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Herz des Anubis

von Liwen
GeschichteAbenteuer / P12
Kurtis Trent Lara Croft Zip
24.10.2010
21.08.2012
25
60.315
 
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24.10.2010 2.160
 
Hell schien die Sonne an diesem Morgen, als Lara langsam aber sicher aufwachte. Genüsslich streckte sie sich und drehte sich auf den Rücken.
Sie war alleine im Bett.
Kurtis stand am Fenster und blickte gedankenverloren hinaus. Was ihm wohl gerade durch den Kopf ging? Das selbe wie ihr?
Lange hatte Lara letzte Nacht doch noch wach gelegen und nachgedacht. Sie hatte ihn beobachtet im Schlaf und sie hatte feststellen müssen, das sie mit Kurtis an ihrer Seite einfach glücklich war. Nie hätte Lara das gedacht. Niemand hätte das von ihr erwartet. Doch so war es eben. Nie wieder wollte sie ohne ihn sein…

Kurtis seufzte.
Schon vor einer Stunde war er aufgewacht, hatte ihr zugesehen wie sie noch lief in ihren Träumen lag. Er mochte es immer ihr beim schlafen zuzusehen, denn das fand er faszinierend. Was hatte er doch ein Glück so eine Frau an seiner Seite haben zu dürfen. Er hätte ihr nicht so zusetzen sollen. Lara war einfach...Lara.
,,Es ändert nichts.” erklang plötzlich ihre Stimme hinter ihm und Kurtis drehte sich um.
Sie dicht hinter ihm.
Kurtis sah sie ehrfürchtig an, er hatte sie gar nicht kommen gehört. Seine Augen fragten.
Als sie vor ihm stand streckte sie die rechte Hand und ergriff seine Rechte. Sie ertastete seinen Ehering und sah ihm in die Augen: ,,…in guten wie in schlechten Zeiten. Das waren doch die Worte damals.”
Kurtis nickte, noch immer gespannt darauf, was Lara tat.
Sie schluckte: ,,Ich muss mich entschuldigen. Ich habe Dinge zu dir gesagt, die waren nicht in Ordnung…Als ich zum Beispiel andeutete, das sich zwischen uns etwas für mich ändert, so zu sein wie du…Natürlich hätte nichts meine Entscheidung von damals ändern können. Doch das tat ich nicht…Ich wollte deine Frau werden und das möchte ich immer sein, auch wenn meine schnelle Zunge manchmal Sachen ausspricht, die ich nicht so meine…Selbst wenn du Gift für mich wärst, würde ich mit dir zusammenbleiben. Ich liebe dich, das weißt du.”
Kurtis erwiderte nun den Griff ihrer Hände und seine Mundwinkel hoben sich eine Idee, doch da Lara noch nicht fertig zu sein schien, schwieg er weiterhin. Er war jedoch froh darüber, das sich allmählich alles zwischen ihnen wieder einrenkte. Er wollte sie niemals verlieren.
,,Allerdings, nach dem Streit den wir hatten…, Kurtis, du hast Anstalt gemacht, mir meine Arbeit, meinen Lebensstiel zu verbieten. Du hast mich noch nie zuvor angeschrieen und du…du hast mir Angst gemacht…” sie schluckte erneut, ,,…Ich habe dich nicht wieder erkannt.”
Kurtis hielt ihrem ernsten Blick stand und nickte: ,,Das war wohl ein bisschen dick aufgetragen…Ich habe selbst über meine Worte nachgedacht und ich kann dich verstehen…” er legte eine kurze Pause ein, ,,…Ich weiß, das ich dich ziehen lassen muss, weil du eben so bist, wie du bist. So habe ich dich kennen und lieben gelernt und anders will ich dich auch gar nicht, das musst du mir echt glauben, auch wenn es sich manchmal anders anhört, aber…ich könnte es niemals verkraften, wenn…”
Lara legte ihm die freie Hand sachte auf die Lippen, um ihn zum schwiegen zu bringen: ,,Ich weiß, was du sagen willst und ja, trotz meines Könnens würde eine einzige, winzige Kugel oder ein falscher Sprung, eine falsche Entscheidung schon ausreichen, um mich ins Reich der Toten zu befördern. Das war schon immer so und es wird auch immer so bleiben. Aber deswegen musst du dich nicht verrückt machen. Ich riskiere nicht zu viel, auch wenn viele behaupten, ich wäre ein Adrenalinjunkie. Ich tue stets nur das, was ich mir auch zutraue und wovon ich weiß, das ich es meistern kann.”
