Endlich zusammen

von Jelibaer
GeschichteAllgemein / P12
Ares Xena
28.10.2010
28.10.2010
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In der Nacht, ging alles ruhig zu. Xena und Gabrielle befanden sich bereits im tief Schlaf, doch dann überkam Xena ein bekanntes Gefühl.
Sie stand auf und ließ Gabrielle weiterschlafen.
"Na los, ich weiß genau, dass du da bist, zeig dich."
Ein blaues Licht erschien, und daraus entstand Ares.
"Du bist echt die einzige Sterbliche, die das kann", lächelte Ares.
"Spar mir das. Was willst du?"
Ares guckt sie für einen Moment an.
Sie war so schön im hellen Mondlicht.
"Na ja, eigentlich gar nichts. Es war so langweilig in meinem Tempel, da dachte ich, dass ich mir mal die Beine vertreten sollte."
"Und das muss ausgerechnet hier sein, in unserer Nähe?"
Ares zuckte mit den Schultern.
"Bitte, Ares, geh, sonst werde ich dir Beine machen", sagte Xena mit einem befehligen Tonfall.
Genau dieser Tonfall hat ihm immer gefallen, als sie noch die grausame Kriegsherrin war. Doch wenn der Tonfall nun ihm gerichtet ist, fühlt er sich nicht wohl dabei.
Ohne viel Aufwand verschwindet er mit einem traurigen Gesichtausdruck.
Xena blickte ihm nach, und es tut ihr schon etwas Leid, so hart zu ihm zu sein, aber das musste sein.

Ares saß auf seinem Thron, und musste nur an sie denken.
Ach, Xena, warum machst du's uns immer so schwer, dachte er.
Er litt sehr darunter, wie Xena ihn behandelt.
Dann kam seine Schwester Aphrodite herein, und bemerkte sofort, den niederschlagenden Zustand ihres Bruders.
"Hey, Brüderchen, na, was ist los mit dir?"
Sie setzte sich neben ihm, und nahm seine Hand.
Er entwendet ihr gleich wieder die Hand.
Er mag es nicht so bemuttert zu werden.
"Lass mich in Ruhe, Aphrodite. Das geht dich nichts an."
Aphrodite zog eine Augenbraue hoch.
"Ich kann mir schon denken, was dich so bekümmert.
Es geht wie immer um deine Xena, und da sagst du mir, es geht mich nichts an.
Äh, hallo, ich bin die Göttin der Liebe.
Wenn jamand was von Liebe versteht, dann bin ich es. Also, ich höre."
Ares wusste, dass er sie nicht loswerden würde.
Also überwindet er sich, und fing an mit ihr zu reden.
"Ich verstehe einfach nicht, wieso Xena so ist. Wieso kann sie mir keine weitere Chance geben?"
Aphrodite blickte ihn mitfühlend an.
"Wundert dich das? Ist dir eigentlich klar, was du ihr in den letzten Jahren angetan hast?
Du hast ihr die Furien auf den Hals gehetzt, um sie in den Wahnsinn zu treiben, hast dich in ihr Vater verwandelt, nur um sie zu quälen, hast dich an ihre Freundin rangemacht, und das schlimmste war, du hast dich mit den zusammen getan, die Xena zutiefst gehasst hat.
Da wundert es mich wirklich nicht, dass Xena so zu dir ist.
Jeder andere Frau würde sich dabei genauso verhalten wie Xena."
"Ich wollte sie doch einfach nur zurück haben", sagte er traurig ohne Aphodite anzublicken.
"Ich weiß, aber du hast ihr damit sehr wehgetan, Ares.
So geht man nicht mit jemanden um, den man liebt.
Ich weiß ja, dass du sie liebst, aber Liebe nur zu empfinden reicht nicht, du musst es ihr auch zeigen.
Xena ist zwar von Natur aus gewalttätig, brutal, gnadenlos und fähig, Morde zu begehen, aber wenn es um die Liebe geht, unterscheidet sie sich nicht von den anderen Frauen.
Du wolltest sie ja schon haben von dem ersten Moment an als du sie das erste Mal gesehen hast, und du hast sie auch für eine Zeitlang bekommen.
