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Moonlight Daughter

von Isa-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16
Josef Kostan Mick St. John
27.09.2010
21.09.2012
39
78.585
1
Alle Kapitel
282 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
27.09.2010 2.228
 
So Leute und wieder kommt ein neues Kapi.
Danke wieder an meine Leser und Reviewschreiber. Und an meine Beta natürlich auch ^^
Der Anfangstext geht mir solangsam aus, deswegen wünsche ich jetzt viel Spaß =)







Hart flog Josephine gegen eine große Eiche. Stöhnend sank sie am Stamm herunter. Ihre Gedanken überschlugen sich. Was war passiert? Wer war daran schuld? Ächzend blieb die junge Frau sitzen. Ihr Rücken schmerzte höllisch. Sie war mit enormer Wucht gegen den harten Stamm geknallt. Stöhnend vor Schmerz öffnete Josy die Augen. Und da war sie. Eine Frau. Sie stand nur wenige Meter von Josephine entfernt und sah sie mit einer solchen Wut im Blick an, dass die Brünette eigentlich hätte tot umfallen müssen. Doch sie war wie erstarrt.
Die Frau war etwa so groß wie Josy selbst und hatte kurze braune Haare. Ihre Kleidung war jedoch merkwürdig. Sie passte nicht ins 21. Jahrhundert. Und ihre Augen. Sie waren Eisblau und wirkten ganz und gar nicht menschlich.
Es durchschoss Josy wie ein Blitz. Vor ihr stand ein Vampir. Ein sehr wütender Vampir. Aber warum?
„W...wer bist du?“, fragte Josy mit zitternder Stimme.
„Du fragst wer ich bin? DU kleine Schlampe fragst wer ICH bin?“ Die Frau war rasend vor Wut. Ihre Antwort war mehr ein Knurren als alles andere. Sie hatte die Hände zu Fäusten geballt und funkelte Josephine noch tödlicher an – wenn das überhaupt noch möglich war. Diese verstand die Welt nicht mehr. Warum um alles in der Welt zog sie die Wut einer Vampirin auf sich? Doch zum fragen kam sie gar nicht mehr, denn die Frau schrie sie schon wieder an. „Du hast mir meinen Charles weggenommen. Wegen DIR hat er mit mir Schluss gemacht. Wir waren glücklich damals. Wir wollten heiraten, aber DU hast alles ruiniert!“
'Was zum...?' Josephine war nur in der Lage die Frau fassungslos anzusehen.
„Natürlich, du verstehst überhaupt nichts! Charles Fitzgerald, mein Freund. Aber du hast ihn mir weggenommen! Oh halt, du kennst ihn ja nur als Josef Kostan.“

Ab dem Moment war es Josy egal was die Frau sagte. Ihr war eigentlich alles egal. Es durchschoss sie wie ein Blitz. Vor ihr stand Sarah Whitley; Josefs Ex-Freundin. Sie war als Vampir aus dem Koma erwacht.
Und eines war noch viel wichtiger. Josef hatte mit ihr Schluss gemacht. Anscheinend wegen Josephine selbst. Es war einfach unvorstellbar. Ein plötzliches Glücksgefühl durchfuhr die junge Frau. Josef...er...er wollte sie nicht verlassen? Er wollte nach New York um mit Sarah Schluss zu machen? Josy war sprachlos.
Doch dieses plötzliche Glücksgefühl konnte sie nicht genießen, denn schon im nächsten Augenblick wurde sie wieder in die Realität zurückgeschleudert. Sarah war wegen ihr so wütend. Sie war rasend vor Wut und würde höchstwahrscheinlich vor nichts zurückschrecken, um das Geschehene rückgängig zu machen.

Es war ein kurzer Augenblick. Josephine hob ihren Blick zu Sarah. Ihr gefror das Blut in den Adern. Mit einem Mark erschütternden Schrei stürzte sich die Vampirin zähnefletschend auf Josy. Reflexartig rollte sich diese zur Seite. Gerade noch rechtzeitig, wie sich herausstellte. Sarah prallte mit voller Wucht gegen die Eiche, an der noch vor Sekundenbruchteilen Josephine saß. Diese kroch rückwärts vor der Frau weg. Diese wandte sich nun wieder an Josephine selbst. Mit wütendem Knurren bleckte sie die Zähne und pirschte sich an sie heran.

