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Ich wünschte ...

von MariLuna
GeschichteAllgemein / P16 / MaleSlash
Brave Starr J.B. McBride Tex Hex Thirty-Thirty Vipra
17.10.2010
14.11.2010
18
36.901
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17.10.2010 2.471
 
Disclaimer: die Jungs und Mädels sowie die Orte sind eingetragenes Eigentum von L.Sheimer und Filmation Ass.

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Ich wünschte …



I.

Die kleine Wohnung über dem Marshall’s Office von Fort Kerium lag in tiefer Stille, was nicht weiter verwunderlich war, zeigten die roten Leuchtziffern des Radioweckers doch die unchristliche Uhrzeit von zwei Uhr zweiunddreißig Nachts an. Das sanfte Licht der Monde, das durch die nur nachlässig geschlossenen Fensterläden drang, tauchte den Wohnraum, der gleichzeitig als Schlafzimmer diente, in einen fahlen, silbrig schimmernden Glanz, beleuchtete den kleinen Tisch, auf dem noch das Geschirr vom Vortag stand, genauso wie die beiden dazugehörigen wackligen Stühle und das Schlafsofa an der gegenüberliegenden Wand, auf dem sich unter einem Wust von Decken nicht mehr als ein schwarzer Haarschopf abzeichnete, deren Besitzer den süßen Schlaf des Gerechten schlief.

Doch die friedliche Atmosphäre wurde jäh gestört.

Zuerst waren da nur leise Atemzüge, die sich zuerst beinahe unhörbar in die friedliche Szene eingefügt hatten, nun jedoch immer lauter und hektischer wurden, bis sie in einem gequälten Stöhnen endeten, das schließlich in ein klägliches Wimmern überging.

Der junge Mann auf dem Schlafsofa warf sich von einer Seite auf die andere, sein vor kurzem noch entspanntes Gesicht verzerrte sich unter den Einwirkungen eines Alptraumes, aus dem er nicht einmal durch sein eigenes immer lauter werdendes Ächzen erwachte.
Schweißtropfen glänzten im Mondlicht wie kleine Diamanten auf seiner Stirn, während seine  Hände in einer Abwehrbewegung durch die leere Luft vor seinem Gesicht herumfuchtelten, als wollten sie sich gegen einen unsichtbaren Angreifer verteidigen.

Schmerzen.
Unerträgliche Schmerzen durchpulsten seinen gesamten Körper, ließen jede einzelne Nervenzelle aufschreien vor Qual.
Er spürte, wie große, messerscharfe Klauen durch seine Haut glitten als bestünde sie aus Butter, wie Muskeln, Sehnen und Fleisch zerfetzt wurden, hörte das gräßliche Geräusch von Horn auf Knochen, wo sie tiefe Kratzer hinterließen ohne die Knochen jedoch ernsthaft zu schädigen.
Spürte, wie sich die Klauen aus seinem geschundenen Körper zurückzogen, nur, um erneut auf ihn niederzusausen und neuere Wunden zu schlagen oder die schon vorhandenen noch weiter zu zerfetzen.

Sein Herz raste vor Panik und Qual, er konnte es hören, er konnte es spüren, wie es wild gegen seine Rippen hämmerte.
Er schmeckte den salzigen Geschmack von Blut auf seiner Zunge, während er verzweifelt nach Atem rang.

Verschluckte sich an seinem eigenen Blut.

Sah hilflos mit an, wie seine Welt hinter einem blutroten Schleier verschwand, als ihm ein Hieb das Gesicht aufschlitzte. Der Schmerz reihte sich so nahtlos in die allgegenwärtige Qual ein, daß er ihn gar nicht als solchen wahrnahm.

Er spürte, wie etwas warm und klebrig an ihm hinunterlief.

Blut.
Sein Blut.

Ein erneuter Hieb schickte eine neue Welle sengenden Schmerzes durch seinen Körper, und ein heiserer Laut entrang sich seiner Kehle, doch er presste rechtzeitig die Kiefer zusammen, bevor daraus ein Schrei werden konnte.