Sie hat deine Armee angeführt und deine Ideen in die Tat umgesetzt.
Doch jetzt setzt sie sich für das Gute ein, und das musst du akzeptieren.
Du wirst sie niemals mehr böse bekommen, dafür hat sie zu viele liebevolle Menschen in ihrer Umgebung, die mit ihrer Güte schon dafür sorgen, dass sie ja auf der richtigen Fährte bleibt."
Ares ist etwas getroffen über das, was sie sagt.
Aber er weiß auch, dass sie recht hat.
Sein Verlangen nach Xena war einfach zu groß, dass er einfach nicht gesehen hat, was er ihr damit antut.
Er dachte, dass er schon richtig handeln würde.
Ares schaute nun seine Schwester an.
"Ja, ich weiß. Kannst du mir sagen, was ich tun kann, damit sie anders zu mir ist?"
"Na ja, es kommt ganz auf dich an. Solange du versuchst, sie auf die böse Seite zu ziehen, wirst du wohl kein Erfolg bei ihr haben.
Ich glaube, Ares, dass Xena dich nicht hasst, oder verabscheut, so wie es oft den Anschein hat.
Das einzige Hindernis zwischen euch beiden ist die Angst. Sie hat angst, Ares."
Das macht ihn jetzt etwas perplex.
"Angst, wovor denn? Vor mir?", sagte Ares aufgebracht.
Er konnte sich einfach nicht vorstellen, warum Xena angst vor ihm haben sollte.
Immerhin versucht er sie ja nicht zu töten wie andere.
Aphrodite schüttelte mit dem Kopf.
"Nein, nicht vor dir, sondern vor dem, was du aus ihr machen könntest.
Ihre größte Angst ist es böse zu werden, weil sie genau weiß, was für ein Monster sie werden würde, und ich würde dir auch nicht verzeihen, wenn du sie böse machen würdest.
Sie hat mir schon damals eine ungeheure Angst eingejagt.
Sie war furchtbar." Bei dem Gedanken schüttelte sie sich etwas.
Ja, Xena war schon sehr schlimm gewesen.
Ihr kam sie vor wie eine seelenloses kaltes Etwas, und hoffte, dass sie niemals mehr zu ihrem alten Ich zurück findet.
"Aber ich hab doch gar nicht mehr vor, sie böse zu machen, warum auch.
Ich liebe sie genauso wie sie jetzt ist, auch wenn es nichts nützt.
Sie will nichts von mir wissen."
Es tat ihm weh darüber nachzudenken.
Aphrodite streichelte seine Hand und lächelte süffisant.
"Ich glaube, da irrst du dich.
Du musst ihr nur zeigen, dass es dir ernst mit ihr ist, und auch dass sie keine Angst zu haben brauch, dass du sie böse machen würdest.
Sie würde es zwar nie zugeben, aber ich vermute, dass sie tief in ihr drin auch Gefühle für dich hat."
Da hellte sich das Gesicht von Ares sofort wieder auf.
"Meinst du wirklich?", sagte er mit Hoffnung in der Stimme.
"Natürlich. Wie oft hat sie dich schon gerettet als du ein Sterblicher warst, oder wie sie dich liebevoll behandelt hast, als wär zwischen euch nie was vorgefallen, und dann hat sie dir auch dabei geholfen wieder ein Gott zu werden.
Und außerdem, wenn sie dich hassen würde oder du ihr egal wärst, dann hätte sie dich schon längst getötet, das wissen wir ja.
Sie hatte schon oft die Gelegenheit gehabt, dich zu töten, ob sie nun die Kraft hatte oder irgendeine Waffe in den Händen, mit dem sie einen Gott töten könnte, doch sie hat immer gezögert, warum sollte sie das denn, nach allem, was du ihr angetan hast?
Wenn du weiterhin so vorgehst wie bisher, dann wirst du es eines Tages schaffen, dass sie dich endgültig hasst, dann wirst du sie verlieren, willst du das etwa?"
Ares schüttelte den Kopf.
