Aus dem Alltag eines Liebesromane schreibenden Vampirs

von myriam
GeschichteHumor / P16
Henry Fitzroy
04.11.2010
04.11.2010
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Titel: Aus dem Alltag eines Liebesromane schreibenden Vampirs
Fandom: Blood Ties
Autor: myriam
Disclaimer: Blood Ties gehört Tanya Huff & Kaleidoscope Entertainement. Ich verdiene mit der Story nichts.

Der erste Teil ist immer sein Buch und der fett geschriebene Teil sind Henrys Reaktionen.


„Lady Viola, erweisen Sie mir die Güte, mir den nächsten Tanz zu schenken.“
Lady Viola warf ihrer Mutter, Lady Stratfield, einen Blick zu und als diese nickte, ließ sie sich von Lord Northfield auf die Tanzfläche führen. Als die Musik begann zog er sie so nah an sich heran, wie es die Schicklichkeit so eben noch erlaubte. Gemeinsam schwebten sie über das Parkett.
„Wahrscheinlich wäre es angebracht Ihnen zu Ihrer Verlobung mit dem Duke of Sedecroft zu gratulieren. Doch bitte verzeihen Sie mir meine Unverfrorenheit, mich darüber nicht zu freuen.“
„ Ich danke Ihnen für Ihre Worte, die ich als Gratulation anerkenne.“ Viola versuchte etwas Abstand zwischen sich und ihren Tanzpartner zu bringen, obwohl sie nichts mehr wollte, als ganz nah bei ihm zu sein.
„Lady Viola, Sie wissen, was ich für Sie empfinde. Die Vorstellung, dass sie bald Sedecroft gehören... Es ist für mich unvorstellbar.“
„Lord Northfield, ich bin mir Ihrer Gefühle bewusst und ...“, sie schluchzte leise und Rafael, hätte sie gerne getröstet. Viola wusste, dass sie nicht traurig sein sollte, schließlich sorgte sie für das Geld, dass ihre Familie so dringend brauchte. Doch sie konnte ihre eigenen Gefühle nicht verheimlichen.
Ich weiß, es ist nicht leicht für dich Viola, doch deine Familie braucht das Geld. Ich kann doch nichts dafür, dass dein Vater das gesamte Familienvermögen verspielt hat und dich gleich mit. Und das er betrunken in die Themse gefallen und ertrunken ist, kannst du mir nun wirklich nicht anlasten. Der Duke wollte dich und er hat dich bekommen. Denke an deine jüngeren Schwestern. Ach, Viola, Megan, ist erst 4 Jahre alt.

„Ich möchte gerne ein letztes Mal mit Ihnen alleine sein. Nur um zu reden, ich verspreche es.“ Viola senkte den Blick und schüttelte leicht den Kopf. „Es geht nicht.“
So ist es richtig.

„Nur noch einmal. Ich möchte aus Ihrem Mund hören, dass es das ist, was Sie sich wünschen. Wenn Sie mir jetzt in die Augen schauen und mir sagen, dass Sie Sedecroft lieben und mich nie wieder sehen möchten, dann bringe ich Sie zu Ihrer Mutter zurück und werde mich Ihnen nie wieder nähern.“
Los, sag es ihm!

„Ich, ich kann nicht.“
Doch du kannst, tu es!

Viola hob den Blick und Rafael sah die Tränen in ihren Augen. In diesem Moment fasste er einen Entschluss.
Tu nichts Falsches. Es hat mich viel Zeit gekostet, den Duke zu kreieren.

Er tanzte mit ihr durch die anderen Paare und führte sie dabei zielstrebig auf eine Nische zu, durch die man in die Bibliothek gelangte.
Was tust du da, lass das sein. Viola wird den Duke heiraten, nicht dich. Hör auf, tanze gefälligst wieder zurück.

Er führte sie durch den kleinen Gang und öffnete die Tür zur Bibliothek. „Kommt, Viola, hier können wir reden.“
Nein, das wird sie ganz bestimmt nicht tun. Viola, besinn dich deiner Erziehung und geh zurück in den Saal.

„Was bedrückt Sie? Sie sehen nicht aus, wie eine frisch verliebte Frau.“
Doch das ist sie. Sie hat den Duke vor 10 Tagen im Park gesehen und war hingerissen von seiner stattlichen Erscheinung.

„Ich, ich... Ach, Northfield, ich kann es Ihnen nicht sagen. Das mit uns sollte nicht sein und daran können weder Sie noch ich etwas ändern.“
Gutes Mädchen.

