Dreck. (Oneshot)

GeschichteDrama / P16
16.10.2010
16.10.2010
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Wenn man am Abgrund steht wird einem klar was wichtig ist im Leben. Der Abgrund muss nicht immer ein Abgrund sein, nein. Es war die Aussicht auf den sicheren Tod die einen verzweifeln lässt. Still öffnete ich meine Augen, meine Sicht war trübe. Das heiße Wasser floss über meinen Körper wie über einen Stein und wurde dann leise vom rostigen Abfluss verschluckt. Verdrängte Erinnerungen bahnten sich ihren Weg in meine Gedanken, Stück für Stück. Meine Schreie, Schmerzen und sein ekelhaftes Grinsen. Die Erde unter meinen Fingernägeln und die Kratzer auf den Oberarmen des Mannes der sich über mich beugte. Ah! Ich drückte die Hände gegen die Stirn, schlug mich selbst, versuchte die Gedanken zu verscheuchen. Mein stilles Weinen war auf einmal nicht mehr so still. Der Scham, die Hilflosigkeit, der Schmerz. Nein! Der Dreck an meinem Körper war spürbar wie nie zuvor. Dreck der sich niemals abwaschen ließ. Ich nahm die Hände von der Stirn und formte sie zu einer Schüssel. Das klare Wasser sammelte sich kurz darin, dann floss es durch meine Finger. Meine Finger. Seine Finger. Seine Finger wie sie meine Hose aufrissen und mich anfassten. Ich schlug mit der Faust gegen die Duschwand, den stechenden Schmerz in meiner Hand spürte ich kaum. Jemand schrie, vielleicht war ich es, und ich fiel auf die Knie. Meine Finger zogen an meinen Haaren, solange bis ich dachte ich müsste an den Schmerzen sterben. Ich schrie weiter. Hände berührten mich. Fremde Hände. Niemals mehr sollten fremde Hände ungewollt meinen Körper berühren. „Nein! NEIN!“. Ich schlug um mich. Ich riss die Augen auf, doch ich konnte nichts sehen. Ich schlug um mich, doch ich traf niemanden. „Beruhigen sie sich, keiner tut ihnen was.“. „Nein! Nein!“. Ich kannte diese Stimme. Sie gehörte nicht dem Mann. Sie war anders, weiblich. Langsam zog ich meine Arme um meinen Oberkörper und ließ den Kopf hängen. Ich musste mich waschen. Der Dreck, der Schmutz musste weg. Ich wollte mich losreißen aber mir fehlte die Kraft. Erschöpft ließ ich mich hängen.

Ich war bei Bewusstsein und doch konnte ich mich nicht bewegen. Ich fühlte den schweren, gestärkten Stoff der mich zu erdrücken versuchte. Ich wollte mich befreien doch meine Arme gehorchten nicht. „Ruhen sie sich aus, Frau Forbes. Alles ist gut.“. Plötzlich fiel mir ein wem die Stimme gehörte. Der Frau in der Klinik in der ich eingesperrt war. Psychologisch krank sei ich.  Ich schloss meine Augen und merkte wie sie sich mit Tränen füllten. Ich fühlte den Dreck noch immer.


Ps: Das sind keine Privaten Eindrücke. Mir ist soetwas nie passiert. Dadurch kommt es auch dass ich die Gefühle nicht hundertprozentig nachvollziehen kann. Kommt bitte nicht mit: Du weißt doch überhaupt nicht wie das ist'. Stimmt, tu ich nicht. Trotzdem wollte ich soetwas mal schreiben. Gute und schlechte Reviews wie immer ERWÜNSCHT. ^^
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