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Moonlight Daughter

von Isa-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16
Josef Kostan Mick St. John
27.09.2010
21.09.2012
39
78.585
1
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Dieses Kapitel
6 Reviews
 
27.09.2010 2.188
 
Überraschung ^^
ja das Kapi kommt etwas später als sonst, aber immerhin kommt was XD
ich hab doch noch was geschrieben bekommen. habt ihr aber auch nur meinem abteilungswechsel auf der arbeit zu verdanken.
ich kann euch auch versprechen, dass die 31 schon in arbeit ist ^^
jetzt aber erst mal viel spaß ^^







Der nächste Tag war angebrochen. Josephine war inzwischen zu sich nach Hause gefahren. Der Tag war auch für sie nervenaufreibend. Sie wusste zwar, dass die Konfrontation nicht leicht sein würde, aber sie hatte es sich zumindest gewünscht. Und sowas hatte sie auch nicht erwartet. Sie brauchte jetzt erst einmal Schlaf. Dabei ging die Sonne schon fast wieder auf.
Total erschöpft betrat sie die Wohnung und schloss die Tür. Ihre Tasche landete, inklusive Schuhe in der nächstbesten Ecke des Flures. Das konnte sie nach dem schlafen immer noch aufräumen. Vollkommen K.O. schlurfte sie ins Schlafzimmer und legte sich auf ihr Bett. Ihre Klamotten behielt sie an. Sie war sowieso schon fast am Schlafen. Die Augen wurden immer schwerer und der Raum immer dunkler. Langsam aber sicher driftete Josy immer weiter in die Traumwelt ab.
Aus dieser schreckte sie aber plötzlich wieder auf. Mit rasendem Herzen sah sie sich um. Was um alles in der Welt war denn nun los? Ihr Handy?
Ja, wenn Josy extrem müde war, erkannte sie fast nichts mehr. So auch ihr Handy nicht. Dieses klingelte fröhlich vor sich hin. Wenn man TNT als Ton hatte, war das nicht unbedingt toll. Das Lied war nämlich schon recht laut. Aufstöhnend verbarg sie ihr Gesicht im Kissen. Blind suchte sie mit ihrer Hand auf dem Nachttisch nach dem störenden Handy. Nach ein paar Mal blind auf den Tisch schlagend, fand sie es dann auch. Inzwischen war das Lied auch zu Ende. Und fing erneut an. Wow, da wollte wohl jemand dringend mit ihr reden. Leise vor sich hingrummelnd, hob Josy ab und murmelte ein nicht so leicht erkennbares „Hallo?“
„Josephine St. John!“, donnerte die Stimme durch das Telefon. Sofort war diese hellwach. Geschockt hatte sie ihre Augen geweitet. Was hatte sie denn nun schon wieder gemacht, dass Josef so unheimlich sauer war? Und vor allem: warum rief er an? Er tauchte ja sonst auch immer einfach auf. Warum dann jetzt nicht?
„Ähm, ja?“
„Warum um alles in der Welt hast du mir nichts gesagt?“
„Wovon redest du?“
„Von der Party!“
„Von der wusstest du doch“, langsam wurde die Brünette ein wenig sauer.
„Ja, aber nicht davon, dass meine Freundin von einem Typen begrabscht wurde.“ Josy wollte schon erwidern, dass Paul ihn abgehalten hatte, da stutzte sie. Hatte sie sich grade verhört, oder hatte er sie gerade als seine Freundin bezeichnet? Das hatte er noch nie gemacht. Sofort wich die Wut aus ihrem Gesicht und es schlich sich ein Lächeln ein. Das war unheimlich süß von ihm. Vor allem, da er es noch nie so offen zugegeben hatte. „Josef?“
„Ja?“ Er war noch immer sauer, das konnte man aus seiner Stimme heraus hören. Denn er versuchte krampfhaft ruhig zu bleiben. „Weißt du eigentlich, dass du mich gerade das erste Mal als deine Freundin bezeichnet hast?“
„Bist du das denn nicht?“ Jetzt wurde Josy stutzig. Hatte sie da wirklich so etwas wie Besorgnis rausgehört? Nein, das musste sie sich einbilden. Das passte nicht zu Josef. Aber wenn doch, war es unheimlich süß. „Ich wäre sauer wenn nicht“, grinste sie also, auch wenn er das nicht sehen konnte. Ein leises Lachen drang durch den Hörer. Wenigstens war Josef ein wenig besser gelaunt. „Kommen wir aber wieder zurück zu der Party. Was war mit diesem Typen?“
„Er hat mit mir geflirtet. Als er zu aufdringlich wurde wollte ich weg. Er hat mich aber nicht gelassen. Paul hat dafür gesorgt, dass er verschwindet.“ Während ihrer Antwort war ab und an ein leises Knurren zu vernehmen. Josy versuchte es so gut es ging zu ignorieren.
„Josef, ich muss jetzt auch leider auflegen. Ich bin hundemüde und muss dringend Schlaf nachholen.“
„Müsstest du nicht arbeiten?“
„Hab mir frei genommen.“
„Sehn wir uns?“
„Kannst heute Abend vorbeikommen. Ciao.“ Nachdem auch Josef sich verabschiedet hatte, legte Josy auf. Da sie jetzt ein klein wenig wacher war als vorher, zog sie sich dann doch noch um. Sie schlüpfte in ihre schwarze Hotpants und ihr blaues Top. Danach sank sie müde in ihre Kissen.

