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Herz des Anubis

von Liwen
GeschichteAbenteuer / P12
Kurtis Trent Lara Croft Zip
24.10.2010
21.08.2012
25
60.315
 
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24.10.2010 2.105
 
Hallo, ihr Lieben...
...nach einer ungewollt langen Pause hab ich die Story endlich beendet. Muss ehrlich gestehen, das ich hin und her getippt, da überlegt und mir hier was ausgedacht habe, aber letztlich keinen perfekten Schluss hinbekommen. Ich habe ihn daher dieses Mal so gestaltet und ja, es mag wohl etwas abschnippelt und vielleicht auch verstümmelt sein, aber je mehr ich nachgedacht habe, desto größer wurde meine Schreibblockade.
Ich hoffe, das ich euch trotz allem noch eine kleine Freude machen kann, wen ihr das hier gelesen habt und vielleicht wollt ihr auch die nachfolgende Story lesen, an der ich seit einiger Zeit schon tippe und die eine weitere Fortsetzung sein wird.
Naja...mal abwarten, was ihr dazu meint, wünsche trotzdem viel Spaß beim Lesen...
vlg L.
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Sie lachten viel.
Die Sitzecke vor dem Kamin in der Haupthalle des Manors war belebt an diesem Abend, an diesem sechsundzwanzigsten Juni, wie sonst kaum.
Kurtis hielt nicht viel von Geburtstagen, doch er mochte es Zeit mit seinen Freunden zu verbringen, er mochte es mit ihnen zu lachen und Zip war immer für einen Lacher gut.
Seine Freunde aus New York hatten es nicht geschafft zu kommen, doch ihm bedeutete es viel mehr, hier mit denen zu sitzen, die noch vor wenigen Tagen beinahe alle im Wüstensand verschwunden wären.
Ja, es war verwirrend und verzwickt gewesen.
Keiner von ihnen hatte im ersten Moment gewusst, ob es nun echt war, das Alexander Morris Marianna als Geisel gehalten hatte, oder ob es nur eine List war, eine Falle, um ihn, Lara und Nate auszutricksen, an den Obelisken und somit in das Herz des Anubis zu kommen.
Doch das junge Mädchen stand tatsächlich auf der guten Seite. Sie war es gewesen, die Morris abgelenkt hatte, sie sich zu befreien versuch hatte, sodass Lara und Nate sich des bösen Buben hatten annehmen können.
Der Kampf hatte nicht lange gedauert und keine hatte das Ende vorausahnen können, denn es war Kurtis gewesen, der mittels seiner Fähigkeiten den Obelisken gesprengt hatte und diese Sprengung führte dazu, das Morris vor rasender Wut sich selbst verlor. Wie dieser Mann an seine eigenen übernatürlichen Fähigkeiten gekommen war, wusste Kurtis nicht, doch in dem Moment, da der Obelisk zerstört wurde, zerstörte es auch Morris. Der Mann war in eine dunkle Wolke gehüllt gewesen und nur wenige Sekunden später leblos zu Boden gefallen. Seine Macht war an die des Obelisken gebunden wurde eines zerstört, ging es dem anderen genauso. War also an der Geschichte des Sohnes oder Erben von Anubis doch etwas dran gewesen? War Morris doch nicht nur ein einfacher Spinner gewesen?
Niemand würde das je erfahren.
Durstig trank Kurtis sein Bier, lauschte den Witzen von Zip, der nicht nur ihn, sondern auch Nate, Lara und Marianna zum lachen brachten.
Übermorgen würde Nathan zurück in die Staaten kehren, seine Elena wieder sehen und seinen Freund Sully. Er hatte es sich nicht nehmen lassen, den Geburtstag seines Freundes mitzufeiern.
Marianna gehörte nun ebenfalls dazu.
Sie hatte bewiesen, das sie auf der richtigen Seite stand und Lara erneut darauf angesprochen ihre Schülerin sein zu wollen.
