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Moonlight Daughter

von Isa-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16
Josef Kostan Mick St. John
27.09.2010
21.09.2012
39
78.585
1
Alle Kapitel
282 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
27.09.2010 1.635
 
Man man man meine Kapis kommen ja ziemlich schnell ^^
Was mich nur etwas gewundert hat, im letzten Kapi gabs wenig Review, obwohl vorher alle gemeckert haben...naja was solls
Dieses Kapi ist meiner Beta Emily-san gewidmet =)
Viel Spaß ^^




„Warum um alles in der Welt müssen Frauen eigentlich immer so unglaublich viel einkaufen?“, fragte Josef schon fast schnaubend, als er unzählige Tüten in Josys Schrank stellte.
Diese saß auf ihrem Bett und beobachtete ihren Freund hämisch grinsend. Er hatte sich dazu bereit erklärt Wiedergutmachung zu leisten, dann konnte er mit shoppen und anschließendem Tütentragen ja auch anfangen.
„Dir macht das hier auch noch Spaß, oder?“, fragte der Vampir mit vor der Brust verschränkten Armen.
„Ja tut es. Sehr sogar“, lachte Josy über sein gequältes Gesicht.
„Na komm, so schlimm ist es doch nun auch wieder nicht“, bevor sie aus der Tür war, drehte sie sich noch einmal um und fügte ganz unschuldig hinzu, „Wir waren schließlich noch bei Victoria’s Secret.“ Und schon war sie verschwunden.
Doch weit kam sie nicht, denn kurz vor dem Wohnzimmer hatte Josef sie eingeholt und schlang seine Arme von hinten um ihre Taille. Lachend ließ sie sich gegen ihn sinken.
„Das war aber ungezogen, Josephine. Man ärgert einen Vampir nicht ungestraft“, grollte er dunkel in ihr Ohr, was sie unwillkürlich zum erschaudern brachte.
„Und welche Strafe hat der große, böse Vampir für mich armen kleinen, hilflosen Menschen vorgesehen?“, hauchte sie und spürte sein dunkles Lachen in seiner Brust vibrieren.
„Ich habe da schon etwas im Sinn.“ Sanft wanderten seine Hände an ihrer Seite entlang, während er begann ihren Hals zu küssen.
Völlig benebelt genoss die junge Frau seine Berührungen. Sie waren federleicht und ließen sie doch erschaudern.

Josy merkte überhaupt nicht, dass Josef seinen rechten Arm um ihre Hüfte schlang und sachte ihre Haare zurück strich. Erst ein scharfer Schmerz an ihrem Hals ließ sie ein wenig aus ihrer Trance erwachen. Doch sofort wand sie sich stöhnend in seinen Armen.
Es war ein berauschendes Gefühl als er ihr Blut trank. Sie spürte seine Macht und Stärke und am liebsten wäre sie an Ort und Stelle über ihn hergefallen. Stattdessen grub sie ihre Hand in seine Haare und drückte ihn noch ein wenig gegen sich, was ihm ein wohliges Knurren entlockte.

Doch plötzlich ging alles wahnsinnig schnell, nicht einmal Josef hatte Zeit zu reagieren, da ging die Wohnungstür auf. Emily kam mit einem breiten Grinsen hinein und blieb wie angewurzelt stehn.
Völlig paralysiert starrte sie auf ihre beste Freundin, die immer noch in Josefs Armen hing und von sich trinken ließ. Und was noch viel schlimmer war: Josef hatte sich nicht zurück verwandeln können und hatte seine Zähne noch immer in Josys Hals vergraben.
Schnell wollte die Brünette für eine Erklärung ansetzen, da drehte sich ihre beste Freundin auf dem Absatz um und hechtete zum Fahrstuhl.
Geistesgegenwärtig lief Josephine ihr nach und konnte gerade noch in den winzigen Raum springen, ehe sich die Türen schlossen.

Als sich der Fahrstuhl in Bewegung setzte, hatte sich Emily in eine Ecke gedrückt und starrte Josy mit angstgeweiteten Augen an.
„Emily bitte, lass es mich erklären“, sprach diese beruhigend auf Emily ein. Doch diese wollte überhaupt nichts hören.
„Was willst du mir erklären? Ich will einfach nur meine Freundin besuchen und als ich reinkomme finde ich sie mit ihrem Freund, der gerade ihr Blut trinkt. WIE VERDAMMT NOCHMAL WILLST DU MIR DAS ERKLÄREN?“
Fast schon bedrohlich hatte sich die Schwarzhaarige vor Josy aufgebaut.
/Tu irgendwas sonst bringt sie dich noch um./
‚Da könntest du vielleicht sogar Recht haben.’ Mit der Situation überfordert tat Josy das, was ihr als erstes in den Sinn kam.
Sie drückte den Notfallknopf des Fahrstuhls und das Gefährt kam quietschend zum Stillstand.
„Was soll das? Willst du mir jetzt etwas antun weil ich hinter euer kleines Geheimnis gekommen bin?“
„Um Himmels Willen, Emily. Ich würde dich niemals verletzen. Selbst wenn ich wollte, könnte ich es nicht. Du bist doch meine beste Freundin“, der letzte Satz war nur noch ein Flüstern. Es bestand immer noch die Möglichkeit, dass Emily nie wieder etwas mit ihr zu tun haben wollte. Was auch verständlich war.

Doch die Erinnerung an ihre jahrelange Freundschaft, schien die Journalistin etwas zu beruhigen, denn sie setzte sich nur auf den Boden des Fahrstuhls und sah Josy abwartend an.
Dankbar, dass sie ihr nicht an die Gurgel gesprungen war, setzte sich die junge Frau daneben und zog erst einmal ein Taschentuch hervor und drückte es auf die Bisswunde an ihrem Hals.
„Gerade weil wir beste Freundinnen sind dachte ich, dass wir keine Geheimnisse voreinander haben. Ich meine, wir haben uns immer ALLES erzählt.“ Sie war enttäuscht, das konnte man deutlich hören und es brach Josy fast das Herz.
„Glaube mir, ich wollte es dir sagen, aber ich durfte nicht.“ Eine schwache Ausrede, aber es nun einmal die Wahrheit.
„OK, ich frage jetzt einfach mal grade heraus: ist er ein Vampir?“
„Ja.“
„Und Paul?“ Jetzt schwang noch ein wenig mehr Angst in ihrer Stimme mit. Natürlich wäre es Pauls Aufgabe gewesen sie aufzuklären, aber Josy wollte endlich reinen Tisch machen. Also würde sie die Geschichte nun auch komplett erzählen.
„Ja, auch er. Genauso wie mein Vater.“
Entsetzt und verwirrt zugleich schaute Emily ihre Freundin an. Natürlich verstand sie es nicht. Also begann Josy zu erzählen.

Sie erzählte quasi ihre gesamte Lebensgeschichte. Von jener Winternacht, über ihre Kindheit, dem Zusammenleben mit einem Vampirvater und wie sie damit klar kam und schließlich wie die Beziehung zu Josef wirklich abgelaufen war. Und vor allem, warum alles so furchtbar kompliziert war und sie nichts sagen durfte.

„Oh man, ich glaube das muss ich erstmal verdauen“, seufzte die Schwarzhaarige, nachdem Josy geendet hatte. Diese schaute ihre Freundin nun aufmerksam an um zu erkennen, ob es wohl je wieder normal weiter gehen würde.
„Also lass es mich noch einmal wiederholen, nur um sicher zu gehen: dein Vater ist ein Vampir und hat dich damals vor einem anderen Vampir gerettet.“
„Genau.“
„Josef war mehr oder weniger dein Onkel, weswegen du dich zuerst gegen eine Beziehung gesträubt hast.“
„Richtig.“
„Und an deiner gebrochenen Schulter war seine Ex schuld?“
„Ja, genauso ist es.“
„Dann habe ich noch eine wichtige Frage, bevor ich Josef für die Aktion den Kopf abreiße“, sie schaute Josy vollkommen ernst an, „Glitzern die in der Sonne?“

Nun konnte Josy nicht mehr an sich halten. Sie brach in schallendes Gelächter aus und hätte sie nicht schon auf dem Boden gesessen, hätte sie nun wahrscheinlich schmerzhaft Bekanntschaft damit gemacht.
„Das ist das einzige worüber du dir Gedanken machst?“, fragte sie nach Luft ringend.
„Nein aber das Wichtigste“, grinste Emily. „Also?“
„Natürlich glitzern sie nicht. Ich glaube das hätte ich nicht ausgehalten.“
„Und was ist an den andern Legenden dran?“ Emilys journalistische Neugier war geweckt worden.
„OK ich versuche dir alles zu erklären: sie können in die Sonne gehen, allerdings nicht für lange. Kruzifixe und Knoblauch macht ihnen auch nichts, genauso wenig wie Weihwasser. Sie schlafen auch nicht in Särgen, sondern in Kühltruhen.“
„Warum denn bitte in Kühltruhen?“
„Das ist wie bei Fleisch. Das lässt du ja auch nicht in der Sonne liegen, sondern lagerst es kühl.“ Bei diesem Vergleich verzog sie angewidert das Gesicht. Verständlich, schließlich war sie Vegetarierin.
„Sonst noch Fragen?“ Kurz überlegte die Schwarzhaarige, schüttelte dann jedoch den Kopf.
„Großartig, dann können wir ja auch endlich hier raus.“
Wie auf Kommando setzte sich der Fahrstuhl wieder in Bewegung. Offenbar hatte Josef den Hauptschalter gefunden und hatte nur noch auf den passenden Moment gewartet.

Als das Gefährt wieder in der obersten Etage anhielt, stiegen die beiden Frauen aus und begaben sich wieder in Josys Wohnung.
Dort erwartete sie jedoch nicht nur ein Vampir.
„Paul, was machst du hier?“, fragte Josy, während sich ihre Freundin noch im Hintergrund hielt.
„Josef hat mich angerufen und mit erklärt was passiert ist. Ich musste einfach herkommen.“ Vorsichtig wand er sich an Emily. Man merkte ihm an, dass er nichts überstürzen wollte. Sie musste ihm wirklich am Herzen liegen, sonst wäre er gar nicht hier.

Doch dieses Gespräch sollten die beiden unter vier Augen führen, weswegen Josy ihrem Freund ein kurzes Zeichen gab und mit ihm in der Küche verschwand.
„Das ganze hätte ich mir anders gewünscht“, seufzte die junge Frau und lehnte sich an die Küchenzeile. Grinsend kam ihr Vampir auf sie zu und stütze sich links und rechts von ihrem Körper ab. „Glaub mir, wenn sie ein paar Minuten später gekommen wäre, wäre die Situation wesentlich prekärer gewesen.“ Vielsagend lehnte er sich nach vorne und strich mit seinen Lippen über ihre.
„Du kannst es einfach nicht lassen, oder?“, lächelte sie und gab ihm einen sanften Kuss.
„Nein, kann ich nicht. Aber ich glaube Paul und Emily haben ihr Gespräch beendet. Wir können also wieder zu ihnen.“ Mit diesen Worten löste er sich von seiner Freundin und ging mit ihr zurück ins Wohnzimmer.

Dort saßen Emily und Paul auf dem Sofa und unterhielten sich leise. Sie sahen jedoch auf, als die beiden anderen den Raum betraten. Auf Emilys Gesicht lag ein stetiges Lächeln, was wohl bedeutete, dass alles in bester Ordnung war.
„Und?“, fragte Josy vorsichtshalber noch einmal nach.
„Alles in Ordnung. Ich werde Paul wegen der Geheimniskrämerei nicht den Kopf abreißen.“
„Sehr gnädig, Schatz“, grinste der Millionär seine Freundin an.
„Ich weiß, aber ich will trotzdem eine Wiedergutmachung!“
„Und wie soll die aussehen?“
„Ein schöner Urlaub?“, grinste sie, woraufhin Josef zu lachen begann und Paul schon fast verzweifelt aussah.
„Von mir aus. Einen schönen Skiurlaub. Was hältst du davon?“
„Großartige Idee“, strahlte die Schwarzhaarige und drückte ihm zur Bestätigung noch einen Kuss auf die Wange.




Somit wäre dies auch auch aufgeklärt ^^
Jetzt kann ich das ja langsam auslaufen lassen....

Nee mal im Ernst, noch ist es nicht zu Ende. Aber was könnte denn jetzt noch kommen?
Ich bin auf eure Spekulationen gespannt ^^

LG
Isa-chan
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