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Herz des Anubis

von Liwen
GeschichteAbenteuer / P12
Kurtis Trent Lara Croft Zip
24.10.2010
21.08.2012
25
60.315
 
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1 Review
 
24.10.2010 1.633
 
Hallo alle zusammen...
So, nach einer längeren, kreativen Pause, geht es nun endlich wieder weiter - hatte mich auch ehrlich gesagt in eine andere Rubrik verirrt.
Aber jetzt bin ich zurück und es geht in den Endspurt.
Dieses Kapitel mag recht kurz sein, aber es wird einiges geklärt und auf das nächste, welches wieder länger wird, vorbereitet. Ich hoffe, ihr habt das Interesse noch nicht verloren und freue mich natürlich wenn es euch weiterhin gefällt.
vlg L.
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Fragend blickte Nate Lara an, Kurtis teilte seinen Gesichtsausdruck.
Lara deutete auf den Obelisken: ,,Hier wird alles erklärt. Sieh es dir an.”
Seufzend schritt Nathan an den Obelisken, ging in die Hocke und berührte die Hieroglyphen, allerdings kam ihm das mehr als spanisch vor, nein wohl eher italienisch, denn spanisch konnte der Schatzsucher fließend.
Er kannte gerade Mal eine Hand voll altägyptischer Hieroglyphen.
Lara sah ihm zu und sah es ihm an, daher fasste sie grob zusammen: ,,…In vielen uralten Übersetzungen, kann man das Herz nicht immer als symbolisches Objekt übersetzen. Das Herz ist gleichbedeutend mit dem Innersten oder dem Anfangsort, etwas bedeutendem, wie zum Beispiel eine Wiege…” sie schluckte kurz, ,,…Das Herz des Anubis, das du zu finden suchst, ist kein Stein oder uraltes Artefakt, es ist das Heiligtum des Anubis, ein Ort, sieh dich um, das ist es, wonach du suchst.”
Nathan ließ sich das durch den Kopf gehen.
Es war einleuchtend, was seine Kollegin ihm sagte, doch umso verwirrter war er. Er sollte also eine Garten Eden finden? Wozu?
Langsam richtete der Schatzsucher sich auf: ,,Okay…dann sind wir hier an unserem Ziel, aber…was sollte das meinem Auftraggeber bringen?…Das Einzige, das hier vielleicht wertvoll ist, ist dieser umgekippte Obelisk und wie soll ich den transportieren?”
,,Nate, bist du sicher, das du deinen Auftraggeber nicht in Frage stellen kannst?…Ich finde es mehr als komisch, so mal noch nie jemand von diesem Obelisken oder diesem Ort, einem Herz des Anubis gehört hatte.”
Der Schatzsucher kratzte sich nachdenklich am Nacken: ,,Kann ich dir nicht sagen, ich weiß es nicht…Wie gesagt, ich habe den Auftrag erhalten und…”
,,Wie?” hinterfragte die Achäologin.
,,Na per Post…”
Lara verschränkte die Arme vor der Brust und verdrehte die Augen: ,,Ich meine es ernst, Nate!”
Er sah sie mit ausgebreitete Armen und fragendem Gesicht an: ,,Ich auch…”
,,Das ist nicht dein ernst?…” sie wollte es nicht glauben, obgleich sie wusste, was das hieße, ,,…Soll das heißen, du hast den Auftrag per Post zugestellt bekommen, in einem Brief, ohne deinen Auftraggeber vorher zu treffen?”
Unbeeindruckt zuckte Drake dann mit den Schultern: ,,Und weiter?…Die beigelegten Scheinchen hatten mich mehr als überzeugt.”
Lara seufzte.
,,Moment mal…” ging nun Kurtis dazwischen, da ihm ein Gedanke gekommen war, ,,…Wieso hast du dann nicht einfach das Geld genommen und den Brief zerrissen?”
,,Weil das dreifache für mich rausspringt, wenn ich den Auftrag beende.” antwortete Nate.
,,Oh okay…” Kurtis gab nach und seufzte ebenfalls, sich fragend, was man alles für Geld bereit war auf sich zu nehmen.
