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»World Academy W - The Life Of...«

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
24.10.2010
03.06.2011
28
26.564
 
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Dieses Kapitel
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24.10.2010 4.196
 
Yeay!! Kurz nach Vatertag lade ich wieder ein frisch abgetipptes Kapitel hoch :D
Und diesmal hat es nur ca. einen Monat gedauert... Ist das nicht toll? XD
Nein, okay, Spaß beiseite <w<

Erst letztens ist mir wieder zu Ohren gekommen, wie ein paar ältere Frauen über mich gesprochen haben:
„Was sie wohl schreibt?“ „Ein Roman kann es nicht sein.“
Tjaja... Ich denke nicht, dass das hier ein Roman wird... Vorallem wenn man sieht, wie das hier angefangen hat ;w; Ohohoh...

Auf jeden Fall: Viel Spaß beim Lesen :3
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Kapitel 26. „... But I'm not amused.“


“Dann lasst uns über die Ereignisse der letzten Minuten sprechen“, sagt Frankreich und streicht sich durch sein Haar,“Wo fange ich am besten an?“
„Wie geht es Deutschland?“, fragt [Bundesland] plötzlich mit einem merkwürdig klingenden Unterton in der Stimme, den sie sich selber nicht erklären kann.
Preußens rote Augen wandern zur Seite: „Wir wissen es nicht...“
„Als wir gerade angefangen haben für die periódico escolar zu recherchieren, tauchte ein Pop-Up-Fenster von der Schulkonsole auf“, gibt Spanien wieder und wirkt nachdenklich,“Da drin stand etwas über Schulregelverstoß.“
„Danach haben wir alle eine Veränderung gespürt“, erweitert Preußen.
„War klar, dass dieser conard alles an sich reissen muss“, Frankreich seufzt,“Als hätte er nicht schon genug.“
„Schulregelverstoß?“, murmelt [Bundesland] ruhig und wischt sich ein paar [H/F] Strähnen aus dem Gesicht.
„Non...?“, haucht Frankreich und blinzelt sie mit einem „die-Welt-geht-jeden-Moment-unter“-Blick an,“Du hast die règles noch nicht gelesen? Dabei hängen die doch nun wirklich überall!?“
„Tut mir leid-“
„Jedenfalls hat er gegen die oberste Regel verstoßen“, der Albino hat sich an einen Computer gesetzt und sieht ihm beim Hochfahren zu,“Man darf keine anderen Länder besetzen, klauen oder übernehmen...“
„Eher gesagt ist das eine ungeschriebene Regel“, meint Spanien,“Die Menschen sind daran Schuld, dass es hier so zu geht-“
„Falsch“, berichtigt Preußen,“Auch wir sind daran Schuld...“
„Ma chérie, [Bundesland]“, Francis' Stimme klingt ernst,“Es ist wirklich wichtig, dass Du jetzt genau zu hörst.“
Verwirrt und müde guckt sie zwischen den Dreien hin und her: „Geht die Welt unter?“
„Mon dieu- Non!!“, der Franzose springt auf und fängt sich wieder, bevor er weiter spricht,“Die World Academy W ist so gesehen der Mittelpunkt dieser Welt.“