Am Nachmittag war Josy wieder munter. Zumindest so, wie sie nach dem Aufstehen nun einmal war. Gemütlich stand sie in der Küche und schlürfte ihren Kaffee. Das tat so gut. Noch immer hatte sie ihre kurzen Schlafklamotten an, als es an der Tür klingelte. Gemütlich schlenderte die Brünette hin und öffnete. Es war bestimmt nur Josef. Doch als sie die Tür geöffnet hatte, stutzte sie. Es war lediglich ein Luftzug zu spüren. Verwirrt drehte sie sich um und sah nur noch einen schwarzen Haarschopf im Wohnzimmer verschwinden.
Noch immer leicht perplex schaute Josephine abwechselnd zwischen Haustür und Wohnzimmer hin und her. Man merkte, dass sie nach dem aufstehen verpeilt war. Sie schloss die Tür wieder und kam ins Wohnzimmer. „Emily, warst du nicht gerade noch vor der Tür?“
„Ja, war ich.“
„Und wie bist du dann so schnell rein gekommen?“
„Na, ich will dir was Tolles erzählen und kann nicht warten.“ Emily hatte es sich auf der Couch gemütlich gemacht und beobachtete amüsiert, wie Josy versuchte das alles unter einen Hut zu bringen. Als sie das halbwegs geschafft hatte, setzte sie sich neben ihre Freundin und fragte nach. „Was willst du mir denn so unbedingt erzählen?“
„Paul.“
„Was soll mit dem sein?“
„Er ist toll.“
„Emily, drück dich klarer und vor allem in ganzen Sätzen aus!“ Normalerweise verstand Josy solch wenigen Informationen locker, aber momentan war sie sehr verwirrt und blickte nicht richtig durch.
„Sag mal, sonst verstehst du mich doch auch immer auf Anhieb.“
„Ich bin gerade erst aufgestanden und schlafe eigentlich noch.“
„Hattest heute Nacht wohl Besuch“, zwinkerte sie. Dieses Mal lief Josy mal nicht rot an sondern schaute ihre Freundin wütend an. Diese hob beschwichtigend; jedoch immer noch grinsend die Hände. „Ist ja schon gut, beruhige dich.“
„Jaja“, grummelte Josy noch leicht beleidigt. Sie fing sich allerdings schnell wieder: „Dann erzähl doch mal. Warum ist Paul so toll?“
„Er hat mir ein Auto geschenkt“, strahlte die Journalistin. In einem Comic hätte sie nun riesige, leuchtende Sterne in den Augen. Josy musste sich ein Grinsen verkneifen. Vor allem, da sie die Sache mit dem Auto ja schon wusste. „Aha, und was für eins?“
„Du könntest ruhig ein wenig mehr Begeisterung zeigen wenn deiner besten Freundin ein Auto geschenkt wird“, schmollte Emily.
„Sorry, Schwesterherz. Ich kann mir ja denken, dass du bei einem Aston Martin ausrasten wirst.“
„Momentchen mal. Ich hab gar nicht gesagt, dass es ein Aston Martin ist.“ Misstrauisch blickte Emily sie an. ‚Scheiße!’ /Na aber echt. Was musst du dich auch immer verplappern?/
„Ähm, naja…also…ähm…“
„Du hast es gewusst?!“, zischte Emily. Man, dass sie so sauer sein würde, hätte selbst Josy nicht gedacht. Naja, irren ist menschlich.

Ohne irgendein weiteres Wort seitens Emily abzuwarten – Worte wären sowieso nicht mehr gefallen – sprang Josy vom Sofa auf und flüchtete. Emily hechtete ihr sofort hinterher. Die wilde Jagd konnte beginnen.
Unter lauten Flüchen und Schreien von Josephine ging es nun durch die Wohnung. Über das Sofa im Wohnzimmer ab ins Schlafzimmer. Dort ein paar Mal im Kreis und wieder raus. Durch die Küche wieder ins Wohnzimmer. Immer wieder wurde die schreiende Brünette von ihrer Freundin verflucht und beschimpft – was natürlich nicht ernst gemeint war, aber in dem Moment egal.
Schließlich war es dann doch passiert. Emily hatte Josy packen können. Kurz darauf befand diese sich schon auf dem Boden; in einer Rangelei mit Emily verstrickt. Die beiden wälzten sich wie kleine Kinder auf dem Boden und versuchten jeweils die Oberhand zu gewinnen.
„Was tut ihr da?“ Überrascht blickten Emily und Josy, welche in ihrer Bewegung inne gehalten hatten, zu Josef und Mick auf.
„Wir prügeln uns, sieht man doch“, meinte Josy als sei es das normalste der Welt. Was es bei den beiden Streitenden ja auch war.
Den Moment der Unachtsamkeit nutzte Josephine, um Emily in die Seite zu pieken. Sie war nämlich an dieser Stelle sehr kitzelig. Sofort sprang sie von ihrer besten Freundin runter. Josy tat das ebenfalls und brachte erst einmal ein wenig Abstand zwischen sich und die Schwarzhaarige.
„Das kriegst du noch zurück!“
„Ich hab ja solche Angst“, meinte Josy sarkastisch und erntete einen wütenden Blick ihrer Freundin.

