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Herz des Anubis

von Liwen
GeschichteAbenteuer / P12
Kurtis Trent Lara Croft Zip
24.10.2010
21.08.2012
25
60.315
 
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24.10.2010 2.715
 
So...
weiter geht es...
...hm....bin mir nicht so wirklich sicher, ob das so gut rüber kommt, aber ihr werdet mir eure Meinung sicherlich mitteilen.
;)
Danke für die Reviews!
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Keiner wusste wie ihm Geschah, als Kenneth erst Lara, dann Nathan zu Boden stieß und Mariannas Hals mit seinen großen Händen umschlang. Er bewegte sich blitzschnell, beinahe zu schnell.
,,Wo ist es?…” der Historiker drückte der jungen Frau die Luft ab, ,,…Wo ist es?”
Marianna war erschrocken.
Ihre Augen waren weit aufgerissen und sie versuchte sich zu befreien, doch Kenneth´s Griff war zu stark. Er hob sie in die Höhe, sodass sie den Boden unter ihren Füßen nicht mehr spürte.
Lara stand auf und tauschte einen kurzen Blick mit Nathan, der bereits wieder seine Waffe erhob.
,,Los lassen!” drohte der Schatzsucher und näherte sich vorsichtig dem Historiker von hinten.
Auch die Grabjägerin hatte ihre Waffen erhoben und eilte um den Historiker herum, sodass sie ihm ins Gesicht sehen konnte: ,,Kenneth…was tun Sie da?”
,,Wo ist es?” brüllte Kenneth Marianna an. Er schüttelte sie.
Die junge Frau röchelte, sie bekam kaum noch Luft.
Hass glühte in seinem Gesicht. Seine Augen fixierten die Schwarzhaarige und Zorn schwemmte über.
,,Hören Sie auf damit!” rief Lara, allerdings zum Teil auch, um Kenneth abzulenken, da Nathan sich von hinten anschlich.
Der Schatzsucher hob seine Waffe und zog sie heftig über den Schädel des Historikers.
Kenneth taumelte zur Seite und ließ von Marianna ab, die sofort nach Luft schnappend und hustend zu Boden ging. Sie hielt sich den Hals, üble Würgemale waren zu sehen.
Lara stecket ihre Waffen weg und eilte rasch zu ihr, um sie von Kenneth weg zu ziehen.
Nathan hatte inzwischen seine Waffe erneut auf den Historiker gerichtet: ,,Sind Sie übergeschnappt?”
Ein grimmiges Lachen spiegelte sich auf Kenneth´s Gesicht wieder und er drehte sich zu der Dreiergruppe um: ,,Alles vergebens!…“ erneut blickte er zu Marianna und ihm verging das Lachen, ,,…Wo hast du es?”
,,Ich hab es nicht!…” ihre Stimme war nur ein kratzen. Noch immer saß sie am Boden. Lara hockte neben ihr und stützte sie. Sie fragte sich, was das ganze hier sollte.
,,…Ich hab es nicht…” erklang erneut Mariannas Stimme und Lara stellte sich hin: ,,Wovon reden Sie Kenneth?…Was geht hier eigentlich vor?”
,,Was hier vor geht?…” Kenneth fing an hin und her zu laufen und lachte wieder. Er war sichtlich unruhig und nervös. Er schwitzte, sein Gesicht sah aus, als wäre er in den Wahnsinn getrieben worden.
,,…ihr könnt es euch nicht vorstellen…ihr elenden, verlogen Menschen…eure ganze Rasse müsste man vom Antlitz der Erde tilgen!”
Lara und Nate tauschten abermals verwirrte Blicke.
,,…Mein Vater…würde schon dafür sorgen…” kam es erneut von dem Historiker.
,,Er…” hustete Marianna, ,,…er ist es!….” wieder hustete sie, ,,…Er ist der Sohn von Anubis…”
Lara blickte ungläubig auf die junge Frau herab.
…Ich glaube, die haben sie beide nicht mehr alle…
,,Ja, ja….” begann Kenneth und hörte nicht auf hin und her zu laufen, ,,…doch, doch, die Kleine hat recht. Jetzt wo ich meine Fluch von ihr genommen habe, sieht sie endlich mal wieder, wie ein Geschöpf eurer Spezies.”