„W-was?“, sie kann nicht glauben, was sie da eben gehört hat,“Wie kann ein Bildungsort Mittelpunkt der Welt sein?“
„Die Academy wurde im Jahre 1942 erbaut und sieht sich seitdem, als internationales Sammelbecken“, vermittelt Spanien und setzt sich neben Preußen, auf einen Stuhl.
„Jegliche Dinge die hier passieren wirken sich auf die Welt aus“, Frankreich schaltet einen Beamer an, der in der Mitte des Raumes hängt und auf eine freie Wand zeigt,“Preußen, öffne die Weltkarte-“
„Moment“, seine Stimme klingt genervt,“Der PC ist so langsam!“
„Jetzt wollen les ordinateurs auch nicht mehr, hein?“, Francis läuft umher und spricht weiter,“Bon, dann muss ich es dir so erklären...“
[Bundesland] nickt langsam. Sie wird das Gefühl nicht los, dass sie die ganze Zeit mit einem Brett vor ihrem Kopf rumgelaufen ist. Und was hier eigentlich im Moment los ist, kann sie auch nicht so ganz verstehen.
Frankreich wedelt mit einer Hand umher: „Also erst einmal: Dank Angleterres heiterem Tun, wird morgen der Unterricht ausfallen.“
„Wie kannst Du dir da so sicher sein?“, [Bundesland] beäugt den Franzosen starr mit ihren [A/F] Augen.
„Monsieur Europe hat bestimmt durch seine Aktion etwas abbekommen.“
„Logisch“, kombiniert Gilbert und mischt sich in die Erklärung ein,“Wenn hier etwas mit den europäischen Ländern passiert, wirkt es sich erstmal auf sie selber und danach auf die ganze Welt aus.“
„Die Medien wie el periódico, el radio, la televisión e el internet tragen eine Menge dazu bei die „schlechten Nachrichten“ zu verbreiten... Die Menschen werden also alle verrückt spielen.“
„Das ist auch der Grund warum Du im Moment so kränklich aussiehst“, Preußen studiert [Bundesland]s Gesicht und wendet sich dann dem PC zu,“Unruhen breiten sich zwischen den Ländern und deren Vorgesetzten aus.“
„Schlimmsten falls deklariert wieder jemand Krieg“, sagt Frankreich monoton.
[Bundesland] schluckt laut: „E-es wird doch keinen geben, oder? Wie kannst Du nur darüber sprechen, als wäre es nichts?!“
„Wenn es soweit ist, ist es eh schon zu spät-“
„Denkt doch mal positivo!“, redet Spanien dazwischen und deutet auf die Wand, auf die der Beamer zeigt,“Der computador geht und die mapa ist endlich da!“
Und was soll daran bitte positiv sein?“, denkt [Bundesland] still für sich und guckt unkonzentriert auf die Wand.
Eine große Karte der Welt und ein Logo der Schule, projiziert der Beamer auf die Wand. Das Logo hat sie schon mal auf einigen der blauen Jacken in der Europa-Klasse gesehen: ein goldenes W auf einer Art Wappen.
Aber abgesehen von dem Wappen fällt ihr auf, dass fast die ganze Karte blau markiert ist.
„Merci, Prusse et Espagne“, Francis tritt hervor, holt sich einen Stock und zeigt damit auf Europa,“Da bist Du [état fédéré], da ist Angleterre, ici c'est moi, la République française et ainsi de suite...“
Er deutet in der eben aufgezählten Reihenfolge auf die Länder in der Karte.
[Bundesland] guckt müde drein: „Das habe ich schon vorher gewusst-“
„Du musst auf die Farben gucken“, Francis spielt ein wenig mit dem Zeigestock,“Jetzt ist alles noch bleu, oui?“
„Ja-“
Man hört ein Klicken, welches aus Gilberts Richtung kommt und die Karte verwandelt sich auf einen Schlag in ein buntes Farben-Wirrwarr aus Flaggen.
[Bundesland] stockt der Atem, als sie sieht, was mit ihrem Flecken Land auf der Karte passier ist: „Wie ist-“
„Frankreich, also moi, bin nun im Stil meiner Landesflagge zu sehen, so auch England“, er piekt mit dem Stock auf sich und seinen Rivalen,"Union Jack und rapeau bleu-blanc-rouge... Wie Du siehst, sehen die anderen auch so aus, außer dir...“
Die Spitze des Stocks bleibt auf ihr stehen.
„Du scheinst ab heute zum Vereinigten Königreich zu gehören, das Union Jack auf der Weltkarte sagt alles... und so etwas dachte ich mir schon“, Francis seufzt ein weiteres mal und fügt hinzu,“Zumindest, wenn sich nichts ändert.“
[Bundesland] ist mit einem mal sehr still. Sie hat in den letzten Minuten eindeutig zu viele Informationen in ihren Kopf gequetscht bekommen. Trotzdem arbeitet ihr Gehirn wie ein Uhrwerk weiter.
Gedankenversunken fängt sie ruhig an zu murmeln: „Das Halsband...“
Alle drei männlichen Länder im Zimmer gucken auf.
„Was hast Du gesagt?“, fragt Gilbert und streicht sich durch sein weißliches Haar.
Plötzlich legt [Bundesland] ihre Hände an den Lederring und versucht ihn ein weiteres Mal abzureissen.
Dass es ihr immer noch weh tut, ist in diesem Augenblick mehr als egal.