Da schien es bei der jungen Frau „klick“ zu machen. Ihr Überlebenswille übernahm die Oberhand. Mit rasendem Herzen stemmte sie sich auf die Beine und fing an zu rennen. Sie wollte raus aus diesem Park. Sie wollte, dass Menschen in ihrer Nähe waren. Sie musste Sarah abhängen. Ein aussichtsloses Unterfangen. Trotzdem sprintete die junge Frau um ihr Leben. Gott sei Dank hatte sie mal keine hochhackigen Schuhe an.
Die Bäume flogen fast schon an ihr vorbei und Josephine betete, dass sie nicht gegen einen solchen laufen würde. Immer wieder sah sie sich gehetzt um. Wo war diese Verrückte? Nicht einmal ein Geräusch schien sie von sich zu geben. Aber in dem Augenblick hörte Josy nur ihren hektischen Atem und ihre schnellen Schritte auf Gras.
Und dieses Mal gab es keine Vorwarnung. Brutal wurde Josy von den Füßen gerissen. Mit einer unglaublichen Wucht hatte Sarah sie über die Wiese geschleudert.
Es drehte sich alles, während die Kuratorin über den Rasen rollte und benommen liegen blieb. Alles um sie herum begann zu verschwimmen. Ihr Blick war unfokussiert während sie versuchte sich aufzurichten. Ihre Arme und Beine schienen aus Pudding zu bestehen.

Benommen hob Josephine ihren Kopf an. Noch im selben Moment blieb ihr Herz beinahe stehen. Drohend blickte Sarah zu ihr hinunter. Gefährlich langsam ging sie in die Hocke und legte eine Hand auf Josy’s Schulter. Deren Puls schien bei 300 zu sein und nahm immer weiter zu.
„Weißt du, ich könnte dich jetzt einfach töten, aber du sollst leiden. Leiden, so wie ich gelitten habe.“ Mit diesen Worten drückte sie zu. Das Geräusch, als Josephines Knochen brach, war nicht zu beschreiben. Es war ein schreckliches Geräusch. Doch der gellende Schrei der Brünetten, war viel schlimmer.
Zufrieden lachte Sarah. Es machte ihr Spaß Josy so leiden zu sehen. Noch einmal bleckte sie die Zähne. Anscheinend würde sie der Sache doch schneller ein Ende setzten, als geplant. Doch Josy war das nur Recht. Sie wollte, dass diese unerträglichen Schmerzen aufhörten. Ängstlich schloss sie die Augen und wartete.
Und wartete.
Nichts passierte. Verwirrt öffnete die Brünette die Augen. Das erste was sie sah, waren ein paar Beine. Als sie nach oben blickte, entdeckte sie ihren Vater. Mick stand verwandelt zwischen seiner Tochter und Sarah. Er knurrte sie so hasserfüllt an, dass selbst Josephine Angst bekam.
Das war das letzte was Josy wahrnahm, bevor sie in eine gnädige Ohnmacht fiel.