Lara war nun wirklich mehr als verwirrt und trat einen Schritt vor: ,,Fluch?…Wovon reden Sie, Dr. Brunham? Was wird hier gespielt?”
Er grinste: ,,Ja, der gute, Dr. Burnham…” er blickte Lara an, ,,…der ist leider…in Urlaub gefahren, schon vor beginn der Expedition…Ich hoff allerdings schon, das er am Grund der Themse ein angenehmes Plätzchen gefunden hat.”
Lara formte die Augen zu schlitzen. Sie verstärkte den Griff um ihre Waffen. Es dämmerte ihr langsam, was hier vor sich ging und sie wusste, das es ihr nicht im geringsten gefiel.
,,Wer sind Sie?” fragte Lara. Ihre Stimme hallte als kleines Echo in der Halle wieder.
,,Das musst du nicht wissen, Babe…” meinte Kenneth, der ja dann wohl nicht Kenneth Burnham, Historiker des Britischen Museums war, ,,...ich bin hier, um meines Vaters Willen zu erfüllen. Jahrtausende hat er gewartet, da niemand wusste, wo sie diese Stadt befand, doch jetzt…ist das anders.”
Marianna erhob sich: ,,Du hast mich benutzt!”
Der Mann lachte: ,,Wie klug du doch bist, mein Kind!…Ja, du warst mein Werkzeug. Ich brauchte schließlich etwas Hilfe, um hier meine Tarnung aufrecht zu halten, aber jetzt ist es sowieso vorbei. Nun gut…” er schluckte und beruhigte sich etwas, ,,…Kommen wir nun zum Punkt. Wenn du es nicht hast, dann…” der Mann blickte zu Nathan, ,,…hast du es! Gib es mir und ich werde euch ziehen lassen.”
,,Äh…” Nathan trat ebenfalls etwas vor und fragte, ,,…Freundchen, wir kennen uns nicht und wenn ich ehrlich bin, habe ich keine große Lust dich kennen zu lernen. Ich habe nichts bei mir außer meine hübsche kleine Waffe und ein verschwitztes Shirt…ich weiß nicht im geringsten, was du meinst…”
,,Elender Lügner!” Kenneth rastete aus und stürmte auf Nathan zu.
Der Schatzsucher wich dem Schlag aus.
Lara richtet ihre Waffen auf den Mann: ,,Stehen bleiben!”
Er lachte und drehte sich zu der Archäologin: ,,Kleines…glaubst du etwa, eure Bleigeschossen könnten mir etwas anhaben? Dem Sohn eines Gottes?”
Lara zog ihre Augenbrauen hoch: ,,Auch einen Herkules kann man töten, wenn es sein muss..Was soll dieses Spielchen hier? Was geht hier vor?” sie betonte ihre letzte Frage besonders.
,,Du raffst es nicht?…” der Mann kam in ihre Richtung, doch Lara wich vorsichtshalber zurück, ,,…ich bin der Nachfahre des Anubis!…Seine göttliche Macht fließt durch meine Adern. Hier, in diesem Raum war eine Nachricht für mich…Ich will sie haben!”
,,Nicht schon wieder dieses Klischee eines Gottessohnes…” gab Lara sarkastisch zurück, ,,…der Letzten, den ich traf, hätte es auch besser gehabt, wenn er seinen Hochmut im Zaum gehalten hätte.”
,,Lach nur, Lara Croft…” meinte der Mann bedrohlich, ,,…ich bin anders!”
,,Ja, nur ein anderer, verrückter, Spinner, der sich einbildet begabte Eltern zu haben!…” Lara lächelte, ,,…Entschuldigen Sie die Formulierung, aber das ist schlicht und einfach lächerlich!”
Sie wusste, das sie ihn damit reizte, doch genau das war es, was sie beabsichtigte. Lara wollte einfach wissen, ob der Typ ihr gegenüber nur ein fanatischer Spinner oder wirklich der Nachfahre eines Gottes war. Sie hatte schon so viel erlebt und gesehen in ihren junge Jahren, das es für sie nichts mehr gab, was unmöglich war.
Jedoch konnte Lara förmlich sehen, wie die Wut in seinem Hirn überkochte. Sie machte sich ein Spaß daraus und das gefiel ihm überhaupt nicht.
Er war richtig sauer.