Das Röcheln beim Zerren und das Geräusch eines umkippenden Stuhls scheinen Antonio und Francis hypnotisiert zu haben.
Beide verweilen wie angewurzelt auf ihren Plätzen und gucken sich wortlos das Geschehen an.
Fassungslos starrt Gilbert auf [Bundesland] die ächzend am Boden liegt und sich weiter stranguliert.
„Nein...“, flüstert er ruhig in sich hinein und fängt sich allmählich.
Im Bruchteil einer Sekunde springt das Rotauge auf, packt [Bundesland] am Hals, bzw. am Halsband und drückt sie gegen den kalten Boden: „WILLST DU MEINEN BRUDER UMBRINGEN!?“
Wegen dieser lauten Frage zucken Frankreich und Spanien zusammen. Stattdessen gucken sie nun betroffen zur Seite und mischen sich fürs Erste nicht ein.
[Bundesland]s Herz pocht ihr gegen die Brust. Mit so etwas hat sie nicht gerechnet.
Als Antwort schüttelt sie langsam den Kopf. Auf ihren Wangen laufen lange, dünne und sehr wässrige Striemen entlang.
„Dann hör auf dich selber zu verletzen, verdammt!“, mit einem genervten Gesichtsausdruck lässt Preußen los und steht auf,“So bekommst Du es nicht ab... eher verletzt Du Deutschland und dich selbst.“
Frankreich geht langsam, gefolgt von Spanien, ein paar Schritte auf die Beiden zu, beugt sich zu [Bundesland] und nimmt langsam das Halsband in die Hände: „Ich habe mich schon gefragt was das für ein accessoire démodé das ist-“
Antonio stößt ihm in die Rippen.
„Pardon“, entschuldigt sich der Franzose kühl und lässt von dem Lederring ab.
„T-tut mir leid“, schluchzt [Bundesland] und vergräbt den Kopf in ihren Händen.

„... Sie schläft...“
Keine Antwort.
„Wie lange wollen wir hier noch rumsitzen?“, Preußen fuchtelt unkontrollierbar mit einer Computermaus herum,“Antonio ist schon vor zwei Stunden gegangen und ich habe Hunger-“
„Hé mec, calmos! Ich muss nachdenken“, Francis wuschelt sich durch sein blondes Haar,“Wie kann man nur so eine dumme Aktion starten und dann nichts sagen!?“
„Hat sich der Ordnungsdienst gemeldet?“, neugierig späht Gilbert aus den Augenwinkeln zu seinem Kumpel.
„Ja, aber England weigert sich etwas zu sagen“, bestätigt dieser,“ Sie haben ihn auch in die Sicherheitsverwahrung gesteckt.“
„Diese verdammte Isolierzelle bringt doch nichts“, Preußen dreht sich in seinem Stuhl umher.
Frankreich massiert sich die Schläfen und schmunzelt leicht: „Das ist deine Meinung-“
„Es ist meine großartige Meinung“, korrigiert er und lehnt sich, immer noch drehend, zurück.
„Sie haben“, fängt der Blonde an zu murmeln und wird dabei immer leiser,“Auch etwas über deinen Bruder erzählt...“
Blitzschnell stoppt Gilbert: „Und...?“

Stimmen dringen von allen Seiten in ihren Kopf.
Laute und leise. Tiefe und hohe.
Alles ist durcheinander.
Komisch daran ist nur, dass keine von ihnen Deutsch spricht, sondern unerklärlicherweise Englisch.

