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Moonlight Daughter

von Isa-chan
GeschichteHumor, Romanze / P16
Josef Kostan Mick St. John
27.09.2010
21.09.2012
39
78.585
1
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282 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
27.09.2010 1.855
 
Ok Leute, hier ist schon das nächste Kapi.
Ich bedanke ich nochmals für die lieben Reviews, auch wenn mir nicht alle etwas schreiben...egal =)


Der nächste Tag war schon angebrochen. Die Sonne zog ihre Bahn über den Himmel. Gerade hatte sie ihren höchsten Stand erreicht, als Josephine aufschreckte. Noch vollkommen schlaftrunken versuchte sie zu realisieren was sie geweckt hatte.
Suchend blickte sie sich in dem noch immer dunklen Zimmer um. Nein Moment, es war nicht ganz dunkel. Ein kleiner Lichtstrahl kam von ihrem Nachttisch. Ihr Handy. Daher kam auch plötzlich die, für sie extrem laute, Musik. ‚Wer ruft mich denn um diese Zeit an?’
Leise fluchend langte sie nach dem kleinen Telefon.
„Hallo?“, fragte sie genervt in den Hörer.
„Begrüßt man so etwa seine beste Freundin?“
Emily. Natürlich, wer denn sonst?
Sie war wirklich, Josy’s beste Freundin. Aber im Moment wollte sie sie am liebsten erwürgen. Was fiel ihr auch ein, sie mitten am Tag anzurufen. Sie wusste doch schon von der Uni, dass Josy ein Langschläfer war. Und so etwas schimpft sich beste Freundin. Aber Josy war froh, Emily kennen gelernt zu haben.

Flashback


Es war ein sonniger Tag in New York. Viele Menschen waren auf den Straßen unterwegs. Und im Allgemeinen herrschte ein hektisches Treiben.
Den Studenten der Columbia University erging es nicht anders. Auch sie mussten sich beeilen um noch rechtzeitig zu ihren Kursen, oder zum Mittagessen zu kommen. So auch Josephine St. John, Kunststudentin im ersten Semester.
Man konnte also schlussfolgern, dass sie sich auf dem Campus noch nicht richtig aus kannte. Dazu kam, dass sie einen schrecklichen Orientierungssinn hatte. Sie würde sich vermutlich noch irgendwann in ihrer eigenen Wohnung verlaufen.
Aber im Moment half alles nichts. Sie wusste nicht wo sie hin musste. Was tut man also? Nach dem Weg fragen. Suchend schaute sie sich um und entdeckte eine junge Frau, schätzungsweise in ihrem Alter. Sie hatte mittellange schwarze Haare und war etwa 1,69m groß.
Schnell ging die braunhaarige auf sie zu.
„Entschuldigung. Hallo, ich bin noch nicht lange hier. Weißt du wo die Mensa ist?“
„Hi. Ich bin zwar auch noch nicht lange hier, aber keine Panik, ich weiß wo du hin musst. Einfach grade aus und dann links. Durch die Glastüren müsstest du sie sehen können.“
„Danke schön, du bist meine Rettung. Ach ja, ich bin Josephine St. John. Und du?“, fragend schaute sie ihr Gegenüber an.
„Ich bin Emily Harpor. Schön dich kennen zu lernen“, lächeln schüttelte sie ihre Hand.
„Freut mich auch. Willst du vielleicht mitkommen? Dann hätten wir beide etwas Gesellschaft.“
„Klar gern.“
Die beiden Frauen machten sich auf den Weg in die Cafeteria.
Dort war schon ziemlich viel los, es war zwar erst früher Mittag, aber die meisten Kurse fanden Nachmittags statt. Da mussten die Studenten vorsorgen.
Leider waren deswegen nur noch wenige Tische frei. Suchend blickten sich die beiden Frauen um und entdeckten in der hintersten Ecke noch einen kleinen Tisch. Er reichte gerade für die beiden aus. Schnell eilten sie darauf zu und ließen sich auf den Stühlen nieder. Ihre Taschen stellten sie neben sich.
„Na wir hatten ja Glück. Ich esse nicht so gern im stehen“, grinste Josephine.
„Dito“, pflichtete Emily ihr bei.
„Soll ich uns was zu Essen hohlen?“, brach Josy das Schweigen.
„Das wäre nett. Mir reicht ein Salat“, antwortete die Schwarzhaarige.
Nach einem Nicken, machte sich Josephine auf den Weg um das Essen zu hohlen.

