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Moonlight Daughter

von Isa-chan
GeschichteHumor, Romanze / P16
Josef Kostan Mick St. John
27.09.2010
21.09.2012
39
78.585
1
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Dieses Kapitel
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27.09.2010 1.830
 
So Leute, hier nun wieder ein neus Kapi. Ich hoffe es gefällt euch.



Der Tag war schon etwas voran geschritten. Die Sonne brannte unerbittlich auf das belebte L.A. Die Menschen liefen durch die Straßen, auf dem Weg zur Arbeit. Oder sie entspannten sich im Park, um noch ein wenig die spätsommerliche Sonne auszunutzen.
Eine Person juckte dies nicht viel. Josephine lag immer noch in ihrem großen Bett und schlummerte vor sich hin. Die Vorhänge hatte sie in der Nacht zuvor komplett zugezogen, damit auch ja kein Sonnenstrahl hindurch kam.
Ihren Plan, den Tag durch zu schlafen, machte jedoch ihr Instinkt kaputt. Sie war ja noch daran gewöhnt, nachts zu schlafen.
Langsam öffnete sie die Augen, um sich kurz zu orientieren. Sie war ein Morgenmuffel, schon immer gewesen. Es war also nicht verwunderlich, dass sie noch immer halb schlief.
Doch es half ja alles nichts. Sie musste ihre Sachen noch abholen gehen. Und das ging nachts bekanntlich schlecht, zumindest bei Menschen. Also quälte sie sich aus den weichen Kissen und schlurfte ins Bad. Aus dem Spiegel blickte sie eine extrem verschlafene braunhaarige an. ‚Warum sehe ich nach dem Aufstehen nur immer so scheiße aus?’, diese Frage konnte sie sich nur leider nicht selbst beantworten.

Eine halbe Stunde später war sie dann doch endlich munter. Eine warme Dusche bewirkte bei ihr schon immer wahre Wunder. Nachdem sie sich nun auch noch in frische Klamotten geworfen hatte, sprich, einen kurzen schwarzen Minirock und ein weißes Top, ging es ihr schon viel besser. Jetzt tat sich jedoch ein Problem auf. Was sollte sie essen? Gestern Nacht konnte Mick schließlich nicht mehr einkaufen gehen.
‚Gut, dann eben anders.’ Sie schlüpfte in ihre schwarzen Pumps, nahm sich ihre Handtasche und verlies die Wohnung.
Mit dem Fahrstuhl unten angekommen, machte sie sich auf den weg in ein kleines Cafe, um dort erst einmal eine Kleinigkeit zu essen.

Nach ihrer kleinen Mahlzeit, es blieb dann doch bei einem Croissant, machte sie sich auf den Weg zum Flughafen. Am vorigen Tag hatte sie dort ihre Koffer in einem speziellen Schließfach untergebracht. Sie wollte diese schließlich nicht mit sich rum schleppen. Und ihr Auto würde auch erst in ein paar Tagen hier sein.

Am Flughafen angekommen, machte sie sich auf den Weg zum Schließfach. Es war zwar nicht billig, aber es lohnte sich. Gott sei dank hatte sie nur das nötigste eingepackt. War ja auch irgendwo klar. Man konnte schließlich nicht mit seinen Möbeln, irgendwo in L.A. sitzen, wenn man keine Wohnung hatte.
Ihr Gepäck beschränkte sich dann also auf ihre Klamotten, welche auch schon zwei große Koffer einnahmen, sie sollte wirklich etwas gegen ihre Shoppingsucht unternehmen. In einer kleineren Tasche befanden sich dann noch ihr Laptop, ihr mp3 Player mit ein paar Lautsprechern und ein paar Bücher. Ohne diese wäre sie nicht gegangen.

Mit einem Taxi fuhr sie schließlich wieder zu Micks Wohnung. Sie hatte Glück, denn der Taxifahrer half ihr die Koffer in den Fahrstuhl zu tragen. Es gab wirklich noch nette Menschen auf dieser Welt. Das er stark mit ihr geflirtet hatte, lassen wir mal außer Acht.
Sie brachte also erst einmal ihre Sachen in ihr Zimmer. Den Kleiderschrank einzuräumen beanspruchte schließlich etwas Zeit. Ja ein Shoppaholic lebte wahrlich nicht leicht. Aber wie gesagt, ändern würde sie nichts.

