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Moonlight Daughter

von Isa-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16
Josef Kostan Mick St. John
27.09.2010
21.09.2012
39
78.585
1
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7 Reviews
 
27.09.2010 2.154
 
So hier bin ich wieder. Vorerst zum "letzten" mal. das hier ist nämlich das letzte Kapi, dass ich noch vorgeschrieben hab. An der 30 arbeite ich grade, aber ich komme nicht weiter. Es könnte also dauern, bis ich wieder poste.
Ich hoffe ihr könnt mir verzeihen. Aber nun viel spaß mit dem kapi ^^







Am nächsten Morgen fuhr ein schwarzer Mercedes durch die belebten Straßen L.A.s. Die aufgehende Sonne störte den Fahrer anscheinend nicht, denn er fuhr unbeirrt weiter. Der Fahrer war Mick St. John, auf dem Weg zum Appartement seiner Tochter. Bei genauem Hinschauen konnte man die Schuldgefühle erkennen, die ihn seit der vorigen Nacht plagten.
Schnellstmöglich parkte der Vampir den Wagen und machte sich auf den Weg zum obersten Stockwerk. Dort angekommen klingelte er an Josy’s Tür. Einmal. Ein zweites Mal. Ein drittes Mal.
Langsam wurde er stutzig. Warum öffnete sie ihm nicht? War wohl etwas passiert? Tief sog Mick die Luft ein und schärfte sein Gehör. Nicht ein Geräusch kam aus der Wohnung. Folglich war Josephine nicht einmal Zuhause. Das machte die Sache nicht unbedingt besser, denn Mick machte sich augenblicklich Sorgen.
Doch plötzlich durchzog ihn ein Geistesblitz. Josef! Der müsste doch wissen wo sie war. Zumindest wusste er über fast alle Dinge, die in der Stadt passierten bescheid. Und selbst wenn nicht, konnte er seinem besten Freund suchen helfen. Die andere Möglichkeit wäre Logan gewesen, aber Josy hatte ihr Handy bestimmt noch aus und war somit nicht auffindbar. Also auf zu den Hills.

Dort angekommen lief Mick schon fast zum Eingang der Villa. Er jedoch klingelte nicht Sturm, was den Butler auch sehr freute. Allerdings drückte auch Mick sich an ihm vorbei. Auch sein Ziel war das Wohnzimmer, in welchem er sich suchend umschaute.
„Mick, was machst du denn hier, so früh am Morgen?“ Josef war am Treppenansatz aufgetaucht. Er trug bereits einen schwarzen Anzug und war anscheinend auf dem Weg zu einem Termin.
„Josef, du musst mir helfen. Josephine ist sauer auf mich und ich kann sie nicht finden.“
„Jetzt beruhige dich man. Sie ist erwachsen und wird schon keine Dummheiten machen.“
„Ich will mich aber bei ihr entschuldigen.“
„Weiß ich doch. Jetzt muss ich aber leider ein wenig unhöflich sein und dich rausschmeißen. Ich muss zu einem wichtigen Termin.“ Der Millionär war gerade im Begriff seinen besten Freund zur Tür zu dirigieren, als dieser stoppte. Er schloss die Augen und hielt seine Nase in die Höhe.
Ohne dass man es hätte erahnen können, war er die Treppe hoch gesprintet.


