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Moonlight Daughter

von Isa-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16
Josef Kostan Mick St. John
27.09.2010
21.09.2012
39
78.585
1
Alle Kapitel
282 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
27.09.2010 2.048
 
Und hier bin ich auch schon wieder
Ich bedanke mich mal wieder für die lieben Reviews. Vor allem bei Miss Pharao, die mir zu jedem verpassten Kapi was geschrieben hat...und das waren glaube ich 13. Aber natürlich auch ein lieber Danke an meine anderen Reviewer =)
Jetzt viel Spaß beim Kapi





Erschrocken fuhr Josy aus dem Schlaf. Hecktisch sah sie sich in ihrem Schlafzimmer um. Was war denn auf einmal los? Ihr Blick fiel auf ihren kleinen Nachttisch, auf dem ihr Handy lautstark Musik spielte. Ihr Wecker meldete sich zu Wort. Genervt ließ sich Josy in die Kissen zurückfallen. Wer hatte die Idee gehabt, sie um sieben Uhr aufstehen zu lassen? ‚Blöder Chef!’
/Josef aber auch. Der hat dich schließlich die ganze Nacht wach gehalten./
‚Halt einmal die Klappe!’ Wie schon einmal erwähnt, war Josy morgens unausstehlich. Dass sie die halbe Nacht nicht geschlafen hatte, tat sein übriges. Kurz blickte die Brünette neben sich. Dort lag der Übeltäter. Josef lag friedlich in ihrem Bett und döste vor sich hin. Der Wecker wurde postwendend ignoriert. Und dass Josef wirklich schlief, bezweifelte Josephine stark, das konnte er nur in seiner Kühltruhe.
Aufseufzend stand Josy dann doch auf. Es half ja sowieso nichts. Und wenn sie zu spät kam, würde Mister Smith nicht gerade begeistert sein. Wenigstens hatte sie daran gedacht, den Wecker so einzustellen, dass sie eine halbe Stunde vorher ankommen würde. So hatte sie auf jeden Fall genügend Zeit. Jetzt aber erst einmal Kaffee.

So langsam wurde Josy dann doch wach. Ein Hoch auf das Koffein.
Inzwischen hatte sie sich ins Badezimmer und unter die Dusche verzogen. Das warme Wasser, welches auf ihren Kopf plätscherte, entspannte sie zunehmend. Mit der Entspannung war es allerdings schnell vorbei, als Josephine plötzlich etwas Kaltes in ihrem Rücken spürte. Durch die Wärme des Wassers, war es noch kälter. Erschrocken blickte sie hinter sich, nur um in Josef grinsendes Gesicht zu blicken. Er hatte sich einfach an sie rangeschlichen. ‚Eine Unverschämtheit’, dachte sie sich beleidigt. Josef, der sich ihre Reaktion anscheinend schon denken konnte, legte beschwichtigend seine Hände auf ihre Schultern. Dort bildete sich auch sofort eine Gänsehaut, dieses Mal wirklich nur wegen der Kälte.
Kurzerhand drehte Josef das Wasser aus, gewaschen hatte Josy sich schon, und reichte ihr ein warmes Badetuch. Dankend nahm sie es entgegen und trocknete sich ab.
„Was musst du mich eigentlich immer so erschrecken?“, fragte sie ihn vorwurfsvoll, als sie gerade in ihre Jeans schlüpfte.
„Es macht Spaß dich zu ärgern, Josephine“, entgegnete er grinsend.
„Es macht Spaß dich zu ärgern, Josephine“, äffte sie ihn grimmig nach.
Im rausgehen zog sie sich noch schnell ihr T-Shirt über den Kopf. Josef folgte ihr in die Küche und genehmigte sich dort ein Glas Blut.
„Was musst du heute machen?“, fragte er irgendwann in die recht bedrückende Stille hinein.
„Es kommen ein paar neue Gemälde im Museum an. Ich soll alles durchorganisieren. Und ansonsten noch ein paar Kleinigkeiten.“
„Ich verstehe immer noch nicht, wie man so an der Kunst hängen kann.“
„Sagt der, der eine Kunstausstellung gesponsert hat.“
„Schachmatt.“
„Ich weiß“, grinste Josy nun wieder. Plötzlich jedoch fiel ihr etwas ein: „Sag mal, weiß Paul eigentlich was? Es schien mir gestern nämlich so.“
„Ja ich hab ihm ein bisschen was erzählt. Aber auch nur weil er mich dazu gedrängt hat.“
„Dass du so schnell aufgibst hätte ich nicht gedacht“, schmunzelte Josephine und bekam dafür ein fast schon empörtes Schnauben zurück.

