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FlashPoint - Das Spezialkommando: Im Zweifel für den Angeklagten

von KiaraDC
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer / P18 / Gen
Ed Lane Julianna "Jules" Callaghan Kevin "Wordy" Wordsworth Mike "Spike" Scarletti Sam Braddock Sergeant Gregory Parker
20.10.2010
05.06.2018
45
149.542
 
Alle Kapitel
98 Reviews
Dieses Kapitel
8 Reviews
 
 
20.10.2010 2.533
 
Hinweis 1: Ab und zu gibt es schon mal einen Toten. Also bitte nicht lesen wenn ihr soetwas nicht vertragen/verarbeiten könnt.
Hinweis 2: Familienmitglieder: Ed Lane´s Sohn Clark ist bereits 17 Jahre alt, (stimmt also nicht mit den Fernsehinhalten überein)
Hinweis 3: Ryan McKenzy existiert in der echten TV-Serie nicht und ist ein von mir erfundener Charakter.
Hinweis 4: Ich hoffe es wird nicht jeder Teil tödlich, explosiv oder blutig :-)  ich werde mir Mühe geben nach und nach spezielle Charaktere "Privat" genauer unter die Lupe zu nehmen.
Hinweis 5: Ja, es werden auch "Funken" sprühen.

Ich hoffe die Geschichte wird euch gefallen. Über zahlreiche Reviews würde ich mich sehr freuen. Habt ihr Vorschläge was man noch so einbauen könnte, könnt ihr mir gern Nachrichten schicken.

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim lesen....





„Wenn Sie jemandem die Schuld an dem Mord geben, dann dem Gericht. Meine Mandantin wäre nie so weit gegangen, wenn man ihr bei der letzten Klage geholfen hätte. Alle Beweise sprachen gegen den Mann meiner Mandantin, doch man ließ ihn einfach gehen. Wie viel muss jemand einstecken bis er zu diesem letzten Strohhalm greift?“ Die blonde junge Anwältin machte eine kurze Pause. „Sie hatte keine andere Wahl! Als Mutter hat sie gegenüber ihren Kindern eine Fürsorgepflicht, aber das scheint in diesem Gericht niemanden zu interessieren. Mrs. Hendrix hat ihren Mann nicht ermordet.“
Emma L. Cunningham sah jedem einzelnen Geschworenen in die Augen. „Es war Notwehr.“ Fügte sie mit Nachdruck hinzu. „Wenn Sie gegen meine Mandantin richten, unterstützen Sie das nachlässige Verhalten des Gerichts. Verschließen Sie nicht die Augen. Sprechen Sie meine Mandantin frei.“


Ed Lane war der Letzte der zur Teamsitzung erschien und schloss hinter sich die Milchglastür. Seine Mannschaftskameraden hatten bereits ihre Plätze eingenommen und warteten darauf, was Greg Parker zu sagen hatte.
„Könnt ihr euch noch an den Fall Hendrix erinnern?“ Ed setzte sich auf seinen Stuhl und stellte seinen Kaffeebecher auf den Tisch.
„Das war doch die Frau, die ihren Mann umgebracht hat, weil er sie angeblich immer wieder verprügelt hat.“ Wordy zog eine Augenbraue hoch. „Ist eine Entscheidung gefallen?“
„Ja, sie ist freigesprochen.“ Ed verzog sein Gesicht. „Ihre Anwältin hat ganze Arbeit geleistet.“
„Die Frau ist gut.“ Jules nickte anerkennend. „Wenn ich mal eine Anwältin brauche werde ich die Kanzlei Cunningham, Baker & Partner beauftragen.“
„Bis dahin musst du noch einige Überstunden schieben, ehe du dir diese Anwältin leisten kannst.“ Lächelte Spike und lehnte sich entspannt zurück.
„Noch braucht niemand von uns einen Anwalt.“ Sergeante Parker sah von seinen Unterlagen auf. „Zurück zur Einsatzbesprechung. Um dreiundzwanzig Uhr werden wir das >Pino< stürmen. Wir erwarten starken Widerstand.“ Greg schlug die schwarze Mappe auf. „Pino DeZoulo gehört zu den großen Drogenbossen. Hinzu kommen Mord, Prostitution und noch diverse Delikte. Leider konnte ihm bisher nie etwas nachgewiesen werden. Hinzu kommt die sogenannte >Mutter<. Estrella Martinez gilt als Puffmutter. Pino und Estrella halten immer wieder junge Mädchen fest, die wenigsten sind freiwillig hier geschweige haben eine Aufenthaltsgenehmigung. Also haltet die Augen offen.“
Sergeant Parker verteilte an alle Teammitglieder Bilder auf dem der glatzköpfige Pino und Estrella mit ihren langen glatten schwarzen Haaren abgebildet war.
„Wir treffen uns um zweiundzwanzig Uhr in vollständiger Ausrüstung. Tut mir Leid wegen der Überstunden.“
„Wenn sich Jules irgendwann die Anwältin leisten will, dann braucht sie jede Stunde.“ Lachte Spike und sah seine Kollegin an.
„Haha.“ Jules schlug ihm leicht gegen den Arm. „Du bist vielleicht ein Spaßvogel.“
„Kennst mich doch nicht anders.“ Spike zeigte seiner Kollegin seine ebenmäßigen strahlend weißen Zähne.
„Fürs Erste steht erstmal Fitness an.“ Sergeant Parker schlug die Mappe zu und legte sie auf den Tisch. „Anschließend geht es auf den Schießstand.“