Josephine befand sich in einer Art Dämmerzustand. Halb schlafend und halb wach lag sie in Josefs Bett. Die Nacht war mal wieder recht anstrengend gewesen, aber das war ihr irgendwo auch nur recht. An den Muskelkater konnte sie sich allerdings nicht gewöhnen. Aber auch nicht an die Kopfschmerzen, die ihr der Alkohol vom Vortag bescherte. ‚Nie wieder Alkohol!’
/Als ob du den Vorsatz halten könntest./
‚Ach, halt die Klappe!’ Schlechte Laune pur.
Josephine spitzte jedoch die Ohren, als sie die Tür hörte, welche geöffnet wurde. Ein hauchfeines Lächeln schlich sich auf ihre Lippen. Josef wollte sich anscheinend von ihr verabschieden.
Kalte Hände zogen ihr die Decke ein Stück vom Körper. Sie trug nur noch ihre Unterwäsche und darüber Josefs Hemd. Das war auch besser so, da sie sonst gefroren hätte. Die Person fing an, leicht an ihrer Schulter zu rütteln.
„Josef, hast du etwa immer noch nicht genug?“, grinste Josy. Drei Mal waren doch nun wirklich genug, oder? Aber Vampire hatten wohl einen anderen Maßstab.
„JOSEF?!“
Stille.
Schock.
Weltuntergang.
Alles krachte auf einmal auf die junge Frau ein. Das konnte, nein, das durfte nicht sein. Sie musste träumen und sich die Stimme ihres Vaters nur einbilden. Genau, so musste es sein. Wenn sie die Augen öffnete, würde ihr Vater NICHT vor ihr stehen.
Nervös und leicht ängstlich öffnete Josy die Augen. Und was sie sah ließ ihr Herz ein paar Schläge lang aussetzen. Vor ihr stand ihr Vater, drohend wie ein Racheengel. Seine Wut konnte man nur zu deutlich in seinem Gesicht erkennen. Seine Hände waren zu Fäusten geballt und ein wütendes Knurren entrann seiner Kehle. Für das menschliche Auge nicht sichtbar, war er verschwunden.
‚Scheiße!’ Mit einem schnellen Satz war Josephine aus dem Bett gesprungen. Die Kopfschmerzen und der Muskelkater waren augenblicklich vergessen. Panisch rannte sie durch den Flur und blieb oben an der Treppe stehen. Zu gelähmt durch die Szene, die sich ihr bot.

„MEINE TOCHTER?“
„Mick, jetzt beruhige dich!“, versuchte Josef sein Glück bei dem rasenden Vampir vor ihm. Doch dieser schien ihn nicht einmal richtig zu hören. In seiner Wut ließ er dem Raubtier in sich freien Lauf. Seine Fänge wuchsen und die Augen verfärbten sich zu einem Eisblau. Alles in allem sah er wirklich furchteinflößend aus. Auch seine Stimme war vor Wut verzerrt.
„ICH WERDE MICH NICHT BERUHIGEN! WIE KONNTEST DU NUR? SIE IST MEINE TOCHTER!“
„Ich kann doch dafür nichts.“ Langsam aber sicher verabschiedete sich auch Josefs Geduld. Das merkte man allein daran, dass er immer mehr eine Angriffshaltung annahm. Den Vampir in sich unterdrückte er jedoch noch erfolgreich. Es war jedoch nur eine Frage der Zeit bis sich das ändern würde.
„ACH JA?! ALS NÄCHSTES WILLST DU MIR WOHL ERZÄHLEN, DASS SIE FREIWILLIG MIT DIR IN DIE KISTE GESPRUNGEN IST!“
„Denkst du etwa, dass ich sie gezwungen habe?“ Scheiße! Josefs Geduldsfaden spannte sich immer weiter an und in der Zwischenzeit hatte er sich auch verwandelt.
Lauernd standen sich die beiden Vampire gegenüber. Wenn Mick jetzt ein falsches Wort sagen würde, könnte Josy die Folgen nicht mehr absehen.
„JA!“
Jetzt war alles aus. Mick hatte genau das gesagt, wovon Josy hoffte, dass er es nicht tat. Man konnte Josef vieles anhängen, aber nicht, dass er sie dazu gezwungen hatte mit ihm zu schlafen
Fuchsteufelswild sprang der Millionär auf seinen besten Freund zu. Dieser setzte auch zum Sprung an. Mitten in der Luft trafen sie sich. Josef riss Mick zu Boden und stürzte sich auf ihn. Die Luft war erfüllt von reißendem Knurren und dem Geräusch von brechenden Knochen.
Josef schleuderte Mick mit voller Wucht gegen die Wand. Man konnte deutlich hören, dass einige Knochen brachen. Nichtsdestotrotz stürzte sich der Getroffene wieder auf den Millionär um ihn seinerseits durch ein Fenster zu schleudern. Ein lautes Klirren begleitete den Wurf. Kleidungsreste und Blut klebten noch an den Scherben, die im ganzen Raum verteilt waren. Noch als Mick auf das Fenster starrte, tauchte Josef hinter ihm auf und hielt ihn fest. Mit lautem Knurren setzte er nun auch seine Zähne ein. Vor Schmerzen aufbrüllend packte Mick seinen besten Freund und stieß ihn weg. Dieser landete unversehrt einige Meter entfernt. Jedoch sofort wieder zum Angriff bereit.