„Ich weiß, dass Sie mir zugetan sind und ich werde Sie nicht kampflos aufgeben.“ Mit diesen Worten presste er sie an sich und drängte sie gegen einen Tisch.“
Hör sofort auf! Viola, schrei um Hilfe. Er macht noch alles kaputt.

Violas Augen weiteten sich. „Northfield, was...“
„Rafael. Nennen Sie mich bei meinem Vornamen, nur einmal. Ich möchte ihn von Ihren Lippen hören.“
„Was wir hier tun ist falsch.“
Ja, das ist es. Also hört sofort auf damit.

„Noch nie hat sich etwas so richtig anfühlt. Sie sind nicht für ein Leben an Sedecrofts Seite bestimmt und ich werde dafür sorgen, dass Sie das auch so sehen.“
Du weißt nicht, was du da tust. Sie will doch gar kein Leben mit Sedecroft, doch es muss sein.

Er küsste sie. Sanft anfangs, doch als er spürte, dass sie sich an ihn schmiegte, wurde der Kuss leidenschaftlicher. Sie klammerten sich verzweifelt aneinander und fachten ihre Leidenschaft gegenseitig an.
Bitte, hört einfach auf. Ihr macht noch alles kaputt. Bitte hört auf.

Sie krallte sich im Stoff seines Hemdes fest und er ließ seine Hände über ihren Rücken wandern. Immer tiefer.
Bitte!

Ihr keuchender Atem drang an sein Ohr, als er seine Männlichkeit gegen ihren Bauch presste. Das war zu viel für seine sowieso kaum noch vorhandene Selbstbeherrschung.
Welche Selbstbeherrschung?
Wenn ihr das schon tun müsst, dann zumindest nicht hier. Denkt doch an die ganzen Menschen im Haus.

Er hob sie hoch und setzte sie auf den Tisch, ohne seine Lippen von den ihren zu nehmen. Dann spreizte mit seinen Schenkeln die ihren.
Bitte, tut mir das nicht an. Viola soll doch trotz der schlechten Vorzeichen mit dem Duke glücklich werden. Ich habe das Ende doch schon geschrieben.

Ihr Kopf fiel in den Nacken und ihre Knie hoben sich. Dem hätte nur ein viel stärkerer Mann, als Rafael einer war, widerstehen können. Doch der vor Leidenschaft glühende Rafael drückte sie noch fester an sich.
Sei ein Mann und lass sie gehen.

Viola stöhnte, als er ihre Röcke hochschob, und rieb ihre Hüften an den seinen.
Macht das nicht, lasst es einfach sein.

Entweder nahm er sie jetzt oder er war vernünftig und sie hörten auf, mit dem was sie taten.
Die erste gute Idee, die du an diesem Abend hast. Los, ordnet eure Kleidung und tanzt euch zurück in den Saal.

Nein, er konnte sie nicht gehen lassen. Sie gehörte zu ihm, nur zu ihm.
Nein, dass tut sie nicht. Versteh das doch endlich.

Rafaels Lippen zogen eine brennende Spur über ihren empfindlichen Hals und Viola glaubte zu schweben.
Ja, in Wahnvorstellungen. Merkst du eigentlich nicht, was du da tust? Du bist auf dem besten Weg dich zu ruinieren und was wird dann aus deiner Mutter, deinen Schwestern?
Ihr dürft das nicht tun und ich werde es zu verhindern wissen.


Plötzlich schlüpfte sie unter seinen Armen hindurch.
Na endlich, das wurde ja auch Zeit. Ich wusste doch, das du vernünftig bist.

Doch anstatt sich das Kleid zu ordnen und den Raum zu verlassen drehte sie Rafael zu sich und fuhr mit der Hand durch sein Haar. Sie fühlte sich wild, frei und ungezügelt.
Du bist nicht frei. Du bist mit dem Duke verlobt. Dem Duke!

Er spürte ihren Herzschlag, als sie ihn zu der Chaiselongue zog und sich mit ihm zusammen hinlegte.
Bist du jetzt gänzlich wahnsinnig geworden? Ich weiß, du bist noch unschuldig, doch selbst dir sollte bewusst sein, wo das alles hinführt.

Rafael spürte ihren heftigen Herzschlag durch ihr dünnes Tanzkleid und er stellt sich vor, wie sie ohne dieses Kleid aussähe. Bei der Vorstellung wurde er noch härter und heiße Wellen der Lust überrollten ihn.
Das ist mir vollkommen egal. Pack deine Lust in einen Koffer und verschwinde.