"Na siehst du, also, wenn du ihre Zuneigung wirklich erlangen willst, solltest du sie auf eine zärtliche Weise behandeln.
Du solltest dich nach ihr richten, und nicht nach dir.
Tu alles, um sie glücklich zu machen. Keine Gewalt, Erpressungen oder Bedingungen, klar? Als damals unsere Familie vorhatte ihre Tochter zu töten, da hättest du Eve vor ihnen beschützen sollen, ohne was dafür zu verlangen.
Gut, ich hoffe, ich konnte dir helfen.
Der Rest liegt bei dir. Ich werd mal gehen, und mich wieder meine alltäglichen Hobbys zuwenden."
Sie stand auf, und bevor sie ging, sagte sie noch: "Kopf hoch, es wird schon alles gut werden."
Mit dem verschwand sie.
Ares dachte über das nach, was sie gesagt hatte.
Wenn er wirklich die Zuneigung von Xena erlangen will, da muss er sich schon selbst ändern.
Erst muss er dafür sorgen, dass sie ihm verzeiht.
Das wird nicht einfach werden, weil er genau weiß, dass sie nicht so leicht vergibt und auch misstrauisch darüber wäre, wenn er sich plötzlich anders ihr gegenüber verhalten würde, als wie sie es eigentlich von ihm gewohnt ist.
Sie würde denken, dass er wiedermal einer seiner Spielchen mit ihr treibt, und ihr alles aufticht, nur damit sie ihm in die Falle läuft, und böse wird.
Ares lehnte sich in seinem Thron zurück und seufzte.

Während Gabrielle immer noch seelisch schläft, wurde Xena von einem erotischen Traum mit Ares heimgesucht, der ihr die Sprache verschlägt.
Als sie erschrocken aufwachte sah sie Aphrodite über sie gebeugt.
"Hi, Liebes, wir müssen uns mal unterhalten."
Aphrodite ging lässig zu einem Felsvorsprung.
Xena guckte ihr argwöhnisch hinterher.
Sie sah noch zu Gabrielle, dann stand sie auf und folgte der quirligen Göttin.
Angekommen sagte sie: "Also, worüber willst du mit mir sprechen?"
"Über dich und Ares."
"Oh, Aphrodite."
Ihr ist es immer so unangenehm, wenn jemand mit ihr über Ares sprechen will, und über ihn hätte sie eh nichts zu sagen.
Mit ihm ist sie fertig.
"Tja, tut mir leid, Xena. Das muss jetzt aber sein.
Ich kann es nicht leiden, wenn mein Bruder Ares so den Kopf hängen lässt."
Xena tut so, als wäre es ihr schnuppe.
"Pah, das ist doch nicht mein Problem."
Aphrodite lächelte sie herzlich an.
"Ja, aber bei ihm bist du das Problem.
Warum kannst ihm nicht noch eine Chance geben, Xena?
Du weißt doch gar nicht, ob er wirklich so schlimm für dich wäre."
Xena gab ihr einen wütenden Blick.
"Was? Sag mal, hast du etwa vergessen, was er mir alles angetan hat oder was er sich von mir erwartet?"
"Ja, ja, ich weiß. Du solltest nach vorne blicken und nicht zurück sehen.
Weißt du, er hat eigentlich nicht vor, dich wieder böse werden zu lassen.
Das einzige, was er will, ist einfach nur mit dir zusammen zu sein, ob du dabei gut oder böse bist, ist ihm doch mittlerweile egal.
Er will nur in deiner Nähe sein.
Hat Gabrielle dir nicht beigebracht anderen zu vergeben, dann tu das auch.
Du solltest ihm vergeben. Ich finde, du hast überhaupt nicht das recht, so nachtragend mit ihm zu sein.
Du solltest ihn mal mit dir vergleichen.
Das, was er dir angetan hat, ist nichts im Vergleich, was du tausenden Menschen angetan hast als du noch eine ruchlose Kriegerin warst.
Du musst besser als jeder andere wissen, wie schwer es ist, sich zu ändern.