Lara konnte sich damit noch immer nicht recht anfreunden, würde die junge Frau auch keinesfalls mit auf irgendwelche Missionen nehmen, die in der nächsten Zeit ohnehin nicht mehr stattfinden würden, doch sie würde Marianna einen kleinen Einblick in ihre Arbeit gewähren, immerhin bestand das Leben der Archäologin nicht nur aus Nervenkitzel und Himmelfahrtskommandos, es gehörte jedes Mal auch eine ganze Arbeit an Recherchen und Lesestoff in der großen Bibliothek des Anwesens dazu. Vielleicht würde sich die junge Frau besinnen und ihren eigenen Weg verfolgen, sei es der, Zip in Sachen Computertechnik zur Hand zu gehen.
Die Zeit, die nächsten Monate, würden eine Antwort in vielerlei Hinsicht bringen…


Der frühe Abend war schnell vorbei, jetzt war es kurz nach Mitternacht. Die gemütliche Feierrunde war zu Ende, Marianna auf dem Heimweg, Nate in seinem Zimmer im östlichen Flügel des Manors und Zip, er war vermutlich wieder mit seinen technischen Spielereien beschäftigt.
Bereits mit nichts weiter als einer langen Schlafanzughose am Leib, trat Kurtis bettfertig aus dm angrenzenden Badezimmer seines und Laras Schlafzimmers.
Sofort stahl sich ein Lächeln auf seine Lippen, als er Lara mit dem armen verschränkt am Fenster vor dem Balkon stehen sah. Sie trug ihren Morgenmantel über dem Negligé, sah ihm zu, wie er sich ihr schweigend näherte und fühlte kurz darauf seine warme Hand an ihrem Rücken, seine Lippen auf ihren.
Lara lächelte frech, als er sich von ihr löste, grinste dann: ,,Und? Wie fühlt man sich mit dreiunddreißig?”
,,Jung und aktiv…” grinste er zurück, ,,…wird du erst mal so alt.”
Die Archäologin lachte leise, drehte sich vollends zu ihrem Ehemann um: ,,Ich hoffe, es hat dir gefallen, war ja nichts großes.”
,,Natürlich…” entgegnete Kurtis, ,,…Ich mag ohnehin keine großen Partys, die kleinen Runden mit viel Gelaber und Lachen sind mir lieber.”
,,Ich weiß.” nachdenklich blickte Lara zu Boden, ihr Lächeln verging augenblicklich.
,,Hast du was?” wollte Kurtis wissen, zog fragend seine Augenbrauen zusammen und musterte ihr Gesicht. Er wusste, das etwas nicht stimmte und konnte sich schon denken, was es war. Immerhin konnte er sich gut in sie hinein versetzen, ohne seine Fähigkeiten zu benutzen und er wusste, das Lara noch immer daran knabberte einen Teil seiner Fähigkeiten zu besitzen.
Sanft legte er ihr eine Hand an die Schulter, blickte sie aufmunternd an: ,,Hey, das kriegen wir wieder hin, Süße…ich werde dich lehren, wie du mit diesem Umstand leben kannst.”
Lara seufzte und schüttelte kaum merkliche den Kopf: ,,Das kannst du nicht.”
,,Natürlich, wenn es jemand kann, dann ich und…”
,,Kurtis…” Lara fiel ihm ins Wort und sah ihm in die Augen, um ihn zum Schwiegen zu bringen, dann schüttelte sie abermals den Kopf. ,,…Damit kannst du mir nicht helfen, es ist auch viel komplizierter…es sind nicht deine Fähigkeiten, die ich momentan besitze und bei Gott, ich hoffe, das legt sich in ein paar Monaten wieder.”
Jetzt stutzte Kurtis. Er konnte ihr nicht folgen.
Wovon sprach sie denn jetzt?
Lara kam nicht drum herum kurz aufzulächeln. Sein Gesichtsausdruck war zu komisch und ja, eigentlich wollte Lara noch damit warten, es ihm zu sagen, doch wozu warten? Sie wusste, das er sich darüber freuen würde, auch wenn sie sich selbst noch nicht wirklich damit abfinden konnte.
