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リトルガール -- ビッグボーイ (Little Girl - Big Boys)

von Mel120
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Matt Mello Near
06.11.2010
12.11.2010
2
2.183
1
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
06.11.2010 1.158
 
Hehehe…


Die Idee zu dieser Story kam mir in der Nacht vor Ls Geburtstag.

Ich musste natürlich sofort anfangen, sie zu schreiben.

Und dabei hat sie gar nichts mit L zu tun…

-__-;





1. Kapitel: Hideko



Der Wind strich durch die beinahe menschenleeren, abgelegenen Straßen.

Ein kleines Mädchen im Alter von vielleicht sechs Jahren lief verängstigt umher.

Auf den ersten Blick konnte es so wirken als ob sie sich nur verirrt hätte, doch wenn man ein zweites Mal zu ihr schaute, fielen einem sicher die leichten Blutspuren auf ihrem verdreckten Kleid auf.

Die blondbraunen Haare waren zudem zerzaust und ihr Blick leer und starr, trotz der deutlich erkennbaren Angst.

Was war mit ihr geschehen?

Das konnte man nicht sagen, doch scheinbar war sie traumatisiert.

Langsam geriet sie weiter in die Innenstadt.

Sie wusste nicht genau wo sie war.

Tatsache, es war ihr egal.

Alles was sie wollte war, ihre Mutter wiederzusehen, doch das war unmöglich.

Tränen liefen über ihre Wangen während sie hilflos durch die Gegend stolperte.


Etwas weiter entfernt stand ein Jugendlicher, der einem sicher sofort auffiel.

Seine rötlichen Haare lagen normal, doch er trug Sachen, die man positiv genannt als „einzigartigen Stil“ bezeichnen konnte.

Über seinem schwarzweißgestreiftem Oberteil hatte er etwas an, das einer Weste ähnelte, aber genau konnte man es nicht beschreiben.

Seine Hose war eine Art Jeans, die relativ schmale Streifen aufwies und an der Seite baumelte eine Kette herab.

Zur Krönung des Ganzen trug der Jugendliche noch schwarze Handschuhe, schwarze Stiefel und eine seltsame Brille, die leicht orangefarbene Gläser hatte.

Sie wirkte eher wie eine Pilotenbrille als eine Normale.

Der Jugendliche telefonierte und schien dabei ein junges Mädchen und einen Erwachsenen zu beobachten.

„[…] Ich kann nicht genau sagen, wie alt sie ist. Irgendwas so zwischen 14 und 20.“, sprach er in sein Handy.

„Meinst du das ernst, Matt?“, kam die Frage seines Gesprächspartners.

„Ja. Sehr ernst.“

Auf dem anderen Ende der Leitung herrschte kurz Schweigen.

„Okay, wir können uns jetzt noch nicht einmischen und müssen abwarten.“

„Okay.“, äußerte der Jugendliche, besser bekannt als Matt.

Schon war das Gespräch beendet.

Matt steckte sein Handy weg und ließ seinen Blick schweifen.

Dann machte er sich auf den Weg zu seinem Unterschlupf, wurde aber schon in den ersten vier Minuten aufgehalten.

Seine Aufmerksamkeit richtete sich auf ein kleines, verdrecktes Mädchen, das zusammengekauert an einer Straßenecke hockte und starr nach vorne blickte.

Matt zog eine Schachtel Zigaretten hervor, nahm sich eine heraus und zündete sie sich an.

Der Rauch verschwand in dem Wind, der sich zu verstärken schien.

Matt ging einige Schritte weiter und blieb dann schließlich stehen.

Er fluchte leise und schaute sich nach dem kleinen Mädchen um.

Es schien so als ärgere er sich, dass er es doch nicht übers Herz brachte, einfach an ihr vorbeizuziehen.

Und vor allem kam es ihm so vor, als würde sie ihn anstarren.

„Hey, ist alles ok?“, fragte er sie.

Erschrocken schaute ihn die Kleine an.

Matt nahm die Zigarette aus dem Mund.

Das Mädchen vergrub ihr Gesicht und nur ihre großen Unschuldsaugen waren noch zu sehen.

Von außen betrachtet sah sie Matt an, doch wenn man aus ihrer Perspektive beobachtete, dann ruhte ihr Blick auf seiner Brille.

„Deine Brille is’ komisch.“, murmelte sie.

Dabei blieb der Großteil ihres Gesichts immer noch verdeckt.

Matt schaute sie seltsam an.

Das Mädchen begann, albern zu kichern.

Ihr Blick war immer noch distanziert aber ein wenig aufgelockert.

Sie hatte sich jetzt etwas anders hingesetzt.

Matt schaute wie erstarrt auf die Blutspuren, die nun auf dem Kleid der Kleinen zu sehen waren.