Es dämmerte bereits, als Josy die letzten Kleider auf eine Stange in ihrem Schrank hing. Dieser war auch zum Glück groß genug gewesen.
Die Bücher hatte sie vorher schon auf einem Regal neben dem Schreibtisch drapiert. Es waren auch nur ihre Lieblingsbände. Sherlock Holmes, Dracula und Stephen King hatten es ihr angetan.
Nicht unbedingt verwunderlich, wenn man mit einem Vampir zusammen lebte.
Ihren Laptop hatte sie vorher schon an das Internet angeschlossen. Sie war froh dass Mick es für seine Arbeit brauchte, immerhin war er Privatdetektiv.
Nachdem der Taxifahrer sie nach Hause gebracht hatte, war sie noch einmal in die Stadt gegangen. Sie brauchte schließlich noch etwas zu Essen.
Es war beim Nötigsten geblieben, auch weil nur sie es essen würde. Wurst, Käse, Salat, Brot, Kaffee, Schokolade, die Grundnahrungsmittel eben. Und ja, Kaffee und Schokolade waren Grundnahrungsmittel, zumindest für sie.
Sie war schon immer eine Naschkatze gewesen, auch wenn man es ihr nicht ansah. Ihre Figur blieb immer schlank, ein Umstand um den sie wahrscheinlich jedes weibliche Wesen dieser Welt beneidete.

Mit einem Kaffee in der Hand setzte sie sich zuerst einmal vor den Fernseher. Sie wollte sich noch etwas entspannen bevor sie die Erlebnisse der letzten Jahre erzählte.
Etwa eine halbe Stunde später war die Sonne gänzlich untergegangen und im Obergeschoss der Wohnung tat sich etwas. Die Kühltruhe wurde geöffnet und Mick war wohl im Begriff aufzustehen.
Josephine machte den Fernseher wieder aus. Es kam sowieso nichts Gutes. Stattdessen machte sie sich auf den Weg in die Küche um sich einen Apfel zu hohlen. Sie biss genüsslich hinein, als Mick gerade am Fuß der Treppe ankam. Dieses Mal hatte er auch normale Klamotten an. Eine Jeans und ein schwarzes T-Shirt, das war bei ihm Standart. Ein wenig verdutzt schaute er sie an.
„Morgen, oder besser Abend“, grinsend schaute sie ihn an,
„Hallo. Sag mal träum ich noch? So „früh“ stehst du doch sonst nie auf“, er war noch immer leicht verwirrt.
Beleidigt zog sie eine Schnute:„Also so spät bin ich auch wieder nicht aufgestanden. Außerdem bin ich es noch gewöhnt nachts zu schlafen, da muss ich mich erst noch umstellen.“
„Das war doch nur ein Witz Josy. Ich kann’s mir doch denken“, beschwichtigend legte er ihr einen Arm um die Schultern, „Ach ja, bevor ich’s vergesse, hast du deine Sachen schon abgeholt?“
„Schon alles erledigt, sie sind auch schon eingeräumt.“
„Großartig. Und der Schrank war wirklich groß genug?“ gab er grinsend zur Antwort.
„Wenn du’s unbedingt wissen möchtest, ja er hat gereicht. Und ich habe sogar noch jede Menge Platz.“
„Oh nein dann kaufst du ja wieder die Läden leer. Immerhin muss ich das nicht mehr zahlen, du hast ja schließlich ne eigene Kreditkarte.“
Mit einem „Phe.“, ging sie wieder nach Oben.
Mit einem Buch und ihrem mp3 Player, setzte sie sich in einen Sessel an das Fenster ihres Zimmers.

Die Zeit verging und irgendwann wurde das lesen dann auch langweilig. Und schmollen brachte bei Mick sowieso nichts. Also stellte sie ihr Buch wieder an seine Platz – über ihre Ordnung war die selbst überrascht – und schlenderte zur Treppe. Dort blieb sie jedoch kurz stehen. Das waren doch Stimmen. Jemand war bei ihnen. Mick musste in der Zwischenzeit Besuch bekommen haben. Sie konnte jedoch nicht mit Bestimmtheit sagen wer es war. ‚Das kann man ja ganz leicht ändern’, dachte sie sich und setzte ihren Weg nach unten fort.
Dort angekommen stand sie vor zwei Personen. Die eine war Mick, was auch irgendwo logisch war, die andere war ein Mann von cirka 30 Jahren. Er hatte kurze braune Haare und ebenso braune Augen, welche jetzt auf ihr lagen.