,,Das weiß ich alles…” begann er und wurde wieder von Lara unterbrochen: ,,…Dann bitte ich dich, Kurtis, in Zukunft mir nicht mehr auf die Pelle zu rücken. Versteh mich nicht falsch, ich finde es schön, das du dir Sorgen um mich machst und das kannst du ja auch, du sollst es sogar, denn bei Gott, wenn du unterwegs bist, bin ich auch froh und glücklich, wenn du wieder bei mir bist, aber übertreib es nicht, denn damit…gehst du mir auf die Nerven und das endet im Streit und damit, das du mich nur vergraulst.”
Nachdenklich nickte Kurtis. Ihre Worte hatten Wirkung und brachten genau das auf den Punkt, was sie zu sagen hatte. So war es immer bei ihr.
,,Okay…” begann er, ,,…ich werde versuchen meinen `Mutterkomplex´ in den griff zu bekommen. Versprochen…Und du sollst wissen, das es wirklich nicht meine Absicht war, dir solche Dinge an den Kopf zu werfen, die dich einengen oder dir verbieten deiner Berufung nach zu gehen...Es tut mir leid.”
Lara nickte: ,,Danke.”
Kurz legte sich schweigen zwischen die beiden und erst jetzt bemerkten sie, das sie noch immer gegenseitig ihre Hand hielten. Gleichzeitig lösten sie sich voneinander.
,,Ich fand es gut, das wir wieder normal miteinander gesprochen haben.” meinte Kurtis dabei mit einem leichten Lächeln.
Lara erwiderte das: ,,Ich auch...” sie sah ihn wieder an, dann umarmte sie ihn sehnsüchtig. Tief atmete sie durch: ,,…Lass uns einfach nicht mehr streiten, okay.”
Er lachte jetzt leise: ,,Glaubst du denn, wir zwei Sturköpfe, werden das schaffen?” Er hatte ebenfalls seine Arme um sie gelegt, auch Lara lachte leicht.
Beide hatten sich verziehen, das wussten sie und beide wusste, das bestimmt noch viele Meinungsverschiedenheiten auf sie warteten, doch wenn sie nur miteinander sprachen, dann würde sich alles wieder einrenken, so wie auch jetzt.
Die Archäologin legte den Kopf gegen seine Brust und ihr Blick verlor sich. Eine kurze Weile verharrten sie, dann fragte Lara: ,,Kannst du mir helfen?”
Kurtis regte sich und blickte auf sie herab, während sie den Kopf hob und ihn anblickte, um fort zu fahren: ,,…ich muss noch immer dieses `Herz des Anubis´ finden, ich habe es Nate versprochen, aber ich weiß, das ich das nur kann, wenn ich sicher bin, das nichts unvorhergesehenes passiert. Wenn du verstehst, was ich meine.”
Kurtis wusste es und er nickte. ,,Sicher. Ich werde dir helfen, diese…Fähigkeiten zu erlernen, aber du musst bedenken, das geht nicht von heute auf morgen.”
Sie nickte und entgegnete frech und keck: ,,Dann packen wir es besser an, was? Unser Flug geht nämlich schon heute Nachmittag…” sie schenke ihm ein breites Grinsen, ,,...Vorher gehen wir aber noch was Essen, ich verhungere. Außerdem warten die anderen, vorher muss ich mich noch anziehen…”
Lara hatte seine Hand ergriffen und wollte ihn hinter sich her ziehen, doch Kurtis, der ebenfalls breit Grinste, hielt sie zurück. Als die Archäologin sich dann wieder zu ihrem Ehemann drehte, zog dieser sie wieder eng zu sich, beugte sich leicht zu ihr runter und meinte: ,,Noch fünf Minuten…” dann verschloss er ihre und seine Lippen zu einem tiefen Kuss…


Nathan hatte sich sichtlich gewundert, als er bemerkte, das Kurtis zu ihnen gestoßen war. Er wank sie zu sich an den Tisch in der Cafeteria und wenig später saßen alle drei zusammen beim Frühstück.