Was war auf einmal los? Es war dunkel. Und still. In Josephines Kopf schien ein Vakuum zu herrschen. Sie fühlte sich seltsam leicht. War sie tot? Nein, wenn sie tot wäre, würde sie nicht darüber nachdenken.
Langsam aber sicher schien sich die Dunkelheit zu lichten. Wie ein Schleier kam er Josy vor. Er öffnete sich allmählich, worüber die junge Frau im ersten Moment froh war. Doch das währte nicht lange. Ein starker Schmerz zog sich von ihrer rechten Schulter durch ihren gesamten Körper. Es war, als hätte man ihr ein Messer hinein gestoßen und dann auch noch genüsslich daran gedreht. Ein gequälter Laut verließ ihre Lippen. Plötzlich fasste sie etwas kaltes am rechten Arm. 'Sarah', schoss es Josy als erstes durch den Kopf. Aber diese würde sie nicht so sanft anfassen. Vorsichtig öffnete Josephine die Augen. Ihr Blick war noch etwas verschwommen, doch vor sich konnte sie eine männliche Person erkennen. Er sprach zu ihr. Nur langsam sickerten seine Worte zu ihr durch. „Josy. Josy, komm zu dir!“ Nur schwer konnte sie der Aufforderung ihres Vater nachkommen. Sie war so unendlich müde. Und doch schaffte sie es ein Flüstern herauszubringen. „Dad, was ist passiert? Wo bin ich?“
„Bleib ganz ruhig, du bist im Krankenhaus. Deine rechte Schulter ist gebrochen und du warst ohnmächtig.“ Seine Hände krallten sich krampfhaft in die Matratze. Josephine schaute ihren Vater besorgt an. Nur langsam kamen die Erinnerungen zurück. Und auch ihr Bewusstsein wurde allmählich klarer.
„Was ist denn passiert?“
„Sarah Whitley hat dich angegriffen. Sie wollte sich vermutlich an der rächen.“
„Nicht nur vermutlich. Sie hat mir das selbst gesagt. Und ich weiß auch wer sie ist. Aber was ist passiert nachdem ich ohnmächtig geworden bin? Und warum fühl ich mich so komisch?“
Bei der Antwort zögerte Mick. „Das mit dem komisch ist einfach. Die Ärzte haben dir sehr viel Schmerzmittel gegeben.“ Und wieder ballten sich seine Hände zu Fäusten.
Vorsichtig legte Josy ihre linke Hand auf seine. Den Arm konnte sie ja bewegen. Es schien auch zu helfen, denn Mick entspannte sich wenigstens ein bisschen.
„Geht's?“
„Ja, danke. Es ist nur so, dass meine kleine Josy von dieser Irren angegriffen wurde. Und du hast ihr nicht einmal etwas getan.“
„Eigentlich doch.“
„Was?“ Mit dieser Information schien Mick nichts anfangen zu können. Aber wahrscheinlich dachte er in dieser Situation nicht um die Ecke.
„Ich habe ihr Josef weggenommen.“
„Nach ihrer Meinung.“
„Ich glaube nicht, dass sie das was kümmert.“

Langsam aber sicher schienen die restlichen Informationen auch zu Josephine durchzusickern. 'Sarah. Sie wird sich rächen. An mir.' Josy’s Herz schlug immer heftiger bei diesem Gedanken. Mick, welcher diese Veränderung sofort bemerkte, versuchte, Josy in der Gegenwart zu behalten. Sie sollte nicht in diesen Trancezustand zurückfallen. Es wäre nicht gut für sie. Permanent redete der Vampir auf seine Tochter ein und hielt aufmunternd ihre Hand.
Langsam aber sicher verbesserte sich ihr Zustand auch. Ihre flache Atmung wurde zusehends normaler und auch ihr Puls beruhigte sich ein wenig. Auch wenn er noch nicht auf beruhigendem Level war.
Erleichtert lächelte Mick die Frau vor sich an. Auch beantwortete er ihre unausgesprochene Frage. Es war schon schön einen Vater mit einem sechsten Sinn für so etwas zu haben. „Keine Sorge, Josy. Sarah wird dir nichts mehr tun. Sie wird niemandem je wieder etwas tun.“
„Was meinst du damit? Wo ist sie?“
„An keinem schönen Ort. Wer sich an meiner Tochter vergreifen will, der muss an mir vorbei.“ Da sprach ganz der Vater aus ihm raus. Josephine war wirklich gerührt bei so viel Zuwendung die sie von ihm bekam. /Ähm, Entschuldigung wenn ich mich hier einfach einschalte, aber könnte dein Vater damit vielleicht meinen, dass.../
„Sie ist tot. Der Cleaner kümmert sich um alles.“ Der aggressive Ton war aus Micks Stimme gewichen. Er war sehr erleichtert. Und wahrscheinlich hatte er sich sogar selbst um die Vampirin gekümmert. Aber Josy wollte nicht nachfragen. Er würde es ihr sagen, wenn er wollte. Vorerst würde sie sich mit der Tatsache begnügen, dass sie von dieser Verrückten nichts mehr zu befürchten hatte.