Schweißgebadet setzt sich [Bundesland] auf und fasst sich an die Stirn.
Sie brennt.
Wie in einem Karussell dreht sich alles in der Umgebung, um sie herum... oder dreht sie sich?
Einen Unterschied zwischen den beiden Möglichkeiten kann sie derzeit nicht feststellen.
Das Gefühl des inneren Wahnsinns und der Hitze wird größer und durchzieht ihren Körper.
Lauter Fragen bahnen sich in ihr Haupt: „Wo bin ich? … Wie konnte es nur so weit kommen? … Was passiert mit meinem Bruder? … mit mir? … Wie geht es meinen Bewohnern? … Was ist mit der Regierung? … Meine Zukunft?
Eine letzte verzweifelte Frage brennt sich fest:

Wer bin ich?



Zufrieden lächelt er und läuft an den soeben K.O.-geschlagenen Sicherheitspersonal vorbei, welches noch vor wenigen Minuten, vor einer großen Metalltür mit einem Kunststoffglas stand.
Neugierig linst er in den Raum hinter der Tür: England sitzt in einer Ecke gekauert in ihm.
Seine Klamotten wurden durch ein einfaches, weißes Hemd ausgetauscht, das ihm ziemlich faltig vom Körper hängt. Ganz einfach gesagt, ist es eine Maßnahme vor dem Betreten der Sicherheitsverwahrung.
Gehässig grinsend klopft er gegen das Kunststofffenster.
Blitzschnell schlägt England die Augen auf und guckt in sein Gesicht.
Seine ganze Mimik und Haltung wirkt ihm gegenüber misstrauisch.
Er winkt Arthur zu sich und spricht mit ihm.
„Good for you, but keep it under you hat!“, England geht gefasst auf ihn zu,“But I'm not amused.“
Wieder reisst er einen sarkastischen Witz über die Verfassung Arthurs.
England bläst sich auf und ist drauf und dran sich gegen die Tür zu pressen: „You bloody-“
Er unterbricht das Gefluche des Blonden, als er anfängt etwas interessantes zu sagen.
Der Engländer ist mit einem Mal mit vollem Interesse dabei, wirkt aber immer noch vorsichtig: „ … and that coming from you!?“

… Bibibibi... bibibibi...
[Bundesland]s Wecker fängt pünktlich um sechs Uhr an zu klingeln.
Müde öffnet sie ihre Augen: sie kann sich nicht daran erinnern in ihr Zimmer gegangen, geschweige dessen eingeschlafen, zu sein.
Jegliches Zeit- und Raumgefühl hat sie verlassen.
Bin ich heute Nacht wirklich aufgewacht?“, fragt sie sich innerlich.
Die Hitze auf ihrer Stirn ist geblieben.
… Bibibibi... bibibibi...
Ausdruckslos starrt sie ins Nichts.
Mittelpunkt der Erde“, denkt sie still,“In dem Gründungsjahr wurde die UNO gebildet... Wenn es damit zusammenhängt gehen ungefähr 130 Länder auf diese „Schule“ …
… Bibibibi... bibibibi...
„Kann nicht einfach die Zeit wieder zurückgespult werden?“, murmelt sie wehleidig in ihr Sonnenlicht durchflutetes Zimmer.
… Bibibibi... bibibi-
Hastig stellt sie ihren Wecker aus: „Nur rumsitzen bringt nichts!
Wortlos steht sie auf, läuft schlaff zu ihrem Koffer, um sich eine saubere Uniform aus dieser zunehmen und verschwindet in ihrem Badezimmer.

Erschrocken fasst sie sich an ihre Nase: Blutspuren, die schon länger getrocknet zu sein scheinen, zieren ihr Gesicht.
Hysterisch dreht sie den Wasserhahn auf und wäscht das Blut ab: „M-mir geht es gut, es gibt nichts worüber ich mir Sorgen machen müsste...
[Bundesland] zieht sich mühsam um und fängt danach kraftlos an ihre Haare zu bürsten.
Das ihre Hände bei jeder einzelnen Bewegung zittern, ignoriert sie gekonnt.
Als sie schließlich fertig ist, guckt sie sich ein weiteres Mal im Spiegel an: ihre dunklen Augenringe passen nicht zu ihrer sauberen und genauso ordentlichen Uniform - von dem Halsband ganz zu schweigen.
Zittrig legt sie die Bürste zurück und verlässt das Badezimmer.

