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Herz des Anubis

von Liwen
GeschichteAbenteuer / P12
Kurtis Trent Lara Croft Zip
24.10.2010
21.08.2012
25
60.315
 
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24.10.2010 2.122
 
Hallo alle miteinander,
hier mein versprochenes Kapitel...wer wohl da auf Lara lauert?
*grins*
Naja, ich musste ja zwangsläufig irgendwann mal so ein Gespräch zustande kommen lassen, hoffentlich findet ihr es nicht ganz blöd und ich hoffe, das es euch dennoch etwas gefällt.
^.^
vlg L.
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,,Ich glaub ich spinne!” kraftvoll gab sie der Badezimmertür einen wütenden Ruck, knallend schnappte diese daraufhin zu.
,,Nein, tust du nicht…” der dunkelhaarige Mann erhob sich von ihrem Bett und blickte sie grinsend an, ,,…Mann eh, ich hab dich wirklich vermisst!” Er wolle sie herzlich umarmen.
Lara ließ es allerdings nicht zu, das er seine Arme um sie legte und stieß diese von sich: ,,Was willst du hier, Kurtis?”
Enttäuscht steckte er seine Hände in die Hosentaschen, sie war wohl noch immer sauer auf ihn. Dann seufzte er: ,,Begrüßt man denn so seinen Ehemann?”
Die Archäologin verschränkte die Arme vor der Brust: ,,…Wenn der Ehemann es so im Salz liegen hat, wie du, dann ja!”
Kurtis kam nicht drum herum zu grinsen, er drehte den Kopf zur Seite. Er schluckte und blickte seine Frau dann wieder an: ,,Um ehrlich zu sein, ich hatte nichts zu tun zuhause…also dachte ich, du könntest vielleicht meine Hilfe brauchen….”
,,Nein…” fiel sie ihm ins Wort, ,,…Nathan hat dich prima ersetzt.” Sie zog ihn auf damit, das wusste sie und genau das war es, was sie beabsichtigte.
Abrupt warf er ihr einen fragenden und geschockten Blick zu, er stammelte: ,,Em…ich weiß, Zip hat es mir gesagt, em…aber ich finde doch, Lara, wir sollten em…Also ich meine, wenn du mal jemand anderen ausprobieren willst, dann…”
,,Kurtis!…” unterbrach Lara ihn, ,,…Was du wieder denkst!…Er hat dich natürlich nicht in allen Bereichen ersetzt…” dann konnte sie seinem Hundeblick allerdings keine Sekunde mehr länger widerstehen. Sie griff in sein Genick, zog ihn zu sich runter und verschloss ihre Lippen mit den seinen zu einem langen, leidenschaftlichen Kuss.
Kurtis grinste augenblicklich, erwiderte den Kuss und legte seine Hände um ihre Hüften. Was hatte er sie doch vermisst!
Vielleicht war sie mittlerweile doch nicht mehr ganz so sauer…

Nach einer schieren Ewigkeit dann, löste Lara sich von ihm und blickte ihn fixiert an: ,,…Aber bilde dir darauf nicht zu viel ein, mein Lieber! Das war lediglich ein Kuss zur Begrüßung! Glaub nicht, ich wäre nicht doch noch sauer.”
Er nickte grinsend und sagte dann: ,,Wenn du mich so begrüßt obwohl du sauer auf mich bist, dann würde ich echt gerne mal erleben, was passiert, wenn du einen richtigen Hass auf mich hast.”
,,Kurtis!” Lara boxte ihm ermahnend gegen die linke Schulter.
Er lachte laut, doch nahm es ihr nicht übel. Er konnte einfach nicht widerstehen, die aufzuziehen.
Die Archäologin seufzte: ,,Also, willst du bleiben, oder was?”
,,Wenn du mir Asyl gewährst…” entgegnete er im Spaß, dann allerdings wurde er ernst und fügte noch hinzu, ,,…Außerdem bist du doch sicher neugierig, was ich für Neuigkeiten mitbringe.”
Das stimmte in der Tat. Lara war wirklich neugierig darauf, was jetzt wirklich zwischen Kurtis und ihr los war. Ob sie nun wirklich seine Kräfte hatte und wie sie diese wieder los werden konnte.