Emma betrachtete ihr Spiegelbild. Sie hatte sich in eine schwarze hautenge Lederhose gezwängt, die sogar ihre Hüftknochen freiließ.
„Kyra, was hast du mir nur für Klamotten ausgesucht?“ entsetzt starrte Emma die schwarze fast durchsichtige Bluse an. „Und was trägt man darunter?“
Kyra Menzel, Emmas Haushälterin trat näher. Wie immer hatte sie ihre schwarze Lockenpracht hochgesteckt.
„Schau mal in die schwarze Tüte. Ich fand das sexy.“
„Oh Gott…“ Emma fasste zögernd hinein und hielt die Luft an, als sie den roten glitzernden BH in den Händen hielt. „Nein, das kannst du mir nicht antun!!“
„Du hast mich beauftragt etwas zu kaufen, was man in einer Disco tragen kann.“
„Ich habe heute mein erstes Date. Was wird Ken von mir denken?“
„Er hätte dich niemals in die Disco eingeladen, wenn er es klassisch mögen würde“ war sich Kyra sicher.
„Was meinst du damit?“ Emma horchte auf.
„Das >Bino< ist eine Disco, da ist es dunkel.“
„Ach so.“ Sie warf einen Blick auf die schwarze Perücke. „Und wozu ist die?“
„Ken muss nicht sofort dein wahres Aussehen kennen. Du bist ziemlich bekannt und erregst viel Aufsehen.“
„Na gut, dann ziehe ich mich um und dann darfst du meine Haare machen.“ Sie warf den roten BH zurück in die Tüte. „Aber ich werde ein T-Shirt anziehen.“

