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Herz des Anubis

von Liwen
GeschichteAbenteuer / P12
Kurtis Trent Lara Croft Zip
24.10.2010
21.08.2012
25
60.315
 
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54 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
24.10.2010 2.822
 
So nach einer kleinen Pause, geht es wieder weiter, dem Urlaub sei Dank...  :)
vlgL.
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Doch Lara machte bis spät in die Nacht kein Auge zu.
Die Hitze war unerträglich, zudem beschäftigte Lara noch etwas anderes. Sie wusste nicht, was es war, doch irgendwas hielt sie davon ab Schlaf zu finden. Irgendwann dann, war die Müdigkeit doch so groß, das Lara in einen tiefen Schlaf fiel…
…,,…Siehe, ich bin der Schatten, der die Sonne verdunkelt! Wie ein Sturm werden meine Plagen über euch hereinbrechen! Mein Zorn wird eure Länder verschlingen, und wüten, bis sich kein Leben mehr darauf regt!…´´
Lara wandte sich erneut im Schlaf. Sie sah schon wieder die Bilder, die sie noch immer verfolgten. Sie wandte sich von einer Seite auf die andere und wieder zurück. Sie schlief unruhig
…,,…Lara Croft! Du wirst nicht mehr unter den Lebenden wandeln, denn mein Grab wird nun auch zu Deinem!´´…
Lara zitterte im Schlaf und versuchte auf zu wachen, doch es gelang ihr nicht.
Sie sah den Kampf mit Seth.
Sie sah, wie er sie Schlug.
Sie sah, wie sie letztlich doch über ihn siegte.
Laras Atem beschleunigte sich, als sie dann die Bilder sah, wie sie versuchte zu entkommen und wie die Steine sie begruben.
Sie spürte wie ein Steinbrocken ihre Schulter schmerzhaft streifte und wandte sich noch mehr. Dann spürte sie das selbe an der anderen Schulter. Jedoch ließen die Steinbrocken sie nicht mehr los.
Die Archäologin wandte sich heftiger, es war, als würden die Steine an ihr kleben, an ihr zerren und dann, dann hörte sie eine Stimme…

,,Lara?!”
Jemand rüttelte an ihren Schultern und eine Frauenstimme rief nach ihr: ,,Mrs. Trent!…Wachen Sie auf!”
,,Ah!“ Plötzlich fuhr Lara wie eine aufgeschleckte Katze hoch und krallte sich in Leslies Arme.
,,Hey…” Leslie rieb besorgt ihre Oberarme, ,,…Alles in Ordnung mit Ihnen? Beruhigen Sie sich!”
Lara beruhigte ihren Atem und sich selbst und blickte fragend und etwas verstört zu der Frau, die neben ihr auf dem Feldbett saß.
Die Archäologin zog ihre Hände zurück, stützte sich mit einer Hand auf dem Bett ab und fuhr sich mit der anderen über die schweißnasse Stirn.
Leslie Schubert lächelte knapp: ,,Alles okay…Sie hatten einen Alptraum, oder?”
Die Archäologin hatte sich wieder einigermaßen gefangen und nickte: ,,Ja…halb so wild.”
,,Na das hat aber ganz anders ausgesehen…Sind Sie sicher, das es Ihnen gut geht?”
Lara schluckte einmal, schwang die Beine vom Bett, sodass sie neben Miss Schubert saß und nickte: ,,Ja ich bin sicher…Danke.”
Leslie nickte: ,,Ich bin eigentlich nur vorbei gekommen, um Ihnen zu sagen, das es in zwanzig Minuten Frühstück geben wird.”
Lara nickte abermals: ,,Ich werde mich etwas frisch machen, also warten Sie nicht auf mich.”
,,Okay…” Leslie stand auf und verließ Laras Zelt…