Alleine hättest du das auch nie gechafft, wenn Hercules nicht etwas nachgeholfen hätte. Und wenn er dir keine Chance gegeben hätte, wärst du schon längst tot, wärst von deiner eigenen Armee getötet wurden."
Xena dachte kurz nach, dann sagte sie: "Aber Ares ist der Gott des Krieges und ich eine Sterbliche.
Ares kann unmöglich aus seiner göttlichen Haut herauskommen.
Stell dir mal ein Kriegsgott vor, der plötzlich zärtlich und liebevoll wäre."
"Er kann sich ändern, Xena. Das hat er schon bewiesen als er überhaupt Liebe für dich empfindet, oder als er Gabrielle und Eve gerettet hat, und seine Unsterblichkeit für dich aufgegeben hat.
Das würde man ja auch nicht von einem Gott des Krieges erwarten.
Tatsache ist, dass keiner immun gegen die Liebe ist.
Du weißt ja, Liebe ist die stärkste Macht der Welt, wie man so sagt.
Sie überfällt jeden, sogar einen Gott. Ares ist zwar unsterblich, aber das heißt nicht, dass Gefühle auf ihn keine Auswirkung hat.
Hör auf, ihn nur als die Verkörperung des Krieges zu sehen, sondern fang an, ihn als eine Person anzusehen wie jeden einzelnen von diesen Sterblichen.
Eine Person mit Gefühlen. Wegen deiner Blockade ihm gegenüber sabotierst du dir so einiges.
Lass einfach los. Ich weiß genau, dass tief in deinem Unterbewusstsein du was für ihn empfindest, und um ehrlich zu sein, kein Mann würde besser zu dir passen als mein Bruder."
Xena blickt zu ihr auf. Sie horcht in sich hinein.
Eine Stimme in ihr ratet ihr, Ares eine Chance zu geben.
Aphrodite hat nun alles gesagt, was sie zu sagen hatte, und sie hoffte, dass Xena endlich zu Vernunft kommen würde.
"Versuch es doch einfach. Du weißt nicht, ob du mit ihm dein Glück finden würdest."
Dann verschwand sie. Xena blieb allein zurück und ging nachdenklich wieder zu ihrem Schlafplatz.
Als sie da nun lag und den Sternenhimmel anblickte, fragte sie sich, ob es wirklich besser werden würde, Ares eine Chance zu geben, dann dachte sie wieder an dem Sextraum mit Ares.
Ich muss zugeben, dass war wirklich atemberaubend, dachte sie.
Ach, quatsch, Xena, was redest du da? Ares ist der Gott des Krieges, der dir dein Leben zur Hölle gemacht hat.
Der würde sich nie ändern, oder vielleicht doch?
Dann schlief sie ein.
Nach einer Weile krippelte es sie.
Sie öffnete die Augen und fragte sich, ob sie jetzt bereit dafür wäre.
Als sie zögerte, stand sie schließlich auf.
"Ares. Ares, du kannst dich ruhig zeigen", sagte sie sanft.
Sie zittert etwas vor dem, was sie jetzt wohl erwarten würde.
Ares erschien und sah sie liebevoll an.
"Hallo, Xena. Ich freu mich, dass du zu dieser Unterredung bereit bist."
Xena zuckte mit den Schultern.
"Irgendwann muss es ja dazu kommen. Also, bringen wir es hinter uns."
Ares lässt sein Kopf sinken, und ahnte, dass sie wohl lieber gehen würde.
"Xena, ich weiß, was ich dir angetan habe, und wie du dich dabei fühlst, und es tut mir leid. Ich wollte einfach nicht wahrhaben, was ich für dich empfinde.
Ich wollte dich haben um jeden Preis, und hab dabei nicht geachtet, was ich dir damit antue. Wenn du mir nicht vergeben kannst oder mir keine weitere Chance geben willst, dann ist das deine Sache.
Ich will dir nur sagen, dass ich dich liebe mehr als alles andere auf der Welt.
Daher brauchst du dir keine Sorgen zu machen, dass ich dich wieder umdrehen würde.
Ich will dich so wie du jetzt bist, ob du dabei gute Taten vollbringst anstatt böses zu tun, interessiert mich nicht mehr.