Emma hatte auf ein Taxi bestanden und stieg sofort ein, als es vorfuhr.
„Wo soll es hingehen, junge Frau?“ fragte der ältere Taxifahrer freundlich.
„Ins Binos.“ Nuschelte sie, während sie ihr T-Shirt und Bluse zurechtrückte.
Der Taxifahrer fuhr an und verließ das prächtige parkähnliche Grundstück über den gepflasterten Weg. Sie waren etwa fünfundzwanzig Minuten unterwegs, als das Taxi an den Straßenrand fuhr.
Emma sah aus dem Fenster.
„Sind wir hier wirklich richtig?“ fragte sie verunsichert, weil sie nur heruntergekommene Gebäude entdeckte.
„Ja, sind wir.“
„Hmm, na gut.“ Emma steckte dem Taxifahrer großzügig einen Schein zu und stieg aus.
Sofort fuhr das Taxi an und verschwand hinter der nächsten Ecke.
„Vor dem nächsten Date schaue ich mir den Treffpunkt im Internet an.“ Murmelte sie und entdeckte das Schild über dem Eingang. Es war lediglich nur noch >inos< zu lesen. Einige junge Frauen liefen mit ihrer Handtasche aufreizend schlenkernd über den Weg und warfen ihr vernichtende Blicke zu.
Emma lief immer weiter, ehe sie vor einem Kleiderschrankähnlichem Mann stand.
„Geschlossene Gesellschaft!“ fauchte er sie genervt an.
„Ich bin verabredet.“
„Name?“
„Wüstenrose.“
Er trat einen Schritt zur Seite und öffnete die Tür.
Emma trat ein und sah sich um. Ihre Nase kribbelte.
„Das ist kein gutes Zeichen.“ Sagte sie zu sich selbst. „Das gefällt mir gar nicht.“ Unsicher sah sie sich um.
„Na wo kommt denn diese junge Schönheit her.“ Ein Typ mit Bierbauch, Zigarette im Mund und Bierglas in der Hand trat ihr in den Weg. „Wie viel nimmst du?“
„Kommt auf meine Dienstleistung an.“
„Bist du gut?“ Er sah langsam an ihr herunter.
„Sehr gut.“
„Preis?“
„Ab zweitausend Dollar je angefangene Stunde.“ Emma warf einen Blick Richtung Bar. Überall liefen wenig bekleidete Frauen rum.
„Für so richtig dreckige Sachen?“
„Wird’s teurer.“ Antwortete sie abwesend.
„Das wird niemand zahlen.“ Schnaubte er und warf ihr einen verärgerten Blick zu.
„Es gibt genügend Klienten, die bereit sind für einen erfolgreichen Auftrag viel Geld zu bezahlen. Wenn sie denken es geht nicht mehr kommen sie zu mir und dann läuft es schon von allein.“
„Das ich nicht lache.“ Sein Blick wurde noch finsterer. „Sieh zu, dass du Leine ziehst.“
„Sie haben mich doch angequatscht.“ Fauchte sie zurück und warf einen Blick Richtung Tisch, an dem ein gutaussehender blonder Mann saß. Er trug ein schwarzes T-Shirt und eine ausgewaschene blaue Jeans, die an den Knien zahlreiche Risse aufwiesen. Seine Arme waren vollständig tätowiert.
„Na super.“ Nuschelte sie und ging auf ihn zu. „So hatte ich mir meinen Traummann nicht vorgestellt.“
Neugierig sah ihr der blonde Mann entgegen. Kaum stand sie vor ihm, sah er ihr in die Augen.
„Du hast unheimlich hübsche Augen.“
„Danke.“
„Deine Figur ist nicht zu verachten.“
„Danke.“ Emma schluckte. Sie konnte gar nicht so schnell verarbeiten, was sie alles in seinen Augen entdeckte.
„Sie sind nicht zufällig Ken?“
„Püppchen.“ Er lächelte sie breit an. Ein Goldzahn blitzte auf. „Wenn ich Ken bin, bist du meine Barbie.“
„Nein, ich bin Wüstenrose.“
„Egal.“ Er stand auf und trat dicht vor sie.
Emma machte zwei Schritte rückwärts. Sie sah seine Gedanken und die waren nicht gut. „Ich glaube ich habe mich verirrt.“
„Das glaube ich nicht. Du bist hier genau richtig.“

Das Team der SRU brachte sich in Stellung.
„Zugriff.“
Sofort stürmten das Team sowie die Verstärkung durch die Vorder- und Hintertür. Unter lautem Gebrüll und Einsatz von Blendgranaten wurde das Gebäude gestürmt.