In einem ungeahnten Tempo sprintete Josephine die Treppe hinunter. Ein Wunder, dass sie dabei nicht hingefallen war. Aber was sollte sie nun tun? Sie war nicht stark genug um gegen die beiden Männer anzukommen.
„HÖRT AUF!“
Keinerlei Reaktion. Die beiden gingen sich noch immer gegenseitig an die Gurgel. Josephine war am verzweifeln. Sie würde es nicht ertragen wenn einem der beiden etwas passieren würde. ‚Nein, daran darf ich nicht denken! Ich muss etwas tun!’ Und da sah sie ihre Chance. Josef und Mick standen in einiger Entfernung zueinander und wollten anscheinend gerade wieder zum Angriff ansetzen. So schnell sie konnte, rannte Josephine zu Josef und stellte sich mit dem Rücken gegen ihn. Das ließ die beiden Streitenden offenbar aus ihrer Trance erwachen. Beide schauten verwirrt zu der jungen Frau, die sich an den Millionär drängte und rückwärts ihre Arme um ihn legte. Das schien eben diesen dazu zu veranlassen sich zurück zu verwandeln. Beruhigend legte Josef ihr die Hände auf die Schultern.
„Nein...“, kam es ungläubig von Mick, welcher sich inzwischen wieder halbwegs unter Kontrolle hatte.
„Dad, ich...“ Weiter kam sie nicht, denn Mick eilte zur Tür hinaus. Josy war schon im Begriff ihm hinterher zu laufen, als sie am Handgelenk festgehalten wurde. Verwirrt schaute sie zu Josef. „Was...?“
„Lass ihn, er muss sich erst beruhigen.“
„Ach Josef, ich hab alles falsch gemacht!“
„Warum?“
„Ich hätte es ihm eher sagen sollen, dann hätte ich dich auch nicht in Gefahr gebracht“, schluchzte sie. Der Vampir musste sich daraufhin ein Lachen verkneifen. Stattdessen nahm er die Brünette in den Arm. Sie klammerte sich auch sofort an ihn, während ihre Tränen langsam nachließen.
„Erstens, war ich nie wirklich in Gefahr, also mach dir darum mal keine Sorgen. Zweitens, hätte Mick immer so reagiert, egal wann du es ihm gesagt hättest.“
„Aber...“
„Kein aber. Du musst dich beruhigen.“ Er hatte recht. Es wäre nicht unbedingt förderlich gewesen, wenn sie jetzt in Selbstmitleid gebadet hätte. Lächelnd schaute sie zu ihm auf. Er erwiderte dieses Lächeln auch schnell und gab ihr einen sanften Kuss auf die Stirn.


Es war inzwischen Abend geworden. Nach langem, gutem Zureden von Josef, traute sich Josephine auch zu Mick. Ihrer Reaktion darauf hätte man meinen können, sie müsste den Weg zum Galgen antreten. Aber für sie war er das auch in gewisser Weise.
Sie war auch so in Gedanken versunken, dass sie gar nicht merkte, wie sie zu Micks Wohnung gefahren war. Umso verwirrter war sie also, als sich die Fahrstuhltüren öffneten und sie sich auch wenige Augenblicke später vor Micks Wohnungstür wieder fand. Noch einmal atmete sie tief durch und drückte auf die Klingel. Sie wollte zumindest, aber kurz bevor sie den kleinen Knopf betätigen konnte, öffnete sich die Tür. Heraus kam Beth. Verdutzt schauten sich die beiden Frauen an.
„Ähm, hallo Beth.“
„Hallo Josy. Du willst bestimmt zu Mick.“
„Na das wollen ist so ne Sache“, nuschelte sie so leise wie möglich. Die Reporterin hatte es allerdings gehört und lächelte sie aufmunternd an. Sie wusste es! Die weibliche Intuition konnte schon gruselig sein.
/Dein Dad hat es ihr bestimmt gesagt./
‚Sei ruhig! Wenn du schon deinen Senf dazu abgeben musst, könntest du mir gleich auch helfen!’
/Ich bin nur dein Verstand, das ist nicht mein Gebiet./ War ja mal wieder klar, zuerst nerven und dann im entscheidenden Moment abhauen. Fehlte nur noch eine zirpende Grille in Josy’s Gedanken.
„Ich sollte dich vielleicht vorwarnen. Mick ist ziemlich aufgebracht und ich weiß ehrlich gesagt nicht so genau wie ich ihn beruhigen soll. Ein wenig hab ich das zwar geschafft, aber er ist immer noch wütend.“
„Na toll. Aber danke für deine Hilfe.“
„Mache ich doch gern“, lächelte Beth und ging zu den Aufzügen. Josy indes begab sich in die Höhle des Löwen.