Lara ergriff dann wieder das Wort: ,,Da ist es doch sicher kein Zufall, das du in Ägypten zur gleichen Zeit aufgetaucht bist…hast du dir schon mal überlegt, das unser lieber Mr. Morris dein Auftraggeber sein könnte?”
,,Was?…Dieser Spinner, der sich als Historiker und Ausgrabungsleiter ausgegeben und mit dir und Marianna in dieser Ruinenstadt war? Ganz zu schweigen von der grotesken Vorstellung, das er der Sohn des Anubis sein soll?”
,,Eher ein Nachfahre, als ein direkter Blutsverwandter…”
,,Das erklärt´s natürlich…” Ironie lag in seiner Stimme, ,,…So ein Blödsinn. Warum sollte er das machen, er hat sich doch tierisch aufgeregt, als ich schon das Schriftstück geborgen hatte. Er hätte auch einfach abwarten können und warten, bis ich ihm das Ding gegeben hätte.”
Lara ging seinen Gedanken nach und langsam formte sich ein Bild vor ihrem geistigen Auge: ,,Vielleicht, um uns zu verwirren, mit meinem Auftauchen in Ägypten hat er sicher nicht gerechnet, doch verbuchte es als Erfolg, da zwei Grabjäger schneller sind als nur einer. Es war eine Falle, damit wir beide zusammenarbeiten.”
,,Was ist mit Marianna? Ist sie ein Spitzel…” begann Kuris und Lara fuhr seinen Satz fort: ,,…Damit uns Alexander Morris auf der Spur bleiben kann?…Schon möglich, mich hat es ohnehin gewundert, das sie ihr Gemüt, was ihre Einstellung zu mir betrifft sich plötzlich so stark wendete.”
Nate blickte stumm zu ihr, dann zu Kurtis und dann unter sich. Wieder kratzte er sich am Hinterkopf: ,,Okay…ist angekommen, falls es denn wirklich stimmt, aber…was will der Typ denn hier? Es ist nur ein paradiesischer Ort, den `Blumenkohl´ da drüben mit Appetit auf Schatzsucher mal außen vor gelassen.”
,,Es muss noch etwas anderes geben…” entgegnete Lara, ,,…Ich glaube nicht, das dieser Obelisk hier, das ist, was Morris will, allerdings sollten wir uns erst damit befassen, hier weg zu kommen, ehe wir uns über andere Dinge den Kopf zerbrechen.”
,,Du hast recht…”
Kurtis stimmte ebenfalls nickend zu und blickte seine Frau an: ,,Lara, du sagtest, du erinnerst dich, das wir in der Ruine einen solchen Obelisken gefunden haben, der hat uns doch dann sicherlich hier her gebracht.”
,,Du meinst, so etwas wie ein Teleportieren?…Gibt es denn so etwas?” fragte Nathan in die Runde.
,,Und wenn wir gar nicht wirklich hier sind?…” entgegnete die Archäologin, ,,…Wenn dieses Utopia hier, sich nur in unseren Köpfen abspielt, wir uns noch immer in den Ruinen befinden?”
,,Du meinst, so was wie ´ne Wahnvorstellung oder ein Traum.”
Sie nickte.
Nate dachte nach: ,,Könnte sein…aber woher?”
,,Als ich den Obelisken berührt hatte, an einer gewissen Stelle vielleicht…kann er uns zurück in die Realität bringen.” entgegnete sie.
,,Nur dieser hier ist umgestürzt…Wir müssen das Ding irgendwie wieder aufrichten…” sagte Nathan und blickte auffordernd zu Kurtis.
Der Lux Veritatis blickte umgehend zu ihm, dann zu Lara, die ihm einen ebensolchen Blick zuwarf und dann sah er zurück zu Nate. ,,Ich?”
Der Schatzsucher grinste und kam nicht um ein Auflachen herum: ,,Kumpel, wie sollen wir drei dieses Tonnenschwere Ding hochstemmen, wo du es doch auch alleine tun kannst.”
,,Schönen Dank auch…” gab Kurtis ironisch zurück, war jedoch selbst über sich amüsiert, das er nicht von alleine auf den Gedanken gekommen war.
Er schluckte und nickte: ,,Kommt ein Stück zurück…” Er wartete bist Lara und Nate hinter ihm waren und fing dann an sich zu konzentrieren…

