Aufstieg der Tiberium Sonne

von Finalzero
GeschichteAbenteuer / P16
23.10.2010
19.04.2011
11
45.481
1
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
23.10.2010 3.784
 
Major Cold war in seiner Arbeit vertieft. Seine Gedanken waren jedoch bei seiner Verlobten, Lara. Nächste Woche wollten Sie Heiraten. Hoffentlich lässt der Colonel ihn nicht schon wieder das Wochenende durcharbeiten. Er musste alles daran setzten die Zielperson zu finden.
Er schaute sich nochmals Berichte von der Bruderschaft an. Welche Gebiete sie zuletzt überfallen hatten und wer dabei das Kommando hatte.
Plötzlich meldete sich EVA, die elektronische Video Assistenten von der GDI zu Wort.
„Sie haben Post!“ informierte sie den Major. Er zögerte nicht lange und überprüfte seine E-Mails.
Den Absender kannte er nicht. Der E-Mail war eine Datei angehängt, scheinbar eine Videodatei.
„EVA, Diagnose?“ sagte der Major zum Computer.
„Es konnte keine Viren erkannt werden Sir, die Datei ist sauber.“
Bisher hatte sich EVA noch nie geirrt, also vertraute er ein weiteres mal auf ihr und öffnete die Datei. Prompt wurde das Video abgespielt.

“Okay, Kamera läuft. Dann zeig mal was du kannst!”
Auf dem Video ist ein Junge zu erkennen. Wohl um die 16 Jahre alt. Eine Kamera war auf ihn gerichtet, man konnte nicht das Gesicht des Kamerajungen erkennen, er war nach seiner Stimme nach zu urteilen aber schätzungsweise im selben Alter.
Der Junge, auf dem die Kamera gerichtet war, hielt ein Skateboard in seiner Hand und hatte wohl geplant einen Stunt damit aufzuzeichnen. Sie befanden sich auf dem Bürgersteig. Etwas weiter weg konnte man einige Häuser erkennen, sie befanden sich in einen Wohnviertel, das Wetter war bewölkt.
Auf dem Bürgersteig hatten die beiden Jungs eine kleine Rampe aufgestellt.
„Bereit?“ fragte der Skater.
„Los!“ brüllte sein Freund mit der Kamera.
Der Junge raste mit seinen Skateboard auf die Rampe zu, während die Kamera ihn folgte.
Er hob ab und vollführte in der Luft eine spektakuläre Rolle mit einer abschließenden, perfekten Landung.
„Man, das war Klasse!” sagte sein Freund.
„Hehe, natürlich war es das. Jetzt lass uns das Video fertig schneiden mit meinen anderen Szenen.”
antwortete sein Freund.
Gerade wollte er die Kamera ausstellen. Plötzlich hörte man Motorengeräusche.
„Was ist das???” fragt der Skater.
Die Kamera schwenkte Richtung Himmel. Plötzlich flog ein schwarzer Kampfhelikopter über ihre Köpfe hinweg. Auf der Seite des Helis konnte man gut das Nod Symbol erkennen. Der Stachel eines Skorpions.
Und dann tauchten plötzlich dutzende weitere von diesen Dingern auf.
„Was zum Teufel?” brachte der Junge, der die Kamera hielt, noch von sich raus.
„Nimm das auf Mann, nimm das auf!” befahl der Skater seinen Freund.
Plötzlich sind Schreie zu hören und Schüsse fielen.
„Jerry, wir sollten lieber hier verschwinden.” sagte der Junge mit der Kamera ängstlich, der einige Schritte zurück wich.
„Nein, bist du blöd?! Nimm das auf, dass können wir der Presse für viel Kohle verkaufen. Das ist wie Kino, nur echt!” behaarte der Skater, der ganz große Augen machte und das Spektakel ansah, ohne zu begreifen in was für eine Lage er sich befand.
„Scheiße, was ist das?” sagt sein Freund erschrocken.
Sie schauten nach Links, zum anderen Ende der Straßenseite.
Man konnte Nod Truppen in Formation aufmarschieren sehen, direkt in die Richtung der beiden Jungs. Begleitet wurden sie noch von schweren Truppentransportern.
