Unerwartetes Treffen und seltsame Gefühle

von Manni
GeschichteRomanze / P6
20.10.2010
20.10.2010
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„Unerwartetes Treffen und seltsame Gefühle“

„Bäh, ist das langweilig...absolut nichts los hier!“ Mit tief in den Taschen vergrabenen Händen schlenderte der Schwarzhaarige nun schon seit einer geraumen Stunde durch die Stadt.
Ab und zu hielt er an ein paar Geschäften an, aber was wirklich Interessantes war nicht dabei. Zumindest nichts, was seine Aufmerksamkeit wert war...
Als ihm -er zählte schon gar nicht mehr mit, wie viele Mädels ihn schon angequatscht hatten- eine kleine Gruppe Mädchen entgegenkam, von denen ihm einige mit hochgezogenen Augenbrauen hinterherschauten, konnte er nicht anders, als leise zu knurren. Er wusste selbst, dass er ganz schön demoliert aussah, das brauchte ihm keiner unter die Nase binden...schon gar nicht jeder Zweite!
„Hm?“
Verwundert blieb Kotaro stehen. Hatte er es sich nur eingebildet, oder hatte er gerade das Gefühl gehabt, beobachtet zu werden? Irgendwie war es komisch...er sah niemanden, der ihn beobachtete, aber das Gefühl wollte einfach nicht verschwinden...
„Ey...will mich hier wer verarschen oder was?!“, knurrte der Junge genervt vor sich hin und schaute auf. Hey...das Gesicht da vorne kannte er doch! Oder? Irgendwie kam ihm das Mädel bekannt vor...
Grübelnd überlegte Kotaro, wo er das Mädchen mit den dunklen Haaren und dem langen Pony schon mal gesehen hatte. Dass er sie schon mal gesehen hatte, wusste er. Aber wo?
=Links, Negi!=
Die schwarzen Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. //Aber natürlich! Nodoka, die Kleine, die den kleinen Magier damals mit der Hilfe ihres Buches geholfen hat! Die kann meine Gedanken lesen! Und wenn ich mich nicht irre...scheiße, das Buch!//
Genau in diesem Moment schaute Nodoka Miyazaki mit einem weichen Lächeln auf.
„Hallo Kotaru-kun. Schön, dich mal wieder zu sehen.“
Unsicher starrte der Schwarzhaarige das Mädchen an. Nodoka hatte sich nicht viel verändert, aber sie war eindeutig reifer geworden. Ihre Haare trug sie nun zu einem Zopf, so, wie er sie kennen gelernt hatte. Aber ihr Lächeln war einfach umwerfend...
Ohne einen Blick in das Buch zu werfen klappte das Mädchen dieses zu. Mit langsamen Schritten kam sie näher. Ihr kurzer Rock wehte sanft im frischen Märzwind.
„Was machst du denn hier? Du bist Nodoka, stimmts?“
„Ja, genau die. Ich mache mit meiner Familie hier Urlaub. Aber dass ich dich hier treffe, damit hab ich nicht gerechnet.“
„Und wo hast du Negi gelassen?“
„Er ist auch zuhause bei seiner Familie...die hat er doch schon so lange nicht mehr gesehen. Weshalb? Willst du etwa wieder gegen ihn antreten?“
Kampflustig begann Kotaro zu grinsen. Ja, sobald es um Negi ging, wurde er lebendig. Ihm brannte es danach, den Magier zu besiegen!
„Natürlich! Ich werde-„
„Aber vorher solltest du deine Wunden versorgen lassen. Du siehst wirklich nicht gut aus!“, unterbrach ihn das Mädchen schroff und lächelte ernst. Etwas über diese Selbstsicherheit erstaunt, wich der Schwarzhaarige erneut ein Stück zurück.
„Pff...nein danke! Ich brenne darauf, gegen Negi zu kämpfen! Diesmal wird er mir nicht überlegen sein! Sag mir, wo er ist!“
Das Mädchen lachte leise. Wieder war Kotaro erstaunt, wie sanft ihre Stimme klang...
