Interview mit einem Puppenspieler

GeschichteAllgemein / P6
27.11.2010
27.11.2010
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Interview mit einem Heroes OC-Charakter

Jeremy Doyle

Haru: „Hallo Jeremy. Ich möchte nicht lange um den heißen Brei rum reden und komme gleich zu den interessanteren Fragen, wenn das für dich in Ordnung ist.“
Jeremy: „Klar.“
Während ich ein Schluck Wasser trank, legte er die Beine auf den Tisch.
Gut, jedem das seine, solange er meine Fragen beantwortete, durfte er machen,
was er wollte.
Haru: „Also, du besitzt die Fähigkeit, Menschen wie Puppen zu kontrollieren. Was würdest du sagen, wenn jemand diese Fähigkeit an dir anwenden würde?“
Er hob nicht einmal den Blick.
Jeremy: „Oehm, naja, ich glaube ich fände das ziemlich beschissen, um ehrlich zu sein würde ich mir reichlich hilflos vorkommen. Aber solange ich das mache ist das natürlich was anderes.“
Beinahe hätte ich laut geseufzt. Normalerweise war Einsicht der erste Schritt zur Besserung. Aber schien hier nicht der Fall zu sein.
Haru: „Was machst du also, wenn du dich in einer aussichtslosen Situation befindest?“
Jeremy: „Solche Situationen gibt es für mich eigentlich nicht.“
War wohl sehr von sich überzeugt. Ich nahm noch einen Schluck Wasser, schob die erste Karte nach hinten.
Haru: „Deine Fähigkeiten können einem ja Angst machen. Geht das den anderen Menschen denn auch so, dass sie sich vor dir fürchten? Oder finden sie es eher interessant, was du drauf hast?“
Jeremy: „Ich glaube da teilen sich die Meinungen. Da ich sozusagen nicht auf der Seite der Bösen stehe, kommt es immer drauf an, unter welchen Bedingungen mich die Leute kennen lernen.“
Klang logisch. Er nahm seine Füße vom Tisch und lehnte sich in dem Sessel zurück.
Haru: „Was veranlasst dich denn dazu, gut zu sein? Nicht, dass jemand was dagegen hätte, aber mit solchen Fähigkeiten ist einem natürlich auch eine Menge Macht gegeben.“
Jeremy: „Also, gut bin ich eigentlich auch nicht direkt. Um ehrlich zu sein handel ich immer so, wie es für mich am besten erscheint.“
Haru: „Man könnte also sagen aus dem Affekt heraus zu deinem Vorteil. Wo bleibt da der Respekt den anderen gegenüber?“
Jeremy: „Respekt ist immer eine Sache des Auftretens. Es gibt kaum Leute, die ich wirklich respektiere, außer vielleicht diejenigen, die mir mal gezeigt haben, wo’s lang geht. Und natürlich Freunden gegenüber zeige ich Respekt, aber leider habe ich nicht allzu viele.“^
Ich trank den letzten Schluck aus meinem Glas, er hatte seins nicht mal angerührt.
Haru: „Gut, noch eine Frage. Was ist, wenn du weder gut noch böse bist, denn dein großes Ziel?“
Der junge Mann seufzt, streicht sich durchs Haar.
Jeremy: „Ich benutze meine Kräfte, wenn ich sie brauche, rette Leute, mache andere unschädlich…ich habe kein Ziel. Mein Ziel ist es, keins zu haben.“
Haru: „Das ist verwirrend, aber wie sagt man so schön: Der Weg ist das Ziel. Ich danke dir für das Interview, Jeremy!“
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