,,Du wirst schon sehen, was du davon hast!” brüllte er sie an und dann passierte es…

Nathan hatte gerade Zeit um Luft zu holen, da war es auch schon passiert.
War es eine Druckwelle gewesen? Oder eine Energiewelle? Nate wusste es nicht. Er konnte nur zusehen, wie Lara mit voller Wucht davon geschleudert wurde und mit dem Rücken brutal gegen die Mauerwand knallte.
Doch weiterhin blieb er nicht untätig.
,,Hey!” brüllte der Schatzjäger, zielte mit seiner Waffe und drückte ab.
Nathan mochte es nicht, zu töten, deshalb zielte er auf die rechte Kniescheibe des vermeidlichen Historikern, um ihn unschädlich zu machen, doch kaum flog die Kugel durch die Luft, prallte sie an ihrem Ziel, wie an einer unsichtbaren Scheibe mit einem Knall ab und wurde zurückgeschleudert.
Natahn duckte sich instinktiv, obwohl das Geschoss weit über ihm in die Mauerwand schlug.
Verblüfft blickte Nathan zu dem Historiker. Sein Oberstübchen wollte nicht wirklich verstehen, was hier gerade passierte.
,,Komm du mir ja nicht in die Quere!” drohte der, für Nathan, unbekannte Mann.
Ein Husten erklang, irgendwo im Dunklen.
Nathan drehte den Kopf und im Schein seiner Taschenlampe konnte er erkennen, das Lara sich wieder aufrappelte.
,,Vorsicht!…” schrie Marianna plötzlich, stürzte sich auf Nathan und riss ihn mit sich zu Boden. So entgingen beide einer erneuten Druckwelle mit beißendem, grellem, weißem Licht, das den Möchtegern-Historiker umhüllte.
So schnell wie das Licht gekommen war, war es auch wieder verschwunden, zusammen mit dem Mann, der darin gestanden hatte.
Nathan war völlig perplex: ,,Was zur…?”
,,Nate!…” Lara kam zu ihnen geeilt, ,,…ist alles in Ordnung?” Sie blickte die beiden an, als sie gerade aufstanden.
Der Schatzsucher musterte die Archäologin: ,,Das fragst du mich?…Was ist mit dir?”
,,Nur ein Kratzer…” meinte Lara und spürte, wie warmes Blut über ihren Rücken lief, jedoch überging sie das und blickte zu der jungen Frau, ,,…Marianna?”
,,Ja, alles in Ordnung…jetzt…”
Nathan blickte ebenfalls zu der Schwarzhaarigen: ,,Danke.” Sie hatte ihn immerhin davor bewahrt, wie ein Football durch die Luft geschleudert zu werden.
Sie nickte knapp und blickte dann zu der Archäologin: ,,Es tut mir leid…ich, ich…wusste nicht, das er…”
Lara fasste der jungen Frau an die Schultern und zwang sie, sie anzublicken: ,,Marianna!…Was ist hier los?”
Die Schwarzhaarige war auf einmal so unsicher: ,,…Ich…er ist weg.”
,,Sicher ist der weg…der Penner hat sich einfach so verpisst…” meckerte Nathan und klopfte sich den Staub von der längst verdreckten Hose. Nur über das `Wie´ wollte Natahn jetzt nicht wirklich grübeln.
,,Marianna…” begann Lara von neuem, ,,…was wird hier gespielt? Ich weiß, das Sie das wissen! Was ist mit Kenneth los?”
Marianna schluckte und sah der Archäologin in die Augen. Sie wusste, das sie nicht drum herum kam, der Grabjägerin zu sagen, was sie wusste.
,,…Er…ist nicht Kenneth Burnham…” begann sie junge Frau und Lara ließ sie los, da sie und Natahn gespannt zuhörten.
Dann erzählte Marianna alles, was sie wusste: ,,…Sein Name ist Alex…also eigentlich Alexander Morris und er ist weder Kenneth Burnham, noch Historiker des britischen Museums…” sie schluckte, da es ihr sichtlich schwer fiel, reinen Tisch zu machen, ,,…Er ist ein cracksüchtiger Mistkerl…”
,,..Ein Cracksüchtiger Mistkerl?…” fiel Nathan dazwischen und war sichtlich sauer, über die unglückliche Entwicklung der Ereignisse, ,,…Ist dir vielleicht aufgefallen, das der sich…weg `gebeemt´ hat?” Er wechselte auch zum `Du´ was ihn überhaupt nicht störte.