Lara seufzte und ließ sich wieder zurück auf das Bett fallen.
Sie musste zugeben, das der Alptraum dieses mal viel schlimmer gewesen war und sie ganz schön mitgenommen hatte. Zumal sie sowieso nicht gut geschlafen hatte.
Wie gerne wäre Lara einfach liegen geblieben, doch die Arbeit rief nach ihr. Also zwang sie sich wieder auf zu stehen.
Sie stellte sich an den Beistelltisch neben ihrem Bett und füllte Wasser in die Schüssel. Dann tauschte sie ihre Hände hinein und wusch sich das Gesicht den Hals und das Genick sowie die Arme. Sie nahm ein Handtuch und trocknete sich ab.
Dann wollte sie sich eigentlich umdrehen und umziehen, doch hielt abrupt inne und legte eine Hand an ihren Hals, als ihr übel wurde.
Lara atmete tief durch und unterdrückte den Brechreiz. Mit einer Hand hielt sie sich am Beistelltisch fest, da ihr dazu auch noch schwindelig wurde.
,,Verdammt…” murmelte sie und wartete ab, bis es wieder einigermaßen ging.
…Das kann doch nicht alles an dem Traum liegen…Diese Schwindelanfälle kommen immer öfter, ganz zu schweigen von der Übelkeit…
Lara schüttelte den Kopf und schob es auf die enorme Hitzewelle, die im Moment hier herrschte. Sie war sich sicher, das es sich legen würde.
Doch das war an diesem Morgen nicht völlig der Fall.
Sie setzte sich zwar ins Speisezelt zu den anderen, doch beließ es nur bei einem kühlen Tee, denn wann immer sie auch nur ans Essen dachte, wurde ihr schon kotzübel.
Ja, sie war müde heute und das würde wohl so bleiben. Lara hoffte nur, das sie die nächste Nacht besser schlafen konnte…


Gegen Mittag knallte die Sonne auf die Ausgrabungsstätte.
Alle Arbeiter trugen Mützen oder Turbane, um sich vor der Hitze zu schützen. Randan und der Arzt sorgte dafür, das es jedem an nichts fehlte, vor allem nicht an Wasser.
Kenneth und Marianna waren in ihren Zelten beschäftigt, während Lara sich von Leslie den Durchgang zeigen ließ. Die Grabungstechnikerin trug einen Hut, ganz im Sinne von Indiana Jones während Lara sich mit einem schwarzen Basecap begnügte, das sie ich von Zip irgendwann mal ausgeliehen hatte.
Der  Durchgang ins innere der Ruinen, war etwa zwei Meter groß und einen Meter breit.
Die Arbeiter hatten die Ruine schon so weit freigelegt, das man gute zwanzig Meter ins innere gehen konnte.
Die beiden Frauen genossen die, hier unten herrschende, leichte Kühle richtig.
,,Wir haben den Eingang hier vor knapp einer Woche entdeckt und sofort angefangen uns weiter nach innen zu graben…” Leslie ging langsam vor und duckte sich etwas, ,,…Vorsicht, hier ist die Decke abgesackt.” Sie hatte eine Taschenlampe dabei.
Lara sah es. Die Steindecke hing hier viel tiefer, als am Anfang: ,,Sie wissen schon, dass das hier ein Risiko ist? Diese Decke müsste längst abgestützt sein.”
,,Ja, Kenneth bringt nach dem Wochenende Stützpfeiler mit.”
