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Moonlight Daughter

von Isa-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16
Josef Kostan Mick St. John
27.09.2010
21.09.2012
39
78.585
1
Alle Kapitel
282 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
27.09.2010 1.694
 
So Leute hier bin ich wieder
Ne Woche später mal wieder. Aber das wird in nächster Zeit öfters so sein. Die momentanen Kapis brauchen ihre Zeit. Es ist im Moment alles sehr emotional aufgewühlt. Das zu schreiben braucht Zeit und Nerven.
Aber die Kapis kommen auf jeden Fall. Nur eben erst alle zwei Wochen. Höchstwahrscheinlich.
Ich danke wie immer meinen lieben Reviewschreibern. Und besonders mal wieder anni85, die mir beim Kapi etwas geholfen hat ^^ Ja auch ich brauche Hilfe, was dagegen?
Egal.
So von meinem Geschwafel habt ihr bestimmt sowieso genug, deshalb kommt hier jetzt das Kapi




Erst am Mittag des nächsten Tages erwachte Josephine wieder. Zum einen, weil die Sonnenstrahlen sie unangenehm an der Nase kitzelten; zum anderen, weil ihre Schulter wieder unheimlich weh tat.
‚Mist, ich hab gestern vergessen meine Schmerztabletten zu nehmen.’ Das sollte sich jetzt rächen. Der Schmerz war zwar nicht so furchtbar wie noch Tage zuvor, aber doch ziemlich unangenehm. Es half also nichts. Sie musste aufstehen, egal wie.
Seufzend setzte sich die Brünette also auf. Selbst das strengte an. Mit leicht schmerzverzerrtem Gesicht schlurfte die junge Frau ins Bad. Dort hatte sie ihre Medikamente nämlich zwischengelagert.
Doch beim Blick in den Spiegel bekam Josy zuerst einen kleinen Schock. Sie sah furchtbar aus. Verschlafen und noch nicht richtig Wach. Auch die Strapazen der vergangenen Tage bemerkte man. Sie hatte leichte Augenringe und war im Allgemeinen ein wenig bleich. Aber eine kalte Dusche würde da ein wenig Abhilfe schaffen.
Also schlüpfte die junge Frau so schnell es ging aus ihren Klamotten. Wenn man nur einen Arm zur Verfügung hatte, war das ganze ein wenig umständlich. Aber es ging doch noch. Und die Dusche tat wirklich gut.

Nun um einiges erfrischter stand Josy wenige Minuten später wieder trocken im Bad. Ihre Schiene für die Schulter hatte sie schon angelegt und auch in die Klamotten kam sie einigermaßen gut rein. Aber sie waren auch nicht hauteng wie sonst.
Gerade als Josy den Föhn, mit dem sie sich die Haare getrocknet hatte, weggelegt hatte, drangen Geräusche an ihr Ohr. In der Küche wurde die Kühltruhe geöffnet. Josef war gerade aufgestanden. Also machte sich die Brünette auf den Weg in die Küche. Einerseits wollte sie Josef begrüßen und sich vergewissern, dass es ihm nun besser ging; andererseits war noch ein Gespräch fällig. Auch wenn Josy dem Vampir in der vorigen Nacht ihre Liebe gestanden hatte, war das Thema „Verschwinden“ noch lange nicht vom Tisch.

In dem Moment, in dem Josy in der Küche erschien, zog sich Josef sein T-Shirt wieder über. Danach drehte er sich zu ihr um, denn er hatte ihr Erscheinen ja bemerkt. Lächelnd und augenscheinlich sehr froh darüber, dass sie da war, kam er auf sie zu und nahm sie in den Arm. Josy ließ sich das natürlich zu gern gefallen und schmiegte sich an ihn.
Auch gegen den sanften Kuss hatte sie rein gar nichts einzuwenden. Im Gegenteil, er tat unheimlich gut nach dieser Zeit.
„Ich bin froh, dass du noch da bist“, flüsterte Josef ihr leise ins Ohr. Und Josy’s Verdacht vom Vortag bestätigte sich. Er hatte tatsächlich Angst gehabt, dass sie ihn, während er schlief, verlassen könnte. Zu verdenken wäre es ja nicht. Und doch musste sie grinsen. „So schnell wirst du mich nicht los!“
„War das eine Drohung?“, fragte er mit halbem Ernst in der Stimme.
„Nein, ein Versprechen“, grinste sie und legte wieder ihre Lippen auf die seinen. Sein leises Lachen ging ebenfalls im Kuss unter. Aber das war beiden im Moment egal, sie genossen die Zweisamkeit viel zu sehr.