,,Sehr gut…” Lara setzte sich auf das Bett, ,,…ich habe nämlich die Nase voll davon.”
Er setzte sich neben sie: ,,Ist es wieder passiert?”
,,Ja…nein…” sie überlegte, ,,…Doch. Ich hatte wohl so etwas, wie eine deiner Visionen…Also spuck es schon aus!”
Kurtis grinste breit, er wusste es bereits und freute sich nicht wenig, ihr das nun mitzuteilen. Allerdings wunderte er sich schon darüber, das Lara gar keine Ahnung hatte. Er nahm ihre zarte Hand.
,,Em…es ist etwas unglaubliches…wir werden daran wohl noch sehr, sehr lange zu knabbern haben.” begann Kurtis dann.
,,Sag jetzt nicht, das ich wieder oder doch noch immer von diesen Nephilimskräften besessen bin.” entgegnete Lara mit großen Augen.
Er konnte sich ein breites Grinsen erneut nicht vermeiden, als sein Blick auf ihren Bauch und wieder zu ihren Augen wanderte: ,,Nein…das nicht…es ist…Naja…du bist…”
Fragend blickte sie ihn an.
,,…schwanger.” vollendete er seinen Satz.
Sekundenlang schwieg Lara.
Ihr blick war starr. Sie blickte ihn genauso fragend an, wie zuvor. Was unterstellte er ihr denn da gerade?
Lara kam nicht drum herum, dann den Kopf weg zu drehen und laut los zu lachen.
Kurtis lächelte zaghaft, ihre Reaktion nicht ganz verstehend: ,,Was denn?”
,,Wer hat dir denn das erzähl?…“ Sie blickte zu ihm und das Lachen erstarb, dann fügte sie voller Ernst hinzu, als sie ihm ihre Hand entzog: ,,Du hast sie wohl nicht alle!”
Jetzt ebbte auch sein Lächeln ab.
Verständnislos blickte er sie an.
,,Du fährst bis nach Deutschland und wieder zurück und kommst dann mit dieser dummen Theorie? Ich soll schwanger sein?…Pah, das hättest du wohl gerne. Also ich glaub ich höre nicht richtig!”
,,Wieso?…” fragte Kurtis jetzt vollkommen verwirrt, ,,…Bist du es denn…nicht?”
Sie sah ihn an und schüttelte den Kopf: ,,Nein, natürlich bin ich…nicht schwanger…und selbst wenn es so wäre, glaubst du nicht, ich wäre die Erste, die etwas davon mitbekommen würde? Wie kommst du nur auf einen solchen Gedanken?”
Kurtis schluckte und zuckte mit den Schultern: ,,Meine Mutter hat mir das gesagt, nachdem ich die Textstelle herausgesucht hatte.”
,,Sicher…und du glaubst deiner Mutter natürlich direkt…” sie drehte sich um und schüttelte den Kopf, ,,…Also wirklich...” sie fand es absolut absurd. Dann erst realisierte sie, das Kurtis mit Marie darüber gesprochen hat. Geschockt blickte sie ihn an: ,,…Du hast das…deiner Mutter erzählt?!”
,,Ja, sorry…” begann er daraufhin, er war verwirrt und wollte nichts flasches sagen, da er Lara nicht noch mehr auf die Palme bringen wollte, ,,…Diese Übertragung meiner Kräfte ist zweideutig gemeint, also das mit dem `eins sein´…Das meinte meine Mutter, bei ihr war es zumindest so. Tut mir Leid.”
Lara sah ihn weiterhin sauer an: ,,Ich verstehe, dass das bei deiner Mutter so gewesen sein musste, obwohl dein Vater diese Fähigkeiten nicht hatte. Gut, wenn ich wirklich schwanger wäre, was ich vielleicht irgendwann einmal bin, dann ist es nur einleuchtend dass das Kind deine Fähigkeiten erben könnte, aber jetzt…ist es völlig anders, verstehst du?” Sie sagte ihm nicht, das sie sich im Moment wirklich seltsam fühlte.
,,Ja das leuchtet ein…” entgegnete er leise und nachdenklich.