Wortlos griff Lara seine Hand und zog ihn mit sich mit zum Bett, deutete ihm sich zu setzen. Dann ging sie um das Bett herum, zu ihrer Seite und fing an in der Schublade ihres Nachttisches zu wühlen.
Noch mehr verwundert als zuvor, drehte Kurtis sich im sitzen zu ihr um, beobachtete ihr Tun und hob eine Augenbraue: ,,Em….ich will ja nicht ungeduldig sein, Süße, aber was machst du denn? Was hast du vor?”
,,…Ich dachte, ich mache mal eine Pause…“ entgegnete die Archäologin, sie wusste nicht, wie sie sich jetzt in dieser Situation ausdrücken sollte, wie sie es ihm beichten sollte, ,,…Ich höre mit den Expeditionen und Aufträgen auf…vorerst.”
Perplex blickte Kurtis Lara an, tausend Fragen sprangen durch seinen Geist.
Wieso wollte sie aufhören? Ihr Leben, so wie sie es lebte, war ihr Leben, wieso also, wollte sie das freiwillig auf Eis legen?
,,Glaub mir, es ist mir nicht leicht gefallen, aber es ist das Richtige.” Lara setze sich nun auch auf das Bett, ihm gegenüber, hielt einen gefalteten Zettel in der Hand.
,,Warum so plötzlich? Wegen der Sache in Ägypten?…Wir haben schon weitaus Schlimmeres erlebt…und diese Fähigkeiten…”
,,Nein…” unterbrach sie ihn, ,,…Das ist nicht der Grund, es sind auch nicht die Fähigkeiten, die ich habe, es sind nicht deine. Der Grund ist…” Lara brach ab und blickt unter sich.
Jetzt war es so wie, jetzt würde sie reinen Tisch machen und sie gestand sich ein, das es ihr Angst bereitete, denn wenn sie es aussprach, es einsah, gab es wirklich kein Zurück mehr.
,,Lara?…” Kurtis griff ihre freie Hand, spürte ihr Unbehagen, ihre Unsicherheit, ,,…Was ist los?” Seine Augen forderten. Er wollte wissen.
Die Archäologin seufzte und leise erklangen ihre Worte: ,,Ich habe gelogen, ich hatte keine Zeit und keine Lust mich mit all dem auseinander zu setzen und das tut mir Leid. Ich wollte dir wohl auch keine falschen Hoffnungen machen, aber ich weiß es jetzt selbst und ja, du hattest recht, als du aus Deutschland zurück kamst...” Sie sah wieder hoch zu ihm, ,,...Wir sind eins…aber auf eine andere Art, die wir bisher angenommen haben…in jemand anderem…” Lara senkte erneut den Kopf, atmete durch und unterdrückte ihre Nervosität.
Seine Augenbrauen zogen sich zusammen. Er erinnerte sich gut an das Gespräch, an eine kleine Notiz, die sie strickt abgestritten hatte.
Lara nickte: ,,Ja…” sie, wusste, das er es ahnte. Die junge Frau stand augenblicklich auf und ging in den Raum hinein. Nach wenigen Schritten blieb sie stehen, verschränkte die Arme vor der Brust und fixierte seine Augen: ,,…ich bin schwanger…”

Augenblicklich wurden seine Augen groß. Überraschung vermischte sich mit Ungläubigkeit und einem hinterfragenden Blick.
Hatten seine Ohren da richtig gehört?
Lara war…was?…
Umgehend huschten seine Augen zu ihrem Bauch, suchten nach Beweisen, die natürlich noch nicht zu sehen waren. ,,Ist das…” Kurtis blickte zurück in ihre Augen, ,,…Ist das dein Ernst?”
Sie kam zurück und entfaltete das Blatt Papier, legte es vor ihn auf das Bett und wartete. Es war ein Ultraschallbild. Ungeduldig sah Lara zu, wie Kurtis das Bild in die Hand nahm und eine gefühlte Ewigkeit auf die schwarz-weißen Flecken guckte.
