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Moonlight Daughter

von Isa-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16
Josef Kostan Mick St. John
27.09.2010
21.09.2012
39
78.585
1
Alle Kapitel
282 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
27.09.2010 1.672
 
Leute es ist unglaublich aber wahr. in 2 Tagen dieses Kapi geschrieben ^^
Ich hab schon angefangen an mir zu zweifeln
Aber jetzt viel spaß ^^




Ein paar Wochen nach Josefs Gespräch mit Mick, ging alles wieder seinen gewohnten Gang. Josys Schulter heilte außerordentlich gut, was selbst die Ärzte überraschte.
Aber es könnte auch daran liegen, dass Josef seine Freundin quasi in Watte eingepackt hatte, damit ihr nur ja nichts passieren konnte.
Sie fand es zwar unglaublich süß von ihrem Vampir, dass er sich so bemühte, aber sie durfte nichts mehr. Weder durfte sie kochen, noch ein Buch lesen, noch alleine duschen. Geschweige denn davon, dass sie kaum noch aus ihrer Wohnung kam. Teilweise war sie schon versucht einfach auszubrechen, da der werte Herr Vampir sie einfach eingesperrt hatte.

Der einzige Trost der ihr blieb war Emily. Mit ihr telefonierte Josy jeden Tag mehrere Stunden lang. Und das obwohl Emily ebenfalls sehr beschäftigt war. Vampiren konnte wohl niemand widerstehen.
Bei ihren Telefonaten sprachen sie über ihre Schulter und kamen dann ganz schnell auf vollkommen andere Themen. Dabei wurde immer behauptet Frauen würden immer dem roten Faden folgen. Hatten die besten Freundinnen wohl noch nicht ganz mitbekommen.

Aber eines Abends wurde es Josy dann doch zu bunt. Wie immer saß sie auf ihrem Sofa und schaute zum gefühlten tausendsten Mal ihre DVD Sammlung durch, als sich die Tür öffnete.
‚Jetzt werde ich ihm die Meinung geigen. Es kann schließlich nicht sein, dass Josef mich hier einsperrt. Na warte Freundchen, jetzt kannst du was erleben.’
Wutentbrannt stürmte die junge Frau in den Flur um Josef ihre aufgestauten Aggressionen entgegen zu brüllen. Doch dazu kam sie nicht, denn vor ihr stand nicht Josef, sondern Mick.
Freudestrahlend lief die Brünette auf ihren Vater zu und umarmte ihn so fest es ihr möglich war.
„Ich hab dich vermisst, Dad“, nuschelte sie an seiner Brust, während er sie lachend wieder ins Wohnzimmer dirigierte.
„Ich hab dich auch vermisst, Kleines“, grinste er und strich ihr durch ihr braunes Haar.
Ihren Spitznamen überhörte Genannte geflissentlich und antwortete: „Mir geht’s super. Der Arzt war gestern Morgen hier und hat gesagt, dass ich die Schiene nicht mehr den ganzen Tag über tragen muss. Die Schulter heilt offenbar sehr gut.“
„Dann ist es wohl gut, dass Josef dich hier nicht raus lässt“, meinte Mick locker, doch er ahnte nicht, dass DAS wohl das letzte war, was die junge Frau vor ihm in diesem Moment hören wollte.
„Sag mal geht’s noch? Seit Wochen sitze ich hier rum und darf nicht machen. Er lässt mich ja noch nicht einmal ein Buch lesen, weil es zu anstrengend sein könnte die Seiten umzublättern! Und du weißt wie gern ich lese. Und vor der Tür war ich auch schon ewig nicht mehr, da er mir meinen Schlüssel weggenommen hat. Mein Gott, ich bin doch keine Gefangene!“

Josy redete sich richtig in Rage, was man auch an ihrem hochroten Kopf sehen konnte. Mick versuchte nicht einmal sie zu beruhigen, da es sowieso nichts gebracht hätte. Stattdessen zog er nur schuldbewusst den Kopf ein, was seine Tochter stutzig machte, bis ihr schließlich ein Licht aufging. „Du hast das gewusst und befürwortet, habe ich Recht?“ Gefährlich ruhig hingen diese Worte im Raum. Doch Mick antwortete nicht, stattdessen war er innerhalb eines Augenaufschlags verschwunden.