Ich will dir beweisen, wie sehr du mich verändert hast.
Weißt du, es war echt überraschend für mich, dass ich lieben kann, denn ich bin ja schließlich der Gott des Krieges und Liebe zu empfinden steht mir eigentlich nicht zu.
Du hast mir bereits gefallen als ich dich das erste Mal kämpfen sah, und dachte, du wärst die perfekteste Kriegerin für meine Armee.
Deswegen hab ich mich sofort auf dich gesetzt, um dich zu überzeugen in meine Armee einzutreten.
Als du mich dann verlassen hast, hat es mich sehr wütend gemacht, und hab beschlossen, dich wieder zu holen, ohne zu wissen, was mir dabei widerfahren würde.
Tja, dann ist es passiert. Ich habe mich in dich verliebt.
Ich finde, dass du nun deine Hürde verlassen solltest.
Ich weiß auch, dass ich dir nicht vollkommen egal bin, denn sonst hättest du mir nicht so oft geholfen.
Du solltest das, was tief in dir verborgen ist, zulassen.
Wehr dich nicht dagegen. Das würde dir nicht gut tun."
Xena weiß zuerst gar nicht, was sie sagen soll.
Sie war immer noch verletzt darüber, was er ihr so alles angetan hat.
"Ares, glaubst du, es wär leicht für mich.
Ich seh nur dich, der versucht, mich wieder zu einer grausamen Kriegerin zu machen, die die Welt erobern und Tod und Zerstörung verbreiten soll.
Wie kann ich sicher sein, dass du es ernst mit mir meinst, und nicht nur darauf wartest, dass ich mit dir zusammen bin und du dann mehr Einfluss auf mich hättest, damit ich deine finstere Pläne in die Tat umsetzen kann?"
Ares tritt nah an sie ran.
"Du weißt doch normalerweis immer, wen du vertrauen kannst und wer was Böses im Schilde führt. Vertrau auf dein Gefühl."
Damit küsste er sie. Als der Kuss zu Ende war, sah Xena ihn überrascht an, ohne zu wissen, was sie darauf antworten sollte.
Doch dann nach einem kurzen Zögern kam Xena näher und küsste ihn ebenfalls leidenschaftlich.
Von Ares kam ein sehr erregtes Stöhnen auf, und auch Xena genoss richtig von diesen starken Armen gehalten zu werden, und sich von ihm berühren zu lassen.
Als sie mit ihrem kleinen Liebesspiel zu Ende waren, schliefen sie zusammen eng einander gekuschelt ein.
Am nächsten Morgen wachte Ares zuerst auf, und schaute zu seiner Liebsten.
"Ich liebe dich, Xena", flüsterte er sehnsüchtig, während er ihr einen Kuss auf die Stirn gab. Als Xena jetzt nun aufwachte, hat sie erst gar nicht realisiert, wo sie sich befand, doch dann blickte sie zu Ares, der sie liebevoll anguckte und lächelte.
"Guten Morgen." Sie blickte dann wieder weg, stand auf und zog sich an.
Ares tat es ebenfalls.
"Du, ich will dir sagen, dass die letzte Nacht mit dir wunderschön war."
"Ares, ich glaube nicht, dass das richtig war."
Xena findet, dass es besser wäre, sich nicht mit ihm einzulassen.
Er trat nah zu ihr heran, und nahm sie in seine Arme.
"Ach, Xena, das hatten wir doch schon.
Ich verspreche dir, dass du dich bei mir wohlfühlen würdest.
Ich werde für dich da sein, wenn du mich brauchst.
Ich würde dich mit voller Liebe und Zärtlichkeit behandeln, so dass du vergisst, dass ich der Gott des Krieges bin, und mich nur noch als zauberhafter Liebhaber siehst."
Der Blick von Xena ist am Boden als Ares mit seiner Hand ihren Kopf aufrecht behält und sie dann zärtlich küsst.
"Denk immer daran." Dann verschwand er.
Xena ging zurück zu Gabrielle, die nicht mehr an ihrem Platz lag.
Sie ist wohl zum Fluss gegangen, um sich zu waschen.