Nachdem sie sich von Josef verabschiedet hatte, machte sich die Brünette auf den Weg zur Arbeit.
Es war doch mehr zu erledigen als gedacht. Ungefähr 30 Bilder mussten an den richtigen Platz dirigiert werden. Dazu kamen noch einige Aufträge, die Josephine abarbeiten musste.
Gegen Mittag genehmigte sie sich dann eine Pause. Wenigstens hatte sie genügend Kaffee im Büro. Und Schokolade.
Gerade, als sie genüsslich ein Stück Schokolade aß, klingelte das Telefon. Innerlich leicht genervt hob sie ab: „St. John?“
„Guten Tag, Miss St. John. Hier ist Emily Harpor. Hätten sie Zeit für ein kurzes Interview für die „Arts“?“
„Aber natürlich. Wie wäre es in einer halben Stunde in meinem Büro?“, fragte Josy grinsend.
„Aber gern. Bis nachher.“ Damit legten sie beide auf. ‚Ach Emily, du hast einen ganz schönen Knall.’

Eine halbe Stunde später, saß Emily wie angekündigt in Josy’s Büro. Beide hatten sich auf die kleine Couch, welche in Josephines ziemlich großem Büro stand, niedergelassen. Vor ihnen, auf einem kleinen Tisch, standen bereits zwei Milchkaffees.
„Danke übrigens, dass du Zeit für mich erübrigen konntest“, grinste Emily und nahm sich einen der Kekse, welche Josy zuvor organisiert hatte.
„Immer gern. Außerdem war ich sowieso müde vom ganzen organisieren. Meine „Untergebenen“ sind aber auch zu nichts fähig. Ich muss die meiste Arbeit von denen noch mit machen.“
„Reg dich nicht auf, das gibt Falten.“
„Ja ja“, winkte Josy ab, „Was wolltest du jetzt eigentlich mit dem Interview bezwecken?“
„Erstens, brauch ich sowieso noch eins über die Gala von neulich. Und zweitens, wollte ich mich beschweren!“ Emily sah ihre Freundin ernst an. Und zwar wirklich ernst, das war nicht gespielt. Verwundert fragte Josy nach „Warum?“
„Wegen dem Pokerabend mit Josef und Paul!“
„Was war denn damit?“
„Erstens mal, warum hast du zugelassen, dass ich mich so dermaßen betrinke?“
„Ich hab versucht dich aufzuhalten, du hast aber nicht auf mich gehört!“
„Zweitens, ich wache morgens in meinem Bett auf und denke: war das jetzt nur ein Traum oder hab ich mich wirklich an Paul rangemacht?“
„Da kann ich dir nicht helfen. Die beiden haben dich allein nach Hause gebracht. Und bei mir hast du nichts dergleichen versucht“, verteidigte sich die Brünette. Irgendwie musste sie ihre Freundin jetzt beruhigen, aber wie? Plötzlich kam ihr eine Idee. Die musste sie aber mit Paul absprechen.
„Hör zu Emily, ich werde mit Paul und Josef reden. Die werden mir ja sagen können, was in der Nacht passiert ist. Und wenn sich das wirklich so zugetragen hat, werd ich die beiden verprügeln.“ Das ergab zwar keinerlei Sinn, aber Emily rächte sich immer gern an Leuten, auch wenn die nichts getan haben.
„Das find ich toll“, bejahte Emily grinsend. ‚War ja klar’, grinste Josy innerlich.

