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Moonlight Daughter

von Isa-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16
Josef Kostan Mick St. John
27.09.2010
21.09.2012
39
78.585
1
Alle Kapitel
282 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
27.09.2010 2.134
 
So Leute und pünktlich zum Freitag kommt das neue Kapi
Trotz Karfreitag gibts keine zwei Kapis....ich bin nämlich Heidin und glaube nicht an Gott, somit ist mir der heutige Tag schon fast egal
Ich bedanke mich bei meinen Reviewern und ganz besonders bei Unviolence. Sie hat dieses Kapi gebetat. Meine normale Beta ist nämlich in Urlaub, deshalb ist Unviolence freundlicherweise eingesprungen. Danke nochmal dafür ^^ *kekse hinstell*
Ach ja, schon wieder was vergessen. Ich wollte ne kleine Umfrage starten. Mich würde mal interessieren wer auf Josefs Seite steht. Also wer ihm böse ist, oder wer ihn versteht. Er sitzt ja in New York, deshalb würde ich das mal gerne wissen =)
Aber jetzt viel Spaß ^^








Schweißgebadet schreckte Josephine hoch. Ihr Atem ging flach und ihr Herz raste. Hektisch und nervös sah sich die junge Frau in ihrem Schlafzimmer um. Wie war sie hergekommen? Was war überhaupt passiert?
Völlig in ihre wirren Gedanken vertieft, merkte Josy nicht, dass jemand ihr Zimmer betrat. Erst als etwas Kaltes ihre Schulter berührte, schreckte sie hoch. Mit einem entsetzten Schrei sprang sie zur Seite. Mit schreckensgeweiteten Augen sah sie zu der Person.
Mick sah sie besorgt und traurig an. Aber warum?
Allmählich schlich sich die Erinnerung wieder in Josephines Bewusstsein. Josef! Er war weg. Zurück bei seiner Geliebten.

Verzweifelt sank Josy auf die Knie. Ihr Magen zog sich krampfhaft zusammen und in ihren Augen brannten die Tränen, die sie verbissen zurückdrängen wollte. Sie registrierte überhaupt nicht, dass ihr Vater sich vor sie gekniet hatte und sie dazu zwang, ihn ins Gesicht zusehen. Mit glasigen Augen blickte sie in sein gequältes Gesicht. Es tat ihm weh, seine Tochter so sehen zu müssen.
Eben diese konnte nun nicht mehr an sich halten. Die Tränen flossen wie Sturzbäche und verzweifelt warf sich Josy in Mick's Arme. Ihr Gesicht presste sie so fest es ging an seine Brust und versuchte somit ihre Tränen zu ersticken. Aber sie flossen unerbitterlich weiter. Das Einzige, was Mick tun konnte, war ihr über den Rücken zu streicheln und sie festzuhalten. Sie zu beruhigen würde sowieso nichts bringen.

Minutenlang saßen Vater und Tochter im Schlafzimmer. Das Einzige, was zu hören war, waren Josephines Schluchzer, die sie mittlerweile auch nicht mehr unterdrücken wollte. Es tat gut zu weinen. Vielleicht würde sie das Ganze dadurch besser verarbeiten können. Irgendwann.
Inzwischen waren Josy’s Tränen versiegt. Sie drückte sich jedoch noch immer an ihren Vater. Wahrscheinlich in der Hoffnung, dass er irgendetwas tun könnte. Aber diese Hoffnung war leider vergebens.
„Geht es dir besser?“, fragte der Vampir leise in die Stille hinein. Seine Tochter konnte nur leicht nicken. Sie war sich ihrer Stimme noch nicht sicher. Außerdem fürchtete sie, dass er ihrer Lüge auf die Schliche käme. Es ging ihr miserabel, aber Mick sollte sich keine allzu großen Sorgen machen.
„Würdest du mich bitte allein lassen?“, fragte sie schließlich. Im Moment konnte sie niemanden sehn. Nicht mal ihren eigenen Vater. Und das sollte schon was heißen.
Mick drückte sie noch einmal kurz an sich und flüsterte in ihr Ohr: „Ruf mich an wenn du irgendwas brauchst, egal was, egal wann. Ich bin so schnell es geht hier.“ Danach war er verschwunden und Josephine allein.

