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Basilisk - Kouga Ninpo Chou Fanfiction

von Hinoko
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
09.10.2010
05.07.2011
11
53.386
 
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09.10.2010 5.128
 
Kapitel 4: Der blutrote Schleier des Hasses

Wer Hass und Gewalt säht,
Der wird auch Hass und Gewalt ernten.
Dunkelheit fällt über das Land herein
Und frisst den schmalen Grad zwischen Gut und Böse.
Leichen pflasterten den Weg ins Ungewisse.
Gefühle wurden nichtig
Liebster, mach dich bereit zu sterben!


Der nächtliche Nebel legte sich über Iga Tsubagakure und das rufen von Eulen erklang in der Dunkelheit.
Ein Haus in dem Dorf war von Kerzenschein erhellt und das dreckige Lachen von Udono Jousuke erschallte daraus.
“Also, Akeginu-dono! Ich bin ziemlich dick, wie Ihr seht, aber zum Heiraten hätte ich gerne eine schlanke Frau wie Euch!”, grub Jousuke die arme Akeginu an, die zu ihrem Leidwesen direkt neben ihm saß.
Zusammen, mit Jingorou, Oboro, Gennousuke und ein paar anderen, Ninja aus Iga saßen sie bei dem, von Jingorou versprochenen Festessen.
“Das wünsche ich mir schon lange!”, grinste Jousuke. Akeginus Blick wurde düster und auch die anderen Iga starrten den dicken Kouga böse und voller Hass an.
“Mögt Ihr keine dicken Männer, Akeginu-dono?”, fragte Jousuke lachend. Der viele Sake bekam ihm definitiv nicht gut.
Auch Jingorou beobachtete aus den Augenwinken heraus Jousukes unsittliches Verhalten und trank schweigsam sein Schälchen Sake.
“Was meint Ihr? Sollten wir Zwei nicht dem Beispiel von Gennousuke-sama und Oboro-sama folgen?”
Akeginus Blick wurde immer angewiderter, als Jousuke auch noch einfach ihre Hand nahm. Man sah ihr an, dass sie den dicken Mann am liebsten jetzt schon das Licht ausgeblasen hätte.
“Hör auf, Jousuke!”, rief Gennousuke schließlich. “Der viele Alkohol bekommt dir nicht! Du siehst doch Akeginu-donos Miene!”
Jousuke zuckte zusammen und kratzte sich dämlich grinsend am Hinterkopf.
“Ach Herrje! Ich muss wirklich zuviel getrunken haben!”
Akeginu fuhr sich immer wieder über angeekelt mit der einen Hand über ihre andere, die Jousuke in seinen fleischigen Griffeln gehabt hatte.

Gennousuke nahm von seinem Teller etwas von den eingelegten Krabbenchips (Tötet mich wenn es doch was anderes ist, ich weiß ums verrecken nicht, wie man die weißen, runden Dinger sonst nennt u_u) und probierte diese.
“Das ist köstlich!”, sagte er. “Eine sehr gute Marinade! Es schmeckt ein bisschen anders, als in Kouga.”
“Das liegt wahrscheinlich am Salz, Gennousuke-sama.”, antwortete Oboro lächelnd. “Wir bekommen das Salz aus Akou.”
Akeginu und Jingorou starten Oboro mit offenem Mund an. Sie waren nicht gerade begeistert davon, dass Oboro einfach ausplauderte, wo sie ihre Gewürze und alles herbekamen.
“Ihr könnt gerne etwas davon mitnehmen, wenn Ihr mögt. Wir haben genug davon in unserem Salzlager.”, bot Oboro ihm an.  
“Wenn man immer gut versorgt ist, hat man nichts zu befürchten.”, grinste Jousuke breit. “Und Salz ist in Kriegszeiten schwer zu bekommen.”
Die Blicke der anwesenden Iga verfinsterten sich noch mehr. Auch die von Akeginu und Jingorou.
“Jousuke!”, ermahnte Gennousuke ihn. “Du sollst dich benehmen!”
Jousuke zuckte wieder zusammen und vergrub sich mit dem Kopf an der Wand in die Ecke.
Oboro lächelte leicht. “Ist schon in Ordnung, Gennousuke-sama.”, sagte sie. “Wir haben doch nichts voreinander zu verbergen.” Dann wandte sie sich lächelnd zu den anderen. “Nicht wahr, Akeginu? Jingorou?”
“J-Ja, n-natürlich Oboro-sama.”, stammelte Jingorou.
Akeginu lächelte gezwungen “Ganz wie Ihr meint.”

“Oboro-dono.”, sagte Gennousuke schließlich. Oboro sah ihn an und Gennousuke griff kurz in seinen Haori, und holte etwas hervor, dass im ersten Moment wie der Griff eines Schwertes wirkte. Akeginu und Jingorou zuckten nervös zusammen.
“Das ist eine gute Gelegenheit.”, redete Gennousuke weiter und packte den, in ein Tuch eingewickelten, Gegenstand langsam aus. “Jeder aus Iga soll das Ergebnis unserer Bemühungen sehen.”
Er zog eine rote Flöte aus dem Tuch hervor und ein wenig der Anspannung viel in dem Moment von Akeginu und Jingorou ab.
“Aber ich wollte diesen Tanz doch bei der Hochzeit aufführen...”, sagte Oboro langsam.
“Für diesen Tag haben wir auch noch andere Kunststücke.”, entgegnete Gennousuke leicht lächelnd.
Dann wandte er sich an die anderen Iga. “Das hier, ist zur Feier der Versöhnung zwischen Iga und Kouga. Ein Tanz zur Flötenmusik. Möge er dem ewigen Frieden dienen.”
Jousuke guckte ungläubig: “Gennousuke-sama! Habt Ihr das etwa immer bei Euren Treffen mit Oboro-sama geübt?!”  
“Was siehst du mich so an, Jousuke? Was denkst du denn, was bei meinen Treffen mit Oboro-dono vor sich geht?”
Jousuke entgleisten alle Gesichtszüge: “Äh… Das kann ich doch hier nicht so laut sagen!” Er wandte sich um. “Oder Akeginu-dono!?”
Akeginu zuckte zusammen. “Was fragt Ihr mich?!”
Langsam stand Oboro auf und zückte einen Fächer, den sie ausklappte und mit dem sie zu Gennousukes Flötenspiel sanft tanzte. Dieser Augenblick war ein kurzer und schöner Moment des Friedens.

“Koshirou? Bist du noch wach?”
Hinoko lag im Gras mit dem Kopf an einem Baumstamm gelehnt und starrte den Mond am Himmel an.
Koshirou lag neben ihr und öffnete langsam ein Auge und wand den Kopf in ihre Richtung. “Hm… Ja?”
“Ich kann nicht schlafen.”, murmelte Hinoko ihm zu und rückte mehr in seine Nähe.
“Ist dir kalt?”, fragte Koshirou leise und legte sanft einen Arm um ihre Schulter, als sie ihm näher kam.
Hinoko schüttelte den Kopf. “Nein. Das nicht…”
“Du machst dir Sorgen oder? Wo das alles noch hinführen wird…”
“Du etwa nicht?”, fragte Hinoko. “Bereitet dir der Gedanke keine Angst…?”
Koshirou sah nun selbst zum Mond. “Ich bin ein Ninja. Ich wurde geboren um zu kämpfen und zu töten. Wenn nur Frieden herrscht… Was nützen mir dann meine Fähigkeiten? Das was ich gelernt habe… wäre dann nutzlos oder?”
Hinokos Blick wurde leicht traurig. “Wir Leben, um im Kampf zu sterben. Ist das so….?”
“Ja.”
“Ich will das nicht.”
Koshirou sah sie an. “Was?”
“Ich will nicht, dass du stirbst… Ich will nicht dass du oder andere Menschen, die ich gern habe, sterben…”
Koshirou setzte sich langsam auf und blickte in Hinokos Augen, die leicht feucht wirkten.
Er nahm ihre rechte Hand in die seine.
“Ich werde nicht sterben. Mir geschieht nichts…”
“Das sagst du so einfach…”, entgegnete Hinoko und sah zur Seite. “Du bist nicht unsterblich, wie Tenzen-sama…”
Koshirou schwieg. “Es wird alles gut. Wir werden es diesen verdammten Kouga zeigen und den Sieg davon tragen! So wie Tenzen-sama es gesagt hat…”
Hinoko blickte in Koshirous graublaue Augen. “Ich hoffe… du hast Recht… dennoch…!”
Sie setzte sich erst und stand dann ganz auf. Dann nahm sie Koshirous Hand.
“Komm mit!”
“Wohin?”, fragte Koshirou und stand auch auf.
“Komm einfach mit!”
“Wenn Tenzen-sama und die anderen mitbekommen, das wir weg sind, dann-”, begann Koshirou.
“Komm einfach!, unterbrach Hinoko ihn.
Sie zog ihn langsam hinter sich her, etwas tiefer in den Wald hinein.
Nenki, der etwas weiter weg versuchte, vor sich hin zu dösen, öffnete kurz ein Auge und sah den beiden jungen Ninja nach.
“Was haben die jetzt schon wieder vor…?”
Tenzen lehnte mit dem Rücken an einem Baumstamm und starrte mit verschränkten Armen vor sich hin.
“Geh ihnen nach und schau, ob sie keinen Unsinn anstellen.”, sagte er zu Nenki, ohne diesen anzusehen.
Hotarubi saß ebenfalls unter einem Baum und blickte wie eine leblose Puppe einfach nur zum Mond hinauf. Ihre Gedanken kreisten nur noch um Yashamaru.
Auch Rousai fand keinen Schlaf. Sie hatten beschlossen, am nächsten Tag noch einen Abstecher nach Kouga Manjidani zu machen, bevor sie nach Iga Tsubagakure zurückkehren würden.

Hinoko hatte Koshirou zu einer winzigen Waldlichtung geführt, wie es hier in diesem Wald viele gab.
Nun standen sie da uns sahen sich lange an.
“Was nun?”, fragte Koshirou sie.
Hinoko sah ihn an. “Es ist… Es geht mir nicht aus dem Kopf…. Ich habe einfach Angst um dich…”, sagte sie und kam ihm näher.
“Ich habe doch gesagt, dass du das nicht brauchst…”
Behutsam strich Koshirou über ihr über den Kopf. “Ich mache mir eher Sorgen um dich… Du solltest wirklich nach Iga zurückkehren.”
Hinoko sah ihn an und löste sich von ihm. “Warum? Wieso soll ich nicht mitkämpfen? Du hast gesehen, zu was ich fähig bin! Ich habe nicht jahrelang umsonst mit dir zusammen die Ninjakünste gelernt!”
Ihr Blick wurde fast trotzig. “Ich will kämpfen. Es macht mir Spaß… Ich….”
Sie lächelte schief: “Es bereitet mir vergnügen … Wenn ich weiß, dass ich mich für das, was mir die Kouga als Kind angetan haben, rächen kann… ”Sie kam ihm wieder näher und schmiegte sich an seine Brust. “Ich bin genauso ein Ninja, wie du…”
Hinoko wollte ihn küssen, aber Koshirou wand sich von ihr ab.
Hinoko sah ihn leicht verstört an. “Was ist los mit dir?”
“Hinoko… Du… wenn du so…”
“Gefällt dir diese Seite an mir etwa nicht? Stört es dich etwa so sehr, dass ich bei dir sein will und mit dir zusammen kämpfen möchte? Magst du es etwa nicht, dass ich Spaß daran habe, es diesen hässlichen Kouga heimzuzahlen!?”
Koshirou sah sie nicht an. “Diese Seite an dir bereitet mir ehrlich gesagt Sorgen… Ich verstehe deinen Hass. Auch ich hasse die Kouga, so wie alle anderen auch, aber…. Ich weiß nicht… Ich habe Angst, dass du dich selber in Gefahr bringst, obwohl du es nicht müsstest….  Ich will dich nicht verlieren…“
Hinoko blickte gen Boden. “Ich…. Will dich auch nicht verlieren… Aber lieber sterbe ich mit dir gemeinsam in diesem Krieg, als einsam und alleine….”
“Hinoko….”, begann Koshirou. “Ich werde schon nicht sterben… Ich verspreche dir. So wie wir gewonnen haben, werde ich Tenzen-sama darum bitten, dass er uns heiraten lässt. Du wirst meine Frau werden und-”
“Dafür gibt es keine Garantie!”, erwiderte Hinoko und drückte sich wieder an seine Brust.
Dann sah sie ihn an. Ihre großen, magentafarbenen Augen blickten traurig in seine graublauen.
“Ich kann nicht länger warten. Die Zukunft ist so ungewiss…. Deswegen….”

Langsam lockerte sie ihren roten Obi und ließ ihren Kimono von ihren Schultern hinab gleiten. “Ich weiß nicht, was uns noch bevorsteht… Aber ich weiß, dass ich nicht warten kann ob es eine gutes oder schlechtes Ende nehmen wird… Deswegen, Koshirou… nimm mich jetzt und hier…”
Koshirou errötete. “Hi-Hinoko… Doch nicht… Wenn jemand uns erwischt… das wäre…”
Hinoko sah ihn an. Ihr Blick grub sich fest in seinen. So sehnsüchtig und hoffnungsvoll.
Ihre Wangen wurden leicht rosa und ihre vollen, leicht roséfarbenen Lippen zitterten, als sie ihn mit leicht geöffnetem Mund anstarrte.
Koshirou schluckte. Er sah kurz zur Seite. “Ich… Wenn jemand herkommt….”
“Es wird keiner kommen…”, flüsterte Hinoko und ließ ihren Kimono noch weiter hinabrutschen, sodass er von ihren großen vollen Brüsten hinab glitt.
Koshirou schluckte erneut und traute sich kaum, Hinoko anzusehen.
Sie nahm seine rechte Hand und legte diese auf ihre Brust. “Es ist vielleicht unsere letzte Gelegenheit….”
“Ich… Hinoko…. Du….”
Koshirous Herz schlug sehr schnell und er nur langsam erhob er wieder seinen Blick und sah in ihre Augen. Sah wie sie ihn ansah, mit ihren langen, schweren Wimpern und den geröteten Wangen.
Er wollte sie doch auch. Aber wenn nun jemand kam…
Nur sehr zaghaft berührte er ihre Brust, während Hinokos Hände in den Kragen seines Kosode glitten. Ihr Unterleib drängte sich dabei gegen Koshirous Hüften.
Koshirou errötete noch mehr. Er spürte, wie sie unter seiner Berührung zitterte.
“W-Willst du das wirklich?, stammelte er.
“Mehr als alles andere in diesem Moment…”, hauchte Hinoko und drängte sich ihm noch mehr entgegen.
Koshirou schluckte nochmals. Seine Hände zitterten. “Ich….”
Hinoko ließ nun komplett ihren Obi auf den Boden fallen, sodass ihr kurzer Kimono nur noch ganz locker ihr von den Schultern hing.
Sie berührte Koshirous Wange, stellte sich auf die Zehenspitzen und sah in seine Augen, die sie so verlegen musterten.
Auch Koshirou berührte sanft ihre Wange und küsste sie schließlich vorsichtig.
Zaghaft legte Hinoko ihre Arme um seinen Nacken und drückte sich noch mehr an ihn. Koshirou ließ seine Hände ihren Rücken hinab wandern und strich sanft über ihre weiblichen Rundungen.
Hinoko löste den Kuss und schmiegte sich an Koshirous Brust. Sie konnte spüren, wie sein Atem ihren Nacken streifte. Spüren, dass es auch ihn nach ihr verlangte.
Das Knacken von einigen Ästen auf dem Boden und das Rascheln von Laub unterbrach das intime Stelldichein des jungen Liebespaares jedoch jäh.
“Da seid ihr also… Hinoko… Koshirou… Tenzen hat sich Sorgen um euch gemacht. Er wollte, dass ich nachsehe, wo ihr seid….”, ertönte die tiefe, raue Stimme von Mino Nenki. Dieser erstarrte, als er die zwei sah.
“N-NENKI-DONO!”, kreischte Hinoko, knallrot im Gesicht und drehte sich schnell um und verschränkte ihre Arme um ihre Brüste, um diese zu bedecken.
Auch Koshirou war erstarrt und nicht minder knallrot im Gesicht. Das war nun schon das zweite Mal, dass sie gestört wurden. Nur dass es diesmal noch peinlicher war.
“V-Verzeiht… Ich wollte euch wirklich nicht… stören…”, entschuldigte sich Nenki, der nun selbst ganz verlegen war.
“Nenki-dono… Ihr seid so ein Idiot!”, rief Hinoko und umklammerte ihre Brüste noch fester. Die Augen zugekniffen und den Kopf Richtung Boden geneigt.
Koshirou hatte sich ebenfalls umgedreht und starrte den Boden an.
Nenki hob abwehrend die Hände: “Ich konnte ja nicht wissen, dass ihr zwei….”
“Das verzeihe ich Euch nicht!”, schrie Hinoko wieder.
Langsam streifte sie sich wieder ihren Kimono über und nahm den Obi, der noch auf dem Boden lag.
“Es tut mir aufrichtig Leid.”, entschuldigte sich Nenki nochmals. “Aber Tenzen hatte schon die Befürchtung, dass ihr vielleicht abhauen würdet oder so etwas in die Richtung.”
“Warum sollten wir so etwas tun?”, fragte Hinoko gereizt und band sich ihren Obi wieder um. Nenki immer noch den Rücken zugewandt.
“Keine Ahnung. Scheinbar denkt Tenzen, dass du Koshirou auf dumme Gedanken bringen könntest.”
“Das würde Hinoko nie. Wir stehen voll und ganz hinter Tenzen-sama. Wieso sollen wir gemeinsam weglaufen wollen?”, kam es von Koshirou, der sich auch immer noch weggedreht hatte.
Nenki zuckte mit den Schultern und wandte sich zum gehen.
Hinoko war sämtliche Lust vergangen und so dackelt sie Nenki seufzend hinterher.
“Kommst du?, fragte sie noch Koshirou.
Dieser nickte langsam. “Vorausgesetzt ich schaffe es, normal zu laufen…”, murmelte er leise vor sich hin und folgte ihr.

Mittlerweile war das Festmahl beendet und Akeginu hatte Jousuke in ein Gästezimmer geleitet, wo er nun seelenruhig schlief und scheinbar von ihr träumte. Akeginu verließ den Raum, nachdem sie nachgesehen hatte, ob Jousuke wirklich schief und verriegelte die Tür von außen mit einem Holzbalken, sodass der dicke Kouga nicht entkommen konnte.
Derweil saßen Gennousuke und Oboro noch zusammen in Ogens Haus und unterhielten sich.
“Oboro-dono. Bitte entschuldigt Jousukes unpassendes Benehmen.”, sagte Gennousuke. “Er ist einer von jenen aus Kouga, die ständig nur Flausen im Kopf haben…”
“Macht Euch deswegen keine Sorgen.”, entgegnete Oboro lächelnd. “Akeginu ist deswegen auch nicht böse.”
Dann lächelte sie noch etwas mehr: “Außerdem ist er doch sehr lustig!”
Sie sah kurz gen Boden und dann wieder zu Gennousuke. “Ich dachte immer, dass die Leute aus Kouga ganz schrecklich sind.”
“Dasselbe dachte ich auch von Eurem Clan immer.”, gestand Gennousuke. “Deswegen freue ich mich jedes Mal, wenn Ihr mir eine lustige Geschichte über Eure Leute erzählt.”
“Da gibt es einiges zu erzählen.”, antworte Oboro immer noch lächelnd.
“Man erfährt nur etwas über andere Menschen, wenn man ihnen nahe ist.”, sagte Gennousuke und trank einen Schluck von dem Tee, den Akeginu ihnen gebracht hatte, bevor sie raus gegangen war.
“Das ist wahr.”, sagte Oboro.
Dann wurde Gennousukes Miene wieder ernst. “Was ist mit den Leuten, die wir am Togi Pass getroffen haben?”
Oboro sah beunruhigt zur Seite. “Sie sind wirklich spät dran…”
“Vielleicht haben sie trotz dieser Einladung noch Probleme, uns zu akzeptieren.”, meinte Gennousuke.
“Nein. Das glaube ich nicht…”, antwortete Oboro.
“Da kann man wohl nichts machen. Schließlich gab es noch andere, die heute Abend nicht mit mir trinken wollten, nicht wahr?”
Oboro senkte ihren Blick. “Ja.”
“Keine Sorge, Oboro-dono. Es ist eine Frage der Zeit.”, sagte Gennousuke und sah Oboro mit festem Blick an.
“Gennousuke-sama…”
“Wir sind der Kouga Manjidani Clan. Und ihr seid der Iga Tsubagakure Clan. Beide Seiten beherrschen unglaubliche Ninja-Techniken und hassen einander seit Jahrhunderten. Ich halte das für eine große Dummheit.”, sagte Gennousuke schließlich nach einer längeren Pause.
“Ja.”
“Oboro-dono, wir müssen einander die Hände reichen, um die eisernen Fesseln beider Clans zu lösen. Auf das der Wind des Friedens über unsere Länder wehen möge.”
“Ja, Gennousuke-sama.”, nickte Oboro.

In der Zwischenzeit öffnete Akeginu gerade die Schiebetür von einem der Häuser. Drinnen saß Jingorou.
“Jousuke ist in dem Zimmer, genau wie geplant.”, erklärte Akeginu.
Jingorou nickte: “Du darfst niemandem etwas von der Schriftrolle erzählen. Auch Oboro-sama darf davon nichts erfahren.”
“Ich habe verstanden.”, antwortete Akeginu.
“Akeginu, sollen wir nicht doch etwas unternehmen? Wahrscheinlich hat Tenzen gerade Shougen besiegt.”, kam es von Jingorou.
“Aber Tenzen-sama hat gesagt, dass wir auf ihn warten sollen.”, entgegnete Akeginu.
“Eigentlich schon...”, antwortete Jingorou.
Akeginu lächelte verschlagen: “Dann werde ich Udono Jousuke erledigen…”

Mittlerweile war Jousuke wieder wach und sah sich verwirrt in dem Zimmer um, indem er sich befand.
Er stand auf und klopfte an die Tür und bemerkte, dass es eine Eisentür war. Auch das kleine Fenster war durch Stäbe verriegelt. Man hatte ihn tatsächlich eingesperrt.
Aber Jousuke grinste nur: “Ausgerechnet mich hat man in ein Gefängnis gesteckt? Was für ein Witz!”
Dann ging er zu dem Fenster und quetschte sich langsam mithilfe seines gummiartigen Körpers zwischen den Stäben hindurch.
“Also… wirklich deprimierend, dass Akeginu-dono mich nicht mag.”, dachte er, als er es geschafft hatte und auf dem Boden landete. “Führt sie vielleicht etwas im Schilde?”
Jousuke lief zu Ogens Haus und schlich die Veranda entlang und lauschte an der Tür, wo er die Stimmen von Oboro und Gennousuke vernahm.
“Oboro-dono? Warum senkt Ihr euren Blick?”, ertönte von drinnen Gennousukes leicht verwirrte Stimme.
Jousuke grinste.
“Ach. Es ist nichts.”, ertönte Oboros Stimme verlegen.
“Ihr müsst sehr müde sein. Es ist schon spät. Ihr solltet Euch in Eurem Zimmer etwas hinlegen.”
“Aber ich bin nicht….”
“Ihr errötet ja…”
“Das ist… nichts…”

“Warum wendet Ihr mir den Rücken zu?”, fragte Gennousuke noch verwirrter, als Oboro sich umgedreht hatte.
“Es ist wirklich nichts…”, erwiderte Oboro verlegen.
Gennousukes Blick wurde immer verwirrter: “Ihr benehmt Euch etwas seltsam, Oboro-dono.”
“Ihr seid gemein, Gennousuke-sama”, murmelte Oboro leise lächelnd vor sich hin.
“Was habt Ihr gesagt? Ich habe nicht gehört, was Ihr gesagt habt.”
“Ich habe nicht gesagt.”, antwortete Oboro immer noch verlegen und drückte immer wieder nervös ihre Zeigefingerspitzen gegeneinander. “Aber das gefällt mir so an Euch…”
“Was ist mit mir?”, fragte Gennousuke.
Oboro drehte sich wieder lächelnd zu ihm um: “Es ist nichts.”
“Ich glaube, Ihr solltet schlafen gehen, Oboro-dono.”, sagte Gennousuke.
Was für ein Idiot!, dachte sich Jousuke, der das Gespräch weiter mitgehört hatte. Aber solange es ihm gut geht, bin ich ja beruhigt.
Dann vernahm Jousuke ein Geräusch aus der Nähe, dass seine Aufmerksamkeit auf sich zog.
Er beobachtete Akeginus schattenhafte Gestalt, die zu dem Haus rannte, in dem er eingesperrt gewesen war.
“Udono-sama? Jousuke-dono? Ich bin es, Akeginu.”, sagte sie, als sie an der Tür stand und ihr Schwert schon griffbereit hielt. “Es war nicht leicht für mich, hier her zu kommen. Da mich die anderen Leute aus Iga bei dem Fest beobachtet haben…”
Sie öffnete die Tür und erschrak, als sie sah, dass Jousuke nicht mehr in dem Raum war. “Was?!”
Wie konnte es sein, dass dieser dicke Ninja so einfach aus einem verriegelten Haus entkommen konnte.
Akeginu sah sich um und lief wieder nach draußen. Wo war dieser verdammte Fettklops aus Kouga nur hin?
“Wo ist er nur?”, sagte sie zu sich selbst, als sie plötzlich von hinten von zwei fleischigen Händen, direkt unter der Brust, gepackt und in die Luft gehoben wurde.
“Wer…”, begann sie erschrocken und versuchte hinter sich zu schauen. Dann erblickte sie das breite Gesicht von Udono Jousuke.
“Jousuke… dono!”, rief sie wütend.
“Schade, dass wir uns verpasst haben, Akeginu-dono.”, erwiderte der dicke Kouga breit grinsend.
“Wie seid Ihr herausgekommen?”, fragte Akeginu.
“Die Liebe öffnet alle Türen.”, kam es nur von Jousuke, der eine Hand in dem Ausschnitt ihres roten Kimonos versinken ließ und ihre Brüste begrabschte.
Widerlicher Kerl!, dachte sich Akeginu.
“Es freut mich, dass es Euch heute Abend so geht wie mir, Akeginu-dono!”
Akeginu versuchte Jousukes Hand abzuwehren, doch das gelang ihr nicht. Der Kouga war zu stark.
“Seid meine Braut, nur für heute Nacht!”
Schließlich schaffte es Akeginu aber doch mit viel Zappelei, Jousukes Griff zu entfliehen und sprang mit einem Tritt in sein Gesicht von ihm weg.
Jousuke wurde dadurch wie ein Flummi ein paar Meter weit weggeschleudert, schaffte es jedoch, Akeginus Kimono mit sich zu ziehen, sodass Akeginu nur in ihrem roten Unterrock und komplett oben ohne dastand. Das gelbe Tuch, dass sie sonst um ihre Taille gebunden hatte, band sie schnell um ihre Brüste, um diese zu bedecken.
“Ooooh…. Nicht übel!”, rief Jousuke bei diesem Anblick aus.
“Wir sollten auf Ninja-Art miteinander kämpfen, Jousuke-dono!”, kam es von Akeginu kühl und sie lächelte selbstsicher. “Wenn ich verliere, werde ich mich Euch heute Nacht hingeben.”
“Klingt interessant!”, entgegnete Jousuke grinsend. “Aber ich werde keine Rücksicht auf Euch nehmen, Akeginu-dono.”
Akeginu grinste nun ebenfalls verschlagen. “Dann sind wir uns ja einig.”
Mit einem Mal verfärbte sich die Luft um sie herum leicht rötlich und Blut floss in schmalen Bahnen von der Stirn langsam ihr Gesicht und ihren Körper hinab.
Die bildhübsche Akeginu wirkte nun gar nicht mehr hübsch, sondern wie eine grausame Geisterfrau, sodass es Jousuke im ersten Moment Angst und Bange wurde.
Er schrak zurück, als das Blut von Akeginu begann, sich von ihrem Körper zu lösen und langsam in seine Richtung glitt und sich auf sein Gesicht und seinen Körper legte, sodass Jousuke nichts mehr sehen konnte. Dazu kam noch, dass sich nun sogar ein blutroter Nebel gebildet hatte.

Währendessen hatte sich weiter weg eine lange Schleimspur gebildet, wie von einer riesigen Schnecke, die sich direkt bis zum Haus von Ogen zog.
“Ich wünsche Euch eine gute Nacht, Gennousuke-sama.”, sagte Oboro, die gerade das Zimmer verließ. Die Schleimspur führte einen Dachbalken hinauf und dort befand sich Amayo Jingorou, der beobachte, wie Oboro das Zimmer verließ und weg ging. Kurz blieb sie stehen und sah zum Mond, ohne zu merken, dass sie ihr Blick auch zu Jingorou glitt, von dem etwas Schleim hinab viel.
Dann vernahm Oboro einen Schrei und lief in die Richtung, aus dem dieser gekommen war.

Jousuke starrte geschockt in Akeginus Richtung, sah sie jedoch nur verschwommen, durch das viele Blut in seinem Gesicht. Akeginu kicherte boshaft. Ihre Augen hatten einen leuchtenden Goldton angenommen, den man in der Dunkelheit der Nacht jedoch nicht wirklich sah.
Sie schien in dem Blutnebel zu verschwinden.
“Sie hat sich in Luft aufgelöst!”, rief Jousuke erschrocken und wandte sich halbblind um.
“Verdammt! Wo ist sie hin…? Akeginu…”
Zu spät hörte er die Klinge von Akeginus Schwert auf sich zurasen, dass ihn seitlich ins Gesicht traf.
“Hab ich dich, Udono Jousuke!, dachte sich Akeginu grinsend.
Für jeden normalen Menschen wäre dieser Angriff tödlich gewesen. Aber bei Jousuke war das Schwert einfach in der gummiartigen Haut stecken geblieben.
Entsetzt sprang Akeginu akrobatisch nach hinten, als Jousukes Hand nach ihr griff.
“Was ist passiert?”
Jousuke wandte sich um. “Ihr habt mich ganz schön erschreckt, Akeginu-dono!” Immer noch steckte das Schwert zwischen zwei gummiartigen Speckrollen in seinem Gesicht fest. “Was wollt Ihr nur ohne mich machen?”
Akeginu sah ihn angewidert an und Jousuke ließ das Schwert förmlich aus seinem Gesicht katapultieren. Geschickt fing Akeginu ihre Waffe wieder auf.
“Verdammter Fleischklops…!”, murmelte sie und verschwand wieder in dem Blutnebel.
Jousuke sah sich um, da griff Akeginu schon erneut aus dem Hinterhalt an. Dieses Mal kam sie von oben auf ihn zugesprungen.
Jousuke konnte ausweichen und sprang in die Luft. Akeginu setzte ihm nach.
Sie holte mit ihrem Schwert aus, doch Jousuke wehrte es ab und die Waffe flog an Akeginu vorbei und landete im Boden. Auch Akeginu sprang auf den Boden zurück.
“Der Kampf scheint bereits entschieden zu sein, Akeginu-dono!”, rief Jousuke freudig und kam auf Akeginu zu. “Und jetzt zu Eurem Versprechen!”

“Akeginu!”, ertönte auf einmal Oboros Stimme und Akeginu drehte sich um und ließ den Blutnebel verschwinden.
“Oboro-sama!”
“Oh, hallo, Oboro-dono…”, kam es auch von dem erstarrten Jousuke.
“Udono-sama…”, sagte Oboro langsam und sah die zwei an. Den Blutüberströmten, aber dennoch putzmunteren Jousuke und die nicht minder blutüberströmte Akeginu.
“Was macht ihr denn hier?”
“Das ist…”, begann Akeginu.
“Das ist mir jetzt aber peinlich…”, leitete Jousuke ein. “Ich habe schon wieder versucht, Akeginu-dono zu verführen. Sie hat dann aber die Geduld verloren…”
Akeginu starrte den Kouga feindselig an.
Oboro seufzte.
“Bitte erzählt Gennousuke-sama nichts davon!”, bat Jousuke und kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
“Na gut... Aber bitte tut so etwas nie wieder.”, sagte Oboro und lächelte.
Jousuke legte die Hände aufeinander und verbeugte sich leicht: “Ich schwöre es beim heiligen Aekuni-Schrein.”

Währendessen saß Gennousuke immer noch in dem Zimmer und putzte gerade seine Flöte mit einem Tuch.
Jingorou, der sich unbemerkt, dank seines Ninjutsu, in das Zimmer geschlichen hatte, beobachtete Gennousuke nun von einem Deckenbalken aus.
Doch Gennousuke konnte deutlich seine Anwesenheit spüren.
“Ich kenne dich nicht, aber du bist aus Iga, nicht wahr?”, sagte Gennousuke zu dem, für ihn nicht sichtbaren, Eindringling.
Jingorous Augen weiteten sich. Wie hatte dieser Kouga Gennousuke ihn nur bemerkt?
“Dieser lodernde Hass, der dein Herz beherrscht… Er sitzt so tief…. Ich habe ihn bereits vorhin auf dem Fest gespürt…”
Jingorou lief Schweiß von der Stirn. In seinem Mund hielt er ein kleines Messer fest.
“Trotzdem wünsche ich mir, dass du dich von diesem Fluch befreist.”
Jingorous Augen wurden wieder schmal.
“Wir sollten uns miteinander versöhnen und ein neues Kapitel in unserer Geschichte aufschlagen. Bitte! Glaube an Oboro-dono und mich. Willst du uns nicht helfen?”

“Akeginu… Auch wenn Udono-sama zu weit gegangen ist, so ist doch der Einsatz von Ninja-Techniken völlig innakzeptabel.”, schimpfte Oboro mit Akeginu, als sie auf dem Weg zurück, zu Ogens Haus waren.
“Es tut mir Leid.”, entschuldigte sich Akeginu bei dem zukünftigen Clanoberhaupt.
Plötzlich bemerkte Oboro, dass sie in etwas nasses getreten war. Sie blickte nach unten und sah die Schleimspur vor sich, die ihren Anfang beim Salzlager hatte und direkt zu Ogens Haus führte, zu dem Zimmer, in dem sich Gennousuke befand.
“Oh nein!”, entfuhr es ihr und sie rannte los.
“Oboro-sama!”, rief Akeginu ihr nach und lief ihr hinterher.
Oboro stürmte auf die Schiebetür zu und riss diese gehetzt auf. Tränen standen in ihren Augen. Um so erleichterte war sie, als sie sah, dass Gennousuke wohl auf war.
“Gennousuke-sama!”
Gennousuke bemerkte ihren verängstigten Blick. “Was ist geschehen, Oboro-dono?”
Oboro fiel auf die Knie und verbeugte sich tief. “Bitte, verzeiht mir! Verzeiht mir, Gennousuke-sama!”, schluchzte sie.
“Weshalb entschuldigt Ihr Euch?”, sagte Gennousuke freundlich.
Oboro sah auf. Immer noch mit Tränen in den Augen.  “Bitte entschuldigt mich…”, murmelte sie und verließ einigermaßen beruhigt wieder den Raum.
Draußen suchte sie nach Jingorou.
“Wo bist du? Wo hast du dich versteckt? Antworte, Jingorou!”
Dann sah sie eine Schleimspur, die einen Dachbalken hinaufführte.
Ihr Blick wanderte nach oben, zu dem schleimigen etwas, das da hing.
“Komm da runter, Jingorou!”, rief sie wütend.
Ihr Blick traf auf Jingorous Augen und sein Nacktschneckenartiger Körper verflüssigte sich noch mehr, sodass er vom Dachbalken hinab fiel. Immer noch das Messer im Mund.
Dieses lies er sogleich fallen. “O-Oboro-sama…”, krächzte er.
Langsam kroch er wie eine Schnecke über den Boden entlang. Lang konnte er nicht mehr in dieser Gestalt bleiben.
Oboro starrte ihm sauer nach.
“Bitte… Ich flehe euch an... S-Seht mich nicht an!”
Langsam wurde Oboros Miene eher traurig und enttäuscht. “Jingorou… hast du versucht, Gennousuke-sama zu töten?”
Jingorou antwortete nicht und kroch weiter, jämmerlich krächzend davon.
“Antworte, Jingorou!”, rief Oboro ihm hinterher.
Derweil war auch Akeginu bei ihr aufgetaucht.
“Wasser… Gebt mir Wasser!”, krächzte Jingorou nur.
“Oboro-sama! Jingorou-dono wird sterben!”, mischte sich Akeginu nun ein.
“Hilf ihm nicht, Akeginu!”, sagte Oboro kalt. Das ist seine Strafe!”

Jingorou kroch davon. Immer weiter nach Wasser rufend.
Währenddessen wusch sich Jousuke am nahe gelegenen Wasserfall das Blut vom Gesicht.
Sie hatte wirklich vor, mich umzubringen, dachte er bei sich, als er sich an den Kampf gegen Akeginu zurück entsann. Dann hörte er ein merkwürdiges Krächzen und entdeckte Jingorou, der auf den kleinen Fluss zu gekrochen kam und immer noch nach Wasser schrie.
“Was?”, entfuhr es Jousuke, als er das schleimige, schneckenartige Wesen genauer sah.
“Jetzt erkenne ich dich! Du bist Amayo Jingorou!” Dann viel Jousuke die Schleimspur auf, die von Ogens Haus, hier her zum Fluss führte. Sein Blick wurde eiskalt. “In dieser Gestalt hast du versucht, Gennousuke-sama zu töten!?”
“Gib mir Wasser!”, kam es nur von dem verzweifelten Jingorou.
Jousuke grinste und schnappte sich Jingorou. Mit einer Hand hielt er die schneckenartige Gestalt Jingorous über den Fluss.
“Das ist unverzeihlich! Wieso wolltest du Gennousuke-sama töten, wo doch die Versöhnung zwischen Iga und Kouga bevor steht!?”
“Waaaassserrr!”, kam es nur wieder von Jingorou.
“Wenn du mir den Grund nennst, gebe ich dir soviel Wasser, wie du willst.”, antwortete Jousuke fies grinsend.
“Der… Der Friedensvertrag,…”, röchelte Jingorou “der unter Hattori Hanzo I unterzeichnet wurde…, ist... Aufgelöst”
Jousuke erstarrte. “Was!? Der Friedensvertrag? Und jetzt?”, rief er, ohne zu merken, dass bereits der Wasserdampf ausreichend war, dass Jingorous Kräfte sich erholten.
“Das bedeutet, dass... Dass Iga und Kouga…”
“Iga und Kouga!?”
Jingorou röchelte wieder.
“Iga und Kouga, was!?”, rief Jousuke wieder.
“…Jetzt im Krieg miteinander sind!”, antwortete Jingorou, der sich auf einmal umgedreht hatte und wieder ein halbwegs menschliches Gesicht bekommen hatte.
Jousuke erstarrte mit offenem Mund. Und genau das war sein Fehler! Denn das nutzte Jingorou um in seiner flüssigen Form genau in diesen rein zu springen.
“Verdammt! Ich habe nicht aufgepasst!, kam es noch von Jousuke. Ich kann nicht untergehen, Idiot…!

Durch den heftigen Angriff fiel Jousuke rücklings ins Wasser und ging kurz unter, bevor er sich mit seinem Gummiartigen Körper in die Luft beförderte und versuchte, Jingorou aus seiner Kehle herauszubekommen. Ein unmögliches Unterfangen! Man hörte es in Jousukes innerem Knacken. Jingorou hatte ihm innerlich die Halsknochen gebrochen. Jousukes lebloser Körper viel mit voller Wucht ins Wasser und eine riesige Flutwelle entstand dadurch, als er unterging und kurz drauf wieder auftauchte und reglos vor sich hin trieb.
Jingorou kroch wieder heraus und hatte fast wieder seine alte Form. Noch einmal sah er zu Jousukes Leiche.
“Ein weiterer, der zehn Ninja aus Kouga, Udono Jousuke… erledigt!”

Vorschau:

Das Dorf der Kouga ist von morgendlichem Nebel umhüllt.
Ein Rudel hungriger Wölfe nähert sich von Norden. Geleitet von Irrsinn und Mordlust.
Was sehen sie in dem alten, verlassenen Baum?
Der Überraschungsangriff ist für gewöhnlich die Methode der Ninja.
Kitanotsuji in Manjidani verwandelt sich nun in einen blutigen Sumpf!
Das Feuer ist eröffnet und brennt alles unbarmherzig nieder.
Die jugendliche Unschuld legt zum ersten Mal ihre Maske ab und zeigt ihr teuflisches Gesicht. Und sie trifft… auf ihr tränennasses Ebenbild!
Das nächste Mal bei Basilisk:
Angriff auf Kouga Manjidani! Ein gewaltiger Tsunami prallt auf ein loderndes Inferno!
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