Die Flure sind wie ausgestorben, dabei dürften eigentlich lauter Schüler unterwegs sein.
Bedenklich guckt [Bundesland] auf ihre Armbanduhr: gleich Acht.
Frankreich hat recht“, sinniert sie und läuft weiter,“Es scheint wirklich keinen Unterricht zugeben... Apropos: Wo sind die überhaupt?“
[Bundesland] schüttelt ihren Kopf: „Ich sollte lieber nochmal in der Klasse nachgucken... nicht, dass doch irgendwas statt findet.
Ruhig steigt sie die Treppe, in der Eingangshalle, hinauf und macht sich auf den direkten Weg zur Europa-Klasse.
Ein ungutes Gefühl von Übelkeit macht sich in ihrem Magen breit, welches nach ihrer Meinung vom Hunger kommt, da sie die letzten unzähligen Stunden nichts gegessen hat: „Ich gehe ja gleich was essen...“

[Bundesland] drückt vorsichtig die Tür der Europa-Klasse auf: nichts. Alles ist leer.
Der Geruch von Holz steigt ihr in die Nase und im Sonnenlicht erkennt sie viele kleine Staubkörner.
Auf einmal beisst es in ihrem Geruchsorgan: „Warum riecht es plötzlich nach Rauch?
Hektisch dreht sie sich um die eigene Achse und stößt mit dem Kopf gegen eine menschliche Form, die seit wenigen Sekunden neben ihr zustehen scheint.
Erschrocken macht sie einen Satz zur Seite, wird aber am Halsband zurück gezogen und mit einem Mal guckt sie dem männlichen Menschen ins Gesicht.
Stechend grüne Augen gucken sie kühl an: „After all it seems, dass der Hund doch zum Knochen kommt.“

„Schön, dass ihr alle vollzählig zu diesem World Meeting gekommen seid“, begrüßt Ungarn, die ganz Vorne am Holztisch, der mitten im Schülerratsraum ist, steht,“Wir wollen heute eine Entscheidung treffen.“
Aufgeregt fangen die anderen Länder im Raum an zu tuscheln.
„Wie es wohl einige von euch mitbekommen haben, hat der Schülerpräsident einen Teil eines anderen Landes für sich beansprucht“, Österreich tritt hervor und schiebt sich beim Erläutern die Brille zurecht.
„Heißt das, wir können demnächst wieder andere Länder besetzen, da?“, Russland guckt von seinem Stuhl aus, zu den baltischen Staaten die wie verrückt anfangen zu zittern.
„Nein!“, der Österreicher widerspricht schnell und fährt fort,“Gerade das wollen wir verhindern!“
„Aber es hat doch schon angefangen“, murmelt Japan in sich und späht zu Deutschland.
[Bundesland]s großer Bruder wirkt nachdenklich und sieht ziemlich kränklich aus.
Preußen und Italien sitzen neben ihm.
Der Albino sieht deutlich angespannter, als der Italiener aus, der dem Japaner zu winkt.
Alle Anwesenden zucken zusammen, als sich die Doppeltür des Raumes öffnet.
Die Schweiz, Liechtenstein und England, der heute wieder seine Uniform trägt, betreten das Zimmer.
Kein einziger Muskel bewegt sich in dem monotonen Gesicht des Briten.
Nicht einmal, als die Tür laut geschlossen wird.
„Dann können wir ja anfangen“, verkündigt Roderich und guckt durch den Raum.