,,Hast du Zip schon erreicht?” fragte Nate dann Lara nach einigen Minuten.
Sie schüttelte den Kopf und trank ihren Tee: ,,Nein, ich kontaktiere ihn umgehend, wenn wir hier fertig sind.”
Der Schatzsucher nickte und grinste die beiden dann an.
,,Was?” fragte Lara.
Mit vollem Mund, begann Nate dann: ,,…Ich wusste ja, ihr kriegt euch wieder ein…” er schluckte, ,,…wird dir wohl jetzt auch besser gehen, wo deine bessere Hälfte wieder da ist.”
Lara blickte den Schatzsucher genauso fragend an, wie Kurtis.
Nathan spülte derweil seinen Kaffee runter und meinte dann zu dem Lux Veritatis: ,,Na weißt du, sie war ein bisschen drahtig drauf und gestern Nacht ging´s ihr nicht so gut…”
Sofort blickte Kurtis seine Frau an. In seinen Augen stand Verwirrtheit.
,,Das ist überhaupt nicht wahr Nathan!” leugnete Lara.
,,Sicher…” ironisch klang seine Stimme, ,,…lieg bestimmt nur wieder an der südländischen Küche.”
,,Nate!” ermahnte Lara nochmals.
Kurtis lehnte sich zurück: ,,Okay…was ist los, Leute?”
,,Na dein kleines Frauchen hatte gestern wohl eine Unpässlichkeit, vielleicht am es aber auch durch den Sturz in den Katakomben.”
,,Ja genau das, war es…” entgegnete Lara, ,,…Kannst du also bitte aufhören mit meinem Ehemann so zu reden, als wäre ich nicht anwesend?…Wo steckt Marianna überhaupt?” Nein, sie lenkte nicht vom Thema ab, sondern fragte sich das wirklich, da die junge Frau nicht am Tisch saß.
Kurtis blickte sich um, doch konnte sie in der ganzen Cafeteria nicht entdecken, während Nate auf seine Armbanduhr blickte: ,,Gute Frage, sie wollte schon längst hier unten sein. Na, bestimmt hat das Mädel verschlafen.”
,,Wahrscheinlich…” murmelte Lara und blickte in ihren Tee.
,,Es ist schon nach zehn…” begann Nathan dann grinsend, ,,…Entschuldigt mich, ja, ich muss noch ein Telefonat tätigen.”
Kurtis grinste ebenfalls, er verstand.
Lara hingegen nicht: ,,Das klingt wichtig?”
,,Ja…” Nathans Grinsen wurde Breiter, ,,…und nein, es geht nicht um Sully. Ich werde nur einen Kopf kleiner gemacht, wenn ich Elena nicht zurück rufe. Sie ist gerade in L.A. und macht da irgendeine Reportage über Wahlfische.”
Lara weitete die Augen: ,,Na dann viel Glück. Grüß sie von uns.”
Der Schatzsucher nickte, stand auf, räumte sein Tablett weg und verließ die Cafeteria.
,,Was war denn los? Du bist gestürzt? Zip hat da etwas erwähnt…” fragte Kurtis dann umgehend.
Die Archäologin blickte ich lächelnd an: ,,Ach du kennst doch meine Neugier. Es war halb so schlimm…” wieder trank sie einen Schluck Tee.
,,Du isst ja gar nichts, bist du nicht hungrig? Vorhin noch meintest du, du wärst am verhungern…” fragte er dann verwundert, als er erst jetzt feststellte, das Lara sich lediglich einen Tee genommen hatte.
Genervt lehnte Lara sich gegen den Stuhl zurück: ,,Ja…em, mir ist jett nicht nach essen. Eigentlich bin ich mit meinen Gedanken schon wieder oben und brenne darauf, was Zip mir zu sagen hat.”
Kurtis zog die Augenbrauen leicht zusammen, er spürte förmlich, das Lara ihn anschwindelte. Ja, er hatte ihr versprochen sich niemals Zugang zu ihren Gefühlen zu verschaffen, doch ab und an, gingen seine Fähigkeiten mit ihm eben durch. Sofort unterband er allerdings die Verbindung zwischen ihnen und verdrängte ihr Gefühl des Zweifelns.