Xena legte sich wieder hin, und wurde mit vielen Gefühlen überrumpelt.
Sie muss immer an Ares denken, und an die Nacht mit ihm.
Es war wirklich toll. Es hat ihr gut getan, die Wärme und Zärtlichkeit von Ares zu spüren. Sie hat sich so frei gefühlt.
Vielleicht hatte Ares ja doch recht.
Vielleicht würde sie sich wirklich wohl bei ihm fühlen.
Gabrielle kam von ihrem morgendlichen Bad zurück.
"Hey, Xena, da bist du ja. Wo warst du denn?", sagte sie, während sie ihre Haare abtrocknete.
"Äh, ich bin etwas spazieren gegangen, um mir über etwas klar zu werden."
Gabrielle setzte sich neben sie. "Willst du darüber reden?"
"Nein, lass gut sein. Es war ja nichts Wichtiges", sagte Xena lächelnd ohne ihr von der Nacht mit Ares zu erzählen.

Im Tempel von Ares saß er wiedermal auf seinen Thron, und lächelte vor sich hin.
Die Nacht mit Xena war ja so schön.
Er hat sich noch nie so wohl gefühlt.
Da erschien Aphrodite und bemerkte sofort die Lässigkeit von Ares.
"Nanu, was ist los? Du scheinst wohl nicht mehr so am Boden zerstört zu sein."
Ares schaute sie an.
"Ich hab mit Xena geredet, dann, na ja, wie soll ich sagen, dann haben wir miteinander geschlafen", sagte er voller Freude.
Aphrodite lächelte ebenfalls.
"Mhm, das hört sich gut an. Also, ist jetzt alles in Ordnung mit euch?"
"Na ja, nicht ganz. Sie hat zwar immer noch Zweifel, aber langsam wird es was. Hoffentlich erkennt Xena, dass sie einen völlig anderen Mann aus mir gemacht hat, und dass ich nicht mehr der blutrünstige Kriegsgott bin, der ich war, bevor ich auf sie traf", lächelte er.
Sie kam zu ihm, und massierte seine Schulter.
"Das freut mich für dich, Bruderherz.
Ich hoffe auch, dass du endlich Xena an deiner Seite bekommst, und sie dann zu deiner Königin machst, denn selbst ein Kriegsgott braucht eine Gefährtin, und Xena passt perfekt zu dir, außer, dass sie Mitgefühl empfinden kann und Unschuldige beschützt, ähnelt sie dir sehr.
Sie würde dir wirklich gut tun, denn du brauchst diese Wärme und Führsorge von ihr.
Ich meine, wenn schon Zeus oder Hera dir das nicht geben konnten, dann tut das eben Xena."
"Ja, das finde ich auch."
"Gut, dann gehe ich wieder, und lasse dich mit deinen freudigen Gedanken allein.", doch bevor sie sein Tempel verließ, sagte er noch: "Aphrodite."
Sie drehte sich um.
"Ja?"
"Ich danke dir."
"Immer wieder gern."
Sie lächelte dann und ging.

Später am Tag waren Xena und Gabrielle am See, um ein Fisch für´s Abendessen zu fangen.
Doch dann überkam Xena ein leichtes Schwindelgefühl und sie taumelte einen Schritt zurück.
"Heey, alles in Ordnung mit dir?", sagte Gabrielle besorgt, und kam an die Seite ihrer Freundin.
"Äh, ja, ja, mir geht's gut.
Mach dir keine Sorgen. Ich hab wohl vorhin etwas Falsches gegessen."
"Meinst du wirklich?"
"Ja, na los, weiter, die Fische warten nicht auf uns, damit wir sie fangen."
Mit einen Stirnrunzeln wendet Gabrielle sich wieder um. Xena streichelte über ihren Bauch. Ihr schwarnt übles. Das kann nicht sein.
Bitte, das darf einfach nicht sein, dachte sie bei sich.
Als das Fischen zu Ende war, war Gabrielle dabei die Fische über das Feuer in einer Pfanne zu legen.
"Ähem Gabrielle, ich hab das Gefühl, dass uns jemand beobachtet.