Er wusste nicht, was er sage sollte, nur Gestotter kam aus dem Mund des einstigen Lux Veritatis. Er konnte es nickt glauben: ,,…aber em…du sagtest, du…em…Wie lange weißt du es?” Blaue Augen trafen Braune.
Die Archäologin lehnte sich mit der Schulter gegen den Holzpfosten des gemütlichen Himmelbettes und antwortete: ,,Seit gestern und glaub mir, ich habe nicht nur einen Test gemacht...Ich war nicht in der Stadt, um Mariannas Mutter zu treffen, ich war beim Arzt.”
,,Bist du in Ordnung?” Kurtis wunderte sich selbst, wie gefasst er reagierte, schob es allerdings noch auf den Schock. Damit hätte er nun wirklich nicht gerechnet.
,,…Ja…“ Lara nickte, ,,…es ist alles okay soweit. Das Kleine ist acht Wochen alt.”
Erst jetzt hob sich einer von seinen Mundwinkeln: ,,Dann war es doch an Zips Geburtstag…” er starrte zurück auf das kleine Bild und ordnete seine Gedanken.
Ein Baby?
…Mann, Kurtis, deine Frau ist schwanger, du wirst Vater!…
,,Ich…” er grinste vergnügt, freute sich, ,,…ich werde Vater?…” Hoffnungsvoll sah er auf, in die Augen der Frau, die er über alles liebte.
Lara strich sich das offene Haar zurück, suchte dann erst den Augenkontakt zu ihm und erwiderte sein Lächeln. Seine Freude war sichtlich ansteckend und dann erschrak sie, lachte mit ihm, als Kurtis aufgesprungen war, seine Arme um sie geschlossen und sie überschwänglich und jubelnd in die Luft hob.
,,Woww…Lara…” er drehte sich mit ihr, setzte sie in der nächsten Sekunde wieder ab, um sie liebevoll und sehnsüchtig in die Arme zu schließen. Kurtsi lachte, drückt seine Frau an sich und strich ihr zärtlich über den Rücken. ,,…das ist so wundervoll!”
Lara hatte ihre Hände an seine Taille gelegt, ließ es zu, das er ihr Gesicht in seine Hände nahm, um einen leidenschaftlichen Kuss mit ihr zu tauschen.
,,Das ist das schönste Geschenk, das du mir machen konntest…” hauchte er, kaum das ihre Lippen sich voneinander gelöst hatten, ,,…Ich liebe dich, wir bekommen ein Baby!”
Sie nickte gefasst: ,,Ja…gibt kein Zurück mehr, was?”
Augenblicklich trübe sich seine Stimmung wieder, als ihm Dinge einfielen, die Lara ihm erst vor wenigen Tagen gesagt hatte.
Natürlich wollte sie Kinder mit ihm, irgendwann, doch es gab noch so vieles, was sie machen wollte, bevor das Windelwechseln auf sie zukam. Kurtis verstand das. ,,Wie denkst du darüber?” fragte er umgehend und nahm ihre Hände in seine.
Lara hielt seinem Blick noch ein Augenblick stand, dann senkte sie den Kopf: ,,…Ein Baby…em…” sie schluckte, ,,…das ist nicht in drei Jahren vergessen oder so, daran werden wir beide bis an den Rest unseres Lebens zu nagen haben und ja, es ist ein Schock. Ich wollte jetzt noch keins…” dann, nach einer kurzen Pause, entfuhr ihr ein Lächeln, als ihr Blick zu dem Ultraschallbild huschte, das noch immer auf dem Bett lag und Lara blickte wieder auf in seine Augen, ,,…aber umkehren lässt es sich sowieso nicht und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr wächst auch in mir diese Freude. Was ich denke?…Naja…ich denke, ich brauche noch ein Weilchen, bis ich mich so wirklich damit abgefunden habe, aber…egal ob Junge oder Mädchen, ich hoffe, es wird deine Augen haben.”
Kurtis lächelte nach ihren Worten, zog sie erneut in seine Arme und war einfach nur glücklich…
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