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Because You're Smart

GeschichteHumor / P12 Slash
Brave Starr Handlebar J.B. McBride Tex Hex
05.10.2010
05.10.2010
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05.10.2010 1.270
 
Roses Smalltalk:
Titel: Blech
Inhalt: nur rudimentär vorhanden und nicht allzu ernst zu nehmen
Viel Spass!

BECAUSE YOU'RE SMART


Er konnte es auf die Sekunde genau benennen, wann es begonnen hatte.
Wann er begonnen hatte, mehr in seinem Erzfeind zu sehen als nur einen kaltblütigen, herzlosen Bastard von einem Desperado.
Das war dieser eine Augenblick gewesen wo er festgestellt hatte, dass Tex Hex mit voller Absicht daneben schoss, wenn sie sich duellierten.
Es fiel nicht auf, dass Tex es mit purer Absicht tat. Nicht einmal, wenn man ganz genau hinsah.
Denn Tex schoss auch, wann immer er in der Stadt war, mehr schlecht als recht.
Doch den Marshall konnte er nicht mehr täuschen.
Brave Starr hatte ihn gesehen, wie er mit den Finger, magische Blitze auf den Millimeter genau verschoss. Hatte ihn mit Falkenblick auch dabei beobachtet, wie Tex mit dem Hexmaker aus mehreren hundert Metern auf ein plötzlich auftauchendes Ziel, wie ein Felsen bei einem Felssturz, schoss und – punktgenau traf.
Es musste einen Grund geben, weshalb der Desperado immer daneben schoss.
Und Brave Starr wollte ihn wissen.

Tex Hex grummelte schoss locker aus der Hüfte auf die Tontaube die auch brav in tausend Stücke zerbarst und wandte sich dann an Skuzz: „Also manchmal, frage ich mich wirklich wozu ich das hier mache!“ eine lavendelfarbene Hand in einem fingerlosen, schwarzen Handschuh wedelte in Richtung der Tontaubenüberreste.
Skuzz paffte ein paar Rauchkringel in die Luft und grinste: „Na, damit du immer schön punktgenau daneben schiesst ohne das die Deppen in Fort Kerium es bemerken, Boss!“
„Und verrätst du mir auch weshalb ich daneben schiesse, Skuzzie?“
Der grinste noch breiter und erklärte: „Na, weil du smart bist, Tex!“ er paffte noch mal zwei Rauchkringel und fügte an: „Und weil du so was wie Ehre im Leib hast. Auch wenn gewissen naive Marshalls das nicht glauben werden...“
Tex schüttelte den Kopf so das Schnauzer und Haare flogen und erwiderte amüsiert: „Ich glaub eher, das Brave Starr mir glauben würde, aber dessen Ziehpapi nie...“
Keine Sekunde später schütteten sich die beiden Desperados vor Lachen aus.

Brave Starr taxierte seinen ewigen Widersacher quer über die Mainstreet hinweg und fragte sich urplötzlich, als er bereits den Abzug seines Neurallaser durchziehen wollte, weshalb er und Tex Hex sich eigentlich duellierten.
Hatten denn, bitte schön, sie beide Streit, oder ihre jeweiligen „Chefs“?
Er steckte den Laser mit Pumageschwindigkeit weg, schob sich seinen Hut mit dem Zeigefinger aus den Augen und funkelte verschmitzt zu dem einzigen Desperado hinüber der noch nicht die Flucht ergriffen hatte: „Tex,“ Brave Starr grinste dabei breit, „wie wär's diskutieren wir das bei nem Sweetwater aus, ehe du dich wieder mal in Rauch auflöst?“
Tex blinzelte kurz verdattert und nickte dann, das Grinsen des Marshalls zurück gebend: „Klar, is mal was anderes als die hirnlose Ballerei...“

„Kannst du mir sagen, was die beiden da machen?“
Handlebar warf einen kurzen, prüfenden Blick zu den beiden Gästen in der hinteren Sitzecke hinüber und nickte: „Ja,“ es fiel ihm schwer sein Lächeln zu unterdrücken, „kann ich, J.B. Sie trinken einen zusammen!“
Die Richterin zwinkerte verdattert und seufzte dann tief auf.
Der Rigelaner grinste: „Wenn's beruhigt: Sie trinken nur Sweetwater, Alkoholfreies.“
„Oh ja,“ der Ton den J.B. anschlug triefte nur so von Sarkasmus, „das macht es sehr viel besser...“ sie schnaubte abwertend, „Oder hältst du es für normal, dass man sich seelenruhig mit seinem Erzfeind zusammen setzt um einen zu trinken?“

Tex Hex sass gemütlich hingelümmelt in einer Ecke der Sitzbank, die er komplett für sich in Beschlag genommen hatte.
Brave Starr fand, dass er da sass wie hin gegossen. Wie konnte der Mann nur so unglaublich geschmeidig wirken? Er sah so ganz anders aus als immer während ihren Duellen. Nicht halb so steif.
Und diese dunkle, rauchige Stimme erst. Ob das wohl der „Private-Tex“ war?
„Du,“ ein Hauch dunkler Samt wehte an das Wolfsgehör des Marshalls, „was wolltest du jetzt mit mir diskutieren, Brave Starr?“
Der schluckte einmal, streckte seine langen Beine neben denen des Desperados aus und kicherte dann leise: „Wieso, triffst du immer so zielgenau daneben?“
Tex hob seine nicht vorhandene Augenbraue, lächelte und gab dem Marshall die selbe Antwort die ihm ein paar Stunden zuvor sein Stellvertreter gegeben hatte: „Weil ich smart bin?“
Brave Starr starrte den Desperado einen langen Augenblick fassungslos an, begann dann zu giggeln nur um gleich darauf schallend los zu lachen und zu prusten: „Wusst ich's doch, der grosse Tex Hex hat so was wie Anstand und Ehre...“
Tex grinste und erklärte ernst: „Würdest du diese Aussage vor Skuzz wiederholen, Marshall? Dann krieg ich meine dreissig Gramm Kerium...“
„Kerium?!“ verblüfft immer noch leicht ausser Atem.
„Nun,“ Tex seufzte, „wir haben gewettet...“
„Und du hast auf mich gesetzt, Tex?“
Natürlich Marshall, du hast mich doch noch nie enttäuscht...“ grinste Tex mit halb gesenkten Augenlidern.
Brave Starr besass genug Anstand zu erröten und verlegen an seinem Getränk zu nippen.

„Ich schwör dir der flirtet mit dem!“ J.B. Mc Bride klang regelrecht atemlos.
Handlebar widmete sich angelegentlich seines Glases und polierte ruhig weiter, erkundigte sich jedoch nebenher: „Wer flirtet mit wem, J.B.lein?“ Besser er hielt seine Freundin bei Laune...
„Na,“ erwiderte die rothaarige Richterin, „Tex mit Brave Starr, der Desperado mit dem Marshall, böse mit gut...“
„Was,“ warf der Rigelaner verblüfft dazwischen, „Brave Starr ist schwul?!“
„Ja,“ meinte J.B. abwesend, „das auch...“
Handlebar konnte sich gerade noch so beherrschen sich zu erkundigen, was J.B. damit nun wieder meinte und fragte stattdessen: „Darf er denn das?“
„Was,“ J.B. wirkte leicht verwirrt, „schwul sein oder flirten?“
Handlebar kapitulierte und konzentrierte sich wieder auf sein Glas. War manchmal besser als versuchen die Frauen zu verstehen. Eigentlich hatte er ja nur wissen wollen ob der Marshall und Tex weiter flirten durften... Na, wenigstens war sein Saloon neutraler Boden.

„Duuu,“ Brave Starr hängte sich noch etwas mehr an den Desperado, „Texieee... seit wann wird man von Alkoholfreiem blau?“
Der legte seinen Arm etwas fester um die Körpermitte des Marshalls: „Seit du es als gute Ausrede befunden hast, Brave Starr?“
Und beide kicherten sie albern drauf los, suchten zugleich noch etwas mehr Körperkontakt und dann befand Tex an Handlebar gewandt, kurz bevor er sich und den Marshall in Luft auflöste: „Keine Sorge, ich bringe ihn euch fast unbeschädigt wieder...“
Handlebar starrte ungläubig auf die kleine Rauchschwade und dann zu J.B.: „Was bitte meint er mit fast unbeschädigt?!“
„Glaub mir, Schatzi,“ flötete J.B., „das willst du nicht wissen!“

„Was, meine süsse lila Versuchung,“ schnurrte Brave Starr in Tex Hex' Nacken, „meinst du mit: Fast unbeschädigt?“
Tex seufzte und räkelte sich, unter dem Schauer von sanften Küssen die der Marshall auf seinen Nacken regnen liess. Wie, verflixt, waren sie nur so schnell von einem harmlosen, neckischen Flirt in sein Zimmer und zu Kosewörtern wie diesen gekommen?
Mit dem nächsten Seufzern der ihm entwischte war ihm auch die Antwort auf diese Frage egal.
Brave Starr setzte probehalber einen vorsichtigen, sehr behutsamen Biss an Tex' Nackenlinie an und knabberte sich dann, als er ein genussvolles Stöhnen erntete, langsam nach oben zu einem lila Ohr und raunte hinein: „Und jetzt, du böser, böser, Schurke. Was meintest du mit fast?“
Tex knurrte leise und erklärte: „Ich dachte, ich sei hier der Desperado, nicht du,“ er schnappte nach Luft als Brave Starr ihn ins Ohrläppchen biss, „Babe!“
„Nun sag es mir schon...“ Brave Starr folgte mit seiner Zunge der markanten Kinnlinie seines Desperados, „... oder noch besser: zeig es mir!“
Das wiederum betrachtete Tex Hex als Herausforderung...

„Du, J.B.?“
„Jaa, Handlebar?“
„Glaubst du die werden jetzt ruhiger?“
„Nein,“ grinste die Richterin, „eher lauter!“

ENDE
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