„Wir sollten wirklich hier verschwinden!” sagte der Junge mit der Kamera wieder und packte seinen Freund am Arm. Dieser befreite sich jedoch vom seinen Griff und schenkte seinen Kumpel kaum Beachtung.
Dann ist auf einmal eine laute Stimme zu hören, als würde sie aus einen Lautsprecher kommen, die Quelle ist jedoch nicht richtig zu lokalisieren.
„Meine Freunde, hört mich an! ZU lange wurdet IHR von der Regierung benutzt. Schon zu lange musstet ihr einen sinnlosen Krieg finanzieren. Und wofür? Wohin hat euch das schlussendlich gebracht? Die GDI benutzt euch, SIE ist das wahre Unkraut was gesät werden muss! Wie lange wollt ihr euch noch hinter ihres gleichen verstecken? Es wird Zeit, dass die Menschheit sich gegen ihre Unterdrücker erhebt. Folgt der Technologie des Friedens. FRIEDEN DURCH MACHT!”
Aus den Häusern dieses Viertels kamen plötzlich Menschen heraus und stellten sich am Straßenrand. Die Rede hatte wohl ihr Interesse geweckt.
„Ich.. ich will euch folgen!” sagte ein Mann plötzlich und ging auf die Nod Soldaten zu.
„Jeder, der bereit ist, sich uns anzuschließen, steigt in den Transporter!” ertönt abermals die selbe Stimme, die auch zuvor gesprochen hatte.
Es folgten weitere Personen, Männer sowie Frauen. Ein Mann, der mit seiner Familie draußen stand, ging ebenfalls zu den Nod zu.
„Nein, wir wollen nichts mit euch Terroristen zu tun haben, verschwindet aus unseren Dorf, ihr Mörder!”
Plötzlich taucht aus der Nod Menge ein Offizier auf. Er war in schwarz gekleidet und trug einen Mantel, anders als die Nod Soldaten, die ihre typischen Nod Anzug an hatten, ein leichter
Panzer-Anzug, der sie vor feindlichen Feuer schützte, sowie ein Helm auf, mit einem T-förmigen Visier, welches Rot zu leuchten schien.
Er ging auf den Vater der Familie zu, erhob seine Hand, die eine Pistole hervor zeigte und schoss den Mann augenblicklich in den Kopf.
Dieser fiel tot zu Boden.
Die Frau sowie die Kinder des Mannes fingen laut an zu schreien und zu weinen.
„Verdammt, jetzt lass uns hier abhauen. Der Kamerajunge fasst seine Freund abermals am Arm und wollte ihn gerade weg zerren.
Doch nun schaute der Nod Offizier in die Richtung der beiden Jungen, diese blieben wie angewurzelt stehen, während der Nod Offizier auf sie zu kam.
„Du hasst da eine sehr schöne Kamera, mein Junge.” sagt der Nod Offizier.
„Ähh, ja Sir!” antwortete der Junge stotternd, während das Bild auf dem Offizier gerichtet war, der am lächeln war.
„Warum willst du... und dein Freund sich nicht der Bruderschaft anschließen? Wäre dass nicht echt cool?” sagte der Nod Offizier und wollte dabei so wirken, als wäre er genau wie sie, ein Teenager.
„Aber... wir sind nicht mal Erwachsen, wir.. wir sind noch zu Jung dafür.” antwortete der Junge mit der Kamera ängstlich.
„Oh, für die Bruderschaft gibt es kein Mindestalter. Egal woher du kommst oder wie alt du bist, jeder der Willens ist, der Bruderschaft zu dienen, ist in unseren Rängen willkommen.” antwortete der Nod Offizier und hatte dabei etwas väterliches an sich.
„Nein.. ich.. ich will einfach nur nach Hause.” antwortete der Kamerajunge stotternd.
Er nahm die Kamera jetzt unter seinen Arm, drehte sich langsam um und ging zügig weg. Er wollte nur noch weg von hier. Die Kamera zeigte immer noch den Nod Offizier und wie dessen Ausschnitt immer kleiner wurde.
„Weist du nicht, dass es unhöflich ist, jemanden den Rücken zu zukehren?” fragte der Nod Offizier laut, während der Junge einfach weiter ging, während Tränen über sein Gesicht liefen.
Sein Skater Freund blieb währenddessen die ganze Zeit neben den Nod Offizier stehen, er zitterte am ganzen Körper.
„Ich habe dich etwas gefragt, Junge!” sagte der Nod Offizier wieder, dieses mal jedoch etwas zorniger. Der Junge beschleunigte sein Tempo nur.
Sein Herz raste.
Und dann der Schuss. Die Kamera fiel auf dem Boden. Sie zeigte, wie der Offizier noch seine Waffe hoch gehoben hielt und Rauch aus der Feuermündung kam. Die Linse der Kamera war nun mit Blutflecken überseht. Der Kamerajunge war tot.
Jetzt schaute der Nod Offizier Richtung des Freundes des toten Jungen.
„Was ist mit dir Kleiner? Möchtest du der Bruderschaft dienen?”
Der Blick des Skaters war immer noch auf seinen toten Freund gerichtet, er konnte nicht fassen, was gerade passiert war.
Leicht bewegt er seinen Kopf Richtung des Nod Offiziers.
„Ich.. ich möchte der Bruderschaft dienen.” brachte der Junge stotternd raus.
„Guter Junge, und nun ab mit dir in den Transporter.”
Der Skater sah nochmals kurz zu seinen Freund und wandte sich dann von der Kamera ab.
Dann brüllte jemand laut einen Namen aus der Nod Menge.
„Rheiner!”
Der Nod Offizier drehte sich um und ging einige Schritte von der Kamera weg.
Eine zweite Person stand nun vor ihm, sein Gesicht war nicht zu erkennen.
„Rheiner, wie sieht es aus?” fragte die andere Person, die ebenfalls in schwarz gekleidet war.
„Einige weigern sich Sir, aber wir haben mehr als genug.”
Der andere schaute sich leicht um.
„Okay, nehmen Sie die freiwilligen mit. Fackelt das Dorf ab.”
„Wie ihr befehlt!“
Nun ist nicht mehr viel zu sehen. Nod Soldaten bewerfen die Häuser mit Molotov Cocktails, was bewirkt, dass das Dorf langsam in Flammen aufgeht, während die Nod Truppen verschwinden.
Nur die Kamera schien wie durch ein Wunder heil zu blieben.

„Verdammte Nods.“ sagte Major Cold leise vor sich hin, als er das Video zu Ende schaute.
„Aber wer war dieser Mann...“
Er spulte nochmals das Video zurück. Zu der Szene, wo der Junge mit der Kamera erschossen wurde.
Abermals tauchte eine zweite, in schwarz gekleidete Person auf, die mit den Offizier sprach.
„Diese Stimme..“ sagt Bruce Cold leise.
Und dann sah er es... Für einen Augenblick. Als dieser sich kurz bewegte, während des Gespräches.
Major Cold hielt das Video an. Man konnte zwar nicht das ganze Gesicht sehen, aber ein Teil.
Für Major Cold gab es keinen Zweifel wen er da vor sich hatte.
Mit einer Stimme voll Abscheu sagte dieser leise:
„Slavik.“
Bruce speicherte die Videodatei schnell auf ein tragbaren Datenträger, nahm diese dann an sich und spurte aus seinen Büro raus. Er bog sofort Rechts ab, während links von ihm der Kommunikationssaal war, ein wirres durcheinander, wie immer. Nach wenigen Meter, am Ende des Saals, hatte er das Büro von Colonel Hawkens erreicht. Dieser saß an seiner Schreibtisch, den man aber irgendwie als zu klein betrachten konnte, da der Colonel ein überaus breiter und hochgewachsener Kerl war. Er erinnerte irgendwie an einen Gorilla. Trotzdem um einiges sympathischer als dieser Solomon....
Der Major klopfte kurz an, wartete aber nicht darauf, hinein gelassen zu werden und machte die Türe auf und platze hinein.
„Sir, ich habe ihn gefunden!“ sagte der Major stolz.
„Wie, was? Sie haben SLAVIK gefunden?“ sagte der Colonel überrascht und schaute in die Richtung des Majors.
„Ja Sir,“ der Major ging einige Schritte mit den Datenträger in der Hand auf den Colonel zu.
„Vor einigen Tagen gab es einen kleinen Aufmarsch der Nod, in einen Dorf, ganz in der nähe von hier.“
„Davon weiß ich bereits Major.“ antwortete der Colonel.
„Sir, wissen Sie auch, dass Slavik höchst persönlich den Überfall leitete?“
Und plötzlich hatte der Major die ganze Aufmerksamkeit des Colonels.

Ein lautes Stöhnen ging von Lara aus. Sie öffnete langsam ihre Augen und fasste sich dabei am Kopf.
„Was.. was ist geschehen?“ fragte sie sich, während sie sich aufstützte. Doch niemand antwortete.
Sie sah zur Decke, die gut vier Meter über ihr lag.
Der Raum in der sie sich befand, war nicht allzu groß. Es gab ein Bett, worin Lara sich gerade befand und sonst schien er völlig leer.
Was sie jedoch beeindruckte waren die Wände. Es hatte etwas religiöses an sich. Die Wände waren mit Symbolen verziert, das Zeichen Nods, eine schwarze Hand und viele weitere Beindruckende Bilder. Der Raum war in einen Rot Ton getaucht, ebenfalls gab es kleine Monitore an den Wänden, die eine kleine Animation abspielten, mit bekannter Nod Propaganda wie:
„Eine Vision, ein Prophet.“
Es kam ihr vor, als wäre sie in einer Art High-Tech Kapelle.
Dann öffnete sich die Türe, die einige Meter entfernt von ihr war und ein vertrautes Gesicht kam hinein.
„Ah, Mrs Nightshadow, wie ich sehe, sind Sie endlich wach, ich hoffe es geht Ihnen gut.“
„Wo.. wo bin ich?“ Lara stand auf, dann wurde sie laut.
„Wo haben Sie mich hingebracht, ich will wieder nach Hause!!!“ schrie Lara, Marcel an.
„Ich bitte Sie, sich zu beruhigen. Es tut mir Leid, dass ich so welche Maßnahmen einsetzen musste, aber ich hielt es für meine Pflicht, Ihnen die Augen zu öffnen.“
„Was haben Sie mit mir vor?“ Lara nahm eine defensive Haltung ein.
„Ich möchte Ihnen nur zeigen, wer wir wirklich sind, nicht mit Worten Mrs. Nightshadow, aber mit Bildern!“
„Und danach...?“ fragte Lara zögernd.
„Dann steht es Ihnen frei zu gehen.“
Sie hielt einen Moment inne. Frei zu gehen? Das hätte Sie jetzt wirklich nicht erwartet.
„Ist.. ist das Ihr ernst?“ fragte Lara stotternd.
„Aber natürlich, bitte halten Sie uns nicht für irgendwelche Terroristen, Mrs. Nightshadow.“
„Also gut, dann zeigen Sie mir, was immer Sie wollen.“
Lara machte einige Schritte Richtung Marcel Levitan zu, der ein zufriedenes Gesicht machte. Er streckte seine Hand aus, als Zeichen, dass Sie ihm folgen soll, dann gingen beide in den Korridor hinein.
Während Sie gingen, liefen ihnen einige Nod Soldaten über den Weg, einige trugen ihren
Kampfanzug, die GDI verwendete ein ähnliches Modell. Der Helm, den die meisten Soldaten trugen, hatte zudem eine Zielhilfe eingebaut und ermöglichte den Träger, Videobotschaften zu empfangen.
Andere wiederum waren ganz in schwarz gekleidet.
Die meisten auf die Lara stoß, waren noch sehr jung. Sie glaubte sogar, dass manche noch nicht mal achtzehn waren. Jedoch salutierten sie alle, als sie Marcel begegneten. Anscheinend hatte er in der Bruderschaft eine hohe Position.
Marcel erzählte währenddessen weiteres über die Bruderschaft.
„Schon seid Uhrzeiten fürchten die Menschen Veränderungen und vor allem die WARHEIT.
