat er erst recht keinen Grund die Klappe zu halten.“ Stellte Neil dann nämlich fest, fuhr sich mit den Händen über das Gesicht.
„Wir hätten ihn gar nicht erst mitmachen lassen sollen. War doch klar, das der nur Ärger macht. Wir sind halt zu nett.“ Grinste Charlie dann aber sein kleines Charlie-Grinsen in Neils Richtung. Reichte schon, wenn einer von ihnen zu ernst war.
„Waren wir das nicht schon immer?“ Kam dann auch direkt die Gegenfrage mit einem Lächeln auf Neils Lippen, gefolgt von einem tiefen Seufzen.
„Gib’ mal eine Zigarette.“ Charlie fing an in seiner Tasche zu kramen zog erst die Packung hervor, aus der er dann eine fischte, sie sich zwischen die Lippen schob. Schnell zündete er sie noch an, nahm einen Zug und gab sie dann, wie von ihm verlangt, an Neil weiter.
Der nahm auch erstmal einen tiefen Zug, legte dann den Kopf in den Nacken und schloss die Augen. Während er dann den Rauch ausstieß entspannte sich sein Gesicht, legte sich ein kleines Lächeln auf seine Lippen.
„Weißt du, wie das alles hätte verhindert werden können? Wenn du nicht mit ihm in einem Zimmer gelandet wärst und wir ihn deswegen hätten fragen müssen. Wenn wir dieselbe Zimmeraufteilung gehabt hätten wie letztes Jahr.“ Und Neils Stimme klang so leise, so ruhig bei der Erinnerung und zufrieden, dass selbst Charlie in seiner momentanen Stimmung nicht anders konnte als leicht zu Lächeln.  Was ihn aber nicht davon abhielt einen trotzigen Kommentar abzugeben.
„Aber denk’ dran, dann hät’s du dir nicht das Zimmer mit Todd geteilt und nicht einen neuen Busenfreund bekommen.“ Der Kommentar klang bei weitem nicht so fies wie beabsichtigt. Charlie hatte sich noch nie erklären können, was es war, dass Neil vor der typisch bissigen Art von ihm schon immer geschützt hatte.
Obwohl, vielleicht doch. Denn dieses nachsichtige Lächeln, was ihm jetzt zugeworfen wurde, das Funkeln in dem Blick ließen Charlie gleich wieder ruhiger werden, tief die kalte Nachtluft einatmen.
„Hab ich dir schon mal gesagt, dass es nicht zu dir passt, wenn du eifersüchtig bist?“ Kam dann die amüsierte Frage und Charlie seufzte theatralisch, trat nun selbst einen Schritt zurück aus dem Mondlicht, in den Schatten vom Gang, lehnte sich an die kalte Internatsmauer hier im kleinen Innenhof.
„Auf so einen kleinen schüchternen Zwerg soll ich eifersüchtig sein? Ich bitte dich. Was hat der schon, was ich nicht hab?“ Kam die Gegenfrage und auch wenn es arrogant klingen sollte, Neil sein Gesicht nicht mehr sehen konnte, Charlie war sich sicher, dass er das breite Grinsen auch aus seiner Stimme raushören konnte.
„Ich weiß nicht…“ Erwiderte der andere dann, ging auf das Spiel ein, zog noch mal an der Zigarette. Charlie konnte die Spitze hell aufleuchten sehen.
„Er ist sensibler als du. Zeigt es mehr.“ Fing er an und Charlie schloss während des Aufzählung die Augen, hörte zu.
„Er ist schüchtern und in sich gekehrt. Das macht ihn interessant. Und ich glaube, dass da sehr viel Potenzial ist, was er keinem zeigt.“ Er hörte wie sich der andere bewegte, hörte Schritte leise in Hof widerhallen. Er ignorierte es aber.
Charlie nickte lediglich aufgrund der Worte, egal ob Neil das sehen konnte oder nicht. „Und auf die Suche nach dem Potenzial musst du dich natürlich machen. Hast natürlich keine Wahl“ Entwich es seinen Lippen einfach so. Wie gern auch er wieder eine Zigarette gehabt hätte. Aber dann hätte er die Hände aus den Taschen nehmen müssen und dafür war es ihm schlicht zu kalt. Aber das musste er gar nicht, denn in dem Moment stoppten die Schritte und zwar direkt vor ihm und noch während er langsam die Augen öffnete spürte er den Filter an seinen Lippen, legte sie direkt darum. Neil kannte ihn einfach zu gut. Besser als alle anderen wahrscheinlich. Während er den Zug nahm berührten seine Lippen gleichzeitig auch Neils Finger, die immer noch die Zigarette hielten und sie sahen sich über dem Aufglühen dieser direkt in die Augen.
„Vielleicht hast du Recht…Aber, wenn ich ehrlich bin, gibt’s da doch die ein oder andere Sache, die ich noch lieber mache.“ Und schon erschien da wieder dieses kleine schiefe Grinsen in Neils Gesicht, welches sich beinahe augenblicklich auf dem von Charlie widerspiegelte. Blindes Verstehen eben.
„Ach wirklich?“ Fragte der dann gespielt ahnungslos, stieß den Rauch seitlich aus, bevor er fragend eine Augenbraue in die Höhe zog, ein Nicken als Antwort bekam.