Denn eines wußte er: jedes Anzeichen von Schwäche würde seine Qual nur noch verlängern.

Am ganzen Körper zitternd und schweißgebadet wühlte sich Marshall Brave Starr aus seinen durchgeschwitzten Bettdecken und wankte mit weitaufgerissenen Augen, in denen der blanke Horror stand, ins angrenzende Bad hinüber.
Jeder Schritt, jede Bewegung schmerzte höllisch, doch er schaffte es irgendwie, sich von T-Shirt und Shorts zu befreien. Das leise Wimmern, das dabei über seine Lippen zitterte, hörte er genauso wenig wie das aufgeregte Klopfen an seiner Wohnungstür.

Mit bebenden Fingern tastete er nach dem Wasserhahn, und als die ersten warmen Wassertropfen über seine klamme Haut perlten, entrang sich ihm ein trockenes Schluchzen. Kraftlos sank er in der Duschkabine zusammen.

***


Alarmiert von einem grauenhaften Schrei, der ihn aus seinem Schlaf gerissen hatte, rannte Thirty-Thirty sofort nach oben in die Wohnung seines Chefs und besten Freundes. Als dieser auf sein Klopfen an der Tür nicht reagierte, zerschmetterte er mit einem einzigen Hieb das ohnehin nicht sehr stabile Holz und stürmte in die Wohnung, seine Waffe Sara Jane im Anschlag, bereit, seinen Partner bis aufs Blut zu verteidigen.

Das Rauschen des Wassers wies ihm den Weg, und da die Kabinentür nicht geschlossen war, fiel sein Blick sofort auf das Häufchen Elend, das sich dort am Boden zusammengekauert hatte.

Die wilde Entschlossenheit in Thirtys braunen Augen wich dem Ausdruck größter Besorgnis und Anteilnahme.

„Nicht schon wieder“, brummte er, während er das Wasser abstellte, ein Handtuch ergriff und seinen zitternden Freund behutsam darin einwickelte, um ihn dann noch viel behutsamer auf die Füße zu ziehen.

Beinahe sofort klammerte sich Brave Starr schutzsuchend an ihn, etwas, was dem Hippodroiden nur einen gedehnten Seufzer entlockte:

„Ich dachte, das hätte sich endlich gegeben.“

***


„Ich dachte wirklich, das hätte sich gegeben“, zutiefst besorgt musterte Doktor Benjamin Clayton seinen ersten Patienten dieses Tages.

Obwohl man ihn um halb vier Uhr morgens aus dem Bett geklingelt hatte, genügte ein Blick auf die dunkelumschatteten, matten Augen seines Patienten, um ihn auf einen Schlage munter werden zu lassen.

„Du hattest seit drei Wochen keinen dieser Anfälle mehr.“

Er achtete nicht darauf, wie Brave Starr bei diesem Wort unwillig das Gesicht verzog, immerhin war er hier der Arzt und mit Alpträumen hatte dies hier gewiß nichts mehr zu tun.

„Ist heute irgend etwas besonderes vorgefallen? Irgend etwas, was diesen Anfall hervorgerufen haben könnte?“

Der Marshall schnaubte nur und rieb sich gedankenverloren übers Gesicht. Noch immer glaubte er zu spüren, wie ihm die Krallen das Fleisch zerfetzten, aber wie stets war sein Körper völlig unversehrt, wenn er erwachte. Und auch während er schlief, denn als diese ganzen Unannehmlichkeiten vor vier Monaten begonnen hatten, war er unter ständiger Beobachtung von Seiten seiner Freunde und des Arztes gewesen. Zumindest die ersten beiden Monate lang, bis er von dieser Totalüberwachung die Nase voll gehabt hatte und wenigstens Nachts wieder seine Ruhe haben wollte. Mehr oder weniger jedenfalls.