Ein weiteres Gespräch wurde von einer Krankenschwester unterbrochen. Sie kam gerade die Tür herein und schaute sehr überrascht, als sie Josy erblickte.
„Ah, Miss, sie sind ja aufgewacht. Wie fühlen sie sich?“
„Den Umständen entsprechend gut.“ Eigentlich wäre sie sogar sehr glücklich gewesen, wenn nicht die Schmerzen in ihrer rechten Schulter gewesen wären.
Die Schwester indes war an das Bett herangetreten und begutachtete die Verletzung. Diese lag unter einem Verband und einer Schiene verborgen. 'Wenigstens kein Gips.'
„Nun, es scheint nicht schlimmer geworden zu sein. Haben sie Schmerzen?“
„Ein wenig. Aber es geht.“ Das war noch nicht einmal gelogen.
„Gut. Ich werde ihnen trotzdem noch ein leichtes Schmerzmittel verabreichen. Und ein Schlafmittel. Der Chefarzt wird gleich noch mit ihnen reden. Bitte bewegen sie sich nicht zu sehr.“ Mit diesen Worten war die Schwester auch schon wieder verschwunden.
„Geht es wirklich?“, fragte Mick mit einem besorgten Blick.
„Ja, Dad. Wenn nicht, werde ich es dir sofort sagen.“
„Danke.“ Wirklich beruhigt sah er zwar nicht aus, aber immerhin nicht mehr so angespannt wie vorher.
In dem Augenblick kam auch schon der angekündigte Chefarzt herein. Er war schon ein etwas älterer Mann. Doch er sah sehr nett aus und war der jungen Frau schon jetzt sympathisch.
„Ah, Miss St. John. Ich habe gehört es geht ihnen besser.“
„Ja, Dr.“
„Nun, wir behalten sie diese Nacht noch zur Beobachtung hier. Wenn sich ihr Zustand bis morgen nicht verschlechtert hat, können sie auch nach Hause gehen. Allerdings dürfen sie nichts mit ihrem rechten Arm tun. Kein Auto fahren, kein Sport, nichts. Wenn sie das beherzigen und regelmäßig zur Krankengymnastik gehen, sind sie in zwei Monaten wieder vollständig auf den Beinen.“ Das klang doch vielversprechend. Jedoch stimmte sie die Verbote traurig. 'Na toll, wegen dieser Irren darf ich zwei Monate nicht mehr mit meinem Baby fahren. Und Gitarre spielen kann ich auch vergessen.'
Der Arzt hatte ihre schlechte Laune nicht bemerkt und sah sich kurz ihre Akte an. Danach verschwand er auch recht schnell wieder. Natürlich hatte er Josy gute Besserung gewünscht. Und auch eine Schwester würde in ein paar Minuten kommen, um ihr die Medikamente zu verabreichen.

Endlich waren Vater und Tochter wieder allein. Nun konnte Josy auch endlich eine Frage los werden. „Sag mal, was hast du denen eigentlich erzählt?“
„Was meinst du?“
„Na, warum ich hier bin. Du hast ja wohl kaum gesagt, dass eine Vampirin mir mit bloßer Hand die Schulter gebrochen hat.“
„Ach das meinst du. Nein das habe ich natürlich nicht. Ich habe gesagt, dass du im Park spazieren warst, als plötzlich ein Ast auf dich fiel. Er traf dich ungünstig und brach dir die Schulter. Du bist dann in eine Schockohnmacht gefallen.“
Ungläubig schaute sie ihren Vater an. „DAS haben die dir geglaubt?“
„Man muss nur wissen, wie man etwas erzählen muss. Der Cleaner hat auch alles präpariert. Niemand wird Fragen stellen.“ Er schien wirklich ziemlich zuverlässig zu sein. Und bevor Josy irgendetwas hätte sagen können, kam die Schwester erneut herein. Sie verabreichte Josephine das Schmerz- und Schlafmittel. Danach verließ sie den Raum wieder.

Und die Medikamente wirkten schnell. Als bald merkte die Brünette, wie ihre Lider immer schwerer wurde. Ihre Augen fielen ihr immer wieder zu, aber sie musste Mick noch etwas fragen.
Mit Mühe bekam sie die Worte zustande, die aber doch nur ein schwer zu verstehendes Genuschel waren. „Was....was ist mit....Josef?“
Eine Antwort bekam sie nicht mehr, denn sie viel in einen tiefen, traumlosen Schlaf.






Na? Action genug? ^^
Bedankt euch bei Indiana Jones 4. Den hab ich nämlich gekuckt als ich den Anfang geschrieben hab ^^
Ich freue mich auf viele, tolle, lange Reviews ^^
LG
Isa-chan
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