Auf wackligen Beinen trottete die Brünette ins Wohnzimmer. Dort legte sie sich auf ihre Couch und starrte an die Decke. Doch wirklich sehen tat sie auch nichts. Die Stille tat jedoch gut. Josy war froh, dass ihr Vater weg war. Sie wollte nicht so vor ihm stehen. Dass sie von seinem besten Freund verlassen worden war, war schon schlimm genug. /Musst du immer die Selbstbewusste spielen?/
‚Was mischst du dich schon wieder ein?’
/Ich hasse es, wenn es dir schlecht geht!/
‚Denkst du etwa ich steh dadrauf?’
/Nein, aber verkriech dich nicht in dein Schneckenhaus./
‚Mach ich doch gar nicht.’
/Ich meine, du sollst es erst gar nicht machen./
‚Und was soll ich tun? Fröhlich durch die Gegend laufen und so tun, als ob nichts gewesen wäre?!’ Das durfte doch alles nicht wahr sein. Josephine wollte einfach nur ein wenig die Ruhe genießen, bevor der wahrscheinlich nächste Heulkrampf kam. Aber nein, ihr logischer Verstand musste sie jetzt auch noch anmeckern.
Josephines Magen zog sich schmerzhaft zusammen. Dabei hatte sie sich gerade wieder ein bisschen beruhigt. Und was war nun? In ihren Augen sammelten sich erneut Tränen.
Die junge Frau rollte sich so gut es ging ein. Mit ihren Armen umschlang sie ihren Körper, als wollte sie den Schmerz über den Verlust bei sich behalten. Sie wollte nicht, dass er nach außen drang. Nicht, weil sie ihn besonders mochte; sondern weil sie nicht wollte, dass andere sie so sahen.

Moment! Eine würde sie so sehen. Emily. Sie kannte Josy in und auswendig. Ihr würde sofort auffallen, dass mit ihr etwas nicht stimmte.
Sofort griff Josy nach ihrem Handy und rief an. Sie wusste selbst nicht wieso, aber wahrscheinlich wollte sie unterbewusst doch mit jemandem reden. Sich endlich jemandem anvertrauen. Und dafür waren beste Freundinnen doch da.
Leider hob niemand ab. Und das, obwohl Josy lange wartete. Resigniert legte sie also wieder auf und starrte aus dem Fenster. /Natürlich hat sie nicht abgehoben, es ist drei Uhr morgens./
Mist, daran hatte die Brünette überhaupt nicht mehr gedacht. Es konnte auch an ihrer Müdigkeit gelegen haben. Ihre Augen wurden immer schwerer. Die Welt um sie herum verschwamm immer mehr, bis sie schließlich komplett schwarz wurde und ein traumloser Schlaf sie umfing.

Kerzengerade saß Josephine wenig später auf ihrem Sofa. Mit gehetztem Blick sah sie sich um. Dieses Mal wenigstens nicht wegen eines Traumes, sondern weil sie irgendetwas geweckt hatte.
Die junge Frau brauchte ein paar Augenblicke, um zu begreifen, dass es die Türklingel war. Aber wer konnte JETZT etwas von ihr wollen? Es war noch immer mitten in der Nacht.
Zu den penetranten Klingeln mischte sich nun auch noch Klopfen. Es schien also sehr dringend zu sein. Schnell lief Josy zur Tür und fragte: „Wer ist da?“
„Ich bin es, mach die Tür auf!“ Das war Emily. Verdattert öffnete Josy und schaute ihre beste Freundin verwundert an. „Emily, was tust du hier?“ Diese ging erst gar nicht auf ihre Frage ein, sondern marschierte direkt ins Wohnzimmer. Josy folgte ihr indes.
„Meine Güte, Josy, was ist denn los mit dir? Du hast mich mitten in der Nacht angerufen. Und als ich versucht habe dich zu erreichen, hebst du nicht ab. Ist etwas passiert?“ Die Journalistin war wirklich besorgt. Sie schien wahrscheinlich zu ahnen, dass irgendetwas ganz und gar nicht in Ordnung war.
Das erklärte auch, warum sie Josy ohne Umschweife auf das Sofa drückte, sich neben sie setzte und sie in den Arm nahm. Josy wehrte sich auch nicht. Der taube Zustand war wieder eingetroffen. Aber das war ihr nur Recht, so spürte sie den Schmerz auch nicht. Und das war auch schon was. Leider bekam sie auch nichts mit. Mit leerem Blick sah sie kurz darauf zu ihrer Freundin auf. Aber richtig etwas sehen oder wahrnehmen konnte sie immer noch nicht. Und doch verließen die Worte wie von selbst ihren Mund: „Josef hat mich verlassen.“ Daraufhin herrschte Stille im Raum. Josy versuchte wieder, den Schmerz, der in ihr hochkam, nicht nach außen dringen zu lassen. Emily hingegen musste das alles erstmal sacken lassen. Sie war fassungslos. Die Schwarzhaarige konnte auch nicht verstehen, warum Josef das aus heiterem Himmel heraus tat. Ihr erster Reflex war Wut. Wut über den Mann, der ihrer besten Freundin – ja schon fast Schwester – das angetan hatte. „Was ist genau passiert?“, brachte die Schwarzhaarige einigermaßen ruhig von sich.

Josy gab die ganze Sache so kurz wie nur möglich wider. Dass Josef zu seiner früheren Freundin gefahren ist, ohne, dass er Josy nur ein Sterbenswörtchen gesagt hatte. Dass die beiden vor 50 Jahren zusammen waren, verschwieg sie. Auch, warum Sarah im Koma lag. Emily durfte ja nichts wissen.
Als die Brünette geendet hatte, schwiegen beide. Josy versuchte, den Schmerz zu verarbeiten und Emily dachte nach. So vergingen die Minuten, in denen beide Frauen einfach nur ins Leere starrten. Doch irgendwann begann Emily zu reden: „Du sagtest also, dass Josef einfach weg war.“ Es war keine Frage, sondern eher eine Aussage. Trotzdem bekam sie ein Nicken.
„Ist dir vielleicht in den Sinn gekommen, dass Josef dich gar nicht verlassen wollte?“ Nun wurde die Brünette doch hellhörig. „Was meinst du damit?“
„So wie ich das sehe, ist er zu seiner früheren Freundin gefahren, weil diese aus dem Koma aufgewacht ist. Da würde glaube ich jeder sofort hinfahren.“
„Du nimmst ihn in Schutz?!“ Josy sah ihre beste Freundin sauer an. Wenigstens kam wieder Leben in sie und sie lag nicht einfach nur auf dem Sofa und fraß das Elend ich sich hinein.
„Nein, um Himmels willen. Er hat dich hier einfach zurückgelassen, das verzeihe ich ihm nie!“ Sie meinte es auch so. Manche Leute würden es nämlich sarkastisch meinen. Aber Emily in diesem Fall nicht. Das schien Josephine auch ein wenig zu beruhigen, denn sie lehnte sich zurück und dachte über Emilys Worte nach. ‚Hmmm, vielleicht hat sie ja Recht und Josef ist wirklich nur zu ihre gefahren, weil sie aus dem Koma aufgewacht ist. Aber verzeihen werde ich ihm das nicht so schnell.’
/Da gebe ich dir absolut recht. Der Kerl soll nur wieder herkommen, dann wird er sein blaues Wunder erleben!/ War doch immer wieder schön, wenn man sich gegen jemanden verschwören konnte. Ein verschlagenes Grinsen machte sich in Josy’s Zügen bemerkbar.
„Du hast was vor, das sehe ich. Und ich bin auf jeden Fall dabei.“ Unter besten Freundinnen war die ganze Verschwörerei doch noch viel besser.
Beide dachten in dem Moment dasselbe: Josef, du bist dran!