„Nein“, erwiderte Thirty an seiner statt, der neben der Behandlungsliege an der Wand lehnte und ihn keine Sekunde aus den Augen ließ. „Es war ein ganz normaler Tag. Zwei Patrouillenritte, ein Zusammenstoß mit den Dingos, eine Saloonschlägerei, eine Prügelei mit der Carrion Bunch am StarrPeak und der obligatorische Stratokutschenüberfall durch ein paar bedeutungslose Outlaws. Ein ganz normaler Tag.“

„Hm“, machte Clayton und legte seinen medizinischen Handscanner seufzend beiseite. „Nun, zumindest ist die Diagnose immer noch dieselbe: was auch immer es ist, es besitzt keinen medizinischen Hintergrund. Und ein posttraumatisches Streßsyndrom haben wir schon ausgeschlossen.“

Brave Starr öffnete schon den Mund, um etwas zu entgegnen, doch wie stets, wenn er von den genaueren Eindrücken seines Traumes erzählen wollte, fehlten ihm die Worte dafür.
Es war, als würde sich irgend etwas in ihm dagegen wehren.
Und so schwieg er.
Wie schon seit vier Monaten.

***


„Ich halte ja sonst nicht viel von so etwas, aber heute ist der Sonnenaufgang wirklich wunderschön. Findest du nicht auch, Partner?“

Brave Starr nickte nur, bis ihm einfiel, daß er ja auf Thirtys Rücken saß und dieser es daher nicht sehen konnte, und so gab er ein zustimmendes Brummen von sich. Sein Blick streifte den Himmel, der gerade in Flammen aufzugehen schien, allerdings nur voller Gleichgültigkeit, bevor er wieder nach vorne starrte, direkt zwischen Thirtys Ohren hindurch, ohne jedoch wirklich etwas zu sehen.
Sie waren auf dem Wege nach StarrPeak, weil Thirty meinte, es könne nicht schaden, seinen Ziehvater Shaman in dieser Angelegenheit um Hilfe zu bitten.

Und obwohl Brave Starr nicht besonders viel Hoffnung in diese Idee setzte – nun, eigentlich setzte er überhaupt keine Hoffnung da hinein – protestierte er nicht.
Er fühlte sich zerschlagen, müde und furchtbar deprimiert – wie immer nach diesen Träumen, die keine richtigen Träume waren, da sie ihn auch schon im Wachzustand überfallen hatten. Glücklicherweise war er damals  als einziger im Büro gewesen, kurz vor Dienstende, so daß niemand es mitbekommen hatte. Und es würde auch niemals jemand erfahren, denn auch hier war es ihm unmöglich, darüber zu berichten.

Thirty drehte sein rechtes Ohr aufmerksam nach hinten. Es gefiel ihm nicht, wie in sich gekehrt sein Freund auf seinem Rücken wieder war. Er war nicht dumm, ihm entging nicht, wie angespannt und zugleich irgendwie schlaff der Marshall im Sattel hing, und er mußte nicht einmal den Kopf wenden um zu wissen, daß das Licht in diesen braunen Augen erloschen war.

Innerlich schüttelte Thirty-Thirty seinen Kopf.
So ging das wirklich nicht weiter.
Da hatten sie in den letzten drei Wochen schon wirklich fast ihren alten, stets so lebenslustigen Marshall Brave Starr wieder und dann genügte wieder ein einziger dieser seltsamen Alpträume oder Anfälle oder wie auch immer man dies bezeichnen sollte, und der junge Mann verkrümelte sich wieder in sein Schneckenhaus.

Meine Güte, fuhr es ihm nicht zum ersten Mal durch den Sinn, mit der Laune kann er echt Hex den Rang ablaufen.

Hoffentlich konnte ihm Shaman diesmal helfen.
Unbewußt beschleunigte Thirty seine Schritte.

