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Banshee IX - Life on MRC

GeschichteMystery, Horror / P16 Slash
Cyclops / Scott Summers Jubilee / Jubilation Lee Phoenix / (Doktor) Jean Elaine Grey Professor X / (Professor) Charles Francis Xavier Siryn / Theresa Maeve Rourke Cassidy Wolverine
09.10.2010
16.06.2011
26
66.965
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09.10.2010 4.448
 

Student Exchange:

  „Schwing keine Reden – Mach!“
  „Da will jemand sein Bier!“ Irene musste sich das Lachen verkneifen und nahm bei Logan Blut ab. Sie konnte alle Probenröhrchen ohne Probleme füllen, von Logans zwischenzeitlichem Gebrumme mal abgesehen.
„Willst du auch ein Pflaster?“ fragte sie ihn, als sie fertig war. Sie sprach zu ihm, als wenn er ein Kind wäre.
  „Der Tupfer reicht!“ Logan erhob sich. Der Einstich würde schon nicht mehr zu sehen sein, bevor er die Krankenstation verlassen hatte.
  „Willst du wirklich kein Pflaster haben?“ fragte Irene erneut in diesem Kindgerechten Tonfall. „Ich hab extra neue gekauft. Du kannst dir aussuchen ob du lieber den Tiger aus Ice Age willst oder Arielle die Mehrjungfrau!“
  Logan steuerte auf die Tür zu und machte sich schnellen Schrittes auf in sein Zimmer. Er hatte das dringende Bedürfnis zu rauchen.
  „Logan, hast du Irene gesehen?“ fragte Sam, die ihm kurz vor seinem Zimmer abfing.
  „Jepp“, antwortete er knapp. „Sie ist auf der Krankenstation. Aber bevor du mit ihr reden kannst, solltest du sie an die frische Luft bringen.“
  „Ich merke, dass du genervt bist“, sagte Sam. „Will ich wissen, warum?“
  Logan erzählte Sam von Irene und den Pflastern. „Sie wirkte auch mich, als wäre sie High oder so.“
  Sam musste lachen: „Ich glaube, da hast du sogar recht. Als ich Irene kennen lernte, da kam sie öfters von der Arbeit und wirkte so, also wäre sie auf Drogen. Wenn sie ein spezielles Desinfektionsmittel benutzte, dann wurde sie von dem Geruch völlig High. Und Jean hat neues Desinfektionsmittel gekauft...“


Ankunft:

  Mit dem Black Bird war der Flug wesentlich kürzer als mit dem Linienflug. Kein Einchecken, keine Sicherheitskontrollen und vor allem kein abgepacktes Essen das nach Pappe schmeckte.
Ohne es wirklich zu wollen, ist Irene,  kurz nach dem Start, in ihrem Sitz eingeschlafen. Eigentlich brauchte sie nicht viel Schlaf, aber sie hatte vor lauter Aufregung die letzten Tage so gut wie gar nicht mehr geschlafen.
  „Wir sind gleich da!“
  Irene blinzelte und rieb sich die Augen. Als ihr Blick dann klar war, da sah sie wie Ororo sie vom Pilotensitz aus anlächelte und Scott das Funkgerät in der Hand hielt.
  „Gut geschlafen?“ fragte Ororo.
  „Wie ein Stein!“ Irene streckte sich.
  „Ja, das haben wir gehört“, sagte Scott, als er auf eine Funkantwort wartete, „Du schnarchst wie Logan!“
  Irene wollte ihm gerade etwas sagen, aber da sah sie, wie Ororo ihr ein Zeichen gab.
Verlegen wischte Irene sich mit dem Ärmel übers Kinn und stellte fest, dass sie gesabbert hatte. Konnte es denn noch peinlicher werden?


„Schnurr“:

  „Es reicht!“ Anna verlor für einen kurzen Moment die Beherrschung. Ihre Instinkte bekamen die Oberhand und sie verwandelte sich. Mit einem einzigen Hieb ihrer Pranke stieß sie Owen von sich.
  Owen taumelte rückwärts, bis er gegen Pjotre stieß.
  „Selber Schuld!“ sagte Pjotre und sah Owen missbilligend an. „Du solltest netter zu den Mädchen sein!“
  „Wieso denn? Anna steht doch auf die harte Tour!“
  Vor blinder Wut wollte sich Anna auf Owenstürzen, doch Pjotre verwandelte sich sofort in organischen Stahl und stellte sich Anna in den Weg.
  „Ruft mal jemand einen Lehrer!“ rief eine Schüler, die von der Treppe aus eine gute Sicht auf das Geschehen hatte.
  Anna bleckte die Zähne und knurrte Colossus an. Sie machte einen Satz auf ihn zu und warf ihn zu Boden. Drohend setzte sie ihre Vorderpranken auf seinen Brustkorb.
  „Jetzt beruhig dich mal wieder, Anna! Owen ist ein Idiot, er ist es nicht wert, dass du dich über ihn ärgerst! Und geh von mir runter, du bist schwer!“
  Anna merkte, dass aus ihrem Knurren ein Schnurren wurde. Sie kämpfte erneut mit ihrer Selbstbeherrschung.
  „Anna, geh von mir runter!“ protestierte Colossus erneut und griff nach ihren Vorderpfoten.
  „Ich mag starke Männer“, schnurrte Anna und nahm wieder ihre Mischlingsgestallt an. Sie senkte ihren Kopf und rieb ihre Wange an der von Colossus. Ihr schnurren wurde lauter, als sie ihm ins Ohr wisperte: „Warum verwandelst du dich nicht zurück?“
  „Anna, ich will dir nicht wehtun, aber ich sehe wohl keine andere Möglichkeit dich zur Vernunft zu bringen!“
  „Ach wirklich?“ schnurrte sie und bleckte ihre Zähne. Vorsichtig streifte sie mir ihren Reißzähnen über den organischen Stahl am Halsbereich von ihm. Beißen konnte sie ihn nicht, dass wusste sie, aber reizen konnte sie ihn ohne weiteres. Und sie würde ihn so weit reizen, bis sie bekam, was sie wollte…


Starallüren:

  Auch wenn Sam als Pädagoge ans Xavier Institut für junge Begabte gekommen war und von den Schülern auch als solche Angesehen wurde, so war sie doch sehr schnell zu einer Art Vertrauenslehrerin geworden. Viele Schüler, vor allem aber Schülerinnen, kamen zu ihr wegen ihrer privaten Probleme und Sam half ihnen gerne, wenn sie konnte. Und manchmal war die beste Hilfe, einfach ein offenes Ohr zu haben und sich wie eine Freundin zu benehmen. Und das tat Sam auch in diesem Fall für Anna.
  „Aua…“ Anna schrie auf. Sie trug einen weiten Trainingsanzug und hatte es sich im Schneidersitz auf ihr Bett gesetzt; Sam stand hinter ihr und kämmte ihr die noch nassen Haare.
  „Tut mir Leid!“ sagte Sam und ging behutsamer mit der Bürste um. „Soll ich dein Haar hoch gesteckt oder lieber einen Zopf?“
  „Überraschen Sie mich…“ Anna entspannte sich mehr und mehr und fing schließlich wieder an zu schnurren.
  „Anna, ist alles in Ordnung?“ fragte Sam. Sie spürte, dass Anna sich wohl fühlte, doch Sam bereite es Unbehagen.
  „Ich mag es, wenn man mir das Fell streichelt…“ Anna schnurrte die Worte.
  Sam überlegte, ob sie Anna wieder unter die kalte Dusche stellen sollte. Das kalte Wasser hatte Annas Gemüt heute schon öfters abgekühlt, aber dann entschloss Sam sich dagegen. Anna musste lernen sich unter Kontrolle zu halten – ins Bad flüchten konnte Sam immer noch…
„Reiß dich zusammen, Tiger!“ sagte Sam streng und kämmte Annas Haar weiter, als wenn nichts gewesen wäre.
  Plötzlich sprang Anna vom Bett auf und verwandelte sich in Sekundenschnelle in einen Tiger. Auf allen Vieren stand sie nun vor Sam.
„Ich kann ihre Angst riechen!“
  „Erwischt!“ Sam grinste zwanghaft. Sie hatte nicht wirklich Angst davor, dass Anna sie verletzten würde, sondern vor etwas anderem…


Reine Nervensache:

  „Jepp!“ Logan nickte, „Das war Sinn der Sache. Was bringt es, wenn Jubilee vor Angst erstarrt und sich nicht wehrt. Nun kannst du sicher sein, dass ihr nie wieder das gleiche passiert wie mit Jakob!“
  „Du hast das alles geplant?“ fauchte Sam. „Halb nackt hast du mit den Ängsten des Mädchens gespielt, obwohl du wusstest, wie ich darauf reagiere?“
  „Tut mir Leid, aber darauf konnte ich keine Rücksicht nehmen. Und der Erfolg spricht für mich.“ Logan zuckte mit den Schultern. „Sam, ist alles in Ordnung?“
  „Tu das nie wieder!“ sagte Sam. „Vielleicht bin ich den Mädchen keine große Hilfe, aber bitte… Bitte tu das Rose nicht an!“
  „Um Rose muss ich mir keine Gedanken machen, so wie sie Kurt verdroschen hat…“
  „Warum hast du nicht vorher mit mir geredet?“ fragte Sam, die Logans verhalten immer noch nicht verstehen konnte.
  „Mit dir war doch nicht zu reden!“ sagte Logan. „Ich hab vor der Tür auf Anna gewartet weil ich sie mir dazwischen gefunkt wäre. Aber das Schmusekätzchen hat mich wieder angegriffen.“
  „Das habe ich gesehen!“ sagte Sam und war einen schnellen Blick auf den blutgetränkten Stoff, der mal Logans Shirt war.
  „Keine Sorge, ich hab Anna nicht ernsthaft verletzt, aber so hatte ich einen guten Grund mein Shirt auszuziehen und Rose aus dem Raum zu schicken; sie hätte die Füße nicht so still gehalten wie du!“
„Verdammt, Logan, sogar ich hatte Angst vor dir gehabt!“ brachte sie mit zitternder Stimme raus.
  „Es war nicht meine Absicht dich zu ängstigen“, versuchte Logan sich bei Sam entschuldigen. „Ich hab gedacht du merkst, dass ich nur bluffe und du mitspielst.“


Die Macht des Kreuzes:

  „Dr. MacTaggert, ich wollte…“Sandra unterbrach sich selber, als sie sah, dass Moira sich mit Irene unterhielt. „Tut mir Leid, ich hoffe ich störe nicht.“
  „Sie hätten Rahne mitbringen sollen!“ sagte Irene und deute Sandra an sich zu setzen. „Sehen Sie mich nicht so fragend an, ich weiß wo Sie Rahne verstecken!“
  Sandra setzte sich und sah dabei Irene an: „Wenn Sie das wissen, dann wissen Sie sicher auch, warum Rahne sich vor Mr. Sinclair versteckt.“
  „Ich denke, aus dem gleichen Grund wie ich“, sagte Irene und sah Sandra an.
  „Warum starren Sie mich so an? Irene?“ Sandra war der starre Blick von Irene so unheimlich, dass sie eine Gänsehaut bekam. „Dr. MacTaggert, ist das normal bei ihr?“
  „Ich sehe das auch zum ersten mal“, gestand sie, „Und ich wollte nicht Terry erst nicht glauben, aber dass sieht wirklich unheimlich.“
  „Unheimlich wird es erst, wenn ich dabei anfange zu sprechen!“ sagte Irene plötzlich, woraufhin die beiden anderen Frauen vor Schreck zusammen zuckten.
  „Mach das nie wieder!“ ermahnte Moira sie.
  „Gewöhn dich dran, ich hab das nicht unter Kontrolle!“ sagte Irene und wandte sich dann wieder an Sandra. „Sind Sie eben Mr. Sinclair begegnet?“
  „Ja, aber nur kurz. Warum?“
  „Was ist passiert?“
  „Er hat mir fast die Tür vor den Kopf gehauen und sich dafür entschuldigt. Mehr war da nicht.“
  „Sein Kreuz reagiert auf Sie, Sandra“, sagte Irene schließlich. „Besser gesagt, es reagiert auf Ihre Kräfte, wie das auch bei mir der Fall ist.“
  „Der Kerl nennt sich Geisterjäger und dabei scheint er ein Fable für Mutanten zu haben.“
  „Rahne hat dir also erzählt, wie sie John kennen gelernt hat?“
  Erneut zuckte Sandra vor Schreck zusammen. Sie schnaubte leicht erbost und drehte sich zu Sean, der in der Tür stand. „Habt ihr es heute alle auf mich abgesehen? Wenn das weiter so geht habe ich noch vor dem Abendessen einen Herzinfarkt.“
  „Tut mir Leid, ich wollte dich nicht erschrecken“, sagte Sean und sah durch die Runde. „Terry ist gerade bei John und leistet ihm Gesellschaft. Wir haben also etwas Zeit und die würde ich gerne nutzen um zu Erfahren, woher du John kennst, Irene, obwohl er sich nicht an deinen Namen erinnern kann.“
  Irene nickte und erzählte nun zum dritten mal an diesem Tag, wie sie John Sinclair kennen gelernt hatte, begnügte sich dieses mal aber mit der Kurzfassung.
„Und auch wenn ich nicht weiß warum, so reagiert sein Kreuz auf gewisse Mutantenkräfte. Mich hat er nur geblendet, aber ich mag mir nicht Vorstellen, was mit Sandra passieren könnte.“
  Sandra nickte: „ Ich auch nicht!“
  „Ich werde John bitte euch nicht anzugreifen. Er sucht einen Vampir und das ist keiner von euch.“ Sean sah Irene und Sandra an. „Ich werde nicht zulassen, dass er euch angreift; Freundschaft hin oder her!“
  „Ich bin aber der Meinung, dass wir geschlossen zu ihm gehen und mit ihm reden“, schlug Sandra vor. „Nicht dass er aus Reflex doch nach seinem Kreuz oder zur Waffe greift; keiner von uns ist gegen Silberkugeln Immun.“
  „Vielleicht sollten wir Rahne bitten auch dabei zu sein!“ meinte Irene.
  Moira sah Irene an und schüttelte energisch den Kopf: „Das halte ich für keine Gute Idee. Ich hab dir doch gesagt, wie Rahne zu ihm steht.“
  „Gerade deshalb sollte sie dabei sein!“ Sandra stimmte Irene zu. „Rahne wird Mr. Sinclair mit Wolfsaugen beobachten und so wird er keine Chance haben uns auch nur schief anzusehen!“
  Sean und Moira tauschten viel sagende Blicke, stimmten dann aber Sandra und Irene zu.
  „Ich hole Rahne und dann kommen wir gleich nach!“ sagte Sandra und verschwand aus der Küche.


  „Tut mir Leid, ich wollte dich nicht erschrecken“, sagte Sean und sah durch die Runde. „Terry ist gerade bei John und leistet ihm Gesellschaft. Wir haben also etwas Zeit und die würde ich gerne nutzen um zu Erfahren, woher du John kennst, Irene, obwohl er sich nicht an deinen Namen erinnern kann.“
  Irene nickte und erzählte nun zum dritten mal an diesem Tag, wie sie John Sinclair kennen gelernt hatte, begnügte sich dieses mal aber mit der Kurzfassung.
„Und auch wenn ich nicht weiß warum, so reagiert sein Kreuz auf gewisse Mutantenkräfte. Mich hat er nur geblendet, aber ich mag mir nicht Vorstellen, was mit Sandra passieren könnte.“
  „Rosenkohl!“
  „Wie bitte?“ fragte Irene.
  „Wenn Mr. Sinclair meinen Geist von der Erde verbannt, oder was auch immer er tut, dann bin ich Rosenkohl.“
  „Da hat sie nicht ganz Unrecht“, stimmte Moira ihr zu, „Ohne deinen Geist bist du nur ein Körper und vegetierst vor dich hin.“
  Sandra zuckte mit den Schultern und legte ein schiefes Grinsen auf: „Und irgendwann bin ich dann Kompost!“
  Irene seufzte: „Ich weiß schon, warum ich Blumenkohl bevorzuge!“


  Irene wollte gerade den kleinen Salon betreten, als sie Sean reden hörte. Sie lauschte noch etwas um sicher zu gehen, dass sie nicht angegriffen wurde, bevor sie durch die Tür war.
  „… Irene und Sandra haben die Gabe einen dem letzen Nerv zu rauben!“
  „Das hab ich gehört!“ sagte Irene und zog wütend die Tür auf. Sie ging auf Sean zu, dicht gefolgt von Sandra, Moira und Rahne, blieb vor ihm stehen und sah ihn wütend an. „Warum bist du so am grinsen, Sean?“
  Sean kämpfte gegen einen Lachanfall, „Aber als du rein gekommen bist und wie deine Begleiterinnen Stellung hinter dir bezogen…“
  „Sean, was ist so lustig?“ zischte Irene wütend.
  „Tut mir Leid… Aber du siehst aus wie eine Modern Valkyrie!“


Realization:

  Irene hatte darum gebeten, mit der Befragung der Schüler – und ganz besonders die von Vlad – noch etwas zu warten, damit sie sich frisch machen konnte; außerdem konnte Moira die Zeit nutzen um mit Mr. Sinclair abzusprechen, welche Fragen er den Schülern stellen durfte.
Während Irene wieder Bannocks knabberte, kämpfte sie mit ihren Haarsträhnen, doch es wollte ihr dieses mal nicht gelingen ihre Haare wieder zu flechten.
„Ich hatte wirklich zu viel Kaffee“, sagte sich Irene. Sie band sich einen einfachen Zopf, blickte in den Spiegel und war von dem Ergebnis nicht gerade begeistert.
Ihre Haare hatte sie geflochten, als sie noch nass waren und nun hatte sie leichte Locken, die unterhalb ihres Haarbandes nicht glatt runter fielen, wie sie es sonst taten.
„Ich sehe aus wie ein Wischmopp!“ stellte Irene fest. Sofort griff sie nach zwei weitern Haarbändern und bändigte ihre Mähne, in dem sie ein Haarband mittig und eines am Ende ihres Zopfes anbrachte.


Elektrotherapie:

  „Darum geht es ja gerade, Alex. Ich glaube, der Stromschlag hat mir geholfen, aber ich bin mir nicht sicher.“
  Alex sah Mike fragend an.
  „Ich bin bereit“, sagte Mike, woraufhin Alex begann Anna den Nacken zu kraulen.
  Anna blieb ruhig, sie schnurrte nicht mal. Zufrieden bedankte sich erst bei Alex und dann bei Mike.
„Ich glaub ihr habt mir vorerst geholfen!“ Anna lächelte kurz und erzählte ihnen dann, warum sie sich seit einigen Tagen in ihrem Zimmer verkrochen hatte.
  „Weißt du was, Anna, wenn du dein Zimmer verlassen willst, dann werde ich dich immer Begleiten.“
  „Und wozu soll das gut sein?“ fragte Anna.
  Mike grinste: „Immer wenn du anfängst wegen einem Jungen zu schnurren, dann verpasse ich dir einen kleinen Stromschlag.“
  Alex sah seinen Freund an. „Gute Idee, aber vorher fahren wir zwei in den Baumarkt und besorgen dir einen Überspannungsschutz!“


Iluminaire:

  „Verdammt, John, willst du nicht ans Handy oder kannst du nicht?“
  Wanda und Pietro sahen fragend zu Mr. Suko.
  „Verzeihung!“ sagte er, „Aber wenn mein Kollege nicht auf sein Handy reagiert, dann steckt er meistens in Schwierigkeiten!“
Er steckte sein Handy wieder weg und wandte sich an Wanda. „Verzeihung, Mrs… Wie war Ihr Name doch gleich?“
  „Misses!“ Wanda drehte sich zu ihm um und bedachte ihn mit einem bösen Blick. „Nannten Sie mich gerade Misses?“
  „Tut mir Leid, ich dachte, Sie wären verheiratet“ Mr. Suko deutete auf Pietro, „und dass das ihr Mann ist!“
  „Wanda, tu es nicht!“ ermahnte Pietro seine Schwester noch, aber da war es schon zu spät; Mr. Suko war bereits über Bord gegangen.
„Und was sagen wir jetzt Dr. MacTaggert?“
  „Wenn Dr. MacTaggert noch mit ihm reden will, dann sagen wir ihr, dass sie eine Angel braucht!“


Rettung:

  „Rahne, dreh dich mal ganz langsam um“ forderte Terry sie auf, „und dann sag mir, dass das wirklich Schwester Irene ist!“
  Langsam drehte Rahne den Kopf und schon von weitem konnte sie die Angst und die Verzweiflung der Schulschwester sehen. Sie starrte sie einfach nur an und wusste nicht, was sie sagen sollte.
   Sean hatte einen Arm um Schwester Irene gelegt, während er langsam neben ihr her ging.
  Selber sah Schwester Irene zu Boden, doch als sie nur noch wenige Schritte entfernt war, löste sie sich von Sean und sah zu Rahne um sich nach Sandra und Mr. Sinclair zu erkundigen.
  „Unverändert!“ sagte Rahne knapp und bemühte sich Irene nicht anzustarren. Sie hatte die Schulschwester noch nie so fertig erlebt.
  „Versuch sie zu wecken!“ wies Schwester Irene Terry an, selber ging sie zu Mr. Sinclair und ging neben ihm auf die Knie. Sie begutachtete seine Kopfwunde und fragte nach Verbandsmaterial; doch keiner hatte was dabei.


Gloom:

  „Als wenn ich dem Rat einer so hübschen Ärztin widersprechen könnte.“
  Genervt verdrehte Irene die Augen. Sie hoffte, dass es an der Gehirnerschütterung lag, dass er mit ihr flirtete und seinen Blick nicht von ihr ablassen konnte.
„Müssen Sie mich so anstarren?“
  „Mache ich Sie etwa nervös?“ fragte er und lächelte süffisant.
  „Nicht so, wie Sie denken!“ Irene schnaubte verächtlich. Sie überlegte, ihm die Augen mit einen Tuch zu verdecken, oder ob Moira um Äther bitten sollte.
Sie entschloss sich dann aber doch für das Tuch und beendete ihre Arbeit.
  „Es tut mir Leid, wenn ich Sie angestarrt habe, Miss Kien!“ sagte Mr. Sinclair und es klang ehrlich. „Aber Sie erinnern mich an jemanden.“
  „John, Sie haben eine Gehirnerschütterung. Würde ich wieder Bannocks knabbern, dann würde ich Sie an das Krümelmonster erinnern!“
  Erst breitete sich nur ein Grinsen auf dem Gesicht von Mr. Sinclair aus, aber sehr schnell wurde daraus ein lautes Lachen.
  „Ich hätte doch den Äther nehmen sollen…“ seufzte Irene.
  Er nahm das Tuch von den Augen und sah Irene an. „Sind Sie immer so zickig?“
  „Zickig?“ Irene glaubte sich verhört zu haben. Nach allem was passiert hatte sie ja auch wohl das Recht schlecht Gelaunt zu sein.
„Erst haben Sie versucht mich und meinen besten Freund zu vernichten, dann begegnen wir uns hier wieder; trotz allem helfe ich Ihnen bei Ihrer Vampirjagd – und glauben Sie mir, ich hatte noch nie im Leben so viel Angst – anstatt mir zu Danken, dass ich Ihnen geholfen habe und meine Haare geopfert habe, nennen Sie mich eine Zicke?“
  Mr. Sinclair starrte Irene einfach nur an, doch dann lächelte er. „Mal Ehrlich, Miss Kien – haben Sie sich auch den Kopf gestoßen?“
  „Es reicht!“ Irene sprang auf, „Wo ist der Äther!“
  Erneut entschuldigte sich Mr. Sinclair bei ihr und schon sein Verhalten auf die Gehirnerschütterung.
„Warum haben Sie mich eigentlich nicht ins Krankenhaus gebracht? Ich meine, nicht, dass ich Ihren Fähigkeiten als Ärztin misstrauen würde…“
  «Er ist ein Patient, also bin ich nett zu ihm!» sagte sich Irene immer und immer wieder. Sie atmete noch mal tief durch und sprach dann ruhig und besonnen weiter.
„Natürlich hätten wir Sie ins Krankenhaus bringen können, aber wenn ich denen gesagt hätte, dass Sie sich beim Kampf gegen einen Vampir verletzt hätten, dann hätte man Sie behandelt und mich mit einem Ich-hab-mich-ganz-doll-lieb-Jäckchen auf die Geschlossene Station geschleppt.“


  Wie aufs Stichwort kam Irene durch die Tür. Sie trug noch den langen weißen Laborkittel von Moira und hielt ihre Haare weiterhin unter dem Halstuch versteckt. Sie gab Mr. Suko zur Begrüßung der Hand, nahm den Scotch dankend entgegen.
„Ihrem Kollegen geht es so weit gut!“ sagte Irene und tat es Moira gleich. Das leere Glas stellte sie auf den Tisch und grinste breit. „Ich musste den Hohlraum versiegeln, aber bis auf einige Gedächtnislücken und Kopfschmerzen geht es ihm den Umständen entsprechend.“
  „Sie haben was getan?“ fragte Mr. Suko.
  Sandra räusperte sich um ein lachen zu verstecken: „Sie hat seine Kopfwunde genäht!“


Bitchy subjects & scientists

  „Ich würde nur ungern nach Schwester Irene sehen!“ sagte Wanda. „Und Pietros Stirn ist der Grund dazu.“
  Moira sah die Zwillinge an und fragte sich insgeheim, ob sie noch Restalkohol im Blut hatte und deshalb nichts verstand.
  „Wir wollten gestern noch mal mit Schwester Irene reden“, sagte Wanda. „Und als ich dann ihre Zimmertür aufmachte, da hat sie was nach mir geworfen.“
  Pietro griff sich an die Stirn und verzog schmerzlich das Gesicht. „Und weil Wanda ausgewichen ist hab ich den Schuh von Schwester Irene an den Kopf bekommen.“
  „Sie hat einen ihrer Schuhe an den Kopf geworfen?“ lachte Terry. „Und ich dachte, du trägst das Pflaster aus Solidarität zu Onkel John!“
  Binnen eines Wimperschlages stand Pietro hinter Terry und ging mit den Fingern durch ihre Haare.
„Wie wäre es denn, wenn du aus Solidarität zu Schwester Irene deine Haare schneidest!“


  „Das nenne ich Timing!“ sagte Irene als Sandra das Labor betrat. „Ich komme hier nicht weiter.“
  „Was haben Sie denn für ein Problem?“ Sandra trat neben Irene und betrachtete drei Monitore auf deinen jeweils ein Blutbild abgebildet war.
  „Probe A ist menschlich, Probe B und C sind von Mutanten“, erklärte Irene.
  „In Probe B sind viel verschiedene Antikörper und eine erheblich Anzahl weißer Blutkörperchen!“
  „Das erklärt warum Logan nie Krank wird, er ist so gut wie gegen alles Immun und für sein Immunsystem unbekannte Erreger werden binnen kürzester Zeit unschädlich gemacht.“ Irene zeigte auf eine Ansammlung von Zellen, die eindeutig keine Blutzellen waren. „Doch was sind das für Zellen?“
  Sandra sah genauer hin und riss überrascht die Augen auf: „Pluripotente Zellen!“
  Irene vergrößerte den Bildausschnitt: „Das würde auch erklären, warum seine Wunden so schnell heilen. Logan ist damit so gut wie unsterblich!“
  „Ob seine Macht auch auf einen Übergeht, wenn man ihm den Kopf abschlägt, so wie beim Highlander? Oder wächst sein Kopf wieder nach?“
  „Keine Ahnung und ich will es auch nicht ausprobieren – dazu hab ich zu viel Angst vor seiner Rache, wenn der Kopf wirklich nachwächst….“


Marital Quarrel:

„Ich und mich ausruhen, Sie kennen mich aber schlecht!“ Irene amüsierte sich ein wenig über Sandras Naivität; denn es war Sandra, die ihr den Laptop erlaubte. Auch wenn Irene auf ihrem Bett saß um ihr Bein hochzulegen, mit dem Laptop auf dem Schoß war sie nicht zur Untätigkeit gezwungen.
Die Ergebnisse vom Vormittag wollte sie gleich dokumentieren und in ihre vorgefertigte Tabelle eintragen, sie musste nur auf die Computer im Labor zugreifen.
Doch dann erschienen ein großes und ein kleines Fenster auf dem Monitor; Irene erkannte sich selber in dem kleinen Fenster und in dem großen Fenster wurde Sandra kenntlich.
  „Ich wusste doch, dass ich Ihnen nicht trauen kann!“ sagte Sandra und schüttelte den Kopf.
  „Auch wenn das kindisch ist, so habe ich gerade das dringende Bedürfnis Ihnen die Zunge rauszustrecken.“
  Sandra lachte in die Webcam: „Tun Sie, was sie nicht lassen können, aber glauben Sie nicht, dass ich Sie heute noch weiter arbeiten lasse. Aber keine Sorge, ich habe alles Ergebnisse gespeichert. Und nun entschuldigen Sie mich bitte, ich trenne den Laborserver vom Netz!“
  „Sandra…“ Irenes Protest blieb ungehört und das Bild von Sandra gefror, während sie überlegen in die Webcam lächelte.


  „Irene, ich hatte Ihnen doch gesagt, dass Sie wieder auf Ihr Zimmer sollen!“
  Genervt drehte sich Irene um und lehnte sich gegen die Anrichte in der Küche, wobei sie darauf achtete, dass sie ihr linkes Bein nicht belastete. Auch wenn Sie Sandra versprochen hatte, dass sie heute nur zu den Mahlzeiten ihr Zimmer verlassen würde. Sean hatte ihr sogar eine Unterarmgehstütze besorgt, damit sie beim laufen das Bein nicht so sehr belasten musste.
„Sandra, nun übertreiben Sie es mal nicht.“
  „Das sagt die Richtige!“ konterte Sandra und verschränkte die Arme vor der Brust.
  „Hören Sie, ich koche mir gerade Wasser für einen Tee. Fast jeden Abend setze ich mich in den Liegestuhl und genieße die kühlen Luft und den Sternenhimmel bei einer Tasse Tee. Vergönnen Sie mir das nicht, danach gehe ich wieder auf mein Zimmer und chatte mit Sam.“
  „Haben Sie was dagegen, wenn ich mich Ihnen anschließe?“ fragte Sandra. Langsam löste sie die verschränkten Arme und lächelte sanft.
  „Flirten Sie mit mir?“ fragte Irene leicht entsetzt, wenn sie sich auch geschmeichelt fühlte.
  „Nein…“ sagte Sandra und zwinkerte ihr zu, „aber nur, weil ich Sie dann im Auge behalten kann.“


Epilog:

  Um rechtzeitig fertig zu werden, hatte Irene sogar darauf verzichtet mit Sam über die Webcam zu chatten. Sie hatte ihre Verlobte seit fast zwei Wochen nicht mehr gesehen, sondern höchstens ihre Stimme gehört oder ihr Nachrichten geschrieben. Wie sollte sie Sam nur klar machen, was mit ihren Haaren passiert ist? Sie hatte einfach nicht den Mut gefunden, es ihr zu sagen, aber in wenigen Stunden würde sie Sam wieder in die Arme nehmen und dann konnte sie es ihr in aller Ruhe erklären – immerhin war es nicht ihre Schuld, dass Vlad sie zum anbeißen fand.
Irene stand zusammen mit allen anderen aus dem MRC am Hubschrauber Landeplatz und wartete auf den Black-Bird, der sie und die anderen Schüler aus Salem Center abholen sollte.
  Und während Irene zum Himmel sah, riss Sean sie aus ihrer Gedankenwelt: „Was ist los, Irene, hast du etwa jetzt schon wieder Sehnsucht nach uns?“
  „Irgendwie schon“, Irene seufzte, „Aber ich habe auch ein wenig Heimweh.“
  „Das nächste mal, wenn du uns besuchen kommst, dann bring Sam einfach mit!“ sagte Moira, die sich bei Sean untergehakt hatte; seitdem sie sich ausgesprochen hatten, waren die beiden so gut wie unzertrennlich.
  „Ganz bestimmt!“ Irene nickte und sah zu Sandra: „Und dann fahren wir auch für einige Tage nach Lutterworth.“
  „Ich nehme mir dann Urlaub!“ versprach Sandra.
  Kurz drauf setzte der Black-Bird zur Landung an; Scott und Ororo stiegen aus, sprachen noch einige Worte mit Moira und Sean, während die Schüler ihr Gepäck im Black-Bird verstauten.
Die Schüler und auch Irene verabschiedeten sich dann und kurz drauf ging es für sie, Pietro, Billy und Nigel nach Hause.
Terry und Rahne blieben noch auf Muir Island bei ihrer Familie; sie würden erst nach den Weihnachtsferien nach Salem Center zurückkehren.
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