„Da wirst du aber sehr weit reisen müssen. Wie gesagt, er ist zu Hause. In Irland. Da wäre es leichter, darauf zu warten, dass er von selbst wieder kommt. Wo schläfst du eigentlich?“, meinte Nodoka lächelnd. Sanft umschloss ihre Hand die von Kotaro. Der Jüngere zuckte leicht schmerzhaft zusammen, als sie die etwas eiternde Schnittwunde im Handrücken berührte.
„Du  kommst mit zu mir. Ich kann dich verarzten. Ich bin erstaunt, dass du überhaupt noch die Kraft hast, dich so gut zu bewegen. Wie hast du nur trainiert? Du bist sehr leichtsinnig, Kotaro-kun.“
Ohne, dass Angesprochener überhaupt etwas erwidern konnte, wurde er an der Hand mitgezogen. Um die Schmerzen, die sich daraufhin in seiner malträtierten Schulter ausbildeten, etwas zu erleichtern, lockerte er die Spannung und lief einfach stumm neben ihr her.
//Sie ist sehr sicher geworden...früher war sie verdammt schüchtern und zurückhaltend, aber jetzt ist sie mutig und stark geworden...aber warum wehre ich mich eigentlich nicht? Ich mein...normalerweise würde ich mir so was niemals gefallen lassen, schon gar nicht von einem Mädchen! Aber komischerweise...fühlt es sich schön an, wenn sie sich so um mich kümmert. Das kenne ich nicht. Aber es ist gar kein schlechtes Gefühl...ich denke, ich lasse alles auf mich zukommen. Im Notfall kann sie es doch in keiner Weise mit mir aufnehmen!//
Vor einem hübschen dreistöckigen Ferienhaus machten die Beiden halt.
„So, da wären wir. Meine Eltern sind am Strand, die werden also schnell nicht wieder kommen. Wir sind ungestört. Und ...“
„Hm? Was, und?“
Plötzlich hatte Nodoka einen ziemlich verlegenen Blick drauf. Skeptisch runzelte der Jüngere die Stirn. Was sollte das denn jetzt werden?
„Ich...mag deine Ohren so. Zeig sie mir doch bitte noch mal!“ Kichernd zupfte Nodoka an Kotaros schwarzen Haaren herum. Dieser wurde mit einem Schlag knallrot.
„Äh...also...ähm...“
„Haha. Komm erst mal mit rein. Du musst Schmerzen haben.“
Und schon wurde der Junge wieder weitergezogen. Einmal quer durch das ganze Haus bis hoch in den zweiten Stock, wo Nodoka ihn kurzerhand im Badezimmer auf den Rand der Badewanne runterdrückte.
„Hier bleibst du sitzen. Ich hol schnell den Verbandskasten. Dauert nur eine Minute.“ Und schon war sie weg. Kotaro blieb total baff zurück.
„Was...ey, wie ist die denn drauf? Also die hat sich ja wirklich um 180° gewandelt...das ist doch nicht normal!“ Langsam stand der Junge auf und sah sich staunend um. Das war ein riesiges Badezimmer...und ganz in einem sanften Meerblau. Seine Lieblingsfarbe! Er fühlte sich sofort wohl hier.
Aber bevor er dazu kam, sich weiter umzusehen, kam –leider- auch schon wieder Nodoka zurück, mit einem kleinen Verbandskasten in der Hand.
„Setz dich bitte wieder. Ich werde dich verarzten, okay? Oder willst du das lieber selbst machen?“ Die Frage war pure Höflichkeit, erkannte Kotaro wehmütig, sie würde eh seine Antwort als ein: „Mach du das“ auslegen, da war er sicher. Also sagte er lieber gar nichts sondern setzte sich stumm wieder zurück auf den Rand der Badewanne.
„Zieh dein Hemd aus. So komme ich besser an deine Verletzungen ran.“ Der Junge, der mittlerweile schon wieder einer Tomate glich, gab sich redliche Mühe damit, sich aus dem Hemd zu schälen, aber Nodoka musste doch ein wenig Hilfestellung leisten. Ihm taten einfach zu sehr die Arme und die Schultern weh, als dass er sich ‚elegant’ aus den Kleidungsstücken hätte befreien können...