Kurtis konzentrierte sich auf  das umgestürzte Bruchstück und es hob sich augenblickt.
Der Lux Veritatis wunderte sich das er nicht ganz so viel Kraft wie sonst aufbringen musste, der Obelisk hob sich ja beinahe schon von selbst.
Nach wenigen Sekunden stand er wieder auf seinem Stumpf.
,,Hast du es?” fragte Lara.
Kurtis nickte: ,,Ja.”
Er fixierte sich noch immer auf den Tonnenschweren Stein den er Mühelos aufrecht halten konnte. Einmal mehr fragte er sich, was das für einen Grund hatte, denn obwohl seine Kräfte stetig wuchsen, hatte er noch nie erlebt, das sie so schnell so exponentiell anstiegen.
Lag es an diesem Ort?
Lara ging an ihm vorbei, bückte sich um den Stein zu begutachten und erkannte das Symbol, das Ewigkeit bedeutete. Sie hatte es das letzte Mal auf erführt, bevor sie sich nur noch an das Utopia hier erinnern konnte.
Die Archäologin streckte ihre Finger aus, legte ihre Hand darauf und ein heller Lichtschein umhüllte die Umgebung, ein Zischen erklang und dann wurde es dunkel…

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Abrupt schlug sie die Augen auf, zog einen Tiefen Atemzug und setzte sich auf. Der Schein ihrer Taschenlampe an ihrem Gürtel schien spärlich in die Umgebung.
Lara erkannte sofort die gleiche zerfallene Höhle, in die sie vor nicht allzu langer Zeit mit ihren beiden Begleitern eingedrungen nid den Obelisken vor gefunden hatte.
Jenes Objekt stand unversehrt neben ihr, die spiegelglatte Oberfläche war Makellos, nicht so heruntergekommen wie dessen Gegenstück im Herzen des Anubis. Dennoch war Lara froh wieder zurück zu sein und überprüfte ihr Headset.
Kein Ton kam heraus, kein Funkkontakt zu Zip. Seufzend drehte sie den Kopf zur Seite.
Kurtis lag dort, brummte etwas und richtete sich auf.
Lara kroch zu ihm und sah ihm in die Augen, als sie ihre Hand an seinen Nacken legte: ,,Bist du in Ordnung?”
Er lächelte: ,,Ja…” Er legte seine Stirn auf ihre und lächelte.
,,Sagt mal Leute…” begann eine Stimme von Rechts. Nathan hatte sich bereits erhoben und sah sie fragend um, ,,…Wir sind also wieder zurück okay…Waren laut meiner Uhr auch nur ein paar Stunden, wo auch immer, aber fühlt ihr euch auch so anders?”
,,Was meinst du?” fragte Lara und erhob sich, genau wie ihr Ehemann.
,,Ja, du hast recht…” gab Kurtis von sich, noch ehe Nate etwas weiteres erklären konnte, ,,…Ich habe es schon dort gespürt. Es fühlte sich an, als wären meine Kräfte gewachsen, als würde ich mich stärker fühlen.”
Nathan nickte zustimmend.
Lara überlegte und horchte in sich hinein: ,,Nun, ihr könntet recht haben, ich strotze nur so vor Energie. Könnte jetzt direkt einen Marathon mitlaufen em…” sie drehte sich zu dem Obelisken zurück, ,,…Ist das Ding dafür verantwortlich?”
Die beiden Männer drehten sich zu ihr, flankierten sie.
,,Keine Ahnung…” Nate wollte den Obelisken abermals berühren, doch Lara hielt seine Hand zurück. ,,Lass das lieber, sonst landen wir deinetwegen noch im Himalaja.”
Grinsend blickte er die Archäologin an, entgegnete deren Lächeln und schüttelte den Kopf amüsiert.
,,Warum denn nicht…” Kurts zog die Aufmerksamkeit der anderen wieder auf sich, ,,…Nehmen wir mal an, euer Freund, dieser Morris, will in dieses Utopia, wenn es also unsere Kraft und Energie aufladen kann, was geschieht dann mit demjenigen, der solche übernatürlichen Kräfte hat wie ich und sie vielleicht in böser Absicht nutzen will?”
,,Das kann ich dir leicht beantworten, wer immer du auch bist!” die fremde Stimme ließ die drei erschrocken zusammenfahren.
Lara, Kurtis und Nathan drehten sich um und stockten in ihrer Bewegung, denn dort stand Alexander Morris vor ihnen mit der gefesselten Marianna als seine Geisel…
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