Er beugte sich zu ihr herunter.

„Ist was passiert?“, fragte er.

Das Mädchen schüttelte sofort den Kopf und wich zurück.

In ihren Augen war nun wieder die Angst zu sehen, die für einen kurzen Moment verschwunden gewesen war.

Matt richtete sich wieder auf.

Die Zigarette war auf den Boden gefallen.

Matt trat darauf, bis sie aufhörte zu glühen.

Das Mädchen hob ihre rechte Hand und hielt sich die Nase zu, denn ein Teil des Zigarettenrauchs war in ihre Richtung geweht worden.

Matt schaute sie eine Weile unschlüssig an.

Dann reichte er ihr seine Hand.

Das Mädchen legte den Kopf schief.

Wollte er sie etwa mitnehmen?

Wieder schüttelte sie den Kopf.

Mit Fremden durfte sie nicht mit, das hatte ihr ihre Mutter eingeschärft.

Matt schaute sie still an und suchte dann erneut nach seiner Zigarettenschachtel.

„Von Rauchen wird man tot.“, brachte das Mädchen hervor, als Matt sich eine neue Zigarette herausholte.

Dieser hätte nur zu gerne die Augen verdreht, aber hinter seinen orangefarbenen Brillengläsern sah man das nicht.

Dieses Kind konnte wohl nur kritisieren, und das auch noch in falscher Grammatik (seiner Ansicht nach).

Er steckte sich die neue Zigarette in den Mund.

„Ich nicht.“, entgegnete er.

„Doch.“

Das Mädchen beharrte auf ihrem Standpunkt.

„Wirst schon sehen.“, behauptete Matt und neuer Zigarettenqualm verteilte sich.

Das Mädchen stand auf.

„Ich komm mit.“, meinte sie.

„Wieso das auf einmal?“

Matt war ein wenig verwirrt.

„Sonst kann ich doch nich’ sehen, wie du an Zigaretten tot wirst.“, erklärte das Mädchen.

Matt grinste.

„Wie heißt du überhaupt?“, fragte er.

„Erst dein Name.“, verlangte das Mädchen.

„Matt.“

„Ich heiß’ Hideko.“, antwortete das Mädchen und stand bereits neben ihm.

„Ein japanischer Name?“, fragte Matt.

„Bin aus Japan.“, murmelte Hideko und ihre kleinen Hände fassten ins Nichts.

„Sieht nicht so aus.“, stellte Matt fest.

Hideko erwiderte nichts.

„Was suchst du überhaupt hier?“, fragte Matt weiter.

„Verirrt.“, war das einzige Wort, das Hideko äußerte.

Schweigen.

Sie machten sich auf den Weg, wobei Hideko immer ein wenig hinter Matt lief.

Dieser rauchte eine Weile ungestört bis auch diese Zigarette als Stummel auf dem Boden landete und dort ungeachtet weiterglühte.

Matt hatte der Ansicht nach keine Lust mehr, dauernd Zigaretten platt zu treten.

„Kann ich bei dir wohnen?“, durchbrach Hidekos Frage die Stille.

Matt hustete.

Zu viel Zigarettenqualm.

„Glaub eher nicht.“, vermutete er.

„Wieso nich’?“, fragte Hideko.

Jetzt galt es nachzudenken.

Er konnte ja nicht einfach erzählen, er würde ’nem Freund dabei helfen, einen wahnsinnigen Massenmörder zu finden.

„Bin zu oft beschäftigt.“

Tolle Ausrede.

„Ich kann auch allein bleiben.“, beteuerte Hideko eindringlich.

Sie mochte diesen Typ, der ihr gegenüber von vornherein so nett gewesen war.

Und jetzt, wo sie nirgendwo mehr wohnte, brauchte sie ein neues Zuhause.

Ein Waisenhaus kam nicht in Frage.

Matt seufzte.

„Du kannst ’ne Weile bleiben.“, gab er nach, „Aber nicht ewig.“

Hideko starrte ins Nichts.

„Und danach?“, fragte sie tonlos, wobei ihr Gesichtsausdruck einen Anflug von Unsicherheit aufwies.

Matt zuckte mit den Schultern.

Die Zigarette in seinem Mund produzierte in diesem Moment ein solches Maß an Rauch, dass er und Hideko nach zwei Minuten beide anfingen zu husten.

„Schlechtes Omen.“, dachte Matt.

Fragte sich nur noch wie er Mello erzählen sollte, dass er unterwegs ein kleines Mädchen aufgegabelt hatte.






Okay, Kapi 1 Ende.

Ziemlich lang fürs Erste, oder?

>_>;


Tja, warte auf Reviews.

Ich schreib erst weiter wenn ich mindestens zwei hab!

(und bitte nich von derselben Person!)

XD


Mel120
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