Logan & Sam

von Howlett
GeschichteRomanze / P18
Gambit / Remy LeBeau Wolverine
28.09.2010
06.12.2010
31
53.326
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28.09.2010 1.585
 
Logan schraubte gerade am Hummer, weil der unter der kleinen Verfolgungsjagd, zwischen den X-Men und ein paar Gesellen der Bruderschaft, erheblich gelitten hatte, und  einige Teile der Karosserie  ausgebeult oder ausgetauscht werden mussten.
Den ganzen Sommer lang hatte die verfluchte Bande für Unruhe gesorgt und die X-Men ordentlich auf trab gehalten. Jetzt waren die Ferien fast vorbei und in der Mansion  herrschte das blanke Chaos, weil durch die Ereignisse Alles was man hatte erledigen wollen liegen geblieben war, und nun die Arbeit von einem Monat in einer knappen Woche geschafft werden musste.
Am Schlimmsten für Logan war aber die Tatsache, dass man ihm seinen lange geplanten Trip nach Kanada vermasselt hatte. Vierzehn Tage Ruhe und Abgeschiedenheit, endlose Wälder, reißende Flüsse. Ja, danach sehnte er sich, und sah sich in Gedanken durch die Wildnis  streifen.
Schon allein dafür, dass er sich jetzt noch länger nach seinem „Paradies“ sehnen musste, hätte es jeder einzelne dieser Brüder verdient, in Streifen geschnitten zu werden.
Logan war aber nicht der Einzige, der seine Pläne für die Ferien in den Wind schreiben musste, den anderen X-Men ging es auch nicht besser. Alle hatten einen anstrengenden Sommer, in dem eine Mission die nächste jagte hinter sich. Keiner kam zu seiner wohlverdienten Erholung und vor ihnen lag nun auch noch ein kaum zu bewältigender Berg mit Arbeit.
Kurzum, die  Stimmung war mies und die Logantypische schlechte Laune hatte mittlerweile um sich gegriffen und war zur Epidemie geworden. Sogar der brave Scott hatte für einen kurzen Moment sämtliche Diplomatie über Bord geworfen und Jean, wild mit den Händen fuchtelnd, angebrüllt.
Jedes mal wenn Logan diese Szene vor Augen hatte, breitete sich ein hämisches grinsen, auf seinem Gesicht aus.
Er zog genüsslich an seiner Zigarre und befand, dass die Garage im Moment der beste Ort auf dem Anwesen war. Keiner der ihm um die Füße rannte oder irgend etwas von ihm wollte, kein Geplapper und Gezeter , nur Stille, Stille und Frieden.........
Bammm, die Tür flog auf und schon am Geräusch der Schritte, erkannte Logan, dass es Storm war. Er beugte sich tiefer zum Kotflügel herunter und versuchte sie, in der Hoffnung dass sie dann einfach wieder Verschwinden würde, zu ignorieren.

„Ähh, Logan?“, fragte Storm vorsichtig, denn in letzter Zeit wusste man bei ihm nicht so genau wann er explodierte und was den Auslöser dafür lieferte.
Logan atmete tief ein, drehte ihr den Kopf entgegen und knurrte mit zusammen geschobenen Augebrauen „Was?“
„Ich bräuchte mal deine Hilfe, ich muss im Chemieraum die Filter für die Belüftung wechseln und bekomme die blöde Verkleidung nicht ab, weil die Schrauben so fest sitzen.“
Wieder nahm Logan einen tiefen Atemzug und zwang sich innerlich zur Ruhe, „Du siehst aber schon, dass ich hier gerade zu tun hab?“
„Oh Logan bitte”, jammerte Storm und ihre Stimme war so zittrig, dass Logan befürchtete, Sie könnte jeden Moment losheulen, sie hatte die letzte Zeit eh ziemlich nah am Wasser gebaut. Nein, das brauchte er nicht auch noch. Also sagte er kein Wort mehr, warf den Schraubenschlüssel in den Werkzeugkasten und stapfte, dicht gefolgt von Storm, in Richtung Chemieraum davon.

Die Schrauben waren schnell gelöst und Logan  freute sich darauf wieder in die Garage verschwinden zu können, als die Stimme des Professors in seinem Kopf erklang, um alle X-Men in den Konferenzraum zu beordern.
„Oh Himmel, nimmt den das gar kein Ende mehr? Ich brauch mal ne Pause verdammt“, zeterte Storm mit einer fast kreischend hohen Stimme.
Tja, dem hatte Logan nicht mehr viel hinzu zu fügen, also blieb ihm bloß noch die Augen zu verdrehen und dem Ruf des Professors zu folgen.

Als Logan und Storm den schönen Holzvertäfelten Raum, mit dem Runden Tisch in dessen Mitte betraten, war außer Scott; Jean und dem Professor auch noch jemand anderes anwesend.
Hank McCoy.
Ein ziemlich blauer und haariger Mutant, der irgendwie überhaupt nicht zu dem Anzug, den er trug, zu passen schien, hielt ihnen die Hand entgegen. „Freut mich euch zu sehen.“
Während Storm diese schüttelte, musterte Logan Hank nur von oben bis unten und nickte Ihm mit hochgezogener Augenbraue kurz zu, bevor er sich setzte.

„Nun, kommen wir gleich zum Thema“, eröffnete der Professor das Zusammentreffen. „Wie wir ja wissen, hat die Bruderschaft in den letzten Wochen ordentlich Angst und Schrecken unter den Menschen verbreitet, was auch der Grund für Hank`s unerwarteten Besuch ist.“ Der Professor schenkte Hank ein freundliches Lächeln und fuhr fort, „leider sind diese Zwischenfälle mittlerweile schon Gespräch im Kongress und werden von einigen Abgeordneten zum Anlass genommen, einen neuen Angriff auf die Freiheit der Mutanten zu starten, in dem man eine Registrierungspflicht einführen möchte .“
„Tss, ist ja nichts neues“, meinte Storm „wir retten Ihnen den Arsch und zur Belohnung wollen Sie uns registrieren und wegschließen“
Die Blicke der Anderen verrieten, dass sie ähnlich dachten.
„Nein, nein“, wiegelte McCoy ab „wir haben schon viel auf dem diplomatischem Feld erreicht, und wir haben Freunde im Kongress. Extremisten wird es wohl immer geben, auf beiden Seiten,“ betonte er,  „aber die sind nicht die Mehrheit. Charles geniest großes Ansehen auf der politischen Bühne, und wir werden gemeinsam verhindern, dass dieses unsägliche Gesetz zur Abstimmung kommt.“

„Das ist auch der Grund warum ich euch zusammengerufen habe,“ fuhr der Professor fort, „denn nun muss ich meine Pläne ändern. Ich werde gleich morgen früh mit Hank nach Washington reisen. Und ich möchte dich Jean bitten, an meiner Stelle nach Ohio zu fahren, um die Geschäfte mit Berryman unter Dach und Fach zu bringen. Berryman ist zwar ein langjähriger Geschäftspartner, aber es ist besser man weiß was in seinem Kopf vorgeht,“ meinte der Professor mit einem zwinkern.
„Logan, du wirst Jean begleiten“
Logan holte gerade Luft um zu wiedersprechen, als Scott auch schon aufgesprungen war und „Warum er?“ rief. Scotts Gesicht rötete sich vor Zorn und die Adern an seinem Hals traten hervor, während er mit dem Zeigefinger an seinem ausgestrecktem Arm auf Logan deutete.

„Nanu?“, dachte sich Logan. Natürlich waren er und Scott nicht die besten Freunde, aber das mit Jean war ne Weile her und es herrschte Waffenstillstand zwischen den Beiden.
Auch wenn Logan es nicht lassen konnte ihm hin und wieder eine spitze Bemerkung entgegen zu schleudern, so stand Scott doch stets über den Dingen, hegte keinen offenen Groll gegen ihn. Er hatte Jean bekommen, er war der „Sieger“. Also warum jetzt dieser Ausbruch? War der Grund für die schlechte Stimmung zwischen ihm und Jean doch nicht bloß in dem Stress der letzten Tage zu suchen?

“Weil ich dich hier brauche“, sagte der Professor zu Scott

„Keine Sorge, ich werde gut auf Jean aufpassen“, meinte Logan mit einem leichten grinsen um die Mundwinkel und fand die Idee sie begleiten zu müssen, plötzlich gar nicht mehr so übel. Nein, jetzt wo Summers so aussah als ob im gleich der Schädel platzt, fand er sie sogar richtig toll.
„Also, wann müssen wir los?“, fragte er ohne noch einmal zu Scott zu sehen.
„Sofort. Das Treffen findet Morgen in aller Herrgottsfrühe statt und Ihr habt noch eine ziemliche Strecke vor euch.
Es sind Zimmer reserviert, so dass Ihr dort übernachten und morgen Früh ausgeruht zu Meeting erscheinen könnt. Bei Verhandlungen mit Berryman, sollte man wach sein, du kennst Ihn“, meinte der Professor mit einem vielsagendem Blick, zu Jean.
Jean nickte bloß. Scott wechselte die Gesichtsfarbe zu Magentarot und lies sich auf den Stuhl plumpsen, erwiderte aber nichts mehr.

„Das war es“, mit diesen Worten und einem freundlichen, wenn auch etwas müdem Lächeln, entlies der Professor sein Team.
Logan machte sich sogleich auf den Weg in sein Zimmer und packte hastig ein paar Sachen. Die Aussicht noch heute Abend in einer anderen Stadt, in der es bestimmt auch ne ordentlich Kneipe gab, zu sein und der ganzen Hektik hier zu entfliehen, verlieh ihm Flügel.
Noch ein prüfender Blick durch sein Quartier.......... ja, er hatte alles was er brauchte.

Wieder war er auf dem Weg zur Garage und wäre beinahe mit Storm zusammengeprallt, deren Laune nun wohl entgültig ihren Tiefpunkt erreicht hatte.
„Pass doch auf, verdammt!“ fauchte Sie ihn an.
„Reg dich ab, was kommst du auch so um die Ecke geschossen“, brummte Logan.
„Weil ich jetzt noch mehr zu erledigen hab, während ihr nen kleinen Ausflug macht.“
„Hey komm schon, ich hab mich nicht darum gerissen Greys Bodyguard zu spielen.“
„Ja, tut mir leid“, murrte Storm. Sie sah wirklich ziemlich erledigt aus.
„Was ist eigentlich mit ihr und Scott?“ Wollte Logan, dem aufgefallen war dass sich die beiden in der Besprechung nicht einen Blick und nicht ein Wort geschenkt hatten, wissen.
„Hach Gott, kleiner ‚Ehekrach’. Du weißt ja was hier los ist, die beiden sind wohl etwas dünnhäutig. Wird sich schon wieder einrenken. Wieso fragst du?“ Wollte sie plötzlich wissen und sah Logan misstrauisch an.
„Nur so.“
„Logan?“
„Herrgott, es hat mich nur interessier.“
„Ist ja gut, ich sag doch schon gar nichts mehr“
„Auch besser so.“ Mit diesen Worten drehte sich Logan um und verschwand.

In der Garage angekommen fand er zu seinem Erstaunen auch schon Jean vor. „Oh, die hat es wohl auch eilig hier weg zu kommen“, dachte er.
Sie stand neben dem Ford, mit dem es auf reisen gehen sollte, und hatte eine Tasche zu ihren Füssen. Was fehlte war Scott, der ihr noch mal die Zunge in den Hals schob und gute Fahrt wünschte. Logan vermisste Ihn nicht.
„Kann es los gehen?“, fragte sie etwas schnippisch.
„Klar doch“, meinte Logan, warf seinen Rucksack auf den Rücksitz und streckte Jean die Hand entgegen. „Ich fahre.“
Sie rollte genervt mit den Augen, gab Ihm aber den Autoschlüssel und meinte , „bitte.“
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