Stille. Die Wohnung wirkte wie ausgestorben. Was auch irgendwo stimmte, aber  egal. So leise wie möglich bewegte sich Josephine durch die Wohnung. Aus reiner Intuition heraus ging Josy die Treppe rauf und bewegte sich Richtung Büro. Die Tür war nur angelehnt, als Josy sie öffnete und den Raum betrat. Auch wenn sie es nie laut gesagt hätte, hatte sie vor diesem Gespräch doch ein wenig Angst.
Hinter seinem Schreibtisch saß Mick. Er hatte ihr den Rücken zugewandt und schaute aus dem Fenster. Das trug nicht unbedingt dazu bei, dass Josy ruhiger wurde. Mit leicht zitternder Stimme fing sie dann doch an zu reden: „Dad, bitte hör mir zu.“
„Warum Josef?“ Seine Tonlage versetzte seiner Tochter einen Stich ins Herz. Er klang so vorwurfsvoll, aber auch enttäuscht. Mit Mühe konnte Josephine die Tränen zurückhalten als sie sprach. Lediglich das zittern ihrer Stimme ließ darauf schließen: „Dad, ich kann dafür doch auch nichts. Ich habe es mir nicht aussuchen können. Bitte dreh dich um!“
Nach kurzem Zögern kam der Detektiv ihrer Aufforderung nach. Aber viel half das nicht. Noch immer lag diese Enttäuschung in seinen Augen. „Ich verstehe dich nicht, Josy. Er ist dein Onkel.“
„Dad, ich verstehe dich ja, aber ich kann doch für meine Gefühle nichts.“ Wenn der Gefühlsjoker nicht half, half gar nichts mehr. Aber anscheinend klappte er doch, denn Mick dachte nach.
„Du empfindest wirklich viel für ihn, oder?“
„Ja.“ 'Ich liebe ihn', fügte sie in Gedanken noch hinzu. Das würde sie aber nicht laut sagen. Noch nicht einmal Josef hatte sie das gesagt. Nicht, bevor auch er sich seiner Gefühle klar werden würde.

Ein tiefer Seufzer holte sie aus ihren Gedanken. Mick rieb sich mit beiden Händen die Schläfen, als ob er fürchterliche Kopfschmerzen abschütteln wollte. Die konnten Vampire zwar nicht bekommen, aber bestimmt strengten ihn die vielen Gedankengänge bloß an. Kurz darauf wandte er sich wieder seiner Tochter zu, „Josy, ich kann es nicht begreifen. Es war doch vorher auch nichts.“
„Ich weiß, Dad. Es hat mich ja selbst überrascht. Sei mir bitte nicht mehr böse.“ Sie sah ihn mit großen, blauen Kulleraugen an. Wenn der treue Hundeblick nicht wirkte, half nichts mehr. Aber Mick war Gott sei Dank, wie alle Männer, sehr leicht zu erweichen. Ein letzter resignierter Seufzer verließ seine Lippen. Sie wusste, er würde es akzeptieren.





Und? Gut als "Abschluss"? es ist ja noch nicht zu ende.
Immerhin kein Cliff, das wäre zu gemein gewesen....aber so ist es das ja auch, egal.
Ich freue mich schon auf Reviews
LG
Isa-chan
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