Sie kam mit zwei Salaten wieder. Den einen stellte sie vor Emily, den anderen vor sich.
„Danke schön. Was hat der gekostet?“, fragte Emily, nachdem sich Josy gesetzt hatte.
„Nichts. Ich lade dich ein. Ohne deine Hilfe würde ich ja immer noch auf dem Gelände umher irren“, gestand die Angesprochene.
„Stimmt“, grinste ihr Gegenüber, „Aber erzähl doch etwas über dich.“
„Also, ich komme aus L.A., aber ich wollte unbedingt Kunst studieren, deshalb bin ich hierher gezogen. Nach meinem Abschluss will ich aber wieder nach Hause.“
„Das ist ja cool. Ich komme auch aus Los Angeles.“
„Zufälle gibt’s. Tja die Welt ist klein“, grinste Josy und begann ihren Salat zu verspeisen. Emily tat es ihr gleich. Es war eine angenehme Stille. Bis Josephine fragte; „Sag mal was studierst du eigentlich?“
„Ich studiere Journalismus. Das hat mich schon immer interessiert. Ich hab mich riesig gefreut als ich ein Stipendium bekommen hatte.“
„Hey ich auch“, lächelte Josy, „Für mich war dieser Studienplatz eigentlich viel zu teuer. Ich hab mich über den Brief mit der Zusage riesig gefreut.“
„Irgendwie sind wir uns sehr ähnlich. Das ist gruselig…Ach egal. Sag mal wo wohnst du eigentlich?“
„Ich hab hier eine kleine Wohnung. Eigentlich eine WG. Nur mein Mitbewohner ist vor einer Woche ausgezogen. Jetzt wohne ich allein.“
„Oh man, du hast es echt gut. Ich wohne mit drei weiteren Mädchen zusammen. Und so viele Menschen hab ich nicht gerne um mich. Ich bin kein Gruppenmensch musst du wissen.“
„Ich auch nicht. Und was ist an deinen Mitbewohnern jetzt so schlimm?“
„Das sind richtige Tussen. Eigentlich nur Barbiepuppen in groß. Sie studieren nicht; wir wohnen ein paar Straßen von hier weg. Jedenfalls unterhalten sie sich den ganzen Tag über Schminke, Klamotten, Haare und Jungs. Es ist ja nicht so dass ich das nie mache. Aber die übertreiben es einfach. Vor allem tragen sie nur Pink. Ich traue mich schon kaum mehr in die Wohnung. Ich hasse Pink.“
„Na hör mir auf. Vorher erschieße ich mich, bevor ich so was anziehe.“
„Danke dass du mich verstehst“, Emily schien erleichtert zu sein, „Ich gehe ihnen meistens aus dem Weg. Leider meckern sie den ganzen Tag an mir rum. Und das nur weil ich bevorzugt schwarz trage. Ist das denn so schlimm?“ Erst jetzt viel Josephine auf, das ihr Gegenüber nur schwarz trug.
„Nein, im Gegenteil. Ich trage auch sehr gern schwarz. Das ist einfach der Klassiker.“
„Genau meine Rede. Aber nein, ich bin ja ein Schandfleck der Gesellschaft, nur weil ich nicht Pink trage.“
„Kenne ich, mir erging es früher nicht anders.“
„Endlich versteht mich mal einer“, die Freude stand ihr ins Gesicht geschrieben. „Aber ich glaube nicht, dass ich es mit den dreien noch zwei Jahre lang aushalte.“
„Ich hab ne Idee. Wieso ziehst du nicht zu mir? Wenn wir uns die Miete teilen müsste es klappen. Ich hätte Gesellschaft und du müsstest dich nicht mit den Barbies rum schlagen“, schlug Josy vor.
„Echt? Das wäre meine Rettung. Denkst du das geht so einfach?“
„Klar. Wir gehen zur Rektorin und fragen nach. Ich glaube nicht dass sie nein sagt. Es sind ja plausible Gründe. Und fragen kostet nichts.“
„Oh danke, Josephine“, freudestrahlend bedankte sich Emily bei ihrer neuen Freundin.


