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Banshee IX - Life on MRC

GeschichteMystery, Horror / P16 Slash
Cyclops / Scott Summers Jubilee / Jubilation Lee Phoenix / (Doktor) Jean Elaine Grey Professor X / (Professor) Charles Francis Xavier Siryn / Theresa Maeve Rourke Cassidy Wolverine
09.10.2010
16.06.2011
26
66.965
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09.10.2010 2.721
 
Moira schaltete den Fernseher aus, was direkt zu lautem Protest führte, obwohl der Film gerade in der Werbepause war. Moira war sich klar, dass Teenager auch protestieren würden, wenn man ihnen das Testbild ausschaltete.
„Anders kriegt man doch nie eure volle Aufmerksamkeit!“ sagte Moira und sah dabei Billy und Nigel an, da die Beiden am lautesten protestiert hatten. „Euch ist sicher nicht entgangen, dass wir Besuch haben und Mr. Sinclair möchte nachher mit euch reden.“
  „Was will den Rahnes Vater von uns?“ fragte Billy.
  Moira war froh, dass Rahne gerade nicht anwesend war, denn sonst wäre sie ohne weiteres auf ihn losgegangen und niemand hätte verhindern können, dass Wolfsbane nach seiner Kehle schnappte; im besten Fall würde Billy nur schwer verletz werden.
„Sie sind nicht verwandt!“ sagte Moira schließlich und bat die Schüler im Wohnzimmer zu bleiben. „Wir trinken erst noch Kaffee und werden uns dann mit euch unterhalten wollen. Und umso weniger blöde Sprüche kommen, umso schneller könnt ihr wieder in die Röhre glotzen!“
  „Keine Sorge, Dr. MacTaggert, wenn die Jungs sich nicht zu benehmen wissen, kümmere ich mich drum!“ sagte Wanda und hob ihre rechte Hand auf Augenhöhe; ein roter Schimmer bildete sich von ihrem Handgelenk bis hin zu den Fingerspitzen.
  „Ich denke, dass wird nicht nötig sein, Wanda!“ Moira schaltete den Fernseher wieder ein und verschwand in die Küche.
Das Angebot von Wanda war für Moira nahezu verlockend, da Billy und Nigel immer wieder versuchten Ärger zu machen, aber Moira würde auf die konventionelle Art mit ihnen umgehen.
Wie jeder andere junge Mutant hatte Wanda ihre Kräfte damals nicht unter Kontrolle und auch jetzt waren ihre Hexenkräfte schwer zu kontrollieren. Damals bedurfte es nur einer ungewollten Bewegung und Wanda ließ jemanden ohnmächtig werden oder Gegenstände flogen durch die Luft. Wenn sie heute mal nicht aufpasste oder ihre Kräfte zu sehr brauchte, passierte das eine oder andere Missgeschick.
Einmal hatte Wanda, die sich auch passend zu ihren Kräften Scarlet Witch nannte, beim Training ihre Kräfte gegen Banshee eingesetzt, doch anstatt ihm im Flug zu stoppen, flog er Rückwärts; erst die Wand brachte ihn zum stoppen.
  „Warum bist du denn so am grinsen?“
  Moira fuhr vor Schreck zusammen: „Irene! Schleich dich doch nicht so an!“
  „Tut mir Leid, aber ich werde auch nicht schreiend durchs Haus fliegen wie dein Mann!“ Irene stellte sich an die Anrichte und lehnte sich an.
„Und nun sag schon, warum warst du so am grinsen?“
  Moira erzählte Irene von Wandas Kräften und was alles schief gehen konnte, wenn sie ihre Kräfte nutze.
  Irene hörte aufmerksam zu und staunte über Wandas Gabe, von der sie bisher kaum etwas zu wissen schien. „Wanda kann also die Realität beeinflussen?“
  „Nicht direkt. Wenn sie zum Beispiel Metall zum schmelzen bringt sind dass mehr Veränderungen auf molekularer Ebene.“
  „Bei den vielen Möglichkeiten kommt das für mich aufs gleiche raus“, Irene zuckte mit den Schultern, „Aber du bist die Genetikerin, ich bin noch nicht mal Ärztin… Und wenn das so weiter geht, werde ich niemals Ärztin!“
  „Wo wir gerade beim Thema sind“, Moira griff an Irene vorbei zur Kaffeemaschine, „Sean und ich sind bereit dir zu glauben, dass es jemand auf deine Proben abgesehen hat.“
  „Woher die plötzliche Einsicht?“ fragte Irene und sah Moira skeptisch an.
  „Mr. Sinclair sucht einen Vampir, der sich vielleicht hier auf der Insel versteckt. Sollte es so sein, würde das erklären, warum deine Proben verschwinden aber unsere Alarmanlage versagt hat.“
  „Gut zu wissen, dass ich doch nicht verrückt bin!“ sagte Irene und kicherte nervös.
  „Stimmt was nicht? Du bist gerade verdammt blass geworden.“
  „Nein, ich glaub, ich krieg nur wieder Migräne!“ sagte Irene und massierte sich demonstrativ die Schläfen.
  Moira konnte nicht sagen was es war, aber irgendetwas verheimlichte Irene ihr.
„Mr. Sinclair will nachher noch mal mit den Schülern reden, vielleicht solltest du vorher mit ihm reden und dich danach noch etwas ausruhen.“ Moira zog einen Stuhl vom Tisch, packte Irene am Arm und zwang sie sich zu setzen. „Irene, du bist weiß wie ein Laken. Das kann doch keine Migräne sein.“
  „Ich möchte dich mal sehen, wenn du dem Kerl wieder siehst, der dich mal vernichten wollte.“
  Moira zog sich nun auch einen Stuhl ran und setzte sich Irene gegenüber. Eigentlich wollte sie wieder bei Sean und John sein, aber die Beiden mussten auf ihren Kaffee warten; die Geschichte von Irene war wichtiger.


  Sean hörte John aufmerksam zu, als dieser von seinen bisherigen Ermittlungen erzählte.
„Du hättest deinen Kollegen auch mitbringen können“, sagte Sean.
  John nickte: „Das wollte ich erst auch, aber Suko wollte auf dem Festland noch mal mit den Leuten sprechen, die den Vampir schon mal gesehen haben. Außerdem wollte ich die Gunst der Stunde nutzen und einen alten Freund mal wieder besuchen.“
  „Wie gut, dass Vampire in der Regel nachtaktiv sind und du dich zur Dämmerung wieder verabschieden wirst!“ Sean lächelte leicht gezwungen. „So werde ich dich gar nicht erst fragen müssen, ob du länger bleibst!“
  „Wenn es nach Rahne gehen würde, würde ich erst gar keinen Fuß über eure Schwelle setzen können.“
  „Ja, das ist auch ein Grund, warum ich mit meiner Gastfreundschaft etwas sparsam bin…“
  „Und ich dachte immer du bist Ire und kein geiziger Schotte!“ unterbrach John ihn leicht amüsiert.
  „… wir haben hier auch kein Gästezimmer mehr frei.“
  John sah seinen Freund fragend an. „Habt ihr so viele neue Schüler?“
  „Nicht direkt. Terry und Rahne sind außer der Reihe schon hier und mit ihnen drei weitere Schüler aus Salem Center – ist so eine Art Schüleraustausch. Und dann ist noch Sandra hier, die Irene bei ihrer Doktorarbeit helfen soll. Vlad ist der Einzige neue Schüler bei uns. Das hat dann für Chaos mit den Zimmer gesorgt.“
  „Das nenne ich ein volles Haus.“ John griff sich mit der rechten Hand an den Hals und zog an seiner silbernen Halskette; ein Kreuz aus Silber kam zum Vorschein.
  „Stimmt etwas nicht?“ fragte Sean und fixierte das Kreuz.
  „Ich will dich nicht beunruhigen, aber es reagiert auf etwas.“ John erhob sich, eilte lautlos zur Tür und trat in den Flur, wobei er einer blond gelockten Frau fast die Tür vor den Kopf geschlagen hätte.
„Verzeihung, Miss!“ sagte John und sah sich im Flur um.
  „Nichts passiert!“ sagte sie, lächelte gezwungen und wandte sich dann Sean. „Ich suche Ihre Frau, ist sie nicht bei Ihnen?“
  „Sie wollte Kaffee kochen und mit den Schülern reden, wahrscheinlich ist sie noch dort.“
  „Danke!“ sagte sie und eilte davon.
  „Das war Dr. Sandra Kalewood“, sagte Sean und trat selber auf den Flur. „Hat dein Kreuz etwa auf sie reagiert?“
  „Das glaube ich nicht.“ John ging wieder in den kleinen Salon und schloss die Tür hinter sich. „Normalerweise wird das Kreuz nur warm, wenn ein Dämon oder ähnliche Gestallten in der Nähe sind. Doch seit Freitag erwärmt es sich auch dann, wenn keine Gefahr droht.“
  Sean hatte eine Vermutung, wollte aber vorher erst mit Moira darüber reden. „Entschuldige mich bitte einen Moment, ich will mal nach Moira und dem Kaffee sehen!“


  Sean folgte Sandra bis in die Küche, wo er auch auf Moira und Irene traf.
„Ich glaube, wir haben ein Problem!“ sagte er und setze sich zu den drei Frauen. Sein Blick ging durch die Runde und blieb an Irene haften, die ins Leere starrte.
  „Ob sie noch lange so bleibt?“ fragte Sandra. „Wenn ich sie so ansehen, bekomme ich eine Gänsehaut!“
  „Das sehen wir auch zum ersten Mal“, gestand Moira.
  „Und ich wollte Terry nicht glauben, als sie sagte, dass Irenes Kräfte unheimlich sind!“ Sean lief ein kalter Schauer über den Rücken und er musste sich schütteln.
  „Unheimlich wird es erst, wenn ich dabei anfange zu sprechen!“ sagte Irene plötzlich.
  Sandra fuhr zusammen: „Wenn ich heute noch ein mal Erschreckt werde, dann bekomme ich einen Herzinfarkt!“
  „Keine Sorge, Sandra, Sie bleiben uns noch etwas erhalten!“ sagte Irene. „Was mir aber mehr Sorgen macht ist dein so genannter Freund, Sean.“
  „Hat Rahne dich auf ihre Seite gezogen, dass du John nicht magst?“
  Irene erzählt Sean und Sandra, unter welchen Umständen sie John Sinclair schon mal begegnet war und was sie gesehen hatte.
„Sein Kreuz reagiert auf die Kräfte von Sandra, auch wenn von ihr keine Gefahr ausgeht.“
  Sean nickte. „Als Sandra eben am kleinen Salon vorbeikam, da hatte sein Kreuz ihn auch wieder gewarnt. Aber John meinte auch, dass es seit Freitag nicht mehr richtig funktioniert.“
  „Seit unsrer erneuten Begegnung in der Nacht zum Samstag“, murmelte Irene.
  „Wenn das so ist, dann will ich nicht, dass er mit den Schülern redet! Wenn das Kreuz auf dich und Sandra reagiert, was macht es dann bei Wanda?“ Moira schüttelte abwehrend den Kopf. „Ich will nicht, dass sich Rahnes Geschichte in irgendeiner Art und Weise wiederholt!“
  „Das werde ich nicht zulassen!“ versicherte Irene. „Ich denke, wir sollten zu ihm gehen und mit ihm reden.“
  „Ich hole eben Rahne, sie sollte dabei sein!“ sagte Sandra.
  „Das halte ich für keine Gute Idee!“ Moira schüttelte den Kopf.
  „Keine Sorge, Moira, Sandra weiß schon, was sie tut!“ versicherte Irene ihr. „Wenn Rahne dabei ist, dann wird sie Mr. Sinclair so scharf beobachten, dass er es nicht wagen wird sein Kreuz gegen uns zu verwenden.“
  „Hol Rahne!“ sagte Sean und sah Sandra nach. Erst als er sich sicher war, dass Sandra außer Hörweite war, wollte er wissen, was Irene in ihrer Vision gesehen hatte.
  „Mich hat das Kreuz damals nur stark geblendet, aber für Sandra könnte es gefährlich werden!“ sagte Irene. „Ich sah, wie Sandra zusammengebrochen ist, nachdem John die Formel sprach.“
  „Ich werde John bitten die Füße still zu halten, egal was passiert!“ sagte Sean und erhob sich. Er konnte nur hoffen, dass sein alter Freund ihm vertrauen würde.


  Irene wollte gerade den kleinen Salon betreten, als sie Sean reden hörte. Sie lauschte noch etwas um sicher zu gehen, dass sie nicht angegriffen wurde, bevor sie durch die Tür war.
  „… Irene und Sandra haben die Gabe einem dem letzen Nerv zu rauben!“
  „Das hab ich gehört!“ sagte Irene und zog wütend die Tür auf. Sie ging auf Sean zu, dicht gefolgt von Sandra, Moira und Rahne, blieb vor ihm stehen und sah ihn wütend an. Doch dann blickte sie demonstrativ weg und sah Mr. Sinclair an.
„Irene Kien!“ stellte sie sich vor und streckte ihm die Hand hin. „Wir sind uns ja schon begegnet!“
  „John Sinclair!“ sagte John und reichte seinerseits Irene die Hand. Plötzlich zog er den Arm zurück, griff sich an den Hals und hielt sein Kreuz hoch.
  Rahne nahm ihre Wolfsgestallt und knurrte bedrohlich.
  „Ganz ruhig, Rahne, ich wollte mich nur nicht verbrennen!“ sagte John. Er nahm den Arm runter und sah Irene an. „Das gleiche ist passiert, als Suko und
ich ihnen auf dem Festland begegnet sind.“
  „Ich kann Ihnen versichern, Mr. Sinclair, das von Dr. Kalewood und mir keine Gefahr ausgeht! Auch wenn viele Mutanten als Dämonen oder Ausgeburten der Hölle angesehen werden!“ sagte Irene und streckte die Hand aus. „Geben Sie mir ihr Kreuz und ich beweise Ihnen, dass weder Sandra noch ich der Vampir sind, den Sie suchen!“
  Rahne machte einen Satz und stellte sich zwischen Irene und Mr. Sinclair. „Schwester Irene, sind Sie verrückt geworden?“
  „Schon gut, Rahne, ich weiß, was ich tue!“ sagte Irene. Natürlich musste sie nicht beweisen, dass sie kein Dämon oder Vampir war, aber sie wollte es sich selber beweisen. Sie wollte sicher gehen, dass das silberne Kreuz keinem Mutanten mehr Schaden zufügen konnte, was ihr damals widerfahren war.
„Bekomme ich nun das Kreuz?“
  „Ich übernehme keine Verantwortung für das, was passieren könnte!“ Mr. Sinclair sah erst Sean und dann Moira an, dann gab er Irene das Kreuz in die Hand.
  Irene starrte den silbernen Gegenstand in ihrer Hand an. Er fühlte sich warm an, aber er brannte nicht auf ihrer Haut. Wenn sie es nicht besser wüsste, würde sie sagen sie hielt ein graviertes Schmuckstück in der Hand.
„Siehst du, Rahne, nichts passiert“, sagte Irene und sah Mr. Sinclair an. „Nicht jeder Mutant ist auch Gefährlich. Viel mehr würde ich sagen, das Ding hat eine Art Kurzschluss.“
  „Sie sind also wirklich nicht die, nach der ich suche.“ Mr. Sinclair nickte zufrieden und sah Sandra an.


  Sandra nahm das Kreuz von Irene entgegen. Sie hielt es auf Augenhöhe und musterte es. Es war angenehm war, obwohl das Silber ehr kühl wirkte. Bei genauerem Betrachten erkannte sie, das etwas eingraviert war. Sie drehte das Kreuz ein wenig im Licht. Nun konnte sie die Buchstaben genau erkennen.
„M… G… R… U…“
  „Wofür steht das?“ fragte Irene.
  „Für die Erzengel“, sagte Mr. Sinclair knapp.
  „Aha…“ Sandra wusste nicht was es war, aber das Kreuz hatte eine hypnotische Wirkung auf sie. Sie konnte ihren Blick nicht davon ablassen.
  „Michael, Gabriel, Raphael und…“ nannte Irene die Namen der Erzengel.
  Sandra sah weiter nur auf das Kreuz und nahm gar nicht mehr war, was um sie herum passierte; sie hatten nur noch Augen für das warme Silber in ihrer Hand. Es kam ihr so vor, als wenn die ersten drei Buchstaben leuchten würden.
  „Sandra, stimmt was nicht?“ fragte Moira und legte ihr eine sanft die Hand auf die Schulter.
  „Alles bestens!“ sagte Sandra. Sie registrierte die Stimme von Moira wie aus weiter Ferne und auch die Berührung erschien Sandra nur wir ein sanfter Hauch.
  „Uriel!“ verkündete Irene. „Das U steht für Uriel!“
  Nun schien auch der letzte Buchstabe zu leuchten und wie aus weiter ferne hörte Sandra, dass man ihren Namen rief, doch sie regierte nicht darauf. Es war so, als wenn ein warmer Nebel Sandra einhüllen würde und sie davon trug…


  Moira schrie entsetz auf: „Sandra?“
  Irene drehte sich um und sah, wie Sandra in sich zusammen sackte. Schnell packten sie und Moira nach ihr und fingen sie ab, damit sie nicht unsanft auf dem Boden aufschlug. Vorsichtig legten sie Sandra ab.
„Sandra…“ Irene hockte sich zu Sandra runter und tätschelte ihr Unsanft die Wange um sie zu wecken. „Sandra… Hören Sie mich?“
  Verzweifelt sah Moira Irene an.
  „Sie ist Ohnmächtig“, wisperte Irene und sah aus dem Augenwinkel, wie Rahne einen Satz auf Mr. Sinclair machte.
  „Was haben Sie ihr angetan?“ fauchte Rahne und warf Mr. Sinclair zu Boden.
  „Gar nichts!“ keuchte er, nachdem er unsanft auf dem Rücken gelandet war.
  „Rahne, geh von ihm Runter!“ befahl Sean ihr.
  „Was haben Sie ihr angetan?“ Rahne knurrte bedrohlich, fletschte die Zähne und fixierte seine Kehle.
  „Wolfsbane!“ ermahnte Moira ihre Pflegetochter, die sich auf Mr. Sinclairs Oberkörper gestellt hatte.
  Rahne knurrte weiter, stieg aber von Mr. Sinclairs Oberkörper und behielt ihm im Auge.
  Sean half seinem Freund beim aufstehen. „John, was ist passiert?“
  „Das wüsste ich auch gerne!“ gestand er. „Das Kreuz lässt sich durch die Formel aktivieren…“
  Irene hockte noch am Boden neben Sandra und drehte sich zu den Männern und unterbrauch ihn: „Die Erde ist verseucht – das Heil soll hier entstehen!“
  Mr. Sinclair sah Irene fragend an.
  „Hab ich das jetzt falsch übersetz?“ fragte Irene. „Terra pestem… Ach Sie wissen schon!“
  „Warum Sie die Formel wissen, Miss Kien, hinterfrage ich später. Was mir mehr Sorgen macht, das Sie mein Kreuz aktivieren konnten.“
  Irene spürte, wie die Augen aller Anwesenden sich auf sie richteten. „Jetzt wollen Sie mir die Schuld geben, dass Sandra ohnmächtig wurde?“
  „Das Kreuz lässt sich auch aktivieren, wenn ich die Namen der vier Erzengel rufe, die das Kreuz damals geweiht haben.“
  Irene fluchte auf Deutsch vor sich hin. Sie hatte gehofft gegen die Vision ansteuern zu können, indem Sandra und sie das Kreuz berührten ohne Schaden zu nehmen.
Irene wusste, dass ihre Visionen nicht immer wahr werden mussten; meistens hatte sie eine kleine Zeitspanne, in der sie Handeln konnte um das schlimmste verhindern.
Doch Irenes Vision wurde wahr, wenn auch anders…
„Ich wollte verhindern, dass Sie das Kreuz gegen Sandra anwenden“, sagte Irene. Sie sah erst Mr. Sinclair an und dann Sandra, „Und dann hab ich selber dafür gesorgt, dass meine Vision Wirklichkeit wird…“
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