Emilys Blick glitt nun zum ersten Mal auf die beiden Männer hinter ihrer Freundin. In ihren Gesichtern konnte sie erkennen, dass sie beide irgendwie angespannt waren. „Ich geh dann mal wieder. Meld dich bitte.“
„Mach ich.“ Auch Josy hatte die angespannte Stimmung der beiden Männer bemerkt und sie dankte Emily im Stillen dafür, dass sie nun ging.
Als die Tür ins Schloss fiel, atmeten beide Vampire hörbar auf. Sie waren anscheinend froh, dass außer ihnen niemand mehr da war. Leider war Josy nun etwas mulmig zu mute. Sie wusste überhaupt nicht wie sie mit beiden in einem Raum nun umgehen sollte.
„OK…also… was führt euch her?“, fragte sie dann einfach in die Runde, nachdem es sich die drei im Wohnzimmer gemütlich gemacht hatten.
„Nun, ich wollte sowieso kommen. Mick bin ich vor der Tür begegnet…“, antwortete Josef und warf einen vorsichtigen Blick auf seinen Kumpel. Auch er wusste, dass er die Situation nicht überspannen durfte. So viel logischen Verstand hatte auch er, auch wenn er ihn manchmal nicht einsetzte.
„Genau und als wir deine Schreie hörten sind wir in die Wohnung“, ergänzte Mick.
„Ihr habt euch Sorgen gemacht, richtig?“ Zustimmendes Nicken folgte. Josy konnte nur grinsen. In dem Punkt waren sich die beiden mehr als einig. „Leute, das ist zwar unheimlich lieb von euch, aber in dem Fall vollkommen unnötig. Wir prügeln uns oft.“
„Und ihr tut euch nie weh?“, fragte Mick etwas ungläubig.
„Nein…gut mal ne blutende Nase oder ein blaues Auge, aber ansonsten nichts Wildes.“
„Blutige Nase und blaues Auge? Und das ist bei dir nichts Wildes?“ Jetzt war Josef dran, ungläubig zu schauen. Josephine nickte jedoch nur Schulter zuckend.
„Sag mal Mick, wie genau hast du sie noch mal erzogen?“
„Von mir hat sie das ganz sicher nicht. Eher von dir.“
„Mir?“, fragte Josef empört.
„Na wenn jemand aggressiv werden kann, dann du.“
„Das stimmt nicht!“
„Doch“, schmiss nun Josy dazwischen. Die Antwort sollte zwar todernst klingen, aber ihr Grinsen verriet sie. Die beiden waren aber auch zu komisch und anscheinend konnten sie auch wieder normal miteinander reden ohne sich gleich wieder gegenseitig an die Gurgel zu springen.
Daraufhin war es an Mick triumphierend zu grinsen. Josef zog nur eine beleidigte Schnute. Josephine war schon drauf und dran ihm einen Kuss zur Beruhigung zu geben, aber da Mick da war, musste sie aufpassen was sie tat. Er musste sich an die Situation ja erst noch gewöhnen.
Um die Aufmerksamkeit ein wenig von sich abzulenken, wandte sich Josy nun an ihren Vater: „Dad, wie läuft es eigentlich so mit Beth?“
„Genau Mick, erzähl uns doch ein wenig“, grinste Josef schadenfroh.
„Es läuft…gut.“
„Gut? Mehr nicht? Kein fantastisch oder großartig?“, fragte Josephine ungläubig. Sie hätte jetzt eher schreiende Begeisterungssprünge erwartet.
„Ähm, nein… also, wir lassen das alles inzwischen ein wenig langsamer angehen.“
„Warum? Als ich euch das erste Mal knutschend erwischt hab, warst du noch die sprühende Begeisterung.“
„Du hast die zwei beim Knutschen erwischt?“
„Ja.“
„Man, da wäre ich gern dabei gewesen.“ Man merkte Josef an, dass er sich gern auf Kosten anderer amüsierte. Auch auf die seines besten Freundes. Dieser schaute allerdings nicht so begeistert drein. „Dad, schmollst du?“
„Nein!“
„Klar und ich bin der Weihnachtsmann“, lachte Josy. Das war ein Bild für die Götter. Ihr Vater schmollte beleidigt wie ein kleines Kind. Seine Tochter konnte nicht mehr an sich halten und brach in schallendes Gelächter aus. Josef stimmte schnell mit ein. Bei Mick jedoch wurde das schmollen immer offensichtlicher.

Nachdem sie sich wieder eingekriegt hatte, setzte sich die Brünette neben ihren Vater und umarmte ihn. „Ach Dad, du weißt doch, dass ich nur Spaß mache. Du hast eben zu komisch ausgesehen.“
„Du wirst immer mehr wie Josef. Sich auf anderer Leute Kosten amüsieren!“
„Ich wusste doch, dass du einen schlechten Einfluss auf mich hast“, vorwurfsvoll blickte Josy zu ihrem Freund. Dieser tat ganz unschuldig. Wow, diesen Blick hatte er ja schon fast zu gut drauf. „Seit wann hörst du auf deinen Vater?“
„Ich bin eine liebe Tochter und höre immer darauf was mein Vater sagt. Stimmt’s Daddy?“ Mit einem Engelsgleichen Lächeln blickte Josy zu ihrem Vater. Der hatte das alles grinsend beobachtet. „Natürlich.“
„Siehst du. Das liegt nur an so nem bösen Vampir wie dir!“
„Jaja, immer schön alles dem Vampir in die Schuhe schieben“, schmollte der Millionär. Er war nicht wirklich böse oder beleidigt, er spielte ihr Spiel einfach nur mit. Und Josy musste mal wieder zugeben, dass er, wenn er schmollte, einfach nur süß aussah. Aber im Moment war sie ja das liebe Töchterchen, also blieb sie eisern bei Mick sitzen.






Ich hoffe das Kapi hat euch gefallen =)
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LG
Isa-chan
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