Panisch schubst [Bundesland] einige Stühle hinter sich auf den Boden: „W-was willst Du von mir!?“
Sie hat den männlichen Schüler, der eine Europa-Uniform trägt, noch nie zuvor in dieser Klasse gesehen.
„You can't flee from me“, der Junge Mann streicht durch sein rotes Haar und umgeht geschickt ein paar Stühle,“Why don't you give up?“
„Ich habe zuerst gefra-“, hektisch stößt sie sich am Lehrerpult,“Argh- Verdammt-“
„Puss~, puss~“, ködert das Rothaar und macht einen Katzensprung auf [Bundesland] zu.
„SHUT UP!!“, keift [Bundesland] den Fremden an, der nur noch einen knappen Meter von ihr entfernt ist.
Plötzlich legt sie eine Hand auf ihren Mund und guckt die Form des Jungen an, ohne sie wirklich zusehen: „H-habe ich gerade wirklich Englisch gespr-
„It's starting, hm?“, der Typ packt sie am Halsband und ehe sie antworten kann, zieht er sie gewaltsam aus dem Klassenzimmer: „Wenn Du brav bist, passiert dir nichts.“
Er deutet demonstrierend auf eine Waffe, die [Bundesland] nur noch aus den Augenwinkeln erkennt.
Wer ist das?“, fragt sie sich stumm, als sie durch den Korridor gezogen wird.

Still folgt sie dem Jungen, der sie weiterhin am Lederband hinterher reisst: „Warum spreche ich Englisch?“
Ihre Schritte hallen durch die ausgestorbenen Korridore.
„In my opinion, England has made a big mistake“, der Fremde ergreift ruhig das Wort und legt, beim Laufen, eine Hand an den Gürtel seiner karierten Hose, an der auch die Waffe befestigt ist.
Nervös starrt [Bundesland] auf den Boden, antwortet aber nicht.
Sie bemerkt, dass sie auf den Weg zum Schülerratsraum sind, da vor ihnen, auf der rechten Seite, die kugelsichere Glastür ist.
„First: Delusions of grandeur haben noch nie jemanden gut getan“, stellt der rothaarige Junge fest und guckt mit seinen grünen Augen kühl zu [Bundesland].
Sie gehen noch ein paar Meter weiter und bleiben vor der Glastür stehen.
Vorsichtig legt er eine Hand an den Türgriff und drückt diesen nach unten, um zusammen mit ihr, die Sackgasse von Flur zu betreten.
„Secondly“, fährt er fort und zerrt sie strickt zur hölzernen Doppeltür,“It needs a lot of time to plan something like this.“
„Warum erzählst Du mir das?“, [Bundesland] guckt mit ihren [A/F] Augen unruhig zur Seite.
Ihr fällt kein vernünftiger Fluchtplan ein.
„Because in the third place-“, mit Leichtigkeit drückt er [Bundesland] gegen die Eingangstür des Schülerratsraumes und beugt sich schmunzelnd zu ihrem Ohr, bevor er in einem verführerischen Ton weiter spricht,“There is more than one way to conquer a country.”

“RUHE!”, Österreich klopft auf den langen Holztisch und versucht damit Stille zu erzwingen,“So kann man nicht arbeiten!“
„Aber er hat es nicht verdient Anforderungen zustellen!!“, deutlich vertritt die Schweiz seine Meinung und guckt Roderich böse an.
Dieser schüttelt den Kopf: „Lieber so, als weitere Unannehmlichkeiten zubeschwören.“
Frankreich, der weiter vorne am Tisch sitzt, beobachtet England mit seinen blauen Augen: „Dein Kompromiss lautet?“
Der Brite hebt nachdenklich seinen Kopf und faltet die Hände.
„Ich möchte, dass mir gewaltlos [Federal State] übergeben wird“, ein selbstsicheres Lächeln bildet sich in seinem Gesicht, als er aus den Winkeln seiner Augen zu Deutschland guckt,“Dafür deklariere ich keinen Krieg.“
Stille...
Preußen und Italien beugen sich zu Deutschland, der sehr blass aussieht und flüstern ihm etwas zu.
Leises Getuschel macht sich im Raum breit.
„It depends on you, Ludwig“, sagt England siegessicher und erwartet eine Antwort.
„Ich habe meine Entscheidung getroffen“, Deutschland atmet tief ein und aus, bevor er kühl in Englands grüne Augen guckt ,“Ich entscheide mich für-“

