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What if...

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P12 / Gen
19.11.2010
19.11.2010
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968
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19.11.2010 968
 


WHAT IF?


Roses Smalltalk:
Jeder kennt doch diese Frage:
Was wäre wenn?
Und jeder von uns hat ganz bestimmt in Gedanken dieses Spiel schon durchgespielt.
Nun, hier tut es jetzt mal wer anderer.

Fakt ist, dass es schon wieder eine Catherine Wonder Story ist; und Fakt ist auch, dass auch wieder Curtis Newton alias Captain Future mitspielt.
Wenn ich es genau betrachte, ist er eigentlich die Hauptperson.

Also, legen wir los!

WHAT IF?


Was wäre wenn...

Was wäre wenn ich damals nicht diese Entscheidung getroffen hätte?

Ich versteh es nicht.
Ich verstehe mich nicht.
Damals, war es für mich keine grosse Frage. Es war einfach so.
Doch wenn ich nun zurückdenke, war nicht ich es der diese Entscheidung traf.
Seltsam, denn in allen anderen Lebenslagen, treffe ich meine eigenen Entscheidungen. Auch damals schon.
Aber wenn es um meine „Damenbeziehungen“ mein Liebesleben ging, hat sich das immer sehr verselbstständigt.
Ich glaube, Ezella hat in allem recht behalten...
„Daddy! Daddy, komm spielen. Bittebittebitte...“
„Ich komme schon, Mira...“
Was wäre wenn Joan je heraus bekommt nach wem ich unsere Tochter benannt habe?
Auch wenn es nur eines ihrer Alias' war.

Was wäre wenn ich noch mal von vorne beginnen könnte?

Wenn ich noch mal von vorne beginnen könnte, würde ich dann immer noch zulassen dass Joan...
„Darling,“ immer leicht gestresst und ungeduldig, „komm essen... sofort.“
„Ich komme schon... Joan.“
Ich will nicht mehr.

Was wäre wenn ich einfach mal nicht tun würde was alle von mir erwarten?

Bringst du Mira heute zur Schule? Kannst du auf dem Rückweg noch bei Ken am College vorbei?
Vergiss die Theatervorstellung nicht. Bleib nicht zu lange weg. Geh früh schlafen wir müssen morgen...
Sei vorsichtig bei deinem neuen Auftrag. Denk daran das du Kinder hast.
„Ja, mach ich... Joan.“
Ich will einfach losfliegen. Mira unter den Arm klemmen und abhauen.
Aber...
„Bis später, Liebling...“

Was wäre wenn ich nicht einfach brav wieder „nach Hause“ käme?

Wenn ich einfach diesem drängenden Ruf in meinem Inneren folgen würde und dieses Schwebeauto gegen die nächste Wand, über die nächste Klippe...
So darfst du nicht denken, Curt!
Deine Stimme in meinem Kopf. Klar und warm.

Was wäre wenn dies alles nur ein böser Traum wäre?

Wenn diese sanfte Stimme nicht nur in meinen unerfüllten Träumen existieren würde?
Wenn DU doch wieder hier...
„Curtis, komm hilf mir mit dem Bettzeug!“
Ich komme schon...

Was wäre wenn...

Curt! Wach auf! Oh bittebittebitte BITTE, komm zurück zu mir...
Jemand hält mein Gesicht zwischen sanften Händen und fleht mich an.
Curtis Edmond Newton, wenn du jetzt nicht augenblicklich zurückkommst, von wo auch immer sich dein Bewusstsein nun wieder hin verzogen hat, werde ich...“ das Flehen wird zu einem leisen verzweifelten Zetern und ich möchte nichts mehr als „zurück kommen“ wohin auch immer gemeint ist.
„Hilfe,“ wimmere ich leise – verloren in das Nichts, wohin sich mein Bewusstsein verirrt hat, „bitte hilf mir, ay' s' dîala...“ Hilf mir meine Liebste...
Die sanften Finger in meinem Gesicht – das einzige was ich fühle – suchen sich zielstrebig die richtigen Punkte, die Stimme meiner Gefährtin flüstert leise: „Nay, d'ho, Curt... 'Tschuldige, aber es muss sein...“ und dann bin ich nicht mehr alleine.

Ich klammere mich an der Frau – meiner Frau – die vor mir steht fest, schnappe heftig nach Luft und vergrabe zugleich mein Gesicht in ihrem roten Pullover, an ihrem Bauch, meine Arme unter dem weissen Laborkittel durchgeschoben und bin froh wie noch nie zuvor, dass mir Catherine beruhigend durch meine Frisur wuschelt.
Ganz langsam wird mir bewusst das sie wirklich da ist und dann ist da der nächste Gedanke – die nächste Furcht: „Geht es Mira gut?!“
Cathy, streicht sanft von meinem Kopf über meine Wange, platziert ihre Hand unter meinem Kinn, hebt es an, küsst mich sachte auf die Stirn und die Lippen, raunt: „Ich denke, so gut es einer Sechzehnjährigen nur gehen kann, die gerade ihre Doktorarbeit in Quantenphysik abgeben hat, s' dîal...“
Ich nicke schwach.
„Und jetzt, Curtis Edmond Newton, hättest du bitte die Güte, mir zu erklären, was dich in so einen verwirrten Zustand versetzen konnte, dass ich dich mit einer vulkanischen Gedankenverschmelzung zurückholen musste?“
Ich löse höchst widerwillig meine Umklammerung um mich mitsamt dem Drehstuhl wieder dem archäologischen Artefakt zuzuwenden welches das Fiasko ausgelöst hat, und bin sehr erleichtert, das Cathy nur hinter mich gleitet, mir die Arme um die Schultern legt und nun über meine Schutlter auch auf die Tafel blickt.
Leise liest sie die fremdartigen Glyphen: „Da' îm nô dor... Was wäre wenn? Curt, das is nen Fluch...“
Ich grinse verlegen: „Ich hab's gemerkt, Schatz. Ich hab's gemerkt...“

„...Der Fluch zeigt dir wie etwas hätte sein können... Was hast du „geträumt“, Darlin'“
Ich seufze tief auf und raune: „Ich hat nen Alptraum... Bist du eifersüchtig, wenn sage, dass Joan eine Hauptrolle hatte?“
Ein leises Lachen welches mir einen Schauer über das Rückgrat jagt und ihre Catherines Hand erscheint vor meinen Augen: „Wer trägt den Ring deiner Mutter, sie oder ich?“
Ich schnappe nach ihrer Hand, drücke einen sanften Kuss in ihre Handfläche und übermittle ihr telepathisch die wirren Bilder aus meinem Kopf, nur um sie gleich danach zu fragen: „Können wir Mira abholen und Ken und dann in den Vergnügungspark?“
Wieder ein leises Lachen, diesmal gefolgt von einem Kuss unter mein Ohr: „Klar können wir, Curt!“

Meine Stieftochter strahlt mich an, ihre grünen Augen blitzen und ihr Schnabel hat sich zu einem stolzen, erleichterten Lächeln verzogen: „Sie mal, ich hab nen Doktortitel mehr, Dad!“
Ich grinse, wuschle ihr durch den graublauen Federschopf und erwidere: „Klingt doch gut: Doktor Doktor Mira l'Orange-Newton...“

ENDE


Roses Smalltalk:

Jaja, wieder mal was süsses für zwischen durch!
Kurz und zuckrig...
Ach ja:
Curtis zweiter Vorname ist der seines Schöpfers! (kleine Hommage...)

*Knuddelz für alle da lässt und Abgang probt*







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