***


In der Miene des grauhaarigen Schamanen lag tiefste Besorgnis, als er das verschlossene Gesicht seines Ziehsohnes über das Keriumfeuer hinweg musterte. Die Flammen malten ein ruhiges, für ein Feuer ungewöhnlich beständiges Licht in diese dunklen Züge, offenbarten all die kleinen Anzeichen einer zunehmend schwereren Zeit, die sich in den letzten Monaten in dieses hübsche Gesicht gegraben hatten: Schmale, haarfeine Fältchen um die Mundwinkel und auf der Stirn, wo früher keine gewesen waren. Die dunklen, fast schwarzen Ränder unter den Augen, die so müde und alt aussahen wie die eines Neunzigjährigen.

Als hätte er zuviel gesehen und zuviel durchgemacht für sein junges Leben.

Nicht zum ersten Mal in den letzten Wochen suchte Shaman Unterstützung in der Geisterwelt, auf der Ursache nach dem, was seinen Ziehsohn bedrückte, was ihm diese Alpträume und schwermütigen Stimmungen bescherte.
Und wieso ihm Brave Starr nie etwas darüber erzählen konnte.

Doch wie immer in dieser Sache erhielt er von den Geistern nur widersprüchliche Informationen.

„Der Weg des Verständnisses ist steinig, trocken und voller Entbehrungen“, flüsterten die Stimmen der Vorfahren.

„Er muß weiter gehen als nur eine Meile um zu verstehen“, wisperten seine Tiergeister.

Shaman wußte, daß ein Schatten auf dem jungen Mann lag, daß etwas Dunkles sein Herz und seine Seele umklammerte, doch er konnte es keinem ihm bekannten Zauber zuordnen. Er wußte nur, daß es nicht gefährlich war, nicht tödlich, aber dennoch ging eine gewisse Bedrohung davon aus. Trotzdem warnten ihn die Geister eindringlich, sich dort einzumischen.

„Das macht es nur noch schlimmer“, warnten ihn die Vorfahren.

„Es gehört zu seinem Weg ins Licht, den er gehen muß“, erklärten die Tiergeister.

Und so blieb dem weisen Schamanen auch dieses Mal nichts anderes übrig als seinem Ziehsohn einen neuen Medizinbeutel zu überreichen, der ihm die Ruhe und die Kraft schenkte, dies alles durchzustehen, gefolgt von ein paar tröstenden Worten und einer liebevollen Umarmung.

***


„Vielleicht solltest du mal raus hier? Ein paar Tage Urlaub, ganz weit weg, wie wäre das?“ schlug J.B. McBride, ihres Zeichens Richterin von Fort Kerium, ihrem besten Freund und wenn-es-nach-allen-anderen-ginge-Quasi-Verlobten vor, als sie zusammen Richtung Saloon gingen, um dort eine Kleinigkeit zu Mittag zu essen.

Aber der Marshall schnitt nur eine unwillige Grimasse, zog sich den Hut tiefer in die Stirn und starrte nur noch finsterer vor sich hin.

„Ich laufe nicht vor ein paar Schlafstörungen davon, J.B. Außerdem – wer sagt mir denn, daß es dann aufhört? Ich meine…“ er verzögerte seinen Schritt, bis er schließlich ganz stehenblieb und warf ihr einen beinahe schüchternen Blick zu, „… hier bin ich wenigstens nicht alleine…“

„Oh, Brave Starr“, aufseufzend zog ihn die hübsche Rothaarige in ihre Arme.

Ungeachtet der Blicke, die sie ernteten, schmiegte sich der immerhin einen guten Kopf größere Mann an die zierliche Frau und genoß es, von ihr gehalten zu werden.
Weder er noch sie gaben einen Pfifferling auf die von Herzen kommenden Seufzer, die sie bei den vorübereilenden Passanten dadurch hervorriefen, denn niemand sah die Not, die wirklich dahinterstand. Selbst diejenigen, die ganz offen stehen blieben und das Paar bewunderten, sahen nicht, wie sehr sich die behandschuhten Finger des Marshalls in den schwarzen Rückenstoff von J.B.s Kampfanzug gruben. Oder die Art, wie schwer Brave Starrs Kopf auf J.B.s Schulter zu liegen kam.
Blind wie immer sahen sie nur das, was sie sehen wollten: ein glücklich verliebtes Paar.