,,Wieso erst nach dem Wochenende? Wieso sind die nicht schon längst hier?” warf Lara ein.
,,Na, weil er erst welche besorgen muss und bitte sagen Sie jetzt nichts mehr, ich weiß, dass das nicht ganz nach Vorschrift läuft.” argumentierte Leslie.
,,Okay, ganz wie Sie meinen, ich werde nicht rum streiten. Wir haben ja schon Donnerstag, also werde wir dafür sorgen, das hier bis Montag niemand hinein geht.” entgegnete Lara. Dennoch war sie misstrauisch.
…Hier läuft es nicht ganz nach Vorschrift…Ja, das habe ich schon gemerkt…Wa soll das alles?…
Lara glaubte mehr und mehr, das hier etwas faul war.
…Entweder sind das wirklich alles Anfänger und haben keine Ahnung wie es bei einer echten Grabung abläuft, oder es wird einfach nur geschlampt oder…oder es steckt noch mehr dahinter. Das wird sich noch zeigen…
Leslie ging gebückt vorsichtig weiter, bis sie nach einigen Metern stehen blieb: ,,Viel weiter können wir sowieso nicht, da dort hinten gleich der Weg zu Ende ist. Wir müssen dort weitergaben. Allerdings glaube ich, das der Sand nicht komplett in die Ruinen vorgedrungen ist. Wir müssten also ziemlich bald schon auf die Gänge der Ruinen stoßen.”
Lara sah es, denn Trümmer lagen ihnen im Weg.
,,Mag sein, aber dies war doch eine Stadt, also hat sich der Sand schon seinen Weg genommen, außer vielleicht in den Häusern oder größeren Tempelanlagen.”
Leslie zuckte mit den Schultern: ,,Wir werden sehen….So…das hier wollte ich Ihnen zeigen.” Sie leuchtete mit dem Lichtschein der Lampe auf die Wand.
Lara schenkte ihre Aufmerksamkeit nun den Reliefs an der Wand, die Leslie ihr gerade zeigte.
Es zeigte in einigen Bildern den Gott Anubis bei einer Totenweihung.
Daneben waren Hieroglyphen eingeritzt worden die aufgrund ihres Alters nicht mehr so einfach zu entziffern waren. Lara würde wohl bessere Licht brauchen.
,,Können Sie damit was anfangen?…Ich bin ja nur die Grabungstechnikerin.” meint Leslie dann nach einigen Momenten.
Lara wartete noch einige Sekunden mit der Antwort, da sie noch über der Wandzeichnung grübelte, doch dann sagte sie: ,,Ich müsste einen Abzug davon machen und mir die Hieroglyphen richtig ansehen. Hier ist es zu dunkel und obwohl es mit der Taschenlampe gehen würde, könnten Trümmer einstürzen und das wäre ein unnötiges Risiko.”
,,Okay…” sagte Miss Schubert, ,,…ich holte Ihnen Papier und Kohlestift, dann machen wir den Abzug.” Lara nickte und da es so eng in diesem Gand war, kroch die Archäologin mit hinaus.
Sie musste zugeben, das sie froh war, wieder unter Tageslicht zu weilen, da ihr der Aufenthalt doch noch eine Gänsehaut beschert hatte. Lara beobachtete die Arbeiter, die einige Meter weiter eifrig am hantieren waren.
Es dauerte auch nur wenige Minuten, bis Leslie wieder zurück kam und alles dabei hatte. Lara bedankte sich bei ihr, kroch wieder in den Gang und machte einen Abzug, den sie später im Zelt genau beurteilen konnte…