„Wie wäre es wenn du dich hinlegst und ich mache dir Frühstück?“, fragte Josef, nachdem sie sich wieder voneinander gelöst hatten. Doch Josy sah ihn nur skeptisch an. Zu Recht.
„Josef, du hast seit 400 Jahren nichts menschliches mehr gegessen, geschweige denn gekocht. Und meine Küche ist brandneu. Denkst du wirklich, da lass ich dich allein? Vergiss es!“ Mit diesen Worten, und einem kleinen Lächeln im Gesicht, schob sie sich an ihm vorbei. Josef hingegen schaute ihr nur verdutzt nach.
Allerdings setzte er sich schnell in Bewegung als er sah, dass sie tatsächlich selber kochen wollte. Er nahm ihr auch die Kochutensilien wieder aus der Hand. Was sie jedoch nicht so toll fand und ihn beleidigt ansah. „Denkst du ich kann im Moment nicht kochen?“
„Nein, das denke ich nicht. Aber ich möchte nicht, dass du dich zu sehr anstrengst. Aber ich hätte einen Kompromiss. Du sagst mir was ich tun soll und ich mache es. Dann lerne ich gleichzeitig noch ein wenig kochen.“
Über diesen Vorschlag musste Josephine ungewollt doch grinsen. Aber es war auch unheimlich süß von Josef, dass er sich so um sie sorgte.
„Na schön. Ich kommandiere dich doch gerne rum“, grinste Josy.

So kam es dann also, dass Josef ein paar Minuten später mit Messer und Obst bewaffnet in der Küche stand und von Josy Anweisungen entgegennahm. Das eine Mal nahm er das falsche Messer, dann schnitt er falsch. Oder er vergaß, Dinge aus dem Schrank zu nehmen. Aber immerhin benutzten die beiden weder Herd oder Mikrowelle, denn das würde wahrscheinlich in einer mittleren Katastrophe enden.
„Josef, in einen Obstsalat kommt keine Butter.“ So ging das schon länger. Josy konnte über die Kochversuche ihres Freundes nur grinsen. Aber er bemühte sich, und das war ziemlich lieb von ihm.
Jedoch hatte diese Aktion noch einen anderen Hintergrund. Josy wollte mit dem Millionär reden. Sie wollte die Sache endlich geklärt haben.
„Josef?
„Ja?“
„Warum bist du so wortlos gegangen?“
Bei ihren recht leisen Worten fiel Angesprochenem fast das Messer aus der Hand. Er wusste, er musste reden - jetzt- Josy hatte ein Anrecht darauf alles zu erfahren, doch er musste sich erst überwinden, denn es war nicht leicht... und Josef war es nicht mehr gewohnt Gefühle zu teilen, sich zu erklären, mitzuteilen was in ihm vorgeht.
Mit geschlossenen Augen zog Josef tief die Luft ein. Und Josy merkte, wie schwer es ihm fiel etwas zu sagen. Die richtigen Worte zu finden, die nicht wieder alte Wunden aufrissen. Und sie ließ ihm die Zeit – wusste, dass er sich sammeln musste.
„Liebes, ich...es könnte etwas...dauern bis ich die richtigen Worte...“
Ermutigend legte Josy ihm die Hand auf die Schulter. Es sollte ihm zeigen, dass sie ihm zuhörte und geduldig darauf wartete, dass er weiter sprach.