Sie kann seinen warmen Atem auf ihrem Nacken spüren und sämtliche Härchen stellen sich auf.
„Eigentlich war der Plan dich abzuholen und dich zu verstecken, falls etwas schief gehen sollte“, der Fremde verweilt einen Moment so, ehe er sich weiter äußert,“Aber England hat sich mit dem Falschen eingelassen.“
[Bundesland]s Hände fangen an zu schwitzen und folgend packt sie haltsuchend ihr rotes Trägerkleid.
„Angst?“, der Fremde spricht belustigt und streicht ihr über das nun rot anlaufende Gesicht.
„N-nein“, lügt [Bundesland] schlecht und drückt sich gegen die Tür.
Hinter dem dicken Holz scheinen Menschen über etwas zu diskutieren.
„Good“, ruckartig öffnet er die Tür hinter [Bundesland] und stößt sie mir voller Kraft in den Raum.

Ein gewaltiger Schmerz macht sich in ihrem Magen breit: „E-er hat mich mit dem Knie gestoßen!?“
Deutschland hört auf zusprechen und guckt, wie viele andere auch, zum Eingang: „[Name]?“
England guckt den Rothaarigen finster an: „I knew that I couldn't trust you, Scotland.“
„Right, you can't trust someone who thinks you're crazy, dear brother“, Schottland zieht seine Waffe und zielt damit auf [Bundesland], die am Boden ihren Bauch umklammert,“I am speaking now on behalf of our brothers and me, when I say: I want my freedom back, England.”



Extended Scenes

Kurz nachdem sich Frankreich und Preußen endlich dazu entschlossen haben, den Schülerzeitungs-Club-Raum zu verlassen...
„Warum trägst Du sie nicht?“, Preußen läuft genervt hinter Frankreich her, der vorsichtig vor ihm her läuft.
„Weil moi“, Francis deutet auf sich und streicht charmant ein paar Haare aus seinem, immer noch perfekt aussehendem, Gesicht,“Aufpasst, dass niemand hier plötzlich ein Verbrechen begehen könnte-“
„Du bist doch hier der Verbrecher“, meint Preußen und fängt an zu lachen.
„Quoi qu'il en soit“, Frankreich seufzt langgezogen und betritt den, mit wenig Lampen, durchleuchteten Flur, der zu den Mädchenschlafzimmern führt,“bringst Du sie rein?“
Monoton guckt der Albino den Blonden an: „Warum machst Du's nicht?“
„Das würde nur komische bruits über mich geben“, versucht sich Frankreich aus der Sache raus zu reden und lehnt sich gegen die Wand,“Außerdem seid ihr doch auch Geschwister und Du warst schon mal da.“
Der Deutsche guckt den Franzosen begutachtend an: „Ja, ist klar.“
Preußen legt eine Hand an den Türgriff, ehe Frankreich fortfährt: „Excusez-moi, Gilbert, aber wir sollten uns einfach nicht zu sehr in diese Sache einmischen.“
„Mit uns meinst Du wohl nur dich, oder?“, fragt der Albino mit einem ernsten Unterton.
„Nun ja“, Francis guckt zur Seite,“Je ne peux pas te mentir, non?
„Nein, niemand kann mich, großartige Person, belügen...“, Preußen lacht leise in sich,“Wir sehen uns dann morgen beim World Meeting.“
„Wie es scheint schon“, murmelt er und bewegt sich zu der Tür, durch die sie gerade gekommen sind,“À demain!“
Ein paar Sekunden nachdem Frankreich verschwunden ist, seufzt der Albino langgezogen: „Ja, sieh bloß zu, dass Du dich selber nicht in Gefahr bringst.“

Preußen steht nachdenklich, im Zimmer von [Bundesland], gegen eine Wand gelehnt und beobachtet ihren unruhigen Schlaf.
„Muss sich ja ziemlich schlimm anfühlen“, flüstert er ruhig und beschliesst sich auf den Weg in sein eigenes Zimmer zu machen.
Vorsichtig öffnet er die Tür, verlässt den Raum und schliesst die Tür, etwas lauter als gedacht, wieder.
Schweißgebadet setzt sich [Bundesland] auf und fasst sich an die Stirn.
Sie brennt... … …