„Oh je...sag mal, was hast du denn gemacht? Du siehst ja aus, als hättest du gegen einen Schwerkämpfer gekämpft! Arme hoch.“ Ohne viele weitere Worte behandelte das Mädchen die Wunden. Kotaro wollte nicht auf die Fragen antworten, also ließ sie es lieber sondern kümmerte sich um ihn.

Kotaro währenddessen schlief fast ein. Nodokas Berührungen waren weich und zärtlich, irgendwie einschläfernd und auch sehr beruhigend. Er spürte, wie die Anspannung der letzten Tage wie eine schwere Last von ihm abfiel und er seinen Körper endlich mal wieder so richtig locker lassen konnte. Die Schmerzen ließen zwar nicht wirklich nach, aber die Erschöpfung nahm so langsam Oberhand. Er merkte plötzlich, wie schwer es gewesen war, den körperlichen Bedürfnissen nicht nachzugeben...
„Kotaro-kun?“
Nodokas sanfte Stimme riss den Jungen fast schon unsanft aus seinem Dämmerschlaf zurück in die Wirklichkeit. Müde blinzelte er sie an.
„Du bist müde, was? Schlaf ruhig. Ich passe auf dich auf.“
Zärtlich nahm das Mädchen ihren kleineren Freund in den Arm. Kotaro war viel zu müde, um zu protestieren, er merkte nicht einmal mehr, dass er auf dem Badewannenrand saß, er schloss einfach nur die Augen und war schon nach wenigen Sekunden in einen tiefen Schlaf abgedriftet.

Nodoka kicherte leise. Er war schön warm und sah so süß aus, wenn er schlief. Wie ein kleines Kind...auch seine weißen Ohren waren auch wieder zum Vorschein gekommen. Manchmal zuckten sie ganz leicht.
„Du bist süß, Kotaro-kun. Na komm, ich bring dich ins Bett.“
Etwas schwerfällig hob Nodoka den Jungen auf ihre Arme und trug ihn eine Etage höher in ihr Zimmer. Sie hatte es noch nie gemocht, dass ihr Zimmer im obersten Geschoss lag, aber jetzt verfluchte sie diese Tatsache geradezu...auch wenn Kotaro nicht sehr groß war, schwer war er allemal!
„Puh...du bist ganz schön schwer, mein Kleiner. Aber jetzt schlaf schön und erhol dich gut...“ Vorsichtig lud sie den Jungen auf ihrem Bett ab und deckte ihn fürsorglich zu. Mit einem leisen Murmeln rollte sich Kotaro zusammen wie ein Baby und vergrub die Nase in dem Kissen. Nodoka lachte leise. Ganz zärtlich strich sie ihm ein paar widerspenstige Strähnen aus der warmen Stirn und hauchte einen Kuss auf diese. Wie gern wüsste sie jetzt, was er träumte...aber ihr Buch zu benutzen, das traute sie sich nicht. So tief wollte sie seine Privatsphäre nun auch nicht stören...Wie zur Bestätigung kuschelte der Wolfswelpe sich noch tiefer in die Bettdecke. Ein warmherziges, liebevolles Lächeln stahl sich auf Nodokas Lippen.
„Ich mag dich, Kotaro-kun...nur leider bist du noch so jung...aber ich bin sicher, wenn schon nicht als Geliebte, werde ich dir eine gute Freundin sein...denn ich will dich nie wieder missen! Wo ich dich doch endlich gefunden habe...“
Seufzend verließ das Mädchen das Zimmer. Es war deprimierend...bisher hatte sie immer gedacht, Liebe auf den ersten Blick gäbe es nur in Büchern, aber dass das wahr war, merkte sie auch jetzt wieder...Anfangs hatte sie sich in Negi verliebt. So richtig. Aber er hatte ihre Gefühle nicht erwidert. Nicht nur, dass er erst zehn gewesen war, er war zudem ihr Lehrer. Liebe zwischen Lehrer und Schüler war ungesetzlich und unmöglich. Und jetzt hatte sie sich wieder verliebt...und zwar in einen zwölfjährigen Meister der Hundegeister! Das Leben war echt nicht leicht...
„Du wirst wieder gesund werden und ich werde an deiner Seite bleiben. Mag sein, dass du mich nicht lieben kannst, aber ich werde immer für dich da sein...ich liebe dich doch, Kotaro...“

Genau in dem Moment, wo Nodoka das Zimmer verließ, öffneten sich die schwarzen Augen des Werwolfjungen. Langsam richtete er sich auf und schaute zur Tür.