Josephine war am kommenden Tag wie ausgewechselt. Am vorherigen war sie noch ein Häufchen Elend und nun…ja, was eigentlich? Fröhlich konnte man es nicht nennen, aber deprimiert auch nicht.
Aber sie hatte ihren Lebensmut wiedererlangt. Sie wollte raus und nicht mehr in ihrer Wohnung rum sitzen und sich über einen Vampir Gedanken machen, der jetzt in New York bei seiner Ex saß. Nein, das war selbst Josef nicht wert. Die kleine Stimme in Josy’s Hinterkopf klagte jedoch immer noch. Sie würde auch so schnell nicht zur Ruhe kommen, dafür war der Schmerz noch zu frisch. Aber die Zeit soll ja angeblich Wunden heilen. Hoffentlich waren sie fertig, bevor Josephine in einer Holzkiste unter der Erde lag. Sie wollte ihren Frieden möglichst vor ihrem Tod bekommen. Aber über so etwas wollte sie sich nun noch keine Gedanken machen.

Nachdem Emily gegangen war – die beiden Frauen hatten sich ordentlich ausgesprochen und sich über einen gewissen Millionär in New York ausgelassen – saß die Brünette noch lange in ihrer Wohnung und dachte nach. Fast zwei Stunden tat sie nichts anderes. Aber auf ein wirkliches Ergebnis kam sie nicht.
Um einen etwas klareren Kopf zu bekommen. In der Abenddämmerung machte sie sich also auf den Weg in den Park. Dort entspannte sie am liebsten und nachdenken gelang ihr dort auch immer am besten. Viele ihrer Dekorationsideen verdankte sie diesem Park.
An diesem Abend war sie allerdings eine der Letzten. Die meisten Menschen machten sich auf den Weg nach Hause, um noch vor der Dunkelheit in ihren warmen Betten zu liegen. Oder sie wollten das Fernsehprogramm nicht verpassen. Aber das sollte Josephine nur recht sein. Sie war gern allein, vor allem jetzt. Andere Menschen hätten im Dunkeln wohl Angst bekommen, ganz allein in einem Park mit unzähligen Bäumen rumzulaufen, aber nicht Josy. Sie war unter Vampiren und in der Dunkelheit aufgewachsen, sie liebte das. Und ab und zu brauchte sie es auch.
Aber an diesem Abend war etwas anders. Es war vollkommen still. Es ging kein Wind, der die Blätter der Bäume aufwirbeln konnte. Die meisten Tiere hatten sich zur Ruhe begeben und nur ab und zu konnte man eine Eule in der Ferne hören. Eine ganz normale Situation bei Nacht, aber irgendetwas bereitete Josy Unbehagen. Es war wie die Ruhe vor einem Sturm. Die Luft schien elektrisch geladen zu sein und die junge Frau hatte schon fast Angst zu atmen. Mit schnellen Schritten ging sie den Weg entlang. Bei jedem Schritt wurde ihr mulmiger. Am liebsten wäre sie stehen geblieben, um nur ja kein Geräusch zu machen. Andererseits verspürte sie den Drang die Beine in die Hand zu nehmen und so schnell zu laufen, wie sie nur konnte. Aber wieso? Außer ihr war doch niemand hier…oder doch?

Da plötzlich, ein Rascheln. Einige Äste eines Baumes bewegten sich. Doch einen Grund dafür gab es nicht. Der Wind ging nicht und auch kein Tier war zu entdecken. Zumindest kein so Großes, das eine solche Bewegung verursachen könnte. Hektisch sah Josephine sich um.
Ein Lufthauch war die einzige Ankündigung, bevor Josephine von den Füßen gerissen wurde und mehrere Meter nach hinten flog.






Na? ^^
Fieser Cliff ich weiß, aber das musste sein ^^
Ich freu mich schon auf Reviews
LG
Isa-chan
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