Flashback Ende

„Du hast mich doch geweckt“, beschwerte sich Josy.
„Kann ich denn ahnen dass du noch immer schläfst?“
„Wir haben drei Jahre lang zusammen gelebt, du müsstest mich inzwischen kennen“, konterte sie.
„Ja, ist ja gut. Entschuldigung“, Emily gab sich geschlagen.
Seufzend ließ sich die Braunhaarige wieder in die Kissen sinken. „Was gibt’s denn?“
„Na denk mal ganz scharf nach“, Emily klang ein wenig genervt.
Angestrengt versuchte Josy sich zu entsinnen, was sie wohl vergessen hatte. Als sie nach ein paar Minuten noch immer nichts sagte, half Emily ihr auf die Sprünge. „Du wolltest mich anrufen sobald du wieder in L.A. bist. Und was ist? Ich hab noch immer keinen Anruf bekommen.“
Mist! Das war’s gewesen. Josy wusste das sie etwas vergessen hatte.
„Entschuldigung. Ich hab’s irgendwie total vergessen.“
„Na das passiert ja häufiger.“
„Ich weiß. Es tut mir ja leid. Ich hab meinen Dad überrascht, weshalb er mich auch erst einmal ausgefragt hat. Und gestern hab ich meine Sachen vom Flughafen abgeholt. Ich wollte dich heute noch anrufen. Nur hab ich bis eben ja noch geschlafen“, den letzten Satz sagte sie mit einem genervten Unterton.
„Jaja“, tat sie die Aussage ab, „Jetzt erzähl mal. Wie hat dein Dad reagiert?“
„Also im ersten Moment war er noch geschockt. So ganz nach dem Motto: Warum hast du nichts gesagt? Aber dann hat er sich wahnsinnig gefreut.“, endete sie.
„Freut mich. Hey wollen wir mal wieder shoppen gehen? Wir waren schon lange nicht mehr.“
„Alles klar. Ich hohl dich morgen so gegen 2 Uhr ab. OK?“
„OK. Bis dann.“
„Ja. Tschau.“, damit legten sie auf.

Bevor noch jemand anrufen konnte, schaltete die Braunhaarige ihr Handy lieber schnell aus. Man konnte ja nie wissen wer sie noch wecken wollte. Danach kuschelte sie sich wieder in ihre weichen Kissen und schlief auch kurz darauf ein.

Erst am späten Abend erwachte sie wieder. Gähnend richtete sie sich auf und schlurfte ins Bad. Nachdem sie sich geduscht und geföhnt hatte, zog sie sich ein paar bequeme Klamotten an. Eine Jeans und ein schwarzes T-Shirt. Das musste reichen, sie wollte ja schließlich nicht auf eine Gala gehen.

Unten angekommen fand sie Mick in der Küche. Erstaunlicherweise machte er etwas zu Essen.
„Na Langschläfer, hast du dich auch mal dazu entschlossen aufzustehen?!“, grinste er sie an. Natürlich hatte er gewusst dass sie wach war. Er konnte ihren Herzschlag schließlich hören. Seine Stichelei überging sie einfach mal.
„Emily hat mich heute Mittag angerufen. Deshalb bin ich noch so müde.“
„Wer ist Emily?“
„Meine beste Freundin. Wir haben uns an der Uni kennen gelernt. Ich sollte mich eigentlich sofort melden, wenn ich wieder in L.A. war, aber da ich dir und Josef so viel erklärt habe, hatte ich das schlichtweg vergessen.“
„Ach so. Moment, weiß sie das ich ein…“
„…Vampir bin?“, vollendete sie den Satz. Er nickte. „Nein sie weiß es nicht. Keine Panik auf der Titanic, Land in Sicht wir sterben nicht“, grinste sie, „Ich weiß doch das ich nichts verraten darf.“
„Gut.“
„Aber jetzt hab ich mal ne Frage: Warum machst du etwas zu Essen?“
„Ich wollte dich überraschen, deshalb hab ich dir Frühstück gemacht. Setz dich doch“, damit wand er sich wieder dem Essen zu. Josephine tat wie ihr geheißen und setzte sich an den Esszimmertisch.
Kurz darauf stellte Mick ihr ein Tablett vor die Nase.
Darauf befanden sich eine Tasse Kaffee, ein Brötchen mit Käse, ein paar Schokokekse und ein Glas Orangensaft. Also alles was Josy so gern mochte.
„Danke Dad. Aber du hättest dir nicht so viele Umstände machen müssen.“
„Ach was, das mache ich doch gerne für dich“, damit setzte er sich zu ihr.

Das Essen war wirklich sehr lecker. Sie wunderte sich dass er nach all den Jahren noch kochen konnte. Aber es freute sie. Während sie frühstückte, fragte er sie wie es ihr in den letzten Jahren so ergangen war. Sie beantwortete die Fragen weitestgehend und irgendwann kamen sie dann auch wieder auf Emily zu sprechen.
„Und sie ist deine beste Freundin?“
„Ja. Irgendwie sind wir auf derselben Wellenlänge. Das ist manchmal echt gruselig. Der eine sagt das was der andere auch sagen wollte. So geht das dauernd bei uns“, gestand sie lachend.
„Das ist wirklich gruselig“, stimmte er in ihr Lachen ein.
„Und was wollt ihr jetzt machen?“
„Morgen gehen wir shoppen“, grinste sie.
„Na das kann ja heiter werden“, nuschelte er und fing sich einen bösen Blick seiner Tochter ein, den er aber geflissentlich ignorierte.




Und??????
schreibt mir doch bitte was *lieb kuck und blut und kekse hinstell*
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