Emma saß ziemlich blass zwischen Ken und Pino, die ihr unheimlich waren. Sie schrie erschrocken auf, als es hell aufleuchtete und sie im nächsten Moment auf den Boden geworfen wurde. Irgendwo hörte sie Schüsse.
„Keine Bewegung. Verhalten Sie sich ruhig.“
Der Druck in ihrem Rücken wurde stärker, während ihr Kopf auf den versifften Teppich gedrückt wurde.
„Gehen Sie von mir runter!“ fauchte sie und versuchte sich zu bewegen. Sofort wurde der Druck um ihre Handgelenke stärker.
„Halten Sie still!“
„Sie haben mir gar nichts zu sagen!“ Erneut versuchte sie sich zu befreien. „Jetzt lassen Sie mich schon los.“
„Wir haben die >Mutter<.“ Sagte jemand und presste ihr erneut ein Knie in den Rücken.
„Ich warne Sie. Lassen Sie mich los. Ich weiß zwar nicht was hier los ist, aber ich habe nichts getan. Das ist alles eine Verwechslung.“
„Verwechslung? Glaube ich nicht. Sie werden uns begleiten und auspacken.“
„Was soll ich denn auspacken? Ich habe nicht mal eine Tasche dabei!“
„Dann haben Sie bestimmt auch keinen Ausweis, richtig?“
„Das ist korrekt.“
„Legt ihr Handschellen an und nehmt sie mit.“ Hörte Emma eine weitere unbekannte Stimme.
„Ich werde nirgendwo mit hingehen.“ Erneut zappelte sie. „Das wird ganz schön teuer für Sie!“ Emma zuckte zusammen, als ein schwarzer Stiefel, in dem ein graues Hosenbein steckte, direkt vor ihre Nase trat. Sie versuchte ihren Kopf zu heben und konnte nur einen Mann in schwarzer Kleidung, Kugelsicherer Weste und Helm ausmachen. Von seinem Gesicht konnte sie nichts sehen, dazu war es zu dunkel.
„Ich werde Ihnen jetzt Ihre Rechte verlesen.“
Emma schnaubte.
„Brauchen Sie nicht. Ich kenne meine Rechte besser als Sie.“ Unsanft wurde sie hochgezogen. „Aua. Sie tun mir weh.“
Jetzt lachte der Polizist in seiner schwarzen Uniform auch noch. „Schon öfters mit Gesetzen in Berührung gekommen, was?“
„Ständig.“
„Mitkommen.“
„Ich bin mit jemandem verabredet.“
„Jetzt haben wir ein Date.“

„Das ist aber kein Polizeiauto.“ Sie wollte stehenbleiben und wurde vom Polizisten weitergeschoben.
„Wir sind nicht direkt von der Polizei.“
„Nicht?“
„Wir sind von der SRU.“
„Auch das noch.“ Stöhnte sie. „Die Chaotentruppe schlechthin.“
„Es wäre das Beste wenn Sie endlich die Klappe halten!“
„Jaja ich weiß, alles was ich sage kann gegen mich verwendet werden, Sie Arschloch!“
„Nana, wie charmant.“
Emma wurde auf den Rücksitz des schwarzen Geländewagens verfrachtet. Einen Moment später stiegen zwei Uniformierte vorn ein und fuhren los.
„HILFE, ich werde entführt!“ kreischte sie.
Wordy und Spike sahen sich irritiert an.
„Wo bringen Sie mich hin?“
„Ins Hauptquartier, dort wird das Verhör stattfinden.“
„Wozu soll das gut sein? Ich habe nichts getan! Eigentlich können Sie mich auch gehen lassen.“
Spike und Wordy sahen sich an und brachten ein schwaches Lächeln zustande.
„Das wird eine lange Nacht.“ Seufzte Wordy und fuhr auf die leere Straße.
„Das geht nicht. Ich muss morgen früh um neun Uhr bei Gericht sein.“
„Bei Gericht? Das wird immer besser.“
Emma wurde wütend. „Verflucht, lassen Sie mich gehen.“
„Nein, man wird sich gleich noch mit Ihnen unterhalten wollen.“
Emma warf sich zur Seite und trat mit ihren spitzen Absätzen um sich. „Ich will hier raus.“
„Hören Sie auf mit dem Mist.“ Fluchte Spike und brachte sich vor Emmas Absätzen in Sicherheit.
Emmas HighHeal kratzte über das Fenster und hinterließ einen Riss.
„Es reicht.“ Der Wagen stoppte abrupt. Im nächsten Moment wurde die Tür aufgerissen und Spike sprang auf den Rücksitz. Er packte sich Emmas Füße und zog ihr die Schuhe aus.
„Das sind meine Schuh, Sie Wiederling!“
„Das sind Waffen!“
„Das sind Unikate. Die will ich wieder haben!“
„Keine Sorge, wir werden schon auf ihre Schuhe aufpassen.“ Spike knallte die Tür zu und setzte sich wieder auf den Beifahrersitz. „Womit haben wir das verdient?“ fragte er stöhnend.
„Keine Ahnung ob es Strafe ist oder ob die anderen überlastet sind. Ist mal was Neues.“ Wordy fuhr wieder auf die Straße.
„Sie werden in der Hölle schmoren!“ fluchte die schwarzhaarige Frau auf dem Rücksitz.
„Dann werden wir Sie später treffen. Auch gut.“ Brummte Wordy.
Eine Weile verhielt sie sich ruhig, dann schob sie ihren Hintern durch die miteinander verbundenen Arme und bog sich unnatürlich bis sie ihre Arme frei hatte. Ganz langsam schaffte sie es eine Hand aus der kalten Handschelle zu ziehen.
„Wieso lassen Sie mich nicht einfach gehen?“ fragte Emma und versteckte ihre Arme hinterm Rücken.
„Müssen wir uns das antun?“ fragte Wordy und stellte Musik an.
„Hallo? Ich habe Sie etwas gefragt!“ Erneut trat sie kräftig gegen den Beifahrersitz.
„Wissen Sie wie nervig Sie sind?“ Spike verdrehte die Augen.
„Danke für das Kompliment!“ fauchte die schwarzhaarige Frau und starrte aus dem Fenster.
Wordy hielt an einer Ampel an und drehte am Radio herum.
Emma nutzte die Chance, öffnete die Tür, sprang heraus und rannte los.
„Was geht denn jetzt ab?“ Wordy und Spike sprangen aus dem Auto und nahmen die Verfolgung auf. „Die >Mutter< ist entwischt. Brauchen Verstärkung!“ Wordy gab ihren Standort durch und nahm hinter Spike die Verfolgung auf.