Als die Archäologin dann im Hauptzelt war, wunderte es sie nicht, das Kenneth auch hier war.
,,Oh, ich habe Sie schon in ihrem Zelt gesucht, Lara…” begann er, kaum das die Archäologin drin war, ,,…Ich habe mit dem britischen Museum und unseren Auftraggebern gesprochen. Sie haben uns die Erlaubnis erteilt, die Grabungen auszudehnen und in die Ruinen vorzudringen.”
Lara nickte und legte das Blatt und den Stift auf den großen Tisch. Sie hatte das Relief perfekt abgepaust.
,,Okay…” entgegnete Lara, ,,…Miss Schubert hat mir den Durchgang gezeigt und er sieht mir sehr Instabil aus. Wir werden also warten, bis wir am Wochenende in Luxor genügend Stützpfeiler besorgt haben, um die Decke abzusichern. So lange sollte da niemand mehr rein gehen.”
Dr. Burnham nickte knapp, doch blickte sie fragend an, als sie ihre Sachen zusammen suchte, die sie brauchte, um mit der Bearbeitung ihres Abzuges zu beginnen. Dann sagte er: ,,Wie Sie meinen, ich dachte nur, das wir schon mal Vorarbeit leisten könnten, um schneller voran zu kommen und…”
Lara schüttelte den Kopf und unterbrach ihn: ,,Es geht hier nicht darum, schnell voran zu kommen, sondern um die Sicherheit aller Beteiligten zu garantieren. Es wird niemandem den Hals brechen, wenn wir einen Tag später, als erwartet fertig werden. Nichts wird uns davonlaufen.”
Kenneth seufzte: ,,Okay, Sie sind der Boss.”
,,Danke…” entgegnete Lara und blickte zu ihm, ,,…dafür wurde ich her geschickt. Ich werde meine Arbeit so ausführen, wie ich es seit Jahren tue. Ich nehme an, Sie haben noch nicht viel Erfahrung in solchen Dingen.”
Kenneth zuckte mit den Schultern: ,,Nun…Nein em…Ich hatte diesen Auftrag als Chance gesehen, meine berufliche Stellung zu verbessern und mal aus dem Museum raus zu kommen…”
Lara nickte leicht grinsend und brachte ihn somit zum Verstummen. Sie wusste das es solchen Leuten, die nur auf Karriere aus waren, niemals schnell genug ging. Aber solange Sie hier das Heft in der Hand hielt, würde Sie keinen in Gefahr bringen.
,,Was machen Sie da?” fragte Dr. Burnham dann.
,,Ich werde herausfinden, was dieses Relief zu bedeuten hat…” erklärte Lara, ,,…oder haben Sie das schon getan?”
,,Nein.” sagte er schlicht, ohne eine Angabe was der Grund dafür war oder ob es überhaupt einen Grund gab.
Lara zuckte nur mit den Schultern und setzte sich an den Tisch, um mit ihrer Arbeit zu beginnen: ,,Dann werde ich das tun.”
,,Ja, eben haben die Arbeiter noch einige Vasen und Steinreste gefunden, ich werde mir das mal ansehen.”
Lara nickte lächelnd: ,,Okay, vergessen Sie nicht, sich vor der Sonne zu schützen, sie knallt heute ganz schön.” Warum Lara das gesagt hatte, wusste sich auch nicht. Wahrscheinlich versuchte sie es mit Freundlichkeit, um ihr Misstrauen zu unterdrücken, das mehr und mehr zum Vorschein kam.
Kenneth nickte und erwiderte das schwache Lächeln, dann sagte er allerdings wieder ernst: ,,Sie aber auch.”
Lara blickte ihn daraufhin fragend an.
,,Na Sie sehen heute ganz schön blass aus, Lara, ich hoffe, Sie fühlen sich wohl.”
Die Archäologin nickte und grinste: ,,Ja, keine Sorge, ich habe nur wenig geschlafen, muss wohl an der Hitze liegen.”
,,Ja, Sie haben sicher recht…” er drehte sich um, doch blickte noch einmal über sein Schulter, bevor er das Zelt verließ, ,,…bis später beim Mittagessen.”
Lara nickte und widmete sich dann dem Papier, doch zugleich wurde ihr verdacht immer stärker. Sie roch schon förmlich, das hier etwas war, was ihr verschwiegen wurde und sie wusste mit Bestimmtheit, das sie recht bald dahinter kommen würde…


