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Herz des Anubis

von Liwen
GeschichteAbenteuer / P12
Kurtis Trent Lara Croft Zip
24.10.2010
21.08.2012
25
60.315
 
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24.10.2010 2.734
 
Ja, hallo erstmal!
:)
...ich bin endlich wieder zurück...Hihi...
Nach der unfreiwilligen Pause, wegen Job und so einer dummen doofen Schreibblockade vermischt mit chronischer Frühjahresunlust et cetera, geht es hier endlich wieder weiter. Ich hoffe mal das euch die Story weiterhin noch gefallen wird.
vlg L.
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Noch immer etwas angespannt von diesen `Tieren´  die auch ihn bereits angegriffen hatten, steckte Nathan Drake seine Waffe in seinen Schulterhalfter zurück und blickte zu der jungen Archäologin: ,,Woww…Mann ej, ich dachte schon echt, da wären noch mehr dieser Monsterhunde.”
,,Das waren sehr wahrscheinlich mal Schakale. Die Anubis´ geweihten Tiere.” korrigierte die Britin und war sichtlich nicht erfreut über die Wendung der Ereignisse in den letzten Minuten.
Er streckte die Hand zu ihrem Kopf, als er das Blut sah: ,,Du bist verletzt!”
Leicht, aber dennoch bestimmend schlug sie ihm die Hand weg, ehe er sie berühren konnte: ,,Lass das mal meine Sorge sein. Was tust du hier?”
Natahn leuchtete, Laras Geste nicht weiter beachtend, mit seiner Taschenlampe in die kleine Runde hinein: ,,Wie ich sehe hast du Anhängsel dabei. Ihr wart wohl bei der Expedition dabei, nicht wahr?”
,,Woher weißt du davon?” fragte Lara.
,,Ich habe so meine Quellen, das kennst du ja…” er grinste viel sagend.
Lara verschränkt die Arme vor der Brust: ,,Hör auf um den heißen Brei zu reden!…Dein Arbeitsmillieu ist doch normalerweise die andere Hälfte der Welt!”
,,Tja…ich wollte mal eben meinen Horizont erweitern…” entgegnete der Schatzsucher mit einem Augenzwinkern, ,,…und da schien mir das Angebot, das ich bekam, gut dafür zu sein.”
,,Du hast also einen Job? Einen Richtigen?” hinterfragte Lara ungläubig, da Nathan normalerweise auf eigenen Faust handelte und sich nur selten anheuern ließ.
,,Hey, hey…was heißt hier richtig?…” verteidigte er sich leicht gespielt beleidigt, ,,…ich arbeite nun mal auch hart für meine Mücken…”
,,Wer ist dein Auftraggeber?” fragte Lara prompt dazwischen, da es sie wirklich nicht interessierte, was Nate den lieben, langen Tag so trieb.
Verblüfft blickte er sie an: ,,Jeder hat seine Geheimnisse, richtig?…Du verrätst mir ja auch nicht deine Auftraggeber, obwohl jeder natürlich weiß, das dich das britische Museum angeheuert hat…Die haben mit ihren Heinis wohl voll in der Patsche gesessen, das die ´nen `echten´ Archäologen da ran lassen…” er blickte zu Kenneth, ,,…ihr Bürohengste bringt es wohl nicht, was?”
,,Also ich muss doch sehr bitten!” tadelte Dr. Burnham den Neuankömmling.
Lara erhob das Wort umgehend, da sie wusste, das Nathan wohl nicht einfach die Klappe halten würde: ,,Nate…das ist Dr. Kenneth Burnham, Historiker des britischen Museum und das ist Marianna Campton, die technische Leiterin des Camps…” nach einer kurzen Pause, blickte sie die ihre beiden Begleiter an, ,,…das ist Natahn Drake, ein Schatzsucher.”
,,Hallo!” Nathan zwinkerte der jungen Frau mit einem schelmischen Grinsen zu.
,,Hi.” brachte Marianna nur entgegen, da sie noch immer viel zu geschockt von dem war, was eben noch geschehen war.
Burnham schwieg derweil, mit beleidigtem Blick und verschränkten Armen.
Lara drehte sich erneut zu Nate und überging seine Geste Marianna gegenüber, denn sie wusste, das Nathan schnell zu beeindrucken war, wenn es um zwei Brüste ging.