Kurz legte sich Schweigen zisch die beiden, dann schüttelte Lara nochmals den Kopf und sagte: ,,Kurtis, ich fasse es echt nicht, das du mit deiner Mutter über uns gesprochen hast. Was erzählst du ihr denn noch so, wenn ich nicht dabei bin?”
Er hob beide Hände, um sie zu beschwichtigen: ,,Nichts, ehrlich, Lara, ich hätte auch nichts gesagt, nur sie kam halt in die Bibliothek und da hat sie es eben mitbekommen und…” er brach ab und fügte dann hinzu, ,,…Verzeih mir, bitte…es klang nur so einleuchtend. Du bist ja auch so komisch in der letzten Zeit und da hab ich einfach an das nächst liegende gedacht…”
Lara blickte ihm nochmals fest in die Augen: ,,Kurtis, ich bin nicht…schwanger!”
Er hielt ihrem Blick stand und fragte nochmals: ,,Ist das wirklich sicher?…“
,,Ja!…Wie denn auch…“
,,Hast du denn Zips Geburtstg vergessen?…” noch immer blickte er sie an, ,,…Das ist fast acht Wochen her und…”
,,…und wir haben gefeiert, ein paar Freunde eingeladen, gelacht…” zählte Lara genervt auf, ,,…du hast mich dazu genötigt mit euch anzustoßen, was wieder beweißt, das du einen schrecklich schlechten Einfluss auf mich hast, Trent, und dann…” sie hatte mühe sich zu erinnern, da sie ziemlich beschwipst gewesen war.
,,…dann warst du betrunken.”
,,,Das war ich nicht!…” korrigierte Lara strickt, ,,…Ich war lediglich etwas…angeheitert.” Ihr war das noch immer etwas peinlich gewesen, da sie normalerweise niemals Alkohol trank. Wieso sie es dennoch getan hatte, wusste sie bis heute nicht. Wollte sie das ewige Genörgel der anderen über ihre `britische Steifheit´ einfach mal abschalten? Wollte sie auch einfach mal so sein, wie alle anderen oder wollte sie den Jungs beweisen, das sie es mit ihnen auf jede erdenkliche Art aufnehmen konnte? Es war ihr egal. Sie hatte Spaß gehabt.
,,…Wie auch immer, jedenfalls hatten wir Sex und…”
Abrupt unterbrach sie ihn: ,,Nein, hatten wir nicht!” Sie wurde verlegen.
,,Doch…” er grinste dann und rief es sich in Erinnerung. Es war schön gewesen, beide hatten jegliche Hemmungen verloren, jedoch verschwieg er ihr ein Kommentar, das er ihr nur zu gerne an den Kopf werfen wollte, denn er befürchtete dann tatsächlich, das sie an die Decke gehen würde.
,,…Wie auch immer…” wiederholte Lara, ,,…worauf willst du hinaus? Das wir in dieser Nacht ein Baby gemacht haben?…” sie blickte ihn fest an, ,,…Tut mir wirklich leid, dich enttäuschen zu müssen, Kumpel, aber außer heißer Luft, war da überhaupt nichts! Und das ist mein ernst, Trent!…Außerdem hatte ich bereits meine Regel.”
Kurtis senke den Blick zu Boden, dann nickte er: ,,Okay…also kein Baby im Anmarsch, gut…” In seiner Stimme konnte sie einen kleinen enttäuschten Unterton feststellen.
,,Du bist doch jetzt nicht traurig, oder?” wollte Lara wissen und musterte ihn durchdringend.
Er sah ihr in die Augen: ,,Ich?…Nein…Naja, du musst zugeben, es hätte doch schon irgendwie etwas, oder?” er begann erneut zu Grinsen.
,,Nein.” die Archäologin war alles andere als erfreut.
Sein Grinsen verschwand: ,,Wie nein?”
,,Sei mir nicht böse, Kurtis, aber…nein. Das wäre jetzt überhaupt nicht gut!”
Er war erneut verwirrt: ,,Nein, soll heißen…du möchtest keine Kinder mit mir?…Ich meine klar, ich hätte mir das auch nie vorstellen können, aber mit dir zusammen…em…” er sah sie fest an, ,,…Du willst keine?”
,,Nein…” begann Lara und verwirrte Kurtis vollends damit, doch kam nicht drum herum ihn etwas schmoren zu lassen, bevor sie weiter sprach. Sie sah in seinen Augen Enttäuschung entstehen und das er es vermutlich nicht gerne hören würde, wenn Lara keine Kinder bekommen wollte, aber sie konnte ihn deswegen beruhigen denn dem war natürlich nicht ganz so.
,,…nicht jetzt…” fügte Lara dann hinzu.
Er sah sie noch immer verwirrt an, wusste nicht, was sie meinte, also seufzte Lara und ging ins Detail: ,,…Natürlich möchte ich Kinder mit dir…irgendwann, aber jetzt noch nicht. Ich habe noch einiges zu tun. Ich bin noch lange nicht am Ende meines Weges angekommen. Ich möchte noch so vieles sehen, noch so vieles entdecken und erkunden...mit dir, Kurtis...” sie schluckte, ,,…Das verstehst du doch, oder?”
Kurtis war sichtlich erleichtert und lächelte sie an: ,,Natürlich verstehe ich das…” wieder nahm er ihre Hand, ,,...Wir haben ja wirklich alle Zeit der Welt.”
Sie nickte.
,,Was has du sonst noch heraus gefunden? Ich möchte deine Fähigkeiten nicht. Es reicht mir, wenn du etwas Besonderes bist…Wie werde ich das also los?” fragte Lara dann hoffnungsvoll.
Kurtis schluckte und wusste, das es jetzt raus musste: ,,…Gar nicht.”
Schweigend lauschte sie seinen Worten.
,,…Du kannst es nicht mehr los werden. Jedenfalls ist mir keine Antwort bekannt, auch in den Schriften steht nichts geschrieben und auch meine Mutter konnte mir keine Rat geben…Es gibt keine Möglichkeit, wenn mir was einfällt, dann sag ich es dir.”
Noch immer schwieg sie und rührte sich nicht. Dann seufzte sie: ,,...Dann bleibe ich also so?”
Er rückte näher zu ihr: ,,Es tut mir leid, Lara…”
Lange Sekunden blickte sie ihm in die Augen.
Sie würde das nie wieder los werden? Sie würde so bleiben? Eine wandelnde Zeitbombe? Lara blickte zur Seite und seufzte. Sie wollte jetzt nicht mehr darüber reden. Sie war zu müde.
,,…aber ich kann dir helfen, wenn du das kontrollieren willst und…”
,,Kurtis…” unterbrach sie und blickte ihm in die Augen, ,,…nicht jetzt. Ich muss über einiges nachdenken.”
Der Lux Veritatis nickte: ,,Okay.”
,,Ich bin auch völlig erledigt…und morgen früh muss ich als erstes Zip kontaktieren, wegen diesem Hers des Anubis. Keine Ahnung was das sein soll…wo das sein soll…”
Wieder nickte er: ,,Klar, sicher…em…dann reden wir ein andermal?”
Lara sah ihn an und nickte.
,,Gut…” Kurtis begann aufzustehen, ,,…ich werde mir ein Zimmer geben lassen und morgen früh dann wieder her…”
Blitzschnell griff sie ihm ans Handgelenk, hielt ihn auf. Er setzte sich wieder und blickte in ihre tiefbraunen Augen, als sie ihm ein Lächeln schenkte.
,,…Kurtis…” begann sie dann, ,,…Wir sind verheiratet!…Du kannst ruhig hier bleiben.”
,,Im Ernst?…Du meinst, du bist nicht mehr böse auf mich?…“
,,Böse? Nein…nicht mehr so ganz…aber ich muss dennoch über einige nachdenken. Wir haben uns ziemlich heftig gestritten…“
Kurtis nickte: ,,Ja…tut mir leid.“ Er wusste, genau wie sie, das noch eine Aussprach nötig war, einiges musste gekittet werden, allerdings nicht mehr heute Nacht. Beide waren erledigt.
,,Ich kann also hier auf der Couch übernachten?” fragte der Lux Veritatis dann.
,,Du hast Glück, ich bin heute gnädig und lasse dich sogar bei mir schlafen, solange du auf deiner Seite des Bettes bleibst!” Sie lächelte zaghaft.
Kurtis ebenfalls…
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