„Scheiße...das hab ich doch eben nicht wirklich gehört, oder? Bitte, lass das nur ein Traum sein! Das darf nicht sein...“
Geschafft ließ sich der Junge zurück ins Kissen fallen. Verzog kurz schmerzhaft das Gesicht und schloss wieder die Augen. Da hatte er den Salat...Nodoka liebte ihn? Das wäre eine Erklärung, warum sie so nett zu ihm gewesen war, aber so wirklich zufrieden war er damit nicht...er mochte sie ja auch...aber Liebe war das garantiert nicht! Okay, er fühlte sich in ihrer Nähe geborgen und verstanden, aber er war erst elf! Er hatte kaum elterliche Zuneigung erfahren, wie sollte er denn da Ahnung von Liebe haben? Das war wirklich verzwickt...
//Verdammt...die bringt mich total durcheinander! Ich hab gleich so ein komisches Gefühl gehabt, als sie mich an der Hand genommen hat, aber dass es soweit kommt, hab ich ja nicht ahnen können...wie komm ich da nur wieder raus? Hm...am besten tue ich so, als wenn ich nichts bemerkt hätte...sie denkt bestimmt, ich schlafe. Also hab ich auch nichts mitbekommen und ich hab keine Ahnung von ihren Gefühlen...ah, hoffentlich benutzt sie jetzt nicht das Buch! Ansonsten bin ich ziemlich angeschmiert...aber ich denke, es ist wirklich besser, wenn ich mir nichts anmerken lasse, sondern mich einfach wieder hinlege...den Schlaf brauch ich jetzt einfach. Ich muss mich so schnell wie möglich wieder erholen...//
Gedacht, getan. Ohne weiter über die verkorkste Situation nachzugrübeln kuschelte er sich wieder in die warme Decke und schlief sehr schnell wieder ein.

Am nächsten Tag wurde Kotaro durch ein leises Rauschen geweckt. Gähnend setzte er sich auf und blinzelte in die etwas störende Helligkeit der Sonne, die durch das kleine Fenster über dem Schreibtisch schien.
„Hm...uwaaahhh! Hab ich gut geschlafen! So richtig bequem...hm...“ Langsam schwang der Junge seine Füße aus dem Bett und tapste auf nackten Füßen aus dem Zimmer. Noch hatte er nicht gemerkt, dass er nur seine Boxer trug.
Als er die lange Treppe hinunterging, kam ihm auch Nodoka entgegen. Allerdings nicht so, wie er es gewollt hatte...
Sie trug nur ein langes Handtuch um den Körper, ihre nassen Haare hingen ihr unordentlich ins Gesicht. Mit einem Lächeln schaute sie auf.
„Guten Morgen, Kotaro-kun. Hast du gut geschlafen?“ Ihr Lächeln war echt bezaubernd...
Unwohl erinnerte der Schwarzhaarige sich an die gemurmelten Worte vom letzten Tag. Unsicher schaute er sie an. Er wusste nicht, wie er sich verhalten sollte, ohne sich zu verraten!
„Hm...zieh dir lieber was an...das ist peinlich!“
Am besten die normale Weise. Einfach knallrot anlaufen und sich herumdrehen. So konnte er gut seine Gefühle vertuschen und benahm sich so normal wie sonst auch immer...
Das leise Lachen des Mädchens ließ ihn verwundert aufschauen. Und im nächsten Moment wünschte er sich, es nicht getan zu haben, denn Nodoka war näher gekommen und hatte sich vorgebeugt. Und ihr Handtuch war ein wenig verrutscht...
„Uwah!“ Zappelnd nahm der Junge reißaus. Achtete nicht auf das hämische, aber trotzdem herzliche Gekicher der Älteren, die nun kopfschüttelnd zurück ins Bad ging, um sich anzuziehen.