Sie kannte ihn bereits einige Monate.
Seit sie mit Kurtis ihre Flitterwochen in Puerto Rico verbracht hatte, und die beiden eher unfreiwillig in einen `klitzekleinen´ Schlamassel mit Nate und dessen Kumpel Sully gerutscht waren, hatte sich eine gute Freundschaft zwischen Nate und Kurtis entwickelt und Lara betrachtete Nathan inzwischen auch als einen Freund. Allerdings war sie misstrauisch über sein plötzliches Auftauchen hier, in einer uralten Tempelanlage, von der erst wenige Menschen etwas wussten.
Wie war er an die Informationen gekommen?
Wie hatte er hier rein gefunden? Denn er kam aus einer anderen Richtung als sie selbst. Oder hatte er sich etwa schon letzte Nacht an ihnen vorbei in dir Ruinen geschlichen und seine Spuren verwischt?
Daran glaubte Lara eher nicht, denn einen Hinweis darauf hätte sie mit Sicherheit gefunden.
Was hatte er vor?
,,Also…” forderte Lara, ,,…was tust du hier? Wie bist du hier rein gekommen?”
Natahn blickte kurz zu Kenneth, dann zu Marianna und dann wieder zu der Grabjägerin. Er kam ihr näher und senkte seine Stimme: ,,…Ich würde meine Beweggründe ungern an die große Glocke hängen, ich meine, du weißt, das man als Schatzsucher nicht jedem trauen kann…” dann zog er seinen Kopf zurück und meinte wieder normallaut, wobei es ihn überhaupt nicht störte, das Kenneth und Marianna mitbekamen, das er Lara etwas zugeflüstert hatte, ,,…Rein bin ich durch einen Schacht mitten in der Wüste gekommen. Trümmer lagen frei, direkt hinter einigen Dünen, auf der anderen Seite des Camps und ja, letzte Nacht, als ihr seelenruhig geschlafen habt, da bin ich dort eingestiegen. Mein Jeep steht neben dem Schacht.”
Lara nickte.
,,…und du hättest dich nicht blicken lassen?”
Nate schüttelte den Kopf: ,,Es war Zufall, das wir uns hier begegnet sind.”
,,Schön…” meinte Lara nur und notierte sich im Geiste, das die Nate vielleicht doch nicht voll vertrauen konnte.
Der Schatzsucher zuckte mit den Schultern.
,,Ist denn dein `Einstieg´ noch nicht zusammengestürzt? Denn den Weg den wir gekommen sind…nun…wir bräuchten Wochen um uns frei zu graben.”
Kurz lachte er auf. Natürlich wusste er nicht, ob der Schacht noch frei war und er wusste auch das sie es wusste und das nur eine Anspielung darauf war sie dort hin zuführen.
,,Okay…ich zeige euch den Weg. Mein Auftrag hier ist…” er brach ab und grinste.
Lara zog die Augenbrauen zusammen: ,,…beendet?…Gut…” sie machte eine Pause, ehe sie weiter sprach, ,,…ich werde dir deinen Fund lassen, keine Sorge und ich werde mich nicht in deine Angelegenheiten einmischen.”
,,Was, Sie haben etwas gefunden?” sprang Kenneth plötzlich forsch dazwischen.
Lara drehte den Kopf zu dem Mann und wirkte verwundert. Wieso interessierte das den Historiker plötzlich so. Irgendetwas führte er im Schilde, dessen war sie sich nun wirklich sicher.
Auch Natahn war der Kerl suspekt und er sagte nur: ,,Äh…vielleicht…Em…sollen wir und zu dem Schacht durcharbeiten? Der Weg wird sicherlich schwierig, da es ja ganz schön gerumpelt hat. Was war das überhaupt?”
Lara blickte zu ihren beiden Begleitern: ,,Das zu fragen, bin ich noch nicht gekommen.”
Marianna und Kenneth tauschten schuldige Blicke.
,,Nur raus damit. Sind Sie für den Einsturz des Tempels verantwortlich?” fragte Nathan.
,,Äh…” Marianna wollte Erklärungsversuche starten, doch Kenneth sprach es einfach aus: ,,Es ist alles ihre Schult. Sie hat das Zepter aus der Halterung genommen und dann hat es…”
,,Hey, das war doch gar nicht so…du…” setzte Marianna gegen Kenneth an, doch Lara schritt umgehen dazwischen.