Seine Hand glitt über die weiche Haut ihres Oberschenkels, als er ihre Röcke hochschob, und seine Lippen liebkosten jeden Millimeter ihrer Dekolletés. Er würde nie genug von ihr haben. Heute würde er sie zu der Seinen machen. Komme da, was wolle.
Das wirst du nicht. Sie ist dem Duke versprochen und wenn du mal weniger mit dem Unterleib denken würdest, wüsstest du auch, was das bedeutet.

Sie sollte ihm widerstehen, das wusste sie.
Ja, genau. Du bist doch vernünftig. Jetzt stoß ihn von dir und verlass die Bibliothek.

Doch sie konnte nicht, alles was sie wollte, war ihn zu spüren. Viola keuchte vor Leidenschaft und ihr Körper übernahm die Führung, als ihr Verstand versagte.
Genau das ist ja das Problem, du denkst nicht. Außer mir scheint hier keiner zu verstehen, dass das, was ihr tut, falsch ist.

Rafael verlor fast den Verstand...
Fast?

… als er ihr wildes Verlangen spürte. Obwohl er wusste, dass er aufhören sollte...
Genau das solltest du.

… verlor er sich in ihrem Feuer.
Feuer? Pah, du bist einfach nur scharf. Das vergeht wieder. Jetzt hör endlich auf.

Er umfasste ihren Po mit seinen Händen und zog sie an sich heran, so dass sie seine pralle Männlichkeit spürte.
Viola, du bist noch Jungfrau. Du musst jetzt Angst haben.

In Violas Blick flammte ein Ausdruck von Erstaunen und Angst auf,...
Ja, so ist es richtig, mein Mädchen.

… doch dieser Augenblick verging schnell und anstatt zurückzuschrecken, stöhnte sie und hob ihm ihre Hüften entgegen, zog ihn an sich und schlug die Beine um ihn.
Was habe ich da bloß angerichtet?

Rafael hielt den Atmen an. Sollte sie ihn genauso wollen, wie er sie?
Was für eine dumme Frage. Auch wenn es mir nicht gefällt. Sie will dich. Dich und nicht den Duke. Merde!

Er öffnete die Schnürung seiner Hose und dann konnte er in ihr sein.
Nein!

Seine Männlichkeit sprang hervor und er brachte sich zwischen ihren Schenkeln in die richtige Stellung.
Nichts von dem ist richtig. Hört bitte auf. Jetzt! SOFORT!

„Rafael, jetzt.“
Weder jetzt noch sonst irgendwann. Was ihr macht ist falsch.

Sein Name, von ihren Lippen gesprochen, war wie Musik in seinen Ohren.
Musik, bist du jetzt von allen guten Geistern verlassen? Sie hat doch nur deinen Namen gesagt. Ja, und das du ihre Jungfräulichkeit nehmen sollst... was du natürlich nicht tun wirst.

Er konnte seine Begehren und seine Erregung nicht mehr im Zaun halten und mit einem geschmeidigen Stoß...
NEIN!!!

… in diesem Moment ging die Tür auf.
Na prima. Ich habe doch gesagt, dass es kaum einen dümmeren Ort gibt.

Herrgott, was geschieht hier?
Das ist doch wohl offensichtlich. Wenn auch nicht das, was ich wollte.

„Viola!“
Lady Stratfield!

Rafael zog Viola von der Chaiselongue und schob sie hinter sich. Seine Erregung löste sich in Luft auf. Was hatte er nur getan?
Jetzt ist es zu spät für Ehrbarkeit.

Im Gesicht ihre Mutter zeichnete sich Entsetzen ab, doch es war die Person hinter ihrer Mutter, die ihr das Blut in den Adern gefrieren ließ.
Ich liebe diese Metapher. Und du hast es verdient, dass dir noch viel mehr gefriert.

Die Dowager Duchess schaute Rafael und Viola an, als seien sie das achte Weltwunder, auch wenn Wunder vielleicht das falsche Wort war.
Das ist nicht gut. Das ist gar nicht gut.

„Jemand soll meinen Sohn holen und Sie, Northfield, sollten sich schnell einen Sekundanten besorgen.
Ganz toll, ein Duell. Und was soll ich jetzt machen? Wenn der Duke stirbt, kann ich mein Ende vergessen und wenn er Northfield tötet, wird Viola ihn auf ewig hassen... und ich kann mein Ende vergessen.
Merde! Merde! Merde!
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