Emma flitzte durch die leeren Straßen. Ihre Lunge brannte. Warum musste sowas ausgerechnet ihr passieren.
„Estrella, bleiben Sie stehen!“ hörte sie jemanden rufen. Im nächsten Moment bog sie in eine andere Straße ab und rannte noch schneller. Ihre Atemnot nahm zu.
„Scheiße, ich hab kein Spray dabei.“ Doch die Angst trieb sie weiter.

Ed und Sam folgten Wordys Beschreibung und sahen eine barfüßige Frau auf sich zulaufen.
„Wir sehen sie.“ Gab Ed durch und richtete seine Pistole auf die Frau. „Bleiben Sie stehen. Hier ist Endstation.“
Emma stoppte irritiert und hielt sich eine Hand an ihren Hals. Mit weit aufgerissenen Augen starrte sie ihn an. Im nächsten Moment wurde sie unsanft zu Boden gestoßen. Ihre Unterarme kratzten über den Asphalt.
„Sie sind immer noch verhaftet.“ Wordy drückte sie unsanfter zu Boden als zuvor. „Wenn Sie nochmal abhauen…“
Die schwarzhaarige röchelte und zappelte unruhig unter ihm hin und her.
Sam runzelte die Stirn und ging neben dem Kopf der Frau auf die Knie. Er schob ihre Haare zur Seite und konnte sofort ihre bläulich verfärbten Lippen sehen.
„Auch das noch.“ Murmelte er und legte zwei Finger an ihren Hals. Ihr Puls raste. „Wir brauchen einen Arzt.“
„Was ist los?“ fragte Ed und kam näher.
„Keine Ahnung. Sie ist ganz blau und ihr Puls rast.“
Emma röchelte. So hatte sie sich ihr Ende nicht vorgestellt.
„Wordy, nimm die Handschellen ab.“ Ed ging neben Sam in die Knie und betrachtete das Gesicht. „Die läuft uns nicht weg.“
Sam und Wordy griffen sich jeweils einen Arm der Frau und richteten sie auf.
„Haben Sie Drogen genommen?“ fragte Ed und sah der Frau in die Augen. Sie schüttelte mühsam den Kopf. Ihre Beine gaben nach. Im nächsten Moment wurde sie von kräftigen Armen gehalten.
„Haben Sie Asthma?“ fragte Ed und sah das Kopfnicken. „Setzt sie auf die Mauer.“
Sam und Wordy setzten sie hin. Wordy blieb vorsichtshalber hinter ihr stehen, nicht das sie auf dumme Gedanken kommen würde.
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