„Puh...man, ich will die alte Nodoka wieder haben...die hier ist so komisch!“ Schaudernd zog auch Kotaro sich wieder an. Seine Wunden taten irgendwie gar nicht mehr weh...aber bei ihm hatten eh schon immer sämtliche Verletzungen viel schneller geheilt als bei anderen Gleichaltrigen. Also hatte er auch keinen Grund mehr, hierzubleiben...nur, wie sollte er das Nodoka beibringen? Er würde ihr wohl das Herz brechen...
So selbstsicher der schwarzhaarige Meister der Hundegeister sonst war, jetzt war er verunsichert. Er hatte noch nie Kontakt mit solchen Sachen gehabt und wusste überhaupt nicht, wie er sich verhalten sollte...er mochte Nodoka ja, aber ihr das Herz brechen wollte er auch nicht...aber empfinden tat er nichts für sie! Zumindest glaubte er das...Also, was sollte er tun? Er hasste solche verzwickten Lagen...und gelogen hatte er noch nie gerne.
„Kotaro-kun? Willst du...denn schon gehen?“
Die leise, traurige Stimme von Nodoka riss den Jungen aus seinen Gedanken. Erschrocken sah er auf. War klar, das Buch...
Betreten sah er weg. Wann war er eigentlich dermaßen sentimental geworden? Das war ja echt abartig...normalerweise interessierte es ihn einen Dreck, was andere dachten! Hauptsache, er war zufrieden...
„Du hast es mitbekommen...gestern Abend, nicht wahr, Kotaro-kun? Das tut mir leid...ich dachte wirklich, du schläfst...ich wollte nicht, dass du dir Sorgen machst...aber...ich liebe dich, Kotaro-kun...“
Nun war es Nodoka, die wegsah. Kotaro blinzelte sie erstaunt an. Das waren direkte Worte!
„Hm...ich...bin doch erst zwölf...was verlangst du von mir? Mein ganzer Lebensinhalt besteht darin, zu trainieren, damit ich Negi eines Tages besiegen kann und du willst mich lieben? Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll...ich empfinde nichts für dich...Freundschaft vielleicht, ja...aber...“
„Ach, schon gut...ich verstehe dich gut, Kotaro-kun. Ich war zuerst auch sehr unsicher. Aber ich weiß, dass ich dich liebe. Und da du noch so jung bist, werde ich mich vorerst damit zufrieden geben, dir eine gute Freundin sein zu dürfen. Einverstanden? Vielleicht entwickelt sich ja irgendwann etwas...bis dahin werde ich mich einfach gedulden und abwarten.“
Mit langsamen Schritten kam Nodoka auf den Jüngeren zu. Dieser wich nicht zurück. Schloss nur die Augen und senkte den Kopf. Na toll...jetzt hatte er sie doch verletzt. Aber es war doch die Wahrheit, was er gesagt hatte...oder?
Kotaro zuckte leicht erschrocken zusammen, als er sanft in den Arm genommen wurde und sich weiche Lippen auf seine Stirn drückten. Es fühlte sich gut an...etwas ungewohnt, aber gut! Der Gedanke, diese Zärtlichkeiten bald wieder verlieren zu müssen, gefiel ihm überhaupt nicht...
„Du...kannst vielleicht mit mir kommen...ich mach mich auf die Suche nach Negi. Du bist mir mit deinem Buch sicherlich eine Hilfe...und...du kannst bei mir...sein...und ich auch bei dir...“, flüsterte er zaghaft und lehnte sich entspannt in der Umarmung zurück. Er spürte, dass Nodoka glücklich lächelte.
„Vielen Dank, Kotaro-kun...ich verspreche, ich werde dich nicht enttäuschen. Ich liebe dich doch...du wirst schon noch sehen, was du an mir hast...“ Eine einzige, glückliche Träne stahl sich ihren Weg über Nodokas Wange. Kotaro bemerkte es nicht. Rasch wischte sie die Träne weg, bevor er es noch merken würde. Sorgen machen sollte er sich nicht...
„Okay...aber jetzt hab ich erst mal Hunger!“ Rasch flüchtete der Schwarzhaarige wieder aus der Umarmung und funkelte das Mädchen wild an. Verwundert zog Nodoka die Augenbrauen in die Höhe. Konnte einen kleinen Lachkrampf kaum noch zurückhalten.
„Haha. Okay, komm mit in die Küche. Ich mach dir was!“

~+~ Ende ~+~
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