Ich werde mal nachsehen", log Xena. Gabrielle blickte auf.
"Soll ich mitkommen?"
"Nein, ich schaff das schon allein. Pass du lieber auf, dass unser Essen nicht anbrennt." Xena entfernte sich langsam vom Lager, und Gabrielle blickte ihr immer noch nach, bevor sie sich den Fischen wieder zuwendet.
Xena ging nachdenklich durch die Bäume, als sie einen leichten Brechreiz verspürt.
Ihr ging so einiges durch den Kopf. Sie kann nicht fassen, dass sie wirklich ...
Was soll sie bloß tun? Wie soll sie es Gabrielle beibringen?
Zu aller erst muss sie mit Ares darüber reden.
Sie kann sich schon denken, wie er darauf reagieren würde.
Nach einer Weile kam sie über die Lichtung zum Ares' Tempel. Als sie vor der Tür stand, zögerte sie etwas als sie dann eintratt.
Sie erblickte den verträumten Ares auf seinem Stuhl.
Als Ares Xena sah, sprang er sofort aus seinem Sitz.
"Xena. Was für eine Freude dich zu sehen? Was führt dich zu mir?"
"Ich wollte mit dir reden."
"Ja, und worüber?"
Xena stockte etwas.
"Also, ähem, die gestrige Nacht, äh, blieb nicht ohne Folgen, denn ... ich bin schwanger." Ein riesen Lächeln huschte über seinen Gesicht.
Er kam auf sie zu, und nahm sie in die Arme.
"Ach, Xena, das ist ja wunderbar. Du weißt nicht, wie glücklich du mich mit dieser Nachricht machst."
Xena sah nun zum ersten Mal die Liebe und Fürsorge in seinen Augen. Hm, mir scheint, dass er wirklich vollkommen anders ist als wie er nunmal früher war, kam ihr durch den Kopf.
"Ich hab mir schon gedacht, dass du dich sehr darüber freuen würdest, aber ich weiß nicht, wie ich damit klar kommen soll."
"Xena, ich werde immer für dich da sein.
Du hast keine Ahnung, was das für uns beiden bedeuten würde.
Ich verspreche dir, ein sehr guter Vater für unser Kind zu sein, und es genauso zu lieben, wie ich dich liebe.
Ich weiß, dass ich ja im Grunde viele Kinder habe, und für sie wohl ein Rabenvater bin, aber das liegt auch daran, dass sie alle nur aus meinen nächtlichen Vergnügen entstanden sind, und zwar mit Frauen, die keine Bedeutung für mich hatten, dementsprechen waren mir auch die Sprösslinge egal.
Aber jetzt ist alles anders.
Jetzt bekomme ich ein Kind von der Frau, mit der ich immer ein Kind haben wollte.
Eine Frau, die ich von ganzen Herzen liebe.
Weißt du, es hat seine Vorteile einen Gott als Vater zu haben.
Man spart sich die Finanzen.
Ich könnte unserem Kind eine große Zukunft ermöglichen.
Ihm würde es einfach an nichts fehlen."
"Na ja, wenn du unter einer großen Zukunft verstehst, dass er später in deine Fußstapfen treten soll, er deine Armee anführt und allen Leid und Schmerz zufügt, dann kannst du dir das auf jeden Fall abschminken", sagte sie energisch.
Ares streichelte ihre Wange.
"Xena, das erwarte ich doch gar nicht von unserem Kind.
Ich will nur, dass er sich bei uns wohl fühlt. Er kann von mir aus auch so ein großer Held werden wie Hercules. Hauptache er ist glücklich."
Xena weiß nicht, was sie davon halten soll.
"Hm, ich weiß nicht, Ares. Ich hab immer noch so meine Zweifel."
"Xena, versuch es doch einfach mit mir.
Ich kann dir nicht beweisen, wie sehr du mir am Herzen liegst oder wie sehr ich mich verändert habe, oder wie ich für das Wohlergehen für dich und unserem Kind sorgen würde, wenn du mich nicht lässt.
Ich würde mir doch nicht die Chance versauen, indem ich vorhab, unseren Kind oder dich dem Bösen zuzuführen, damit wir eine abgrundtief böse Familie wären und über die Welt heerschen.