Und es half. Josef atmete tief ein und senkte den Blick. Erst danach begann er zu sprechen: „Ich wollte nie, dass es so weit kommt. Ich wollte dich niemals verletzen, geschweige denn in dem Glauben lassen, dass ich dich verlassen wollte. In jener Nacht bekam ich einen Anruf. Sarahs Haushälterin sagte mir, dass etwas mit ihr sei. Ich persönlich habe wieder einmal an einen Fehlalarm gedacht. Ich wollte ursprünglich nur kurz nach New York und wieder zurück. Du hättest es nicht wissen brauchen. Ich wusste, wie du reagiert hättest. Aber ich habe nicht so reagiert wie ich dachte. Als der Anruf kam, war es, als ob ich in kaltes Wasser geworfen wurde. Ich war fassungslos und irgendwie auch glücklich. Es gab eine Chance, dass meine Sarah wieder erwachen würde. Gab eine Chance, dass ich wieder bei ihr sein konnte.“ Bei seinen Worten stahl sich ein kleines Lächeln auf seine Züge.
Josy hingegen hörte ihm voll stummem Entsetzen weiter zu. Sie war nicht fähig etwas zu sagen, da sprach er schon weiter. „Andererseits wollte ich bei dir sein. Ich wollte dich nicht verlassen. Nie. Aber ich wollte auch bei ihr sein. Meine Gefühle von damals brachen in mir hervor und überwältigten und verwirrten mich. Ich konnte nicht mehr klar denken. Und ich wusste, egal welche Entscheidung ich treffen würde, einer von euch würde ich das Herz brechen.“ Mit gequältem Gesichtsausdruck sah er seine Geliebte an. Gefühle längst vergangener Zeiten spiegelten einen Abgrund des Schmerzes in seinen Augen, der Josy den Atem stocken lies. Angespannt und erwartungsvoll wartete sie, dass er weiter sprach.
„Als ich so sehr mit meinen Gefühlen gehadert hatte, schaltete sich mein Überlebensinstinkt ein. Ich dachte nicht mehr mit meinem Herzen, sondern nur noch wie ein Vampir. Oder besser gesagt, wie der Erzeuger eines Vampirs. Mein Instinkt übernahm die Kontrolle und ließ alles andere erstarren. Mein Herz und alles was um mich herum passierte. In dem Moment wollte ich zu Sarah. Und erst im Nachhinein ist mir klar geworden, dass ich mit meinem Handeln euer beider Herzen gebrochen habe. Deines, indem ich so wortlos gegangen bin. Und Sarahs, weil ich sie verlassen habe. Bitte lass, nein ich muss Dir etwas von Sarah erzählen."

Und Josef lies Josy an seiner ersten Begegnung mit Sarah teilhaben. An ihrem gemeinsamen Pläne schmieden, seine unbändige Freude als er erkennen konnte, dass Sarah alles über ihn wusste, sowie ihre Sehnsucht ihm gleich zu werden. Josef schloss seine brennenden Augen, zog scharf die Luft in seine Lungen und stöhnte.
Ein gequälter Laut drang durch das Wohnzimmer – in welches sich die beiden inzwischen auf die Couch begeben hatten - und Josy biss sich auf die Lippen um nicht zu wimmern und Josef die Ruhe und den Raum zu lassen, den er so dringend brauchte.
Die Stille zwischen ihnen dehnte sich aus und war erfüllt mit Schmerz, Leid und Verlust. Wieder stöhnte Josef auf, er war gefangen in Vergangenem...
Nach endlosen Minuten sprach Josef von seinem Versuch Sarah zu verwandeln...
Josy schmeckte, vom Biss, Blut auf ihrer Zunge und sie war wie gelähmt vor Trauer, denn was damals geschah, wusste sie von Ihrem Vater. Ihr war übel bei dem Gedanken, dass ihr Geliebter noch einmal alles durchleben musste.
Und Josef? Er redete und redete, als wäre ein Damm gebrochen und die Fluten rissen den Rest mit.
Ausgelaugt, müde,emotional total erschöpft und wund legte Josef seinen Kopf auf Josy’s Schoß und schloss seine Augen. Selbst bis in die Knochen erschüttert fuhr Josy ihm liebevoll über die Haare und beruhigte ihn. Nach einigen Minuten meinte sie mit kratziger Stimme „Das reicht erst mal, hm!? Wir brauchen beide eine kleine Erholung." Sie beugte sich zu ihm herunter und hauchte ihm ein „Ich liebe Dich" zu.





Ich gestehe, das hier ist glaub ich der dritte Versuch des Kapis. Erst da hat es geklappt.
Ich freue mich wie immer auf Reviews
LG
Isa-chan
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