Eine Stunde später verabschiedete sich Emily auch wieder. Sie hatte mit Josy alles besprochen, was sie für den Artikel brauchte. Das meiste wusste sie als beste Freundin zwar sowieso schon, aber es war immer besser noch einmal nachzufragen.
Nachdem die Schwarzhaarige dann weg war, widmete sich Josephine wieder ihrer Arbeit. Es waren noch ein paar Gemälde und Skulpturen zu organisieren.


Erschöpft betrat die Brünette am späten Abend ihre Wohnung. Es war doch später geworden als gedacht. Und jetzt musste sie sich auch noch was kochen. ‚Ich bestelle mir einfach was.’ Kurzerhand schnappte sie sich den Bestellzettel eines städtischen Chinarestaurants. Darauf hatte sie jetzt Lust.
Nachdem sie sich dann auch ihr Essen bestellt hatte, zog sie sich bequeme Klamotten an. Eine schwarze, legere Jogginghose und ein blaues, enganliegendes Top. Ihre Haare band sie sich zu einem lockeren Pferdeschwanz. An dem Tag, hingen sie ihr nämlich dauernd im Gesicht.
Mit einer kleinen Fernbedienung schaltete sie ihre Stereoanlage ein. Leises Glockengeläut erfüllte Josephines Wohnzimmer. Hells Bells war einfach ein toller Song. Lächelnd zog sie aus ihrem Regal noch ein Buch hervor und machte es sich auf ihrer Couch bequem. Ihr Essen würde sowieso noch brauchen, bevor es da war.

Vollkommen vertieft in „Sherlock Holmes: Das Haus bei den Blutbuchen“, schreckte Josy auf, als es an der Tür klingelte. Schnell stand sie auf, legte das Buch weg, und eilte zur Tür. Davor stand ein junger Lieferjunge. Er schien aber nicht sehr begeistert zu sein, denn er übergab Josy grummeln ihre Bestellung. Ebenso nahm er das Geld entgegen. Eigentlich hatte Josy ja vorgehabt, ein wenig Trinkgeld zu geben, aber so jemand, hatte das einfach nicht verdient. Augen verdrehend wandte sie sich ab und schloss die Tür. ‚Man war der Mal mies gelaunt. Kann ich doch nichts für, wenn er nur Lieferjunge ist.’ Aber aufregen würde sie sich nicht. Jetzt wollte sie einfach nur ihren Reis mit Gemüse und Currysauce genießen. Eigentlich war das ja was für Vegetarier, was Josy nicht war. Aber Emily hatte ihr das ganze einfach mal vorgesetzt und seitdem schmeckte es ihr auch gut. Also hatte sie es sich des Öfteren bestellt.
Gerade, als sie genüsslich ihren Reis kaute, klingelte das Telefon. Schnell hob sie ab, leider mit vollem Mund: „Hallo?“
„Bist du etwa schon wieder am Essen?“
„Emily, ich habe heute Mittag lediglich ein paar Kekse gegessen, ich habe Hunger!“
„Reg dich nicht auf. Ich wollte dir nur was Tolles sagen. Aber da du ja so böse zu mir warst, werde ich das nicht tun!“ Seufzend schüttelte die Brünette den Kopf. Emily war einfach unverbesserlich. Die beiden ärgerten sich aber auch zu gern. „Entschuldige bitte vielmals liebste Freundin.“
„Geht doch“, grinste die Journalistin am anderen Ende der Leitung.
„Was war denn jetzt das Tolle das du mir erzählen wolltest?“
„In zwei Wochen gibt’s ne riesige Punk-Party. Und ich dachte mir, vielleicht willst du ja mitkommen.“
„Was du mir immer für doofe Fragen stellst, natürlich komm ich mit“, antwortete Josephine empört. Sauer war sie zwar nicht, aber das wusste Emily. Die beiden verstanden sich ja blind.
„Ist ja gut“, lachte diese am anderen Ende der Leitung, „Wie wäre es, wenn wir nächstes Wochenende shoppen gehen? Wir brauchen schließlich noch angemessene Klamotten.“
„Tolle Idee. Ich brauche sowieso noch Schuhe, ich hab doch so wenig“; grinste Josy. Auf einmal jedoch, hörte sie Geräusche aus der Küche.
„Emily, ich muss auflegen, ich glaube ich habe Besuch.“
„Einbrecher?“
„Nein. Erzähl ich dir wann anders.“ Damit hatte sie auch schon aufgelegt.
Misstrauisch schlich sie in die Küche. Wer auch immer dort war, musste ein Vampir sein. Es war also äußerste Vorsicht geboten. Mit wild pochendem Herzen lugte die Brünette durch die Tür. Doch dort war niemand. Noch viel nervöser schaute sie sich um. Wo war der Kerl?
Überraschend wurde sie an den Schultern gepackt und umgedreht. Sie hatte nicht einmal die Zeit aufzuschreien, da blickte sie auch schon in Micks Gesicht.
Als erstes war sie erleichtert. Aber diese Erleichterung verwandelte sich sehr schnell in Wut: „Dad, wie kannst du mich nur so erschrecken? Erst Josef und nun du! Wollt ihr mir einen Herzinfarkt beibringen?“
„Ganz ruhig, Josy. Beruhige dich! Setz dich hin.“ Postwendend wurde sie auf ihre Couch gedrückt, zu der Mick sie in der Zwischenzeit geschoben hatte.

