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Moonlight Daughter

von Isa-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16
Josef Kostan Mick St. John
27.09.2010
21.09.2012
39
78.585
1
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282 Reviews
Dieses Kapitel
9 Reviews
 
27.09.2010 2.046
 
Und hier mal wieder das Freitagsupdate ^^
Man ich komme besser voran als gedacht. So viel zum Thema Pause XD *schnell auf holz klopf bevor was schief geht*
Ich danke meinen leiben Reviewern. Vor allem anni85, die mich sehr hoch gelobt hat und mich das sehr motiviert hat =) Danke
allen anderen danke ich natürlich auch, aber das wissen die ja ^^
So und nun viel Spaß =)






Der Morgen graute über L.A. Langsam aber sicher kam wieder Leben in die Stadt. Die Menschen kamen ihren alltäglichen Pflichten nach. Gingen einkaufen oder zur Arbeit. Dieses rege Treiben lief eigentlich immer gleich ab.
So auch bei Josephine. Die Sonne war noch nicht aufgegangen, als schon ihr Wecker klingelte. Grummelnd und noch nicht richtig wach, stellte sie ihn aus. ‚Nur noch fünf Minuten.’ Halb dösend drehte sie sich auf die andere Seite und wollte sich an Josef kuscheln. Aber dieser war weg. Verschlafen öffnete Josy die Augen und sah sich um. Er lag nicht bei ihr im Bett und seine Klamotten waren auch nicht da. In ihrer Wohnung war es auch absolut still, er war also überhaupt nicht da.
Ihr erster Reflex war Enttäuschung, dass er sie einfach allein ließ. /Vielleicht hatte er was zu tun und wollte dich einfach nicht wecken./ Wow, der logische Verstand stritt sich mal nicht mit ihr, eine Premiere. Zudem hatte er auch noch recht. Wenn man es so betrachtete, war es richtig süß von Josef.
Schon gleich viel besser gelaunt konnte Josy nun in den Arbeitsalltag starten.

Inzwischen war es Mittag geworden. Josephine saß noch immer in ihrem Büro und widmete sich einigen Akten. Es hatte sich in nur wenigen Tagen einiges angehäuft und das musste sie erst einmal wieder abarbeiten.
Vor Frust aufstöhnend sank die junge Frau in ihren Stuhl. Sie hatte noch einiges vor sich. Aber ein Blick auf die Uhr munterte sie gleich auf. Es war eindeutig Zeit für ihre Pause. Schnell packte sie also ihre Sachen zusammen und ging hinaus. Nachdem sie ihr Büro abgeschlossen und ihrer Sekretärin gewunken hatte, ging sie endlich raus.
Draußen schien noch immer die Sonne. Kein einziges Wölkchen war am Himmel zu sehn. Das perfekte Wetter also für einen kleinen Spaziergang. Josy setzte nur noch schnell ihre Sonnebrille auf und machte sich dann auch sogleich auf den Weg in den nächsten Park.

Entspannt saß die Brünette auf einer Parkbank unter einem großen Baum. Er spendete Schatten, ließ aber gleichzeitig noch genug Sonne durch, um sich ein klein wenig zu wärmen. Aber warm war es sowieso schon. Auch bei der kurzärmeligen Bluse und den offenen High Heels, die Josy trug. Aber das störte sie im Moment nicht, es war einfach ein zu schöner Tag.
‚Der Tag kann ja noch schöner werden’, dachte sie sich grinsend. Schnell war ihr Handy gezückt und die Nummer gewählt. Nach ein paar Sekunden warten, wurde abgenommen. Aber nicht von dem, den Josy wollte.
„Kostan Industries?“ Das war Josefs Sekretärin.
„St. John, guten Tag. Ich möchte gerne mit Mister Kostan sprechen.“
„Es tut mir Leid, Miss, Mister Kostan ist leider nicht im Haus. Darf ich etwas ausrichten?“
„Nein, schon gut. Danke schön. Auf Wiederhören.“ Resigniert legte Josy auf. Warum war der Kerl nicht in seinem Büro? Auch ein Millionär musste arbeiten. /Vielleicht schläft er? Oder er ist so Zuhause./ ‚Stimmt.’

Doch auch diese Anrufe brachten nicht viel. Der Butler sagte, dass er Josef seit gestern schon nicht mehr gesehen hatte und an sein Handy ging er auch nicht. Es war sogar ausgeschaltet.
Josephines gute Laune ging allmählich ganz schön in den Keller. Wo war Josef? Er konnte doch nicht einfach verschwinden. /Doch kann er./ ‚Stimmt, aber warum sollte er?’
/Keine Ahnung. Mach dir mal keine Sorgen, der taucht schon wieder auf./
Seufzend schüttelte die Brünette den Kopf. Ihr logischer Verstand hatte ja recht. Josef war unberechenbar. Wahrscheinlich würde er schon an diesem Abend auftauchen. Trotzdem hatte die junge Frau ein mulmiges Gefühl im Bauch. Es war wie eine dunkle Vorahnung. Aber das wollte sie nicht so richtig wahrnehmen.

Der ersehnte und gleichzeitig gefürchtete Abend kam. Josephine war müde und erschöpft von der Arbeit. Die wenigen Meter vom Aufzug zur Wohnungstür musste sie sich regelrecht schleppen. Aber mit der Aussicht, Josef womöglich gleich zu sehn, schaffte sie es irgendwie.
Doch auch diese Hoffnung erstarb. In der Wohnung war kein Geräusch zu hören. Wenn der Vampir da wäre, würde wahrscheinlich schon die Kaffeemaschine für sie laufen. Oder der Fernseher. Aber auf jeden Fall würde er ein „Lebenszeichen“ von sich geben.
Die junge Frau war deprimiert. Und tief traurig. Sie wusste selbst nicht wieso, aber es fühlte sich so an, als ob Josef sie verlassen wollte. /Jetzt mal nicht gleich den Teufel an die Wand. Warum sollte er dich verlassen? Ihr habt ne glückliche Beziehung, und er ist ja nur ein paar Stunden weg, kein Grund zur Panik./
Trotz dieser aufmunternden Worte, fühlte Josy sich nicht viel besser.
Tja, und was half wenn man so deprimiert war am besten? Richtig! Eine riesige Portion Eis! Und in ihrer normalen Kühltruhe – die niemand für ein Nickerchen missbrauchte – fand sich noch ein 1L Becher Erdbeereis.
Damit und mit einem Löffel bewaffnet setzte sich Josy auf ihr Sofa und schaute fern.

Erschrocken wachte Josy auf, als sie etwas Kaltes an ihrem Arm spürte. Hektisch schaute sie sich um und entdeckte ihren Vater. Er schaute sie halb besorgt und halb belustigt an. Die junge Frau war verwirrt. Dementsprechend schaute sie sich um.
„Was ist denn los, Dad?“
„Du bist auf dem Sofa eingeschlafen. Ich wollte dich besuchen und als du nicht geöffnet hast bin ich rein und hab dich hier liegen gesehen. Du hast Glück, dein Eis hat nichts verkleckert.“ Man konnte den Schalk in seiner Stimme deutlich hören, was auch erklären könnte warum Josy anfing zu schmollen.
„Gibt es einen bestimmten Grund warum du mich besuchen wolltest?“
„Um ehrlich zu sein, ja.“ Von einer Sekunde auf die andere war Mick ernst geworden. Und das konnte nie etwas gutes sein. So war er für gewöhnlich nur bei seinen Klienten. Es musste also was passiert sein. Nur was?
„Ich versuche schon den ganzen Tag Josef zu erreichen, aber er geht nicht ran. Ich habe gehofft ihn hier bei dir zu finden.“
„Ich schließe mich dir an, ich versuche das auch schon den ganzen Tag. Und seit gestern Abend hab ich ihn nicht mehr gesehen.“
Das ungute Gefühl in Josephines Bauch wuchs, während sie ihrem Vater dabei zusah wie er durch ihr Wohnzimmer wanderte. Es gab einen Grund, warum beide so besorgt waren. Vor längerem wurde ein Anschlag auf Josef verübt. Seitdem war er auch leicht paranoid. Die beiden St. Johns hatten also gute Gründe um sich Sorgen zu machen.

„OK ich habe einen Plan. Ich werde Logan bitten Josefs Handy zu orten. Er kann ihn bestimmt finden.“
„Ich will mitkommen!“
„Nein, Josy! Ich weiß nicht was los ist, aber sicherheitshalber bleibst du hier!“
„Ich will aber wissen wo Josef ist!“ Langsam aber sicher wurde die Brünette wirklich sehr wütend. Mick war zwar ihr Vater, aber er konnte ihr nicht verbieten ihren Freund zu sehn. Aus dem Alter war sie weit raus.
„Das ist mir klar, aber es könnte sonst was sein. Bitte bleib hier.“ Micks Stimme war sanft und flehend zugleich. Er sah seine Tochter fast schon gequält an. Und genau dieser Blick ließ sie weich werden. Ein kaum erkennbares Nicken zeugte von ihrer Zustimmung. Ein glückliches Lächeln schlich sich auf Micks Züge. „Danke.“
„Jaja“, schmollte Josy schon wieder, „Aber ich will auf dem neusten Stand bleiben!“
„Ich werde dir bescheid geben, sobald ich ihn gefunden habe.“
„Danke, Dad.“
„Tu ich doch gern, Kleines.“ Beruhigend nahm der Vampir seine Tochter in den Arm. Er wusste, sie nahm Josefs Verschwinden mehr mit als jeden anderen auf dieser Welt. Sie brauchte jetzt jemanden, der ihr beistand und sie aufmunterte. Und wer wäre dafür besser geeignet, als der eigene Vater?
„Na los, fang ihn wieder ein“, grinste Josy als sie sich wieder von Mick gelöst hatte. Wenigstens konnte sie wieder Witze reißen.
„Ich bring ihn dir schon wieder.“ Kurz darauf war der Detektiv verschwunden und ließ Josy allein zurück.
Um sich nicht länger irgendwelchen Phantasien hinzugeben ging diese schnell schlafen und versuchte gegen die Albträume anzukämpfen.


Der nächste Tag brach an und ging vorüber. Den ganzen Tag schon saß die Brünette in ihrem Büro auf brennenden Kohlen – sprichwörtlich. Sie konnte sich auf nichts konzentrieren. Immer wieder wanderten ihre Gedanken zu zwei Vampiren, die irgendwo in Amerika – sie hoffte zumindest, dass Josef auf dem Kontinent geblieben war – rum liefen und sie hier allein zurückließen. Am liebsten wäre Josy ihnen nachgeflogen, wenn sie gewusst hätte wo sie waren. Aber nein, selbst wenn, hätte sie nicht weg können, es wartete schließlich Arbeit auf sie. Obwohl ihr die gerade herzlich egal war.
Um 17 Uhr jedoch beschloss sie, dass das alles keinen Sinn hatte. Die Arbeit ging mehr als schleppend. Selbst die einfachsten Sachen nahmen einige Zeit in Anspruch. Alles nur, weil Josephine mit den Gedanken nicht bei der Sache war. Also würde sie früher Feierabend machen. Auf die besorgte Frage der Sekretärin, warum sie denn schon ginge, kam nur die knappe Antwort „Kopfschmerzen!“

