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Moonlight Daughter

von Isa-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16
Josef Kostan Mick St. John
27.09.2010
21.09.2012
39
78.585
1
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27.09.2010 1.210
 
Hallo? Ist jemand da? Josef? Mick? Irgendein Leser?
Alle weg? OK, dann lass ich einfach schnell ein Kapi und Entschuldigungskekse da und verbarrikadier mich, damit mir niemand den Kopf für die lange Wartezeit abreißen kann.





Bis in den späten Abend hinein genossen die Beiden ihre Zweisamkeit.
Eng beieinander gekuschelt, mit geschlossenen Augen verblasste langsam der Albtraum, den Josef noch einmal mit Josy durchlebt hatte.
Das Schweigen das den Raum erfüllte war durchdrungen mit Verständnis und Annahme,
Liebe und Geborgenheit, aber auch heilender Kraft, die nur durch Offenheit freigesetzt werden kann.

Josef lauschte dem Herzschlag seiner Freundin, die hin und wieder vom Schlaf überrollt wurde.
Er hielt sie fest in seinen Armen, so als wolle er sie nie mehr loslassen und Josy schmiegte sich fest an seine Brust.

„Josy“, flüsterte Josef und durchbrach die erfüllte Stille
„Hm?“
„Ich muss gehen...Mick...“
„Ja...“ Sorge klang aus ihrer Stimme um den Geliebten und um Mick.

Doch sie wusste um die Notwendigkeit dieses Schrittes. Sie liebte Josef von ganzem Herzen, sie hatte sich verändert in den letzten Wochen, seit sie mit ihm zusammen war. Doch die Tage des Unwissens über Josefs Verbleib hatte sie aufgeschreckt aus ihrer kleinen Welt, die er ihr erschaffen hatte. Wenn sie auch Mick gegenüber Josef in Schutz genommen hatte... wusste Josy genau, dass Mick für sie sterben würde. Ihr Herz war gespalten, sie sehnte sich nach Frieden, sie sehnte sich nach der Freundschaft die beide Männer verbunden hatte.
Josy hatte viel Zeit zum Nachdenken gehabt und hatte sie genutzt.
Mick mochte nicht ihr Erzeuger sein, im biologischen Sinne, aber er hatte sie gerettet aus den Fängen dieses Monsters das ihre Familie auf dem Gewissen hatte. Er hatte sie angenommen, mehr noch, Mick hatte sie in sein Herz eingelassen. Er hatte rührend für sie gesorgt, sie nicht in ein Heim abgeschoben. Nein er hatte ihr ein Zuhause gegeben. Das beste Zuhause, dass es für sie gab. Josy lächelte wehmütig und wünschte sich, sie könnte wieder für einige Momente auf Micks Schoß klettern, wie damals und ihm die Sorgen erzählen, die ihr kleines Herz bedrückten. Er war ihr ein Vater geworden, wie sie sich besser nicht wünschen konnte.

Was würde sie ihm heute klagen? Sich heute von ihm wünschen?
Josef! Nur Josef!
Würde sie Mick damit kränken?
Josy lauschte in sich hinein... wäre Mick enttäuscht von ihr?
Nein nicht ihr Vater! Mick liebte sie und wollte, dass sie glücklich wurde. Darin war sie sich ganz sicher.

„Josef“, drängend sah sie ihn an, „Josef vergiss deinen Stolz. Denk an eure Freundschaft. Und Schatz...“
Josy küsste ihn zart, genoss noch einmal seine weichen Lippen.
„Vergiss nicht: Mick ist mein Vater!“
Josef nickte und vergrub sein Gesicht in ihren Haaren.
„Danke, Schatz. Du hast mich auf eine Idee gebracht. Ich weiß jetzt wie ich Mick erreichen kann.“
Er drückte Josy fest an sich, mit tränenschweren Augen sah er sie an und ging.
Josef wusste, niemand kannte Mick so gut wie Josy. Nicht einmal er, der Freund und Weggefährte...
Er hatte eine Chance. Ja er hatte eine Chance.
Josef wurde nicht übermütig, er selbst hatte sich auch verändert, besonders während den letzten Tagen.
Nein er war nicht übermütig oder der Geschäftsmann...
Josef Kostan war demütig... und so stand er kurze Zeit später vor Mick.

Und als er Mick sah..., verstand er Josy.
Mick hatte sich nicht verändert. Er war Mick.
Josef sah Treue...
Er wusste es würde gut gehen.