„Mhm…Zeit mit dir verbringen ist viel interessanter. Denk doch mal dran, wie du mir rauchen beigebracht hast.“ Und da hatte er es geschafft. Charlie konnte nicht anders als leise zu lachen. Egal, ob sie jemand hörte oder nicht. Nicht mal Neil schien sich darüber Gedanken zu machen. Er hatte das geschafft, was er gewollt hatte. Dass Charlie nicht mehr so ernst war.
„Ja…ich erinner’ mich dunkel. Wurde aber letztes Jahr auch höchste Zeit. Ich mein in unserem Alter nicht zu rauchen…“ Gespielt missbilligend schüttelte er den Kopf, grinste aber doch ziemlich breit, als die freie von Neils Händen neben seinem Kopf an der Wand zu liegen kam, der Größere sich an dieser so abstützte.
„Wenn du dich nur dunkel erinnerst…weißt du noch, wie du’s mir beigebracht hast? Du hattest immer schon deine ganz eigenen Methoden, oder Nuwanda?“ Neils Frage klang nicht weniger amüsiert als Charlies Antwort, nachdem er nur unschuldig mit den Schultern gezuckt hatte. „Konnte ich was dafür, dass du zu Anfang so einen Schiss davor hattest dir die Zunge zu verbrennen?“  Es lag etwas leicht Herausforderndes in der Stimme des Kleineren, während der ein schiefes Lächeln auf den Lippen hatte.
„Und du musstest das natürlich gleich ausnutzen.“ Hörte er dann ein leises Lachen von Neils Seite, bevor der an der Zigarette zog.
„Hey, das hatte nichts mit ausnutzen zu tun. Ich war nur so nett und hilfsbereit, weil…“ Aber weiter erklären konnte Charlie nicht, denn im nächsten Moment lagen Neils Lippen fest auf seinen. Synchron öffneten sie die Lippen und während Neil jetzt den Rauch auspustete atmete Charlie tief ein, inhalierte diesen nun seinerseits. Er stieß ihn erst aus, als Neil etwas auf Abstand gegangen war, leckte sich dann über seine Lippen.
„Was nur beweist, dass das wirklich eine Methode ist ohne sich die Zunge zu verbrennen.“ Meinte er belehrend, störte sich nicht daran, dass Neils Hand, nachdem er die Zigarette weggeschnippt hatte, sich fest in dem Stoff seines Mantels vergrub.
„Wobei sich eher dir Frage stellt…“ Begann dieser, lehnte sich soweit vor, dass ihre Gesichter sich wieder viel zu nah waren. „…ob ich mich nicht an dir viel mehr verbrennen kann, als an einer dummen Zigarette?“ Stellte er dann die leise rhetorische Frage. Denn die Antwort darauf kannten sie beide, weswegen sich auch ein kleines Grinsen auf Charlies Gesicht schlich, bevor er antwortete.
„Deswegen stehst du letzten Endes halt doch auf mich und  nicht auf Todd. Du liebst das Spiel mit dem Feuer, ist einfach interessanter.“ Wackelte er mit den Augenbrauen, ignorierte das leicht genervte Seufzen, als er wieder Anderson ansprach. Gut, vielleicht war er eifersüchtig. Aber nur ein kleines bisschen.
„Kannst du nicht einfach zugeben, dass du mich als deinen Zimmerpartner vermisst, mhm?“ Fragte Neil, zog leicht spöttisch die Augenbrauen in die Höhe.
Na, soweit kam’s grade noch. Das ein Charlie Dalton irgendwas in dieser Richtung zugab. Also bitte…
Und genau das wollte er auch gerade sagen, als er auch schon von einem paar Lippen abgehalten wurde, welche sich fest auf seine pressten. Und wenn Charlie jetzt ehrlich gewesen wäre, hätte er sich auch eingestanden, dass das zufriedene Seufzen, welches zu hören war, seinen Lippen entwichen war. Aber weil Charlie so was nie zugegeben hätte ignorierte er die Tatsache einfach, zog lieber jetzt doch noch eine Hand aus seiner Manteltasche und legte sie an Neils Hinterkopf, hielt den Größeren so bei sich, während er die Führung bei dem Kuss übernahm. Das war eben schon eher seine Art. Und dass er gerade wirklich für ein paar Minuten alles um sich rum vergaß merkte er erst, als sich ihre Lippen lösten, er in ein zufriedenes, grinsendes Gesicht sah, selbstgefällig von Neil angelächelt wurde.
„Siehst du? Ist doch nicht alles so schlimm und trübe wie du in letzter Zeit tust.“ Wurde er da auch schon belehrt, was ihn nur die Augen verdrehen ließ.
„Halt die Klappe. Wir sind nicht bei Keating im Englischunterricht und ich will keine Analysen von dir hören.“ War sein abfälliger Kommentar, und er ignorierte das Lachen, von Neils Seite, als er ihn wieder an sich zog, es durch seine Lippen wieder erstickte.
Dass es sogar viel trüber war konnte keiner von ihnen wissen, wie Recht Charlie mit seinen Befürchtungen haben würde.
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