Es gab irgendeine ägyptische Spezialität zum Mittagessen und eigentlich mochte Lara diese Küche, doch irgendwie bekam sie heute nichts runter.
…Hört das dann heute gar nicht mehr auf?…
Sie trank ein Schluck Wasser und hatte eine Hand unbewusst auf ihren Bauch gelegt. Sie hoffte, das dies ihre Übelkeit beseitigen würde.
Natürlich wurde viel gesprochen am Esstisch. Marianna, Kenneth, Leslie und Robert redeten hin und her, über das, was es neues gab, was sie schon erreicht hatten und was sie noch erwarten würden.
Lara nahm teilweise an den Gesprächen Teil, doch war mit ihren Gedanken ganz woanders. Sie dachte an ihre Arbeit, die noch auf sie wartete und dann wollte sie am Nachmittag ins Tech-Zelt zu Marianna gehen und eine Mail nach hause schreiben.

,,…Und? Wie läuft es, Schatz?” fragte Kurtis.
Lara blickte auf den Monitor, auf dem ihr Ehemann nun zu sehen war. Sie war im Tech-Zelt und hatte, statt der Mail, ein Videogespräch gestartet, da Kurtis bereits zuhause war.
,,Nun es läuft ganz gut. Wir machen Fortschritte. Erste heute Vormittag habe ich ein Relief gefunden, das mich noch bis in die Nacht beschäftigen wird.” antwortete Lara. Ihr Unbehagen gegenüber der Anderen und deren Unwissen behielt sie allerdings für sich.
Sie saß auf dem Stuhl vor dem Computer und hatte die Arme verschränkt. Sie sah auch, das Kurtis in Zips Tech-Raum saß.
,,Gut, aber übertreib es nicht. Es soll ganz schön heiß da unten bei euch sein.”
,,Ja, es herrschen die heißesten Temperaturen seit fünfzehn Jahren. Das kühlste ist noch 42 Grad Celcius, während es Nachts ebenfalls erstaunlich warm bleibt, was hier in der Wüste ungewöhnlich ist...” entgegnete Lara und fragte dann, ,,...Wie geht es zuhause?”
,,Ich habe gerade erst Feierabend, in der Werkstatt war Hochbetrieb, Sammy und Madeleine krebsen irgendwo im Manor herum und jetzt, nach unserem Gespräch, gehe ich alleine in den Trainingsraum, dann alleine duschen und nachher alleine ins Bett…” er setzte einen bemitleidenswerten Blick auf.
Lara lächelte: ,,Du schaffst es wirklich, mir ein schlechtes Gewissen zu machen…”
,,Ich weiß…” er grinste dann aber, ,,…Mach dir nichts draus, so bin ich eben, du kennst mich. Ich werde es schon überleben, was allerdings nicht heißen soll, das ich dich nicht vermisse und du möglichst schnell wieder nach hause kommen sollst.”
Lara lachte leicht, dann setzte sie sich anders hin und nickte: ,,Wenn es bei den heutigen Fortschritten bleibt, dann werden wir rechtzeitig fertig, zumindest mit dem gröbsten. Den Rest können dann die Anderen erledigen.”
,,So was höre ich doch gerne.” entgegnete Kurtis.
Lara lächelte wieder: ,,Keine Sorge…Ich werde jetzt gleich wieder an die Arbeit gehen. Das Relief wartet noch auf mich.”
,,Okay, dann will ich dich nicht länger aufhalten. Ich weiß ja wie du bist, wenn du etwas wissen willst.” sagte er daraufhin.
Die Archäologin nickte: ,,Gut. Wenn ich am Wochenende in Luxor bin, rufe ich dich wieder an.”
,,Das will ich doch hoffen…” er grinste kurz, dann sagte er, ,,…Pass auf dich auf, Liebling.”
Lara nickte: ,,Sicher. Bis dann.”
,,Bis dann…” entgegnete er und sah zu, wie Lara die Verbindung beendete.
Seufzend lehnte Lara sich auf den Stuhl zurück, blickte über die vielen Computer und technischen Geräte und dachte nach.
Ja, sie vermisste ihn und hätte ihn auch viel lieber an ihrer Seite, doch er war eben kein Archäologe. Er würde an einer Ausgrabungsstelle herumlaufen, wie ein falscher Fünfziger. Dafür war Kurtis in anderen Dingen besser als sie.
Er war besser, wenn es darum ging eine Mission zu erfüllen. Er kannte sich besser mit Computern aus und er war in Aufträgen als Söldner hervorragend gewesen. Der ganze Dämonenkram war auch seine Sache, aber zum Glück, ließen sich diese Viecher nicht sehr oft blicken.
Lara hatte ihn allerdings darum gebeten seine illegalen Geschäfte zu lassen und er hat es getan. Jetzt schraubte er nebenbei an Autos und Motorrädern herum und half Lara bei ihren Aufträgen, wenn seine Hilfe erforderlich war.
,,Sind Sie fertig?” fraget Marianna, die plötzlich im Zelt stand.
Lara schreckte unmerklich zusammen und blickte die junge Frau ihr gegenüber an…

,,Ja, sicher…” Lara stand auf. Marianna kam näher, drückte sich an ihr vorbei und nahm auf dem Stuhl platz, auf dem Lara eben noch gesessen hatte.
,,Wenn Sie das nächste mal mit ihrem Lover quatschen wollen, empfehle ich Ihnen das zu tun, wenn meine Arbeitszeit vorbei ist.”
Lara blickte die jüngere Frau fragend an. Sie war irritiert über ihr verhalten.
,,Wenn es Sie stört…” begann die Archäologin, ,,…dann hätten Sie auch Nein sagen können, also kommen Sie mir jetzt nicht mit Vorwürfen.”
,,Spinnen Sie? Damit Kenneth mich wieder zurecht stutzen kann, was?…” die Gothikerin blickte zur Archäologin auf, ,,…Nein danke.”
Lara verschränkte die Arme: ,,Okay, em…kann es sein, das Sie eine gewisse Abneigung gegen mich hegen? Ich weiß zwar nicht wieso, aber mein Instinkt sagt mir, das es so ist.”
,,Pah…” entgegnete Marianna, ,,…wenn es Sie jetzt nicht stört, dann würde ich gerne weiterarbeiten!”
Lara verdrehte die Augen.
Sie wusste genau, das es so war. Sie wusste, das Marianna eine Abneigung gegen sie hegte, genauso wie sie es eben gesagt hatte, doch sie beließ es einfach dabei, drehte sich wortlos um und verließ das Zelt…
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