„Mick du hast mir ja gar nicht gesagt dass du dir neuerdings Freshies hältst. Und dann auch noch so heiße“, er pfiff anerkennend.
„Josef!“, mahnend knurrte Mick. Als ob ihn das einschüchtern konnte. Im Gegenteil, es amüsierte ihn. „Darf ich auch mal?“, fragte er und bleckte die Zähne.
„Also wirklich Josef. Ich bin doch deine Lieblingsnichte“, vorwurfsvoll blickte sie ihn an und beobachtete dabei, wie sich Erkennen auf seinem Gesicht breit machte. „Josephine?!“
„Genau. Hallo Onkelchen“, grinste sie ihn an.
Überschwänglich nahm er sie in die Arme. Mick lachte sich nur kaputt.
„Man Josy, seid wann bist du denn wieder hier?“
„Seid gestern Nacht.“
„Und da hält es niemand für nötig mir zu sagen dass meine kleine Josy wieder da ist?“, vorwurfsvoll sah er Mick an, welcher sich nun wieder halbwegs im Griff hatte.
„Entschuldige Mann. Aber wenn es dich beruhigt, mich hat sie auch überrascht“, verteidigte er sich.
„Egal. Josephine, aus dir ist ja richtig was geworden“, anerkennend betrachtete er sie von oben bis unten.
„Danke. Wenn ich dein Kompliment von eben richtig auffasse.“
So langsam klingelte es bei dem Millionär. „Ach, du meinst das von eben“, er machte eine wegwerfende Handbewegung. Doch das konnte sie nicht beirren „Gibs zu Josef, wenn du nicht wüsstest das ich das bin, hättest du zugebissen.“
Leicht ertappt schaute er zur Seite, was sie dazu veranlasste erst einmal herzhaft zu lachen. Ein beleidigtes Knurren verließ seine Kehle. Doch davon lies sie sich nicht abschrecken. Im Gegenteil, sie knuffte ihn mit ihrem Ellbogen, spielerisch in die Seite. Weh tun würde sie sich nicht, sie wusste schließlich wie sie so etwas vermeiden konnte.

„Wo warst du eigentlich die letzten Jahre?“, versuchte er vom Thema abzulenken. Grinsend schauten ihn die beiden St. Johns an. Josephine erbarmte sich dann doch und beantwortete seine Frage.
„Also, wenn dus unbedingt wissen willst, ich war auf der Uni und habe Kunst studiert. Deshalb bin ich weggezogen. Wann haben wir uns das letzte Mal gesehen?“
„Ich glaube das war  vor 8 Jahren. In etwa.“
„Ach deswegen hast du gefragt“, ihr ging ein Licht auf.

„Wie wäre es, wenn wir uns ein wenig setzen?“, mischte sich nun Mick in das Gespräch ein. Nickend machten sich die beiden Anderen auf den Weg ins Wohnzimmer, während Mick noch zwei Gläser mit Blut fertig machte. Für Josephine holte er ihren Lieblingssaft mit Kirschgeschmack. Er war froh, dass Josy noch die Zeit gefunden hatte einzukaufen.
Im Wohnzimmer unterhielten sich die beiden anderen schon darüber, was in den letzten Jahren passiert war. Josephine hatte schließlich einiges verpasst.

„Also hast du die letzten Jahre in New York gelebt und studiert. Sehe ich das richtig?“, fragte Josef nach.
„Genau. An der Columbia University.“
„Ist die nicht extrem teuer?“
„Schon, aber ich habe ein Stipendium bekommen. Ich musste mir also nur noch eine Wohnung organisieren. Ich bin in eine WG gesteckt worden, war wirklich cool“, erzählte Josy weiter.
„Ich nehme mal an dort ging die Post ab oder?“, grinste Josef sie an.
„Um ehrlich zu sein, nein. Wir haben nicht viel gefeiert.“
„Hast du denn gar nichts von mir gelernt?“, der Vampir machte einen gequälten Gesichtsausdruck.
„Ich bin froh das sie sich nicht unbedingt ein Beispiel an dir nimmt“, gestand Mick, woraufhin ihm Josef einen bösen Blick zuwarf.
„Leute, beruhigt euch wieder. Josef, nicht jeder ist so ein Weiberheld wie du. Und glaub mir, ich hatte in meiner Freizeit etwas Besseres zu tun, als irgendwelche Männer zu verführen“, grinste sie ihren Onkel an.

Die Zeit verging und inzwischen war es schon fast wieder Morgen. Josef hatte sich schon vor einer Stunde verabschiedet. Er wollte noch einen, wie er es nannte, Snack zu sich nehmen.
Und er wollte ausgeruht sein, wenn er sich mit seinen Geschäftspartnern traf. Mick sehