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Banshee IX - Life on MRC

GeschichteMystery, Horror / P16 Slash
Cyclops / Scott Summers Jubilee / Jubilation Lee Phoenix / (Doktor) Jean Elaine Grey Professor X / (Professor) Charles Francis Xavier Siryn / Theresa Maeve Rourke Cassidy Wolverine
09.10.2010
16.06.2011
26
66.965
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09.10.2010 2.179
 
Moira saß in der Küche und nippte von ihrem Kaffee. Sie hatte die Nacht kaum geschlafen und wenn, dann hatte sie nur schlecht geträumt.
So langsam zeigte das Koffein seine Wirkung, doch richtig wach war Moira noch nicht. Sie registrierte nur am Rande, was die Schüler beim Frühstück besprachen. Sie merkte nicht mal wie Sean sie ansprach, bis er sie am Arm berührt hatte.
  „Willst du nichts essen?“
  Moira sah in das Gesicht ihres Mannes, das von Sorgenfalten gezeichnet war.
„Aber nicht viel!“ sagte sie. Auch wenn sie kaum einen Bissen runter kriegen würde, so würde Sean sich dann weniger Sorgen um sie machen und auch auf die Schüler würde es einen besseren Eindruck machen.
  „Wo ist eigentlich Schwester Irene?“ fragte Sandra.
  Moira sah von ihrem Essen auf. Sie war so in Gedanken versunken, dass ihr ganz entgangen war, dass Irene nicht anwesend war.
„Wanda, gehst du bitte nach Schwester Irene sehen?“
  „Die ist gar nicht da!“ sagte Nigel.
  „Wie bitte?“ fragte Moira.
  „Ich hab sie heute Morgen gesehen. Sie hatte ein Kopftuch auf sah aus wie eine Piratenbraut, dann ist sie mit dem Boot aufs Festland rüber.“
  „Ich hinterfrage mal nicht, warum du zu schon vor dem Frühstück vor der Tür warst!“ sagte Sean.
  Moira war auch klar, dass Nigel mal wieder heimlich geraucht hatte, aber so lange sie ihn nicht dabei erwischte konnte sie ihn nicht bestrafen.
  „Guten Morgen!“
  Moira drehte sich langsam um; nun glaubte sie wirklich, dass sie gestern zu tief ins Glas geguckt hatte.
  „Ist noch Rührei da?“ fragte Irene uns setze sich auf ihren Platz ohne auf die Blicke der anderen zu achten.
  „Sie sehen gut aus!“ sagte Pietro und bekam sofort einen Rippenstoß von Wanda.
  „Hör auf zu schleimen!“ sagte Irene und lächelte, „Du hast mich doch oft genug ohne Brille gesehen.“
  Moira musterte Irene nun ausgiebig. Nicht nur, dass Irene Kontaktlinsen trug, sie war heute Morgen auch beim Friseur gewesen, da sie nun eine moderne Kurzhaarfrisur hatte. Irene sah gut aus, fast sogar besser als mit dem langen Haaren, doch Moira merkte auch, dass Irene ihren Haaren nachtrauerte und die Veränderung als nötiges Übel ansah und sich noch nicht darüber freuen konnte.
  „Ich war heute Morgen schon bei John!“ sagte Irene. „Es geht ihm so weit gut und sein Kollege will heute Mittag mit ihm nach Hause fahren.“
  „Sie sprechen ihn mit Vornamen an?“ fragte Sandra leicht irritiert.
  „Er hat darauf bestanden“, Irene zuckte beiläufig mit den Schultern und ging dann zum Herd, „Haben wir wirklich kein Rührei mehr?“
  Moira beugte sich zu Rahne und Terry: „Muss ich mir Sorgen um sie machen?“
  „Sie ist immer so!“ sagte Rahne; Terry stimmte ihr zu.
  „Verstehe…“ nun machte Moira sich erst Recht Sorgen.


  „Das nenne ich Timing!“ sagte Irene als Sandra das Labor betrat. „Ich komme hier nicht weiter.“
  „Was haben Sie denn für ein Problem?“ Sandra trat neben Irene und betrachtete drei Monitore auf deinen jeweils ein Blutbild abgebildet war.
  „Probe A ist menschlich, Probe B und C sind von Mutanten“, erklärte Irene.
  „In Probe B sind viele verschiedene Antikörper und eine erheblich Anzahl weißer Blutkörperchen!“
  „Das erklärt warum Logan nie Krank wird, er ist so gut wie gegen alles Immun und für sein Immunsystem unbekannte Erreger werden binnen kürzester Zeit unschädlich gemacht.“ Irene zeigte auf eine Ansammlung von Zellen, die eindeutig keine Blutzellen waren. „Doch was sind das für Zellen?“
  Sandra sah genauer hin und riss überrascht die Augen auf: „Pluripotente Zellen!“
  Irene vergrößerte den Bildausschnitt: „Das würde auch erklären, warum seine Wunden so schnell heilen.“
  „Und er ist damit so gut wie unsterblich!“ bemerkte Sandra und sah zu Irene.
  „Mein eigentliches Ziel war es zwar herauszufinden, warum wir Mutanten Immun gegen AIDS sind, aber ich glaube ich überdenke das noch mal.“
Irene hielt ein Tablett in der Hand und steuerte damit auf die Krankenstation zu. „Kommen Sie mit, Sandra? Ich könnte weiterhin Hilfe gebrauchen!“


  Moira wollte sehen wie Irene und Sandra vorankamen und ging ins Labor; doch weder Sandra und Irene waren hier anzutreffen, dafür stand aber die Verbindungstür zur Krankenstation offen.
Moira hoffte, dass sich keine der beiden jungen Frauen verletzt hatte, doch dann hörte sie Irene laut fluchen.
  „Verdammt… Ich hätte doch auf das Anästhetika bestehen sollen!“
  „Soll ich es lassen?“ fragte Sandra.
  Doch Irene verneinte und bestand darauf, dass sie weiter machten. „Im schlimmsten Fall tut sich nix an der Narbe!“
  Mit einem Unguten Gefühl in der Magengegend eilte sie durch die Tür zu Krankenstation und sah sich um.
  Irene lag seitlich auf der Untersuchungsliege, das Gesicht Schmerzverzehrt; Sandra stand mit dem Rücken zur Tür und legte ein Skalpell bei Seite, das eindeutig benutz worden war.
  „Was ist passiert?“ fragte Moira. Als sie näher kam bemerkte sie, dass Irene noch ihren Laborkittel trug aber keine Hose mehr.
  „Experiment am lebenden Objekt!“ sagte Sandra. „Es war Irenes Idee und wenn ich ihr nicht geholfen hätte, dann hätte sie das allein gemacht.“
  Moira sah auf das linke Bein von Irene. Eine lange Narbe zog sich von ihrem Knöchel rauf bis zum Knie, das untere Ende war geöffnet worden und blutete stark.
„Was hast du getan?“ fuhr Moira Sandra an, dann sah sie zu Irene. „Wie kannst du so was von ihr verlangen!“
  „Weil wir keine Meerschweinchen haben an denen ich das Blut testen kann!“ sagte Irene und sah Sandra an. „Nun machen Sie schon, mir wird kalt!“
  „Auf Ihre Verantwortung!“ sagte Sandra und nahm eine Spritze mit rotem Inhalt.
  „Nein!“ Moira entriss Sandra die Spritze. „Das lasse ich nicht zu.
  „Moira, entweder du lässt Sandra ihre Arbeit machen oder ich schreie und mache es selber!“
  Moira sah Irene an. „Das würdest du wirklich tun?“
  „Willst du es wirklich austesten?“ fragte Irene und sah Sandra an.
  Sandra nickte und beugte sich über Irenes Bein und tröpfelte die Flüssigkeit auf die Wunde.
  Irene stiegen die Tränen in die Augen und sie fluchte noch schlimmer als vorhin.
  „Es tut sich nichts“ sagte Sandra. „Ich näh die Wunde dann wieder zu!“
  „Machen Sie das!“ sagte Irene und sah Moira an. „Du bist ein wenig Blass um die Nase.“
  „Ich habe schon viel gesehen, aber das… Mir fehlen die Worte!“
  „Hauptsache du sagst niemanden was davon!“
  „Das wird mir doch keiner glauben!“ sagte Moira und sah wie Sandra den Schnitt mit nur zwei Stichen nähte, was eine örtliche Betäubung nicht nötig machte.
„Was hast du dir eigentlich davon versprochen?“
  „Ich habe in Logans Blut Pluripotente Zellen gefunden die für seine Selbstheilungskräfte verantwortlich sind“, sagte Irene. „Ich hatte gehofft, dass diese Zellen auch bei mir wirken – daher der Selbstversuch.“
  Sofort eilte Moira wieder ins Labor und starrte auf die Monitore.
„Tatsächlich, Stammzellen wie in jeder Nabelschnur…“ sagte Moira. „Wenn ich genug Material hätte, dann könnte ich die Zellkerne entfernen und somit die DNS, was zur Folge hätte, dass die Zellen bei jedem angewendet werden könnten.“
  „Damit könnte man Spätfolgen von Unfallopfern lindern und vielleicht sogar Erbkrankheiten heilen.“
  Moira zuckte zusammen, da sie nicht gemerkt hatte, wie Sandra sich neben sie gestellt hatte.
„Du hast Recht!“ Moira starrte den Monitor weiter an. „Wenn man die Stammzellen direkt ins Rückenmark… Ich muss telefonieren.“


  „Haltet sie auf!“
  Sean sah in die Richtung, aus der er Irene rufen hörte und zeitgleich stürmte Moira an ihm vorbei.
„Ist was passiert?“ fragte er.
  Moiras Atem ging schnell, weil sie so gerannt war. Sie antwortete mit einen knappen nein und rannte dann weiter.
  „Sean, halte deine Frau auf!“ rief Irene und rannte Moira nach.
  „Irene, sie sollten nicht rennen!“ schrie Sandra, die langsam aufholte.
  „Was ist hier los?“ fragte Sean und packte Sandra beim Arm, damit sie stehen blieb.
  „Keine Ahnung, ich weiß nur das Dr. MacTaggert telefonieren will und Irene was dagegen hat.“
  Von weitem hörte Sean wie Moira und Irene sich ums Telefon stritten. Genervt verdrehte er die Augen und ging zu ihnen um die Situation zu schlichten.
  „Hast du Angst, ich könnte dir deinen Ruhm streitig machen, nur weil ich deine bisherige Arbeit weiter führe? Irene, du bist bestimmt eine gute Medizinerin, aber dir fehlt das Wissen und das Material um das weiter zu führen!“
  „Darum geht es mir nicht!“ behauptete Irene.
  „Ihr benehmt euch wie Kinder!“ mischte Sean sich ein. Er nahm das schnurlose Telefon an sich, das zwischen den beiden Frauen immer hin und her gerissen wurde, wie ein Spielzeug.
  „Es geht darum, dass Charles wieder laufen kann, aber Irene das nicht zulässt!“
  Sean sah seine Frau fragend an. Ihr Tonfall erinnerte ihn nun noch mehr an ein Kind – ein Kind das gerade jemanden verpetzte. Doch das was sie sagte, war wesentlich gewichtiger.
  „Das stimmt doch gar nicht!“ sagte Irene, wobei sie stur die Arme vor der Brust verschränkte.
  „Nun mal bitte alles von vorne!“ forderte Sean und musterte die beiden Frauen. Während Moira weiterhin Zivil gekleidet war, trug Irene einen langen weißen Laborkittel und hatte sich anscheinend eine Blutprobe über die Hose gekippt, denn oberhalb des Saums ihres linken Beins war ein großer, roter Blutfleck.
Sean seufzte: „Und bitte so, dass ich es auch verstehe!“
  Irene erzählte ihm von ihrem Fund, woraufhin Moira ergänzte, was man mit Logans Blut alles anstellen könnte.
  „Und warum nun dieses Gezänke?“
  „Es ist nicht sicher, ob es funktioniert!“ sagte Irene. „Der erste Test ist…“
  Moira warf Irene einen viel sagenden Blick zu und unterbrauch sie: „Noch nicht ausgereift genug. Ich hab aber alles da, ich bräuchte nur mehr Proben und könnte…“
  „Und wenn es nicht funktioniert?“ fuhr dieses Mal Irene Moira über den Mund.
  „Ich glaube, ich kriege Kopfschmerzen!“ sagte Sean. Er sah die beiden Frauen nur an, die dieses mal schwiegen, sich aber Blicke, scharf wie Messer, zuwarfen und sich nichts schenkten.
  „Moira, überleg doch mal: Wenn es wirklich funktionieren sollte, dann muss Professor Xavier aber erst mal wieder laufen lernen. Jahrelanges Muskelaufbrautraining wird von Nöten sein!“
  „Das würde Charles sicher auf sich nehmen. Er könnte direkt damit anfangen und wenn ich dann so weit bin, dann…“
  „Und dann funktioniert es nicht und du hast ihm nur falsche Hoffnungen gemacht!“
  „Irene hat Recht!“ mischte Sean sich erneut an. Er wusste genau, wenn er jetzt nichts sagen würde, dann würde dieser Zickenkrieg sich nur unnötig weiter in die Länge ziehen. „Ich hab zwar nicht so viel Ahnung von Genetik wie du, aber ich weiß, dass du damit Jahre voller Arbeit vor dir hast. Und dann ist da noch die Frage der Blutgruppenverträglichkeit und…“
  „Schon gut…“ Moira schnaubte wütend. „Ich bin wohl etwas zu euphorisch an die Sache ran gegangen – dabei wollte ich Charles doch nur helfen.“
  „So ist es!“ sagte Sean im scharfen Tonfall, „Wenn es um ihn geht, bist du immer sehr euphorisch!“
  Ohne ein weiteres Wort zu sagen, drehte sich Moira um und ging beleidigt weg.
  „Was war das denn jetzt?“ fragte Irene, die Moira verwundert nachsah.
  „Manchmal muss ich meiner Frau einfach ihre Grenzen zeigen!“ sagte Sean und bedachte Irene dabei mit einem Blick, der keine weiteren Fragen duldete

  Normalerweise konnte Irene dem Blick ihres Gegenübers standhalten, egal wer es war und wie bedrohlich er oder sie guckte, doch dieses mal fiel es ihr schwer überhaupt klar zu sehen.
Erst dachte sie, dass ihre Kontaktlinsen verrutsch wären, aber das war nicht der Fall.
  „Irene, du bist so blass. Hast du wieder Migräne?“ fragte Sean und hielt sie bei den Schultern.
  „Nein, mir tut nur mein linkes Bein weh“, sagte Irene und sah an sich runter. Sie schluckte schwer. Weil sie es gerade so eilig hatte, hatte sie nur ihre Jeans übergezogen und auf ihre Schuhe verzichtet. Aber das war nicht das, was ihr Sorgen bereitete, viel mehr war es die Tatsache, dass ihr linker Hosenbund und weißer Socken sich rot gefärbt hatten und sie in einer kleinen Blutlache stand.
„Sandra, ich glaub meine Naht ist gerade aufgeplatzt.“
  „Bloody Hell!“ rutschte es Sandra aus. „Bringen Sie Irene sofort nach unten!“
  Noch bevor Irene wusste wie ihr Geschah, hatte Sean sie hochgehoben und trug sie schnellen Schrittes auf die Krankenstation. Er legte sie auf die Untersuchungsliege.
„Soll ich Moira holen?“ fragte er.
  „Es geht mir gut, ich kann das auch alleine nähen!“ protestierte Irene.
  „Irene, Sie haben im Flur eine riesige Sauerei hinterlassen, dass Sie noch…“
  „Schon gut, Sandra, ich habe verstanden.“ Irene lehnte sich zurück. „Sean, du wirst hier nicht mehr gebraucht!“
  Sean musterte Irene und sah dann zu Sandra.
  „Ich schaffe das schon alleine!“ versicherte Sandra ihm und er ging dann.
  „Dieses mal werden Sie mir das betäuben müssen!“ sagte Irene. „Und Sandra…“
  „Ja?“
  „Erzählen Sie bitte Moira nichts davon, sie macht mir sonst die Hölle heiß!“
  „Versprochen!“ sagte Sandra und machte sich an die Wundversorgung.
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