Lara griff Nathan an die Schulter: ,,Nate, lass es mal gut sein…das wird sich alles klären.”
,,Ja spinne ich denn?…” er sah die Archäologin an, ,,…Bin ich hier der einzige, der das merkwürdig findet?”
Marianna und Lara drehten gleichzeitig den Kopf und übereinstimmend sagten beide ein klares, deutliches: ,,Ja!”
Nate stockte, blickte zur Seite und nickte: ,,Okay…” er ging zu dem steinerner Altar und setzte sich frechweg drauf, als wäre er zu Hause bei sich im Wohnzimmer, ,,…haltet ihr zwei nur eure Katschrunde, falls es euch nicht stört, das wir unter der Erde in einem uralten Tempel sitzen und unser `Beamer´ sich eben in die nächste Galaxis befördert hat!”
Marianna blickte Lara mit großen Augen an und die Archäologin nickte verstehend. Sie drehte sich zu Nate und meinte: ,,Kannst du vielleicht für fünf Minuten deine Klappe halten? Dich interessiert es nicht, gut…dann geh, ich werde auch ohne dich einen Ausweg finden, aber hör auch mir auf die Nerven zu gehen!” Sie war nicht begeistert von seinem Gemecker und das zeigte sie auch.
Der Schatzsucher weitete gespielt die Augen: ,,Oh, die Lady ist erzürnt. Okay, ich halt die Klappe…zwangsläufig muss ich ja doch zuhören und Zeit habe ich, also, leg los, Kleine.” Er blickte auffordernd zu Marianna.
Lara verdrehte die Augen, blickte jedoch dann wieder zu der jungen Frau, die augenblicklich weiter erzählte.
,,…Ich habe ihn in der `Szene´ kennen gelernt und…er meinte eben, ich könnte ihm helfen…Ich wusste nicht, wozu er fähig war, als es zu spät war. Er hat Mr. Burnham vor dem Flug nach Ägypten abgepasst, zusammen geschlagen und über die Tower Bridge geschubst…Vermutlich ist der Historiker tot, ich weiß es nicht…er hat mir das alles nur erzählt, als wie hier in Luxor waren. Ich wusste nicht mal, das er hier her kommen wollte, es war eigentlich abgemacht, das ich ihm das bringe…Natürlich habe ich dann versucht mich zu wehren, ich möchte nichts mit einem Mörder zu tun haben, aber er hat irgendwas mit mir gemacht…Ich bin normalerweise nicht so angriffslustig.”
,,Dann sind Sie wohl auch nicht die Nachfahrin des Anubis?” fragte Lara.
Marianna schüttelte den Kopf: ,,Ich nicht, aber er.”
,,Ach..” schnaufte Nathan nebenbei.
,,Gut…immerhin ist da vielleicht doch etwas wahres dran, denn Mr. Morris hat sich offensichtlich…weg `gebeemt´….” Lara gefiel es nicht, dieses Wort zu benutzen, aber ihr fiel im Moment nichts anderes ein, ,,…Was will er?”
,,Er…hier unten war etwas für den Nachkomme des Anubis hinterlegt, eine Nachricht, so etwas wie ein Schriftstück…ich weiß nicht was, aber es muss etwas bedeutendes sein. Er hat mir…einiges Versprochen, wenn ich ihm helfe und wenn ich ihm nicht geholfen hätte…”
,,…hätte er Sie gezwungen…So wie er es ohnehin getan hatte.” sagte Lara.
,,…Es mag sein, ich habe Scheiße gebaut, aber ich wusste nicht das Alex wirklich solchen Hokuspokus kann…” meinte Marianna, die jetzt erst wieder eigentliche ihre Stimme gefunden hatte, ,,…Ich meine, kommen Sie, wenn Ihnen jemand erzählt, er wäre der Sohn eines Gottes…das schreit doch nach einer Klapse…Ich hätte nie in meinem schwarzen Leben gedacht, das es so etwas gibt.”
,,Jetzt wissen Sie es.”
,,Ach kommen Sie, Lady…das ist doch total krank!”
,,Mag sein…” entgegnete Lara, ,,…aber dennoch ist es wahr. Dieser Alex schein mir gefährlich zu sein. Irgendwas ist da am laufen…ich habe diese Kraft selbst gespürt, als er mich gegen diese Wand geschleudert hat, also was hat der Kerl vor?”
,,Die Weltherrschaft!” warf Nathan grinsend ein. Er glaubte das alles nicht.
,,Ich weiß es nicht genau…Die letzten Stunden sind etwas verschleiert, aber er hat mir nie genau gesagt, wie es hiernach weitergehen soll…” Marianna strich sich das Haar hinters Ohr, ,,…tut mir leid.”
Lara nickte: ,,Schon okay…das werden wir bestimmt noch früh genug erfahren.” Es war also doch so gewesen.
Kenneth…Alexander Morris, war von Anfang an ein falscher Fünfziger. Aber kein gewöhnlicher, sondern einer mit…übernatürlichen Fähigkeiten. Das verkomplizierte die Sache natürlich ungemein.
Innerlich stöhnte Lara auf, da sie wirklich keine Lust hatte auf ein solch kompliziertes und gefährliches Unterfangen.
Nichtsdestotrotz würde sie diesen Kerl wohl aufspüren und das verhindern, was er vorhat, denn egal, was es war, es wäre bestimmt nichts gutes.
,,Gut, verschwinden wir von hier und finden heraus, wo sich dieser Alexander Morris hingeflüchtet hat, denn ohne Zweifel hatte er nicht die Möglichkeit uns zu töten, das heißt noch nicht, sonst hätte er es bestimmt getan. Ich werde schon herausfinden, was der Kerl vor hat.” verkündetet Lara und kann sich schon beinahe vor wie eine Polizistin, die leider immer irgendwelche durchgeknallte Hirnies zur Strecke bringen musste, die nach Macht streben und sich die Welt unterjochen wollen. Irgendwie war es einfach immer das selbe.
Gut, sie hätte auch sagen können, das es nicht ist ihr Problem war und sie sich da einfach raus hielt, da sie noch nichts genaues wusste, aber sie wäre nicht Lara Croft, wenn sie das täte. Sie musste auch zugeben, das sie sich in irgendeiner Weise verpflichtet fühlte, Alexander Morris aufzuhalten, denn sie war dabei gewesen, wie dieser Kerl seine `Fähigkeiten´ demonstriert hat und das war nicht nett gewesen und nun mal ihr Gebiet geworden in den letzten Jahren.
Wieder einmal verfluchte sie ihre jetzige Berufslaufbahn.
Was war aus den guten, alten Zeiten geworden, wo man einfach in einen Tempel ging, über drei, vier Fallen hüfte, vor einer rollenden Kugel flüchtete und dann am Schluss friedlich und vergnügt mit dem Artefakt in der Tasche nach hause zurück kehrte? Mittlerweile, war alles verdreht und abgefahren. Überall nur noch Spinner und Idioten, zum Teil auch übernatürliche.
…Wenn das hier vorbei ist…dann wird mein nächster Auftrag mich dahin bringen, wo kein anderer sonst hinkommt…nur ein Tempel, ich…meine Fallen und…Was rede ich denn da?…Das hier, hat noch nicht mal angefangen…
Lara verdrehte innerlich die Augen und schob ihre Gedanken beiseite, denn Nathan war aufgestanden und wieder zu ihnen gekommen.
,,Wenn wir hier dann fertig sind, Ladies, könnten wir zusehen, das wir uns hier verdrücken. Ich möchte ungern begraben werden und mal ehrlich…solangsam ruft die Natur!”
Marianna musste grinsen.
Lara verschränkte lächelnd die Arme vor der Brust: ,,Ach ja.?..” sie blickte sich um, ,,…Weit und breit kein Beamter des Ordnungsamtes zu sehen…lass deinen Trieben also ruhig freien lauf.”
Natahn näherte sich ihr, sah sie an und verschränkte ebenfalls die Arme vor der Brust: ,,Nach dir!”
,,So weit würde es noch kommen…” lachte Lara spottend und deutete dann auf den Ausgang hinter ihm, ,,…Los, Ladies first!…Du musst doch mal.”
Nate grinste und nickte.
Die Neckereien gefielen ihm…
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