Zu gerne würde sich Brave Starr mit all seiner Kraft an seine beste Freundin klammern, unterließ es aber, weil er sie nicht durch seine unabsichtlich aktivierten Bärenkräfte verletzen wollte.
Aber auch so genügten ihre Wärme, ihr vertrauter Geruch und die Art, wie sie ihm Halt und Geborgenheit schenkte, einen Teil dieser merkwürdigen Leere zu füllen, die an seinem Herzen nagte. Eine Leere, die ihn in den letzten Monaten in unregelmäßigen Abständen genauso heimsuchte wie diese Alpträume und seine melancholischen Anwandlungen.

Er wußte nicht, woher dieses trostlose Gefühl kam, das ihm die Luft abschnürte, das manchmal noch schlimmer war als diese schmerzhaften Träume, aber er wußte, daß es manchmal genügte, ihn nachts, wenn er tatsächlich wieder allein in seiner Wohnung hockte, aus heiterem Himmel bittere Tränen vergießen zu lassen.
Das erste Mal vor sechs Wochen, mitten beim Zähneputzen. Ein einziger Blick in den Spiegel hatte genügt und schon verschleierten Tränen seine Augen.

Peinliche Momente, derer er sich schämte und über die er – selbst wenn er es gekonnt hätte – gewiß niemals auch nur ein Wort verlieren würde.

„Ach, Brave Starr“, abermals seufzte J.B. nur auf, während ihre Hand beruhigende Kreise auf Brave Starrs Rücken zog. „Du weißt, wir sind alle für dich da…“

„Ja, ich weiß…“ mitten im Satz japste der junge Mann gequält auf.

J.B. spürte, wie er sich verspannte, runzelte die Stirn und drückte ihn nur noch fester an sich, in der Annahme, daß es genau dies war, was er brauchte. Doch zu ihrer großen Überraschung entwand er sich ihr und schob sie auf Armeslänge von sich. Auf seinen ebenmäßigen Zügen stand die pure Qual, während sich seine rechte Hand auf dem Brustpanzer über seinem Herzen festkrallte.

Brave Starr atmete einmal tief ein und wieder aus, direkt in den stechenden Schmerz hinein, der seine Brust quasi in zwei Teile zu schneiden schien, und versuchte zu begreifen, was nun schon wieder passiert war.
Einen solchen Schmerz hatte er noch nie empfunden.
Es fühlte sich tatsächlich so an, als reiße man ihm bei lebendigem Leibe das Herz aus der Brust.

Noch während er nach Luft schnappte, fiel sein Blick zufällig auf eine Traube von Passanten hinter J.B. und blieb an einer verspiegelten Sonnenbrille hängen.
Und er erinnerte sich wieder.

An eine Stimme, in der Zorn und Verbitterung um die Vorherrschaft kämpften.
„Du bist ja so ein selbstgerechter Hornochse. Ich wünschte…“

„Ich wünschte, du würdest einmal…“ murmelte Brave Starr gedankenverloren, den Blick starr auf den anderen in der Menge gerichtet.

J.B. hörte seine Worte, und ihr Stirnrunzeln vertiefte sich, doch er achtete nicht darauf.

Für einen winzigen Augenblick spürte er, wie sich die Augen hinter der Brille weiteten, er spürte es, denn sehen konnte man es nicht, und für eine Millisekunde leuchteten drei langgezogene, blutverkrustete Krallenhiebe im grellen Sonnenlicht, doch dann verschwand der andere schon mit wehendem Mantel im Gewühl der Menge.

Ohne genauer darüber nachzudenken, stürzte ihm der Marshall hinterher.

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