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Schreckhaft?

von Jaelle
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
17.10.2010
08.11.2010
3
3.051
2
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17.10.2010 579
 
Neulich hab ich erfahren, dass die Gegend hier bekannt dafür ist, dass viele Vergewaltiger umhergehen.
Super.
Als ich dann letztens alleine im Nebel zu meinem Wohnheim ging überkam mich dann schon ein mulmiges Gefühl... und inspirierte mich zu dieser Fanfic.

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Ihre Schritte hallten laut auf dem harten Pflaster.
Die feuchte Kälte schien unter ihre Haut zu kriechen und fluchend zog Kate ihren Mantel enger um sich.
Nicht nur, dass es eisig draußen war, aber ganz New York war in so dichten Nebel getaucht, dass sie kaum die Hand vor Augen erkennen konnte.
Und gerade bei diesem Wetter wurde sie um 5 Uhr morgens zu einem Tatort in einem nahegelegenen Wald gerufen?
Das war doch wirklich eine perverse Laune des Schicksals.

Sie hatte gerade den weichen Grund des verschlungenen Waldweges betreten, als sie plötzlich stehen blieb.
Ihre Nackenhaare stellten sich auf.
Sie konnte es nicht genau definieren, aber irgendwie hatte sie das Gefühl, sie würde verfolgt.
Fast schon konnte sie den heißen Atem ihres Verfolgers spüren, aber als sie sich abrupt umwandte war da nichts.
Nur dichter, dichter Nebel.

„Kein Grund, durchzudrehen, Kate“, murmelte sie und verdrehte die Augen ob ihrer eigenen Schreckhaftigkeit.
Dennoch… sie hätte schwören können, dass da Schritte hinter ihr waren.
Dann knackte laut ein Ast und wieder drehte sie sich um, aber da war immer noch niemand.
Nur Bäume und Sträucher… und eben Nebel.
Dichter, dichter Nebel.
Sie atmete tief durch, beschwor sich, sich zusammen zunehmen und wollte gerade weitergehen, als sich plötzlich eine eiskalte Hand auf ihre Schulter legte.

Kate schrie auf, griff nach ihrer Waffe und richtete sie auf das Gesicht von… „Castle?!“
„Buh!“, grinste der Autor, sichtlich zufrieden mit sich selbst.
„Sagen Sie mal, sind Sie total bescheuert geworden?“, zischte der Detective und steckte ihre Waffe zurück. „Um ein Haar hätte ich Sie erschossen und glauben Sie mir, ich hätte wirklich keine Lust auf den Papierkram gehabt, den das mit sich ziehen würde.“
„Du hast mir eher so ausgesehen, als würdest du gleich einen mittelschweren Herzinfarkt bekommen“, grinste Castle.
Seit geraumer Zeit hatte er damit begonnen, sie zu Duzen, weil es wie er meinte lächerlich sei so förmlich zu bleiben.
Sie aber blieb konsequent beim ‚Sie‘ um eine professionelle Distanz zu wahren.

„Nicht im Entferntesten!“, schnaubte Kate.
„Meine Liebe KB, du wirst doch nicht etwa schreckhaft sein?“
„Schreckhaft?“, wiederholte Beckett ungläubig. „Ein Wahnsinniger verfolgt mich durch den nebligen Wald… ich würde sagen, ich hatte jeden Grund zur Beunruhigung.“
„Ich habe dich durch den Wald verfolgt“, korrigierte Rick.
„Sag ich ja: Ein Wahnsinniger. Das ist der Stoff aus dem Horrorfilme gemacht sind… und Sie wären der Erste, der wie ein Mädchen geschrien hätte.“

„Ich?“, entrüstete sich der Autor. „Ich bin der König der Horrorfilm! Frag Alexis, ich habe nie Angst und kann nach jedem Film schlafen wie ein Baby.“

„Ja, nachdem Sie eine Valium eingeworfen haben vielleicht“, spottete Kate. „Was machen Sie, wenn die bösen Monster Sie nachts heimsuchen, Ricky? Muss Alexis Ihnen ein Gutenachtlied vorsingen und nachsehen, ob der schwarze Mann unter ihrem Bettchen auf Sie wartet?“
„Du willst Beweise? Bitteschön. Eine Horrorfilmnacht. Nur du und ich, in meinem Loft. Jeder bringt einige Horrorfilme mit und derjenige, der als erstes ein Zeichen von Angst zeigt oder seine Augen bedeckt hat verloren.“
„Gut. Wann?“
„Diesen Samstag. Bist du sicher, dass du dieser Herausforderung gewachsen bist?“

Kate ging auf ihn zu, bis sie nur noch wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt war.
Ihre Augen waren groß, dunkel und gefährlich.
„Oh, it’s on.“
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