Zur selben Zeit...
Zufrieden lächelt Schottland und läuft an den soeben K.O.-geschlagenen Sicherheitspersonal vorbei, welches noch vor wenigen Minuten, vor einer großen Metalltür mit einem Kunststoffglas stand.
Neugierig linst er in den Raum hinter der Tür: England, sein Bruder, sitzt in einer Ecke gekauert in ihm.
Seine Klamotten wurden durch ein einfaches, weißes Hemd ausgetauscht, das ihm ziemlich faltig vom Körper hängt. Ganz einfach gesagt, ist es eine Maßnahme vor dem Betreten der Sicherheitsverwahrung.
Gehässig grinsend klopft er gegen das Kunststofffenster.
Blitzschnell schlägt England die Augen auf und guckt in Schottlands Gesicht.
Seine ganze Mimik und Haltung wirken seinem Bruder gegenüber misstrauisch.
Er winkt Arthur zu sich und spricht mit ihm: „Funny to see how the almighty own brother ends up in such a funny situation-”
„Good for you, but keep it under you hat!“, England geht gefasst auf den Rothaarigen zu,“But I'm not amused.“
„Speaking of not amused“, das gehässige Grinsen scheint einfach nicht aus seinem Gesicht verschwinden zu wollen,“The Queen doesn't seem to be amused as well.“
England bläst sich auf und ist drauf und dran sich gegen die Tür zu pressen: „You bloody-“
„I have a plan“, unterbricht der Schotte den Briten und fährt fort,“Only if all else fails.“
Der Engländer ist mit einem Mal mit vollem Interesse dabei, wirkt aber immer noch vorsichtig: „ … and that coming from you!?“

___________________________________
1. So, das war ein verdammt langes Kapitel und ich hoffe man konnte es gut lesen, da ich heute etwas wirr im Kopf bin, da ich Sachen für morgen vorbereiten muss >w<“ … So nebenbei natürlich XD“
2. Ich habe das "Extended Ending" in "Extended Scenes" geändert, da es ja eigentlich nur Szenen sind die schon vor kamen, aber nur nochmal erweitert worden sin :D ... Wie zum Beispiel der Dialog Iggy's mit Schottland und wie [Bundesland] in ihr Zimmer gekommen ist... Also: Es war nie wirklich ein Ending XD ... Ich hoffe man konnte es herauslesen *hust* Ja, ich habe mich damit selber gefailt...

Und nun zum wichtigsten -und verdammt langen- Teil:

Übersetzungen

(span.) periódico escolar = die Schülerzeitung
(franz.) conard = der Blödmann/Vollidiot
(franz.) règles = die Regeln (i.Sinne: Schulregeln)
(franz.) les ordinateurs = die Computer
(franz.) Angleterre = England
(franz.) Monsieur Europe = Herr Europa/Mister Europe
(span.) el periódico = die Zeitung
(span.) el radio = das Radio
(span.) la televisión = das Fernsehen
(span.) el internet = das Internet
(span.) positivo = positiv
(span.) computador = der Computer
(span.) mapa = die Karte
(franz.) état fédéré = das Bundeslands
(franz.) „ici c'est moi, la République française et ainsi de suite“ = „hier bin ich, Frankreich und so weiter“
(franz.) bleu = blau
(franz.) drapeau bleu-blanc-rouge = Die blau-weiß-rote Flagge/Tricolore/etc.
(franz.) accessoire démodé = unmodisches Accessoire
(franz.) „Hé mec, calmos!“ = „Junge, sei ruhig!“
(engl.) Delusions of grandeur = der Größenwahn (weil es so ein komisches Wort ist...)
(engl.) Federal State = das Bundesland
(franz.) Quoi qu'il en soit = Wie dem auch sei
(franz.) bruits = die Gerüchte
(franz.) Excusez-moi = Tut mir leid
(franz.) „Je ne peux pas te mentir, non?“ = „Ich kann dich nicht belügen, oder?“
(franz.) À demain = Bis morgen


Dann hoffentlich bis zum nächsten Kapitel... Mit explodierenden Autos und fliegenden Einhörnern im Wunderland *w* … … … Ja, das wäre wirklich eine interessante Idee... *grübel*
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