Das gleiche galt leider auch für uns. Als das Tiberium damals auf die Erde kam, begannen wir sofort mit dem wirtschaftlichen Nutzen dieses Minerals. Die GDI erkannte erst viel später ihre Bedeutung. Das Tiberium machte uns Mächtig. Doch wir wollten nie einen Krieg. Wir wollten nur die Menschheit einigen. Leider sahen das manche anders. Man hetzte die gesamte Welt auf uns und stellte uns als Teufel da.“
„Aber seid ihr das den nicht? Mein Mann erzählte mir selbst, wir ihr Zivilisten erschießt und die Welt ins Chaos stürzen wollt.“ unterbrach Lara ihm.
Marcel musste leicht schmunzeln und schüttelte mit dem Kopf.
„Das ist genau das, was die GDI den Leuten einreden möchte.“
Sie gingen weiter den Korridor, bis sie zu einer großen Tür ankamen. Marcel legte seine Hand auf ein Terminal, welches dann begann, seine ID zu bestätigen. Daraufhin öffnete sich die Türe.
„Sagen Sie mir, Mrs. Nightshadow...“ sie gingen die große Halle, die vor ihnen lag, hinein.
„Sehen so Diener des Teufels aus?“
Sie betraten einen Raum, der wohl das Herzstück dieses Gebäudes war. Er erschien riesig.
Lara und Marcel befanden sich auf einen Balkon, der Ringsherum vom Raum führte. Von dort aus konnte man einen sehr guten Blick nach unten wagen.
In den Raum unter ihnen waren dutzende von Männern und Frauen zu sehen. Sie alle waren leicht bekleidet und am trainieren. Es erinnerte wie in einen Dojo. Einige von ihnen setzten verschiedene Nähkampftechniken ein, andere trainierten den Umgang mit den Stab. Dabei sind immer wieder Kampfgeräusche zu hören. Trotz allen, verlief es diszipliniert ab.
Sobald der gegenüberstehende zu Boden geworfen wurde, half sein Kontrahent ihn wieder auf, Nod Offiziere, die außerhalb der Dojo Fläche patrouillierten, achtetet darüber hinaus nochmals, das alles friedlich ab lief.
„Unglaublich...“ brachte Lara nur aus sich heraus, als sie mit offenen Mundwinkel und großen Augen, das Spektakel unten ihr ansah.
„Wir, Mrs. Nightshadow, sind gewiss keine Terroristen. Wir besitzen etwas, was es heute scheinbar nicht mehr gibt, Ehre. Wir würden es lieber vorziehen, wenn uns die Menschen als Samurais der Zukunft ansehen würden.“ sagte Marcel, der die Fassungslose Lara ansah.
„Kommen Sie bitte, es gibt da noch etwas, was ich ihnen gerne zeigen möchte.“ sagte Marcel, während er den Balkon weiter ging.
Lara zögerte kurz, folgte dann jedoch Marcel. Sie war immer noch überwältigt. Bisher hatte sie gedacht, Nod wäre Abschaum. Irgendwelche mit Drogen voll gepumpten Punks, die nur Gewalt kannten.
Aber diese beeindruckende Architektur und dieses wirklich beeindruckende Trainingsprogramm, was sie wirklich sehr an Samurai Krieger erinnerte, ließ sie schaudern. Sprach Marcel vielleicht die Wahrheit?
Sie gingen einige Meter und nahmen dann eine Türe zu ihrer Linken und verließen damit die große Trainingshalle. Sie waren nun in ein Art Büro. Am einen Ende gab es ein Schreibtisch aus Glas, mit einen Laptop darauf. An allen Seiten waren Regale aufgestellt, hauptsächlich mit Büchern, die nicht ganz überraschend, von Samurais handelten. An der Wand hinter dem Schreibtisch war sogar zur Zierde, ein Samuraischwert aufgehängt.
„Willkommen in meinen bescheidenden Büro.“
Genauso wie die Räume zuvor, war auch dieser in einen roten Licht getaucht und erinnerte ebenfalls an einer Zukunft Kapelle.
„Bitte setzen Sie sich doch.“ Marcel deutete auf das Sofa links von ihnen, direkt bei der Türe.
Lara zögerte nicht lange und setze sich. Währenddessen holte Marcel eine Flasche Wein hervor.
„Ein Glas?“ fragte er.
Sie zögerte kurz, sagte dann aber:
„Nein danke.“
Er sah etwas enttäuscht aus und schüttete sich dann etwas für sich ein und trank einen Schlug.