„Was sollte das?“, beschwerte sie sich nun wieder.
„Ich wollte dich besuchen.“
„Es gibt auch noch so was da nennt sich Klingel!“
„Ich wollte dich überraschen.“
„Dann kannst du trotzdem klingeln. Ich komme wegen euch noch ins Krankenhaus. Zuerst Josef und jetzt auch noch mein eigener Vater!“
„Entschuldige bitte.“ Bei diesem liebenswürdigen Hundeblick – den merkwürdigerweise alle Vampire drauf hatten – konnte man doch nicht mehr böse sein. Seufzend gab sie sich geschlagen. „OK ich verzeihe dir. Aber nur dieses eine Mal!“
„Reicht mir“, grinste der Privatdetektiv, „Deine Wohnung ist im übrigen wirklich schön.“
„Danke schön. Alles mit liebe eingerichtet.“
„Du warst schon immer begabter in den künstlerischen Dingen.“
„Warum ich wohl gerade Kunst studiert habe?!“
„Das ist mir immer noch schleierhaft.“
Daraufhin mussten beide lachen. Es war ein richtig schöner Vater-Tochter-Moment.
„Was hab ich da eigentlich eben mitbekommen? Meine kleine Tochter will auf eine Punk-Party? Kommt überhaupt nicht in Frage.“
„Versuch erst gar nicht den todernsten Vater zu spielen. Das kannst du nicht gut“, grinste Josy über den doch sehr ernsten Gesichtsausdruck ihres Vaters, „Aber wenn es dich schon interessiert, ja ich werde mit Emily auf diese Veranstaltung gehen.“
„Hast du vergessen, dass Coraline da draußen rumläuft?“
„Nein habe ich nicht. Aber dort sind doch genug Leute, da kann sie mich unmöglich entführen. Außerdem bin ich nicht allein.“
„Es wäre mir trotzdem lieber wenn jemand bei dir wäre“, gestand er etwas bedrückt.
„Ich werde mal Josef fragen. Vielleicht kann ich ihn ja dafür begeistern.“
„Danke, das bedeutet mir viel.“

Noch einige Zeit saßen die beiden im Wohnzimmer und redeten über Gott und die Welt. Josy war jedoch sehr müde und musste Mick, für seine Verhältnisse, schon recht früh rausschmeißen.
Danach legte die Brünette sich auch recht schnell schlafen.





Es werden immer weniger Kapis, die ich in der Rückhand habe....aber es dürfte noch ein klein wenig reichen. Ich werde versuchen so schnell zu schreiben wie es geht. Ich kann aber nicht versprechen, dass das funktioniert.
LG
Isa-chan
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