Aber trotzdem würde ein Kind vom Kriegsgott und der Kriegerprinzessin kein leichtes Leben haben, weil es ständig im Mittelpunkt sein würde, entweder man jagt ihn oder preist ihn, aber dafür würde auch ein Kind aus unsere Verbindung ultimativ mächtig sein." Allmählich gibt Xena jetzt nach.
"Ja, ist mir klar, und wir würden natürlich auch alles dran setzen, damit niemand dem Kind zu nahe kommt, und es töten versucht oder es für sich beanspruchen will.
Wie dem auch sei, Ares, ähem, also überredet, ich werde dich lassen, dich am Leben meines Kindes zu beteiligen, und wer weiß, was sich dann zwischen uns entwickeln würde.
Aber bedenke, das ist deine allerletzte Chance. Verbock es dir nicht."
"Das garantier ich dir."
Dann hob er ihr Kinn und küsst sie mit voller Leidenschaft, ebenso erwidert sie seinen Kuss, und gaben sich der Gefühle hin.

Nach neun Monaten war es schließlich soweit, die Geburt von Xenas Kind.
Xena hat Gabrielle mittlerweile alles erzählt, von der einen Nacht bis zu der Tatsache, dass sie ihm eine Chance gab, sich ihr zu beweisen.
Gabrielle war am Amfang nicht gerade glücklich darüber.
Aber sie sah ein, dass jeder eine Chance verdient hat, sogar ein Gott.
Und ihr ist auch klar, dass Ares sich wirklich um Xena bemühte, und sogar für sie sein Leben lassen würde.
Während Gabrielle und Eve für die Geburt von dem Kind alles zurecht machen, war Ares an Xenas Seite und hielt ihre Hand, als Xena dabei war das Kind rauszupressen.
Nach einer Stunder erblickte das Töchterchen das Licht der Welt.
Gabrielle nahm das Kind, wusch es und übergab es dann Xena.
Gabrielle und Eve verließen dann das Zimmer, und ließen Ares und Xena mit ihren Kind allein.
"Sie ist wunderschön genau wie ihre Mutter", sagte Ares mit einem Blick zu Xena.
"Was meinst du, ob sie ganz und gar sterblich ist oder auch was von deiner Göttlichkeit hat?"
"Ich nehme an, dass sie viel von uns beiden hat, aber von dir natürlich am meisten, ist ja auch ein Mädchen, und Mädchen kommen grundsätzlich nach der Mutter. Wie soll sie heißen?" fragte Ares voller Stolz von seiner Tochter.
"Dalia."
"Finde ich schön."
Ares und Xena blicken sich nun sehr liebevoll an.
"Das Kind wird unser Leben sehr verändern, nicht wahr?", sagte Xena.
"Oh ja, das kannst du laut sagen, mein Schatz."
Mit diesen Worten legte er seine Arme um Xena und sein Kind, und gab seiner Angebeteten einen langen Kuss.
Die Zeiten vergingen, Ares hat seine Chance nicht einmal verbockt, hat sich nicht mehr daneben benommen.
War für Dalia wirklich ein sehr toller Vater, so liebevoll und herzlich, wie man es von ihm nie gesehen hatte, und Xena hat deswegen auch nie ihre Entscheidung über sie und Ares bereut.
Mittlerweile führen sie wirklich das, wovon Ares immer geträumt hat und was man von den beiden nie erwartet hätte, und zwar eine intensive Beziehung.
Und Ares macht es auch nichts aus, sich nun von einer völlig anderen Seite zu zeigen, hauptsache seine Liebste Xena und das gemeinsame Kind sind bei ihm.
Gabrielle und Eve hängen allerdings nicht ständig bei ihnen ab, um das Paar nicht zu stören, aber zu Besuch kommen sie trotzdem.
Auch in Zukunft wird es weiterhin so laufen wie bisher und alle sind glücklich, vor allem Ares, während er im Bett liegt, und seine Xena im Arm hält und das Kind einige Meter entfernt schlief.

ENDE
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