„Ein wirklich beeindruckendes Büro, Sie scheinen eine Vorliebe zu Samurais zu haben.“
Marcel stellte das Weinglas auf dem Schreibtisch ab und setzte sich dann neben Lara hin.
„In der tat, ich war schon immer Teil einer überaus Ehrenvollen Familie. Meine Wurzeln stammen aus Japan, auch wenn es man mir äußerlich nicht ansieht. Meine Vorfahren waren Samurais und auch meine Großvater sammelte vieles von ihnen und ehrte ihrer Traditionen. Ich wurde wohl davon angesteckt und, nun ja jetzt bin ich hier.“
Lara betrachtete Marcel langsam immer mehr, als ein guten Mensch, statt als ein verrückter Terrorist.
„Und... und was jetzt? Sie wollten mir doch etwas zeigen?“ fragte Lara vorsichtig, während Marcel immer noch in Gedanken versunken war.
„Aber natürlich!“ Marcel stand auf und ging zu seinen Laptop, der auf dem Schreibtisch stand und holte ihn auf das Sofa.
Er klappte ihn auf und öffnete dann eine Videodatei.
„Mrs. Nightshadow, ich möchte ihnen gerne noch zeigen, wer ihre Regierung wirklich ist. Dieses Video wurde vor einigen Monaten aufgezeichnet, es zeigt einen Mann, der zur Verschwörung mit der Bruderschaft, gefangen gehalten wurde.
Bei der GDI ist es üblich die Verhöhnungen mit aufzuzeichnen.“ sagte Marcel mit ernsten Tonfall und startete dann das Video.

Zu sehen war ein dunkler kleiner Raum. In mitten ein Stuhl, wo eine abgemagerte Person zu sehen war. Sein Kopf war Karl rasiert und er hatte überall blaue Flecken am Gesicht. Er machte einen bemitleidenswerten Eindruck. Rechts von ihm stand ein kleiner Tisch mit verschiedenen Werkzeugen, die wohl bei Folterungen eingesetzt werden.
Eine große, kräftige Gestalt in einer GDI Uniform kam in den Raum hinein.
Er holte einen Stuhl hervor und setzt sich vor der anderen Person hin.
„Hallo James. Haben sie gut geschlafen? Ich aufjedenfall wunderbar und heute morgen gab es sogar ein leckeres Rührei mit Bacon. Und wissen Sie was? Ich musste die ganze Zeit nur an Sie denken.“ sagte der GDI Offizier in einen ironischen Tonfall.
„Bitte, bitte, ich habe ihnen doch schon alles gesagt, bitte lassen sie mich in Ruhe.“ der Gefangene schien verzweifelt, tränen kamen über sein Gesicht.
„Leider James, sehen das meine Vorgesetzten anders. Ich frage Sie also erneut: Wo ist euer Stützpunkt?“ die Miene des GDI Offiziers nahm einen ernsten Gesichtsausdruck an.
„Bitte.. bitte... ich weiß nichts von einen Stützpunkt, ich arbeite in einen Kleinladen, ich gehöre nicht zu Nod.“
Der GDI Offizier senkte enttäuscht seinen Kopf.
„Schade... Leider verliere ich langsam auch meine Geduld, James.“
Der GDI Mann stand nun auf und ballte seine Hand zu einer Faust und schlug damit den Gefangen kräftig ins Gesicht.
„WO IST DER STÜTZPUNKT!?“ schrie der GDI Offizier ihn an.
„Ich weiß es nicht!“ brüllte der Gefangene verzweifelte.
Der Offizier schlug abermals kräftig zu, Blut kam aus den Mund des Gefangenen und wieder wird die selbe Frage gestellt.
Das ganze zieht sich eineinhalb Minuten hin, bis der GDI Soldat die Schnauze voll davon hatte.
Er ging einige Schritte vom Gefangenen weg und nahm ein Handtuch an sich, um sich das Blut aus seinen Händen zu wischen und den Schweiß von seiner Stirn.
„Das ist jetzt schon der fünfte Tag, an den du uns nichts sagen willst, was wir wissen wollen.
Was jetzt kommt James, hasst du dir ganz alleine eingebrockt.“
„Bitte.. bitte.“ kommt nur aus den Mund des Gefangenen heraus.