Als Josephine dies realisierte schrie sie ihren Frust aus voller Kehle heraus.

„Josy, bitte beruhige dich, sonst muss ich dir wieder Schmerzmittel verabreichen!“ Ertönte plötzlich eine ganz bestimmte Stimme hinter ihr.
Mit vor Zorn funkelnden Augen drehte Angesprochene sich um. „DU! Versuch es hier ja nicht mit der Wohlmeinenden Tour, die zieht bei mir nicht. Du hast mich hier verdammt noch mal eingesperrt!“, schrie sie Josef entgegen, der in Abwehrhaltung vor ihr stand und ihre Schimpftirade mehr oder minder stumm erduldete. Ein Kommentar seinerseits hätte die Sache vermutlich nur noch schlimmer gemacht.

Doch irgendwann war es auch ihm zu bunt. So überbrückte er die kurze Distanz zwischen ihnen kurzerhand, zog Josy zu sich und drückte ihr einen sanften, liebevollen Kuss auf die Lippen.
Augenblicklich verstummte die Brünette. Ihre Lippen wurden unter seinen sofort weich und erwiderten den Kuss auf der Stelle. Zärtlich legte sie ihre Arme um seinen Hals und zog ihn noch ein wenig näher zu sich.

Als die zwei sich nach wenigen Minuten voneinander lösten, war Josy soweit besänftigt, dass sie ihrem Freund nicht gleich an die Gurgel springen würde. Stattdessen grummelte sie nur beleidigt „Wehe dir du machst das noch mal, dann wirst du mich von einer Seite kennen lernen, die dir ganz und gar nicht gefallen wird.“ Josef jedoch tat das Ganze mit einem Grinsen ab und schob die Frau in seinen Armen Richtung Sofa, um sie dort wieder in seine Arme zu ziehen und sanft zu küssen.

‚Mhhh er hat es ja nicht böse gemeint…’
/Oh man, dass er dich aber auch IMMER mit ein paar Küssen vollkommen aus dem Konzept bringt./
‚Was willst du denn nun schon wieder? Hast du mich die letzten Wochen nicht schon genug genervt?’
/Anscheinend nicht, denn sonst würdest du Josef jetzt gehörig zur Sau machen, anstatt in seinen Armen wie Butter in der Sonne zu schmelzen./
Nach diesen sehr direkten Worten klärte sich Josys Verstand allmählich wieder auf und ihr wurde bewusst, dass sie eigentlich verdammt sauer auf den Vampir vor sich war.
Dieser bemerkte es auch, woraufhin er sofort zu Erklärungsversuchen ansetzen wollte. Doch diese Zeit ließ sie ihm überhaupt nicht, sondern legte mit ihrer geplanten Schimpftirade wieder so richtig los.
Und wie!

Nach schier endlosen Minuten hatte Josef jedoch die Nase voll. Offenbar fühlte er sich nicht im Mindesten im Unrecht, was er ihr auch deutlich machte.
„Wie bitte? Du sperrst mich Wochen lang in meiner eigenen Wohnung ein und fühlst dich auch noch im Recht? Ich glaube du spinnst!“
„Ich spinne also? Warum denn? Weil ich dich beschützen möchte und es nicht ertragen würde dich zu verlieren?“, konterte er, was ihr ein wenig den Wind aus den Segeln nahm. Allerdings nicht viel, denn sie war viel zu wütend.
/Mach ihn fertig!!!/ feuerte ihr logischer Verstand sie freudig an.
„Wovor willst du mich denn beschützen? Sarah ist tot und von Coraline haben wir schon lange nichts mehr gehört! Außerdem will ich ja nicht auf Weltreise gehen. Lediglich vor die Tür. Meine Freunde besuchen die ich bisher nur am Telefon sprechen konnte. Außerdem ist es ja nicht nur das einsperren! Du behandelst mich wie ein Kind. Sogar meine Bücher hast du mir weggenommen! Du übertreibst es mit deiner Fürsorglichkeit!“ Allmählich wurde beider Geduldsfaden immer dünner. Die Frage war nur, bei wem er als erstes reißen würde.

Ein tiefes Knurren verwarf diese Frage wieder, als Josef seine Freundin an sich zog und so leidenschaftlich küsste, dass dieser die Luft zum atmen wegblieb.
Sie versuchte sich zu wehren, da sie seine Methoden sie zu beruhigen keineswegs billigte. Doch mit jedem Kuss schwand ihre Gegenwehr, bis sie schließlich mit einem Seufzen die Arme um ihn legte und den Kuss ebenso leidenschaftlich erwiderte. Mit sanfter Gewalt dirigierte der Vampir seine Freundin in Richtung Schlafzimmer.


Einige Zeit später öffnete Josy träge die Augen. Sie lag eng an Josef geschmiegt in ihrem Bett und war mehr als zufrieden, auch wenn ihre Wut noch immer unterschwellig brodelte.
Sanft kraulte sie Josefs Nacken, was diesem ein wohliges Knurren entlockte und er den Arm noch enger um Josys nackten Körper schlang.
„Weißt du, ich bin immer noch scheiß wütend auf dich, Josef. Aber verdammt noch mal, wütender Sex ist absolut der Wahnsinn“, schnurrte Josy und kratzte leicht mit ihren Nägeln über seine Brust.
Sie bekam ein leises Lachen als Antwort. „Ich hatte ehrlich gesagt gehofft, dass wir unseren Streit beigelegt haben, aber anscheinend muss ich noch ein wenig überzeugender sein“, erwiderte er und wollte sich gerade wieder über sie beugen, als sie ihn zurück hielt. „Vergiss es! Es ist zwar ein verlockendes Angebot, aber so läuft das nicht! Es lässt sich nicht alles mit Sex lösen, das musst du irgendwann in deinen Kopf bekommen.“ Mit diesen Worten stand sie auf, fischte sich Josefs Hemd vom Boden und spazierte ins Badezimmer, einen perplexen Josef im Bett zurück lassend.

/Ähm, hast du jetzt auf mich gehört oder nicht?/
‚Muss ich denn immer alles auf deine Art lösen? Ich krieg ihn schon noch zu einer Entschuldigung, aber du musst mich auch verstehen. Seit Wochen konnte er mich nicht mehr richtig anfassen. Immer hatte er Angst mich zu verletzen. Ich habe das gebraucht. Außerdem war es ein schöner Zusatz zur kommenden Entschuldigung.’
/Kommende Entschuldigung?/
‚Pass auf’ grinste Josy in sich hinein, als sich zwei starke Arme um ihre Taille schlangen. Mit reuiger Mine sagte der Vampir „Es tut mir Leid, Süße. Ich habe es wohl mit dem beschützen etwas übertrieben. Aber bitte versteh doch, dass ich Angst um dich hatte. Ich habe mir und Mick geschworen, dich nie wieder aus den Augen zu lassen.“
Josephine war gerührt. Es war schon eine süße Entschuldigung von ihm.

„Das hättest du auch nicht gemusst. Ich hätte zu dir kommen können. Ich wollte doch einfach nur ein wenig raus. Aber danke, dass du dich entschuldigt hast“, mit diesen Worten drehte Josy sich um und küsste ihn sanft auf den Mund.
Doch sie musste einfach noch einen drauf setzen. „Aber Wiedergutmachung musst du trotzdem leisten. Ich denke da an Shopping und die ein oder andere Massage.“ Grinsend erklärte er sich einverstanden. Es war schließlich ein Recht mildes Angebot. Hätte er verneint, hätte sie ihn vermutlich verprügelt.

„Da das nun geklärt ist, können wir ja endlich raus gehen. Ich hab das Gefühl, dass sich die Wände langsam aber sicher bewegen.“ Und schon war sie weg um sich Klamotten und ihre Armschiene zu holen, während Josef noch ein wenig irritiert im Badezimmer stand.
Aber er fing sich recht schnell und folgte seiner Freundin grinsend. Er musste sich schließlich noch sein Hemd wieder holen.



Und wie fandet ihrs? Ist vlt nicht jedermanns Geschmack aber die Idee kam einfach so über mich.
Vlt gibts ja bald schon mehr =)
Danke auch an meine Beta Emily-san, die das Kapi sehr schnell korrigiert hat
LG
Isa-chsn
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