Ganz in Gedanken versunken schloss die Kunsthistorikerin wenig später die Tür zu ihrer Wohnung auf. Drinnen brannte bereits Licht. ‚Könnte es sein, dass…’ Sie konnte den Gedanken überhaupt nicht richtig zu Ende denken, da hastete sie schon ins Wohnzimmer. Ihr Herz schlug mindestens doppelt so schnell wie normal und ihre Augen leuchteten, als hätte sie gerade im Lotto gewonnen.
Doch ihre Hoffnung, Josef ganz unschuldig auf dem Sofa sitzen zu sehn, erstarb. Es war zwar ein Vampir, aber nicht ihr Freund. Es war Mick.
„Nette Begrüßung. So Enttäuscht mich zu sehn?“, grinste er ihr entgegen. Aber in seinen Augen las Josy noch etwas anderes. Genau bestimmen konnte sie es jedoch nicht. Sie wusste nur eins: es war nichts Gutes.
„Dad, was ist los?“ Der Satz war nur ein flüstern, zu mehr war sie im Moment nicht im Stande.
„Ich habe Josef gefunden. Er ist in New York.“
„Was macht er denn in New York?“
„Er…“
„Dad, was ist passiert?“ Josy wurde immer nervöser. Was konnte so furchtbar sein, dass ihr Vater ihr nichts erzählen wollte? Was war mit Josef passiert?
Sie war so in Gedanken, dass sie keinerlei Widerstand leistete, als Mick sie auf das Sofa drückte.
„Josy, beruhige dich. Josef geht es gut. Ihm ist nichts passiert.“
„Aber was ist dann los?“
Mick sah aus, als ob er ihr das überhaupt nicht gerne erzählen würde, aber er musste, das sah sie. Seufzend fing er an zu erzählen; das würde wohl eine längere Geschichte werden.
„Vor fünfzig Jahren lebte Josef in New York. Damals traf er eine junge Frau; Sarah Whitley. Die beiden verliebten sich ineinander. Irgendwann wollte Sarah verwandelt werden. Nach langem bitten willigte Josef ein und versuchte es. Leider ging etwas schief. Sarah liegt seitdem im Koma. Irgendwo in der Verwandlung gefangen. Gestern bekam Josef einen Anruf: Sarah ist aufgewacht. Deswegen ist er nach New York.“

Still. Es war alles still. Josephine hörte nichts mehr. Ihren Dad nicht. Sich selbst nicht. Noch nicht einmal ihr Herz konnte sie mehr hören. Josef war also bei seiner Geliebten. Er hatte Josy verlassen, für seine frühere Liebe.
Eine Welt brach für die junge Frau zusammen. Ihr Herz, welches für Josef schlug, schien zu verstummen. Mehr noch, es schien in tausend kleine Teile zu zersplittern. Und jedes einzelne brannte wie loderndes Feuer.
Keine Träne floss. Nicht einmal Josephines Augen wurden feucht. Es war, als ob sie nichts mehr spüren würde. Ihr Körper schien in ein tiefes, schwarzes Loch zu fallen, aus dem es kein entrinnen mehr gab. Aber das wollte sie sowieso nicht. Die Liebe ihres Lebens war weg. Warum sollte sie dann noch weiterleben?
Weit am Rande registrierte die junge Frau ihren Vater, der sie besorgt rüttelte. Sie blickte ihm ins Gesicht, ohne wirklich etwas zu sehn. Vor ihrem inneren Auge sah sie nur einen: Josef! Sein Bild verschwand immer mehr, bis es schlussendlich ganz weg war. Zurück blieb Dunkelheit.
Josephine sackte nach vorne in Micks Arme. Die Ohnmacht hatte sie übermannt.






Oh ihr müsst mich doch hassen. Abgrundtief und unwiderruflich.
ich mach mich schon mal auf Drohmails und Hassreviews gefasst.
Aber mal ehrlich, habt ihr sowas erwartet?
Freue mich wie immer auf Reviews (auch wenns Drohungen sein werden.)
LG
Isa-chan
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