Der GDI Offizier geht zu den Tisch mit den ganzen Werkzeugen. Er durchsucht diesen, als würde er etwas ganz bestimmtes suchen. Dann machte er einen zufriedenen Eindruck.
Er holte einen Akku Bohrer hervor.
Er betätigt den Knopf vom Bohrer um zu sehen, ob er auch funktionierte, der Bohrer dreht sich.
„Bitte, bitte..“ sagte der Gefangene James abermals.
Der GDI Offizier kam mit den Bohrer näher und hielt ihn dann feste gegen den Kopf von dem Gefangenen.
Dabei lehnte er sich an dessen Ohr und begann dann zu flüstern:
„Ich werde jetzt anfangen ein Loch in deinen Kopf zu bohren und ich mag mir gar nicht vorstellen wollen wie sich das anfühlt. Du wirst wahrscheinlich dadurch Hirnschäden erleiden und den Rest deines jämmerlichen Lebens, als psychisch Behinderter durchs Leben laufen.
ALSO WO IST DER VERDAMMTE STÜTZPUNKT!?“ schrie der GDI Offizier ihn plötzlich an.
„ICH GEHÖRE NICHT ZU NOD!“ sagte der Gefangene laut, während ihn Tränen über das Gesicht liefen.
Wieder machte der GDI Soldat eine enttäuschte Mine.
„Na schön.“
Der GDI Offizier machte eine Geste und prompt kamen zwei weitere GDI Soldaten hinein, die den Gefangenen mit aller Kraft fest hielten.
Und dann begann der GDI Offizier ein Loch in den Kopf des Gefangen zu bohren.
Es folgten entsetzliche Schreie.

„AUS MACHEN, AUS MACHEN!“ schrie Lara hysterisch, die dabei aufsprang und sich von Marcel und den Laptop abwandte. Das ganze hat sie sehr mitgenommen, so dass ihr ebenfalls die Tränen kamen.
Marcel wiederum klappte den Laptop zu und begann dann mit leiser Stimme zu sprechen.
„Vor wenigen Tagen haben wir das Gefangenen Lager infiltriert und versucht so viele Gefangene wie möglich zu befreien. Dieser James auf dem Video, hat das Verhör nicht überlebt.
Es stellte sich heraus, dass er gar nicht zur Bruderschaft gehörte, er war nur ein einfacher Bürger, der von seinen Nachbarn, der ihn wohl nicht gut leiden konnte, bezichtigt wurde, ein Anhänger der Bruderschaft zu sein.“
„Das ist ja furchtbar!“ brachte Lara noch von sich raus, während sie sich von ihm abwandte und mit trauriger Mine Richtung Wand starrte.
„In der tat. Ich habe ihnen ja gesagt, dass NICHT wir die bösen sind.“
Lara drehte sich wieder zu Marcel um.
„Und was jetzt?“ wollte Lara wissen, die Unschuldig in das Gesicht von Marcel starrte.
„Nun Mrs Nightshadow...“ er ging einige Schritte umher. „...möchte ich ihnen die Chance geben aus dieser Traumwelt, in der Sie sich zurzeit befinden, herauszukommen und sich UNS anzuschließen.“
Sie wusste nicht was sie darauf antworten sollte. Ihre Gedanken waren jetzt gerade bei Bruce. Wusste er davon? Wusste er von all dem?
„Ich.. ich brauche Zeit..“ brachte sie aus sich heraus.
„Aber natürlich. Ich schätze mal, dass Sie Zuhause in Ruhe über alles nachdenken können,
Mrs. Nightshadow.“
„Sie.. Sie lassen mich einfach so gehen?“ tat sie überrascht.
„Aber natürlich!“
Marcel lächelte kurz, dann sprach er weiter.
„Sie werden sich jetzt ein wenig Schwindelig fühlen, wenn sie wieder aufwachen, sind Sie Zuhause, wir werden uns bald wieder sehen.“
Er zog Ohrstöpsel an und führte seine Hand anschließend in seiner Tasche. Es schien so, als würde er dort etwas betätigen. Abermals fing ein lautes Piepsen an und Lara fiel in Ohnmacht.
Review schreiben