„Nenne mir nur einen einzigen Grund, weshalb ich dich leben lassen sollte“, tonlos in unbändiger Wut zitternd, stand Mick vor ihm.
Er hatte ihn erwartet...
Bereit zu töten.
„Josephine!“ Ein Wort. Ein einziges Wort. Nur ihr Name und Mick beruhigte sich.
Immer noch wachsam trat er schweigend bei Seite und ließ Josef eintreten.
„Glaub ja nicht, dass ich dir verzeihen werde, nur weil du hier vor mir stehst und meine Tochter als Ausrede benutzt!“
„Das würde ich niemals tun, Mick. Ich erwarte auch nicht, dass du mir verzeihst. Was ich getan habe kann ich mir ja selbst nicht verzeihen. Ich bitte dich nur mich anzuhören“, mit gesenkter Stimme sprach er zu seinem einstigen besten Freund und wartete voller Anspannung auf eine Reaktion.
Welche auch kam, indem Mick nur stumm nickte und Josef wenigstens ein klein wenig Anspannung nahm.
„Ich möchte mich zuerst bei dir bedanken. Wenn du nicht da gewesen wärst, wäre Josy jetzt tot. Und das könnte ich mir niemals verzeihen. Genauso wenig wie du mir. Und ich hätte den Tod durch deine Hand nur zu gern willkommen geheißen.“ Für einen Moment übermannte ihn die Vorstellung seine geliebte Josephine tot in einem Sarg zu sehen und er musste kurz innehalten um sich zu sammeln.
Danach sprach er mit gefestigter Stimme weiter. „Vor allem aber muss ich mich entschuldigen. Mehr noch, eigentlich müsste ich dich auf Knien anflehen mir zu verzeihen, wobei ich auch darauf nicht hoffen könnte. Was ich unter normalen Umständen auch niemals verlangen würde. Aber wie eben schon gesagt, gibt es einen wichtigen Grund: Josephine.“

In diesem Augenblick wusste Mick genau was Josef meinte. Josephine liebte sie beide. Den einen als Vater, den anderen als Geliebten. Und wenn die Freundschaft zwischen den beiden endgültig brechen würde, würde auch Josy irgendwann daran zerbrechen. Ihr Herz würde diesen Verlust nicht verkraften. Und das wussten beide.

Dies ging Mick in Sekunden durch den Kopf, während er und Josef sich einfach nur schweigend ansahen. Es waren auch keine Worte nötig. Auch keine großen Gesten. Die beiden wussten genau was der andere dachte.

Vor Micks innerem Auge lief die Zeit zurück...
Er sah die kalte Winterlandschaft vor sich, roch den Tod... frisch und grausam.
Sah Josy vor sich zitternd zum Tode verurteilt und wehrlos...
Er konnte nicht an dem Mädchen vorbei gehen...
Sie hatte sein Leben ungemein bereichert. Mick seufzte und war tief in Gedanken versunken und erlebte die Jahre mit seiner Tochter. Während diesen Minuten harrte Josef still neben Mick aus, bereit auf ihn zu warten und wie sein Urteil wohl ausfallen würde.
Mick kehrte in die Gegenwart zurück, nickte Josef zu und ging den Pfad der Vergangenheit noch einmal.

Und während Mick noch immer tausende Gedanken durch den Kopf schwirrten, ging Josef.
Aber dieses Mal war es OK. Es war in ihrem Einvernehmen.

Während Mick in seiner Wohnung blieb und darüber nachdachte, was Josef ihm gesagt hatte, fuhr dieser erschüttert durch das nächtliche  L.A.
Er ließ sich die Geschehnisse des Abends durch den Kopf gehen und genoss dabei die kühle Nachtluft.

Morgens schlüpfte Josef neben Josy ins Bett und nahm sie in seine Arme.
Er musste sie spüren, er musste sich vergewissern, dass sie lebte.
Josy erwachte nur kurz, kuschelte sich an Josef und seufzte „Du bist da! Es ist gut gegangen...“
Sie brauchten nicht mehr darüber zu sprechen, beide waren dankbar.
Beide waren froh und beide wollten ab jetzt nur vorwärts in die Zukunft sehen.
Und beide wussten, Mick - Vater und Freund - würde ihnen beistehen und Gutes wünschen.



Jetzt aber mal im Ernst. es tut mir furchtbar leid, dass ihr fast ein ganzes Jahr lang warten musstet.
Ich hatte ziemlich viel Stress mit Abi. Und Arbeitssuche. Und die Muse hatte mich auch verlassen.
An dieser Stelle noch einmal ein riesiges Danke an anni85. Sie hat mir beim Kapi nämlich geholfen.
Und natürlich wie immer an meine geschätzte Beta Emily-san.

LG
Isa-chan
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