,,Hey!…” unterbrach sie, ,,Benehmen Sie sich gefälligst nicht wie im Kindergarten!..Ist egal, wer dieses Ding aus irgendeiner Halterung gezogen hat. Fakt ist, jede Handlung hier kann unweigerlich zum Tod führen, also werden Sie solche Unternehmungen einfach unterlassen! Beide!” Lara sagte das mit solchem Nachdruck, das keine Widersprüche zulässlich waren und das erkannte Marianna, sowie Kenneth.
,,Was für ein Zepter?” fragte Nathan dann.
Lara blickte ihn an: ,,Egal…das Ding ist in der Wand verschwunden und diese Tür hier hat sich geöffnet…” sie schluckte kurz, ,,…Ich sag es mal so: Wenn Marianna nicht diese dumme Dummheit begangen hätte, würdest du vielleicht jetzt, dank unserer netten Köter hier, nicht mehr atmen.”
Nathan grinste nickend: ,,Soll ich mich jetzt bedanken?”
Lara zuckte mit den Schultern: ,,Das weiß ich noch nicht…” So war es wirklich denn sie wusste nicht, was Nate hier machte oder noch vor hatte. Erst das rätselhafte Verhalten von Marianna und Kenneth, dann auch noch Nates unverhofftes auftreten. Für ihren Geschmack gab es jetzt schon zu viel Verwirrung und das verhieß nie etwas gutes. Die Ganze Sache hier um diese Stadt, war jetzt schon kurz vorm Kippen. ,,…aber du könntest uns jetzt vielleicht einfach zu deinem Ausstieg führen. Wir wollen hier schließlich nicht Wurzeln schlagen!”
Drake nickte gleichgültig: ,,Okay…dann folgt mir…” er drehte sich um und ging den Weg zurück den er eben erst gekommen war…


Nathan war es egal.
Er hatte bereits erledigt, wofür er gekommen war. Lediglich seine Neugier hatte ihn angetrieben noch tiefer in die Ruine zu gehen.
Ja, auch er war auf Schakale gestoßen und musste sie niederstrecken, doch das hielt ihn nicht wirklich zurück.
Jetzt, das er Lara Croft begegnet war, war er sich allerdings nicht mehr so sicher, ob seine Entscheidung, weiter zu gehen, gut war.
Gut, er wusste, das die vor Ort war und wohl über kurz oder lang hier unten anzutreffen wäre, aber er hatte eigentlich damit gerechnet dann schon wieder über alle Berge zu sein.
So hatte es sein Auftraggeber auch verlangt. Keinerlei Kontakt zu anderen Grabjägern, Archäologen oder Schatzsuchern, bis sein `Packet´ abgeliefert war.
…Tja..dumm gelaufen…
Aber das muss ja nicht heißen, das Lara wusste, was Nate geborgen hatte. Sie war sicherlich intelligent genug um zu `riechen´ das Nathan etwas gefunden hatte, doch er war sich nicht sicher, ob Lara wusste, um was es hier geht.
Wahrscheinlich wusste sie es nicht und das war ihm ganz recht. Sie würde doch nur wieder ihr hübsches Näschen in Angelegenheiten stecken wollen, die sie rein gar nichts angingen.
,,Nathan…”
Ihre Stimme riss ihn aus seinen Gedanken und er blickte zu ihr. Sie war neben ihn getreten. Marianna und Kenneth waren einige Schritte dahinter.
,,…es ist okay, wenn du mir nichts genaues sagen kannst…” begann Lara, ,,…aber eins würde mich doch Interessieren…”
,,…Ja?” fragte er, als sie stoppte.
,,Warum gerade Ägypten?…” wollte Lara wissen, ,,…Du bist nicht unbedingt ein Mensch, der gerne…im Sand wühlt.”
Er nickte und es stimmte, er bevorzugte lieber leichtere, mit Aktion geladene Arbeit. Das Horror-Survival, wenn man in uralten Ruinen auf Fallen und vielleicht auch Untote stößt, war nicht wirklich sein Ding.
,,Ach weißt du, Lara…irgendwann muss auch ein Nathan Drake mal etwas anderes sehen, wie Palmen, Strand, hübsche Mädels und Sonne.”
Lara verstand und sprach es einfach frei raus: ,,Also spielte Geld die größte Rolle.”
Ohne sich schuldig zu fühlen nickte er: ,,Ja.”
Die Archäologin schwieg.
,,Ich weiß…” begann Nate dann, ,,…das ist nicht die feine, englische Art für dich, aber was soll ich sagen, es war schon verlockend und…”
,,Nathan…” unterbrach sie ihn, ,,…du brauchst dich nicht zu rechtfertigen vor mir. Es ist dein Ding.”
Er nickte.
Erneut legte sich schweigen zwischen die beiden, als der Gang durch einige Trümmer versperrt wurde.
,,Da müssen wir durch…” Nathan zeigte auf die Trümmer, ,,…als alles gerumbst hat, konnte ich meinen Hintern noch rechtzeitig nach vorne schwingen.”
Lara bückte sich leicht und besah sich den Schlitz zwischen den Trümmern. Man konnte die Hand durch strecken.
,,Wenn wir die oberen Trümmer abtragen, dann können wir uns durchzwängen.” schlug Lara vor und blickte zu Nate.
Er nickte und fasste umgehend an einen Trümmerblock. Lara hatte sich derweil erhoben und ging ihm zur Hand.
Da der Gang nur schmal gebaut war, konnten nur zwei herumhantieren. Daher hielten sich Marianna und Kenneth weiterhin schweigend zurück…

Die Trümmer waren schwer. Es dauerte einige Minuten, bis sie den Durchgang groß genug hatten.
Lara zog an einem, während Nate warten musste, bis sie ihn gelockert hatte, um seine Hand dahinter zu stecken und nachzuhelfen.
,,Hast du?” fragte er.
Lara biss die Zähne zusammen und brummte ein Ja, da der Steinquader wirklich schwer war, aber als Nathan dann anpacken konnte, ging es wieder. Gemeinsam ließen sie ihn auf dem Boden nieder und erhoben sich dann wieder.
Nathan lachte plötzlich auf.
Lara strich sich eine, mit Blut verkrustete Haarsträhne aus dem Gesicht und sah ihn leicht außer Atem an: ,,Was?”
Er schüttelte belustigt den Kopf: ,,Weißt du eigentlich das immer, wenn wir uns beruflich über den Weg laufen, wir in einer Grabkammer stehen?”
Sie stemmte die Arme in die Hüften: ,,Damals war ich im Urlaub und das hier ist keine Grabkammer, sondern ein Tempel. Damals sind wir auch nur per Zufall in euer Spiel rein geraten, erinnerst du dich nicht mehr?”
Er seufzte und ihm verging das Grinsen, da Lara wohl keinen Sinn für seine Späße hatte, jedenfalls im Moment nicht: ,,Ist ja schon gut…ich bin ja ernst.”
,,Danke...” Sie drehte sich zu dem Durchgang, er war nun groß genug und blickte dann wieder zu Nathan: ,,…Ladies First!” Sie grinste breit.
Nate ließ die Schultern hängen und grinste ebenfalls hauchdünn: ,,Gratuliere. Das könnte ich auch zu dir sagen.”
Lara zog kurz die Augenbrauen hoch um auf seine Neckereien einzugehen. Sie musste doch zugeben, das sie sich amüsierte.
Nathan ging an ihr vorbei und beugte sich zu dem Durchgang. Er begann vorsichtig durchzukriechen, da auch einige der Trümmern immer noch einsturzgefährdet waren.
Lara leuchtete ihm mit der Taschenlampe, damit er beide Hände frei hatte. Sie hielt sich bereit einzugreifen, wenn sich doch Trümmerteile lösen sollten.
Aber sie hatten Glück.
Kurz darauf schon war Nathan auf der anderen Seite.
,,Alles klar?” fragte die Archäologin.
Nathan leuchtete kurz in den Gang hinein, um zu beurteilen, ob es sicher war. Dann nickte er und blickte Lara durch das Loch an: ,,Ja, alles im Butter.”
Die Archäologin nickte ebenfalls und drehte sich dann zu ihren beiden Begleitern. Sie blickte Marianna an: ,,Sie zuerst!”
Marianna trat an das Loch und sah, das Nathan ihr die Hand bereits hin hielt.
,,Kommen Sie…aber seien Sie vorsichtig.”
Die Schwarzhaarige tat wie verlang und kroch durch das Loch.
Auch dieses mal passte Lara mit auf, genau wie Nate. Sie konnte sich nicht helfen, aber irgendwie schien es so, als wenn Marianna jetzt anders war. Sie war stiller geworden, seit dem Angriff der untoten Schakale.
…Hat sie wohl ziemlich mitgenommen…und das hätte ich wirklich nicht gedacht, da sie mir echt tough vorkam…
Aber es verlief reibungslos, auch als Kenneth hindurch schlüpfte.
Lara bildete das Schlusslicht und als sie auf der anderen Seite war, blickte sie in die Runde: ,,Können wir weiter?”
Nathan nickte, sowie die Anderen…

Nach einigen Abbiegungen und weiterer Kraxlerei erreichten die Vier einen weiteren Raum, nicht allzu groß, aber auch nicht zu klein. Man könnte die Haupthalle Croft Manors darin verstauen.
Nathan stellte sich mit einem grinsenden, triumphierenden Gesichtsausdruck und verschränkten Armen in die Mitte des Raumes und nickte: ,,Sieht cool aus, nicht wahr?”
Lara und die anderen waren noch nicht viele Schritte in den Raum getreten.
,,Naja…” begann Lara, doch konnte an Nates Gesichtsausdruck ablesen, das er wohl sehr stolz auf sich war, diesen Raum `entdeckt´ zu haben. Lara wollte ihm das natürlich nicht vermasseln und sagte dann: ,,…das sieht mir…gewaltig aus.”
Gut, vielleicht war das Wort `gewaltig´ nicht gut gewählt, aber sie kannte Nate und wusste um sein großes Ego bescheid.
Sein Grinsen wurde größer, ehe es jäh erstarb: ,,Mag sein, aber ich habe keine Ahnung, wozu dieser Raum mal gut gewesen sein könnte.”
Lara sagte nichts. Sie hatte auch nichts zu sagen, denn einfach eine blinde Theorie aufstellen, war nicht ihr Stil. Sie besah sich für gewöhnlich die Sachlage und entscheid dann. So tat sie es auch.
Sie ging noch immer schweigend an dem Schatzsucher vorbei und sah tiefer in den Raum hinein.
Im hinteren Teil war ein weiterer Durchgang durch den Nathan zweifellos vorhin schon mal gekommen sein musste, denn es war die Einzige Möglichkeit weiter voran zu kommen.
Daneben war ein Art Altar gebaut.
Jedenfalls war es mal so etwas gewesen, bevor die Jahrtausende das Bauwerk gezeichnet haben.
,,Das ist es…” war plötzlich ein murmeln von Kenneth zu hören, als er an Marianna, Nathan und dann an Lara vorbei ging. Er sprach wohl mit sich selbst, doch jeder konnte es hören.
,,…so lange habe ich bewartet…”
Die Archäologin setzte einen verdutzten Gesichtsausdruck auf und blickte kurz zu Nathan, der diesen Teilte, genau wie die Schwarzhaarige. Allerdings konnte Lara förmlich riechen, das Kenneths eigenartiges Verhalten wohl irgendwie erklärt werden würde.
,,…Vater…so lange…jetzt bin ich so nahe…”
Lara blickte zu dem Historiker und konnte mit dem wirren Gerede nicht wirklich etwas anfangen. Sie trat näher zu ihm hin.
,,…Jetzt wird sich dein Wille erfüllen…” murmelte Kenneth weiterhin und legte seine großen Hände an den Altar. Sein breites, siegerisches Grinsen, schwand, als er erkannte, das es fehlte.
Seine Augen wurden groß, fast wahnsinnig. Seine Hände ballten sich zu Fäusten.
,,Was hast du getan!” sprach er langsam aber bestimmt aus.
Lara war nun nahe bei ihm und legte ihm eine Hand auf die Schulter: ,,Dr. Burnham?”
Abrupt drehte er sich um, schlug ihre Hand grob beiseite: ,,Nimm die Pfoten weg, du Dreckstück!” Seine Aussprache war feucht. Hass glühte in seinem Gesicht.
Lara war erschrocken, aber instinktiv zurück gewichen, während Nathan seine Waffe aus dem Schulterhalfter riss und auf den Wissenschaftler zielte, ohne eine Ahnung zu haben, was denn jetzt überhaupt passierte…
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