Später, nicht hier, würde er sie ansprechen…


,,Also, was hast du, Zip…” fragte Lara in den Monitor des Laptops.
Sie waren eben erst aus der Cafeteria angekommen, Nathan hatte sich auch mittlerweile wieder in ihrem Zimmer eingefunden, nur Marianna nicht.
Zip grüßte alle, dann fragte er: ,,Wo ist denn euer Schützling?”
,,Die Schwarzhaarige, meinst du?…” entgegnete Nathan, ,,…Die hat es noch nicht geschafft ihren Zemetschädel aus den Federn zu lüften. Ist noch alles ruhig in ihrem Zimmer.”
,,Wie auch immer, wir werden es ihr später berichten, also Zip, schieß los…” sprach Lara erneut.
,,Ich hab die Daten bereits an deinen PDA übermittelt…Ein Stück Wüste im Niemandsland, nahe der sudanesischen Grenze, allerdings sollen Östlich davon Nomadenstämme umherziehen, die keine Besucher mögen…Wollt ihr das allen Ernstes durchziehen?”
Lara zog die Augenbrauen hoch: ,,Haben wir denn jemals gekniffen?…Zip, wird schon schief gehen.”
,,Ja, mein Auftraggeber hat mich heute morgen noch mal Kontaktiert und nach der Situation gefragt. Ich sagte ihm, wir machen Fortschritte…” fügte Nathan hinzu, ,,…und so wie sich das alles darbietet, haben wir das bald hinter uns.”
,,Okay…fliegt ihr direkt von Marrakesh aus? Es ist ein ganz schön weites Stück bis zu den Zielkoordinaten.” fragte Zip.
,,Ja, warum nicht…” antwortete Lara, ,,…Sieh mal nach, wann du den frühesten Flug nach Luxor bekommst, von da an nehmen wir uns einen Mietwagen.“
,,…Okay…dauert nur ein paar Minuten.“
Kurtis ergriff nun das Wort und blickte den Schatzsucher an: ,,Was glaubst du, werden wir dort finden? Was will sein Auftraggeben eigentlich genau?”
,,Nun em…” begann Nathan und kratzte sich am Hinterkopf, ,,…So genau weiß ich das gar nicht, aber er hatte Mittel mich zu überzeugen.” Er grinste.
,,Also…Geld…” stellte der Lux Veritatis fest, ,,…Du sucht etwas für den und weißt nicht mal, was es ist?”
,,Kurtis…” die Archäologin legte ihrem Mann eine Hand auf sein Knie und als er sie anblickte, sprach sie weiter, ,,…das ist Nate. Wundert dich das etwa?”
,,Was soll denn das jetzt heißen?” fiel der Schatzsucher die Archäologin an.
Diese grinste: ,,Nichts, nichts…ich finde es nur immer wieder belustigend, wie du in Schlamassel gerätst.”
,,Schlamassel?”
Wieder grinse Lara: ,,Warten wir es ab, aber ich habe das Gefühl, das deine Unbekümmertheit und die Leichtigkeit, mit der du glaubst diesen Auftrag zu erledigen, nicht ganz gerechtfertigt sind.”
Nate überlegte kurz. Mit hochbritsicher Redensart hatte er es nicht so ganz, doch im Grunde verstand er: ,,Ach du meinst diesen Clown, der und in Ägypten schon unter gekommen ist, ach das nächste Mal sind wir vorbereitet und lassen uns nicht wieder so aufs Ohr hauen, zumal mein Kumpel Kurtis ihn ja ebenfalls zur Seite schleudern kann.”
,,Ja…” murmelte Kurtis, er sah das allerdings fast genauso wie Lara. Er war skeptisch.
,,,Ich hab´s…” Zip meldete sich zurück, ,,…Vier Tickets nach Luxor in drei Stunden. Heute Abend seit ihr dort. Habe mir auch erlaubt drei Zimmer im gleichen Hotel wie letztens zu buchen.”
,,Danke Zip, was würden wir nur ohne dich machen.” sagte Lara dann…
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