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Herz des Anubis

von Liwen
GeschichteAbenteuer / P12
Kurtis Trent Lara Croft Zip
24.10.2010
21.08.2012
25
60.315
 
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24.10.2010 1.912
 
Hallo  ^.^
Ich weiß, ich weiß... es ist diesmal ewas kurz, aber ich hab dran rumgetippt und rumgetippt...mehr passt einfach nicht.  
;)
Ich hoffe es gefällt euch trotzdem...
vlg L.
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Lara hielt sich die Hand vor den Mund, als sie gähnte. Es war gestern ein Anstrengender Tag gewesen und die darauf folgende Nacht, war noch viel anstrengender.
Sie hatten es natürlich aus der Tempelanlage raus und zurück ins Camp geschafft, wo Robert und Leslie sich völlig erschrocken erzählen ließen, was vorgefallen war, allerdings sparte Lara den Teil mit Kenneths `Fähigkeiten´ aus.
Ja, sie sprach von Kenneth, obwohl sie nicht vergessen hatte, das dieser Mann jemand ganz anderes war. Lara wollte einfach keine weitere Person in die Sache reinziehen und da der Arzt und die Grabungstechnikerin laut Mariannas Aussage `unschuldig´ waren, war es so das Beste für alle.
Natürlich war ihnen allen auch klar, das diese Expedition unter den neuen Umständen nicht fortzuführen war. Allerdings blieben Leslie und Robert noch in Luxor, um den Arbeitern und dem Fremdenführer bescheid zu geben und sich mit dem britischen Museum in Verbindung zu setzen.
Was nun mit der Ausgrabungsstätte passierte, ob ein neues Team angeheuert werden würde, wusste Lara nicht. Es war ihr ehrlich gesagt auch egal. Sie würde es ohnehin von ihren momentanen `Arbeitgebern´ erfahren, denn zu denen war sie nun auf dem Weg. Sie wollte antworten. Allerdings war Lara sich sicher, das sie nicht allzu viel davon bekommen würde und dennoch suchte sie das Gespräch.
An ihrer Seite waren Marianna und Nathan.
Warum Nathan letztlich mit nach England kam, hatte er noch nicht gesagt, irgendetwas verheimlichte er, das roch Lara förmlich. Sie würde es herausfinden und Nathan zur Rede stellen, sowie sie mit ihm allein war, denn sie vertraute Marianna nicht wirklich.
Marianna hatte sich der Archäologin angeschlossen, da sie nochmals beteuert hatte, wie leid es ihr das Geschehene tat und Lara hatte der jungen Frau zugehört. Auch als sie wieder im Hotel in Luxor waren. Dort hatten Lara und Nathan erfahren, wie Marianna und Alex sich kennen lernten…


…Sie war auf der Straße aufgewachsen. Hatte keine Wurzeln und kein Zuhause…
Es war regnerisch an jenem Tag, als die kleine, achtjährige Marianna zusammen mit ihrer `Familie´ nach einem Beutezug in einem noblen Restaurant, zurück in ihre Behausung kamen.
Es waren nicht viele Kids. Da waren James, Lucie und Allen…und Alexander. Alle waren älter als sie, schon im Teenageralter und Alex war mit Abstand der Älteste. Er war der Anführer.
Marianna hatte keine Problem damit, immerhin hatte sie gar nichts und war froh, in dieser `Gruppe´ geduldet zu werden, was sie mitunter ihrem gewitzten Verstand verdankte. Ja, sie war weitaus intelligenter als andere Kinder in ihrem Alter.
Schon, als sie vor rund einem Jahr sich der Gruppe anschloss, hatten das sofort alle gemerkt und das war der Grund, wieso sie dieses `Nesthäkchen´ überhaupt aufgenommen hatten. Sie wusste viel, konnte überaus gut logisch denken und war ihnen allen somit eine enorme Hilfe, bei der besonderen Art des Beschaffens des Lebensunterhaltes.
Auch Alexander merkte das sofort und Marianna stand von Anfang an unter seinem persönlichen Schutz.
Er hielt viel von der kleinen mit den Schwarzen Haaren.
`Raven´ wurde sie genannt.
Es war schön für Marianna.
Zum ersten Mal hatte sie eine richtige Familie...

,,Was war vorher?…” hatte Lara letzten Abend gefragt, ,,…Bevor du dieser Gang beigetreten bist?”

…Sie wusste es nicht.
Ja, sie war in irgendeinem Heim aufgewachsen, in Nottingham. Dort wurde sie schon als Baby ausgesetzt. Niemand wusste wo sie her kam und den Namen `Marianna´ gaben ihr damals die Betreuerinnen des Heims, da das kleine Mädchen zweifellos italienischer Abstammung war.
Die ersten Jahre ihres Lebens verbrachte sie dort. Doch die regeln des Heims waren streng katholisch.
Zu streng für Marianna.
Ihre Natur war wild und ungebändigt. Sie war einfach nicht für ein geordnetes Leben bestimmt. Immer wieder wurde sie von den Heimleiterinnen zurecht gestutzt, über ihr schlechtes Benehmen aufgeklärt. Ihr wurde gesagt, das sie sich ändern solle, sich anpassen solle, da sie hier doch wenigstens ein Dach über dem Kopf hatte.
Aber trotz all dem konnte und wollte das junge Mädchen sich nicht anpassen. Sie war anders, das wusste sie irgendwie. Sie hatte schon immer gerne mit den Feuer gespielt.
Eines Nachts dann, haben sie und ihr bester Freund Benedikt, den Schlüssel ihrer Aufseherin gestohlen und waren einfach abgehauen. Sie waren gerade erst sieben geworden.
Jedoch suchte die Polizei nach den Waisenkindern und fand sie noch in der selben Nacht. Mariannas Versteck war besser als das ihres Freundes. Er wurde zurück gebracht. Sie entkam…

,,…Woww…” hatte Nathan eingeworfen, ,,…ganz alleine mit sieben Jahren? Da musst du aber schon einiges im Köpfchen gehabt haben.”

…Das hatte sie.
Das haben auch ihre Lehrer im Heim immer gesagt. Sie sei begabt und sie solle doch ihre Begabungen nutzen.
Marianna tat es.
Zum erste mal hörte sie auf ihre Lehrer und nutzte ihr bereits großes Wissen und schlug sich bis nach London durch.
Dort vergingen nur kaum drei Wochen bis sie auf ihre `Familie´ stieß.
Sie waren gerade dabei zu fliehen, nachdem sie einen Kiosk ausgeraubt hatten. Marianne wusste zwar, das es falsch war, was sie taten und sie tun würde, aber sie wusste auch, das sie alleine niemals lange überleben konnte.
In einer kleinen Seitengasse, versteckte sich Alexander und die anderen vor der sich nähernden Polizei.
Marianna hatte alles genau beobachtet und sah, das die Polizei die `Gang´ schon recht bald erwischen würde.
Natürlich nur, wenn Marianna nichts unternehmen würde.
Das kleine Mädchen ging schnurstracks zu der Polizei und fragte denn wonach diese Suchten. Natürlich wurde ihr gesagt, das es sie nichts anging und sie sich fern halten sollte, denn die Seitenstraßen kein Ort für ein kleines Mädchen waren, doch Marianna stellte sich vor die Beamten und erklärte ihnen, das sie hier aufgewachsen sei und sich hier schon den ganzen Tag aufhielt.
Die Beamten verfolgten ihren Weg mit den Worten, das hier eine Jugend-Gang rumwerkelte, die ziemlich gefährlich sei.
Marianna bejahte dies und sagte den Beamten, das eben diese Gang in einem Versteck unter der Towerbridge, am Ufer der Themse zu finden sei.
Beide Polizisten waren verblüfft und Mariannas Täuschung funktionierte. Die Beamten rückten nach mehrmaligem Nachfragen ab und verlangten per Funk Verstärkung. Das Marianna, alles nur gelogen hatte, daran dachte niemand.
Sogleich, las die Polizei abgerückt war, ging Marianna zu der Gang und grüßte diese freundlich mit der Bitte, ob sie mitmachen könne.
Alex und die anderen waren erstaunt von der Kleinen und nahmen diese dann mit…

…Ja, Raven hatte nun einen Platz in der Welt. Über das Richtig und Falsch machte sie sich keine Gedanken mehr.
Bis zu dem besagten Beutezug in diesem Restaurant. Es war bereits nach Mitternacht gewesen und alles ließ glatt. Wie immer.
Lucie und sie standen schmiere und die Jungs räumten aus, während Alex die Mitarbeiter mit einer Pistole in Schach hielt.
Dann kehrten sie zurück in ihr Versteck.
Es lag am Rande des Hyde Parks in einem heruntergekommenen Haus im Keller. Niemand kam dort je hin.
Doch was alle nicht wussten, war, das die Polizei ihnen diesmal dicht auf den Versen war, zu dicht.
Das Versteck wurde gestürmt und alle in Polizeigewahrsam genommen.
Alexander hatte sich am meisten gewehrt, mit der Pistole zwei Beamte angeschossen und dann hatte es drei weitere gebraucht, um ihm die `Acht´ anzulegen.
Er bekam Gefängnis.
Was mit den anderen passiert war, wusste sie nicht, sie hatte keinen je wieder gesehen, aber da noch alle minderjährig gewesen waren, war deren Strafe wohl nicht sonderlich hoch, sodass sie über kurz oder lang wohl wieder in einem Waisenhaus gelandet waren.
Genauso erging es auch Marianna.
Wieder kam sie in ein Heim.
Sie hätte es zwar nicht erwartet, doch dieses mal gefiel es ihr.
Die Betreuerinnen waren nett, kümmerten sich rührend. Es gefiel ihr und Marianna beschloss für sich selbst, dort zu bleiben. Schnell fand sie neue Freunde und die Jahre vergingen so schnell, das sie gar nicht wusste wie ihr geschah, als die Heimleiterin, Mrs. Campbell, die nun zehnjährige adoptierte…

…Marianna freute sich, die mochte die Frau und sie mochte deren Haus.
Es war groß und geräumig.
Es hätte nicht besser laufen können, für Marianna. Sie hatte nun eine Mutter und besuchte die besten Schulen Londons. Sie machte ihren Abschluss mit der Bestnote und fand die Zeit beim `MIT´ in den USA einfach.
Allerdings hatte es natürlich auch Schattenseiten. Marianna war während des Studiums, auch durch ihre Freunde, zu einem Gothik-Fan geworden. Ihre Lieblingsfarbe war schwarz, sie ging mit Freunden in zwielichtige Clubs und feierte Partys ohne ende.
In London zurück, wusste sie nicht wirklich viel mit sich anzufangen.
Die ´Dunkle Szene´ war für sie viel faszinierender, als irgend ein Job bei einem technischen Institut. Eines Nachts, sie waren feiern in einem Club `Underground´ lief er ihr wieder über den Weg.
Alexander Morris. Der Anführer ihrer `Familie aus Kindertagen´.
Er war wegen guter Führung entlassen worden, doch mittlerweile völlig von Drogen abhängig und…anders als früher.
Er hatte ein großes Ding am start, er wollte sie dafür anheuern. Es würde nach Ägypten gehen, sie musste sich nur als Technikerin beim Britischen Museum bewerben. Das er sich über sie informiert hatte, fand Marianna allerdings nicht wirklich lustig und schlug das Angebot natürlich ab. Sie wollte nichts mit ihm mehr zu tun haben. Augenblicklich verließ sie dann den Club.
Natürlich folgte er ihr und stimmte sie um, wobei sich Marianna nie wirklich sicher darüber war, freiwillig mit zu machen. Es war einfach seine Art. Er zog sie beinahe in den Bann. Was, wie sich ja dann in Ägypten heraus gestellt hatte, wirklich so gewesen war…


Lara seufzte.
Sie wusste nicht wieso, aber an irgendjemanden erinnerte sie die Schwarzhaarige. Es gab viele Parallelen zwischen Mariannas Wesen und ihrem.
Lara selbst war früher wohl auch so gewesen, hatte sich nichts sagen lassen und hasste einschnürende Regeln.
Und sie glaubte der jungen Frau.
Sie glaubte, das Marianna zwar `nicht ohne´ war, aber auch ihre Taten bereute, was sie letzet Nacht mehrmals beteuert hatte. Zum Teil hatte sie ja auch unter dem Einfluss von Alexander Morris gestanden, was Lara noch immer rätselhaft und unbekannt war.
Die Archäologin war sich sicher, das sich das noch klären würde und wer weiß, vielleicht hatte Kurtis ja auch eine Ahnung.
,,Hm…” erklang Mariannas Stimme und Lara drehte den Kopf zu ihr.
Die junge Frau schlief. Seelenruhig.
Wieder schweiften Laras Gedanken ab.
…Wie schwer musste es für sie gewesen sein, ohne Familie aufzuwachsen?…Das kann ich mir kaum vorstellen…Moment!…Was denke ich denn da? Natürlich weiß ich wie es ihr ergangen ist…Bei mir war es doch auch in etwa so…nur hatte ich das Glück und war kein Straßenkind...
,,Hey, alles klar?” fragte Nathan, der zum Gang hin in der Dreierreihe saß.
Lara drehet den Kopf zu ihm und nickte: ,,Sicher…sie schläft.”
Nate nickte ebenfalls.
Sicherlich hätte Lara Nathan auf jetzt darauf ansprechen können, was er denn in England wollte und was er in Amnara gesucht hatte, aber einerseits wusste Lara nicht wirklich, ob Marianna tief genug schlief und andererseits wusste sie nicht, ob es überhaupt etwas bringen würde.
Gut, sie würde Nathans Fund niemals stehlen oder ihm die berufliche `Ehre´ nehmen, aber sie war eben immer noch stutzig über sein verhalten, mit zu fliegen, denn mit den Worten `…will nur meinen Kumpel Kurtis besuchen…´ machte er sich noch mehr verdächtig, als er es ohnehin schon war.
…Wie dem auch sei…In vierzig Minuten landen wir, dann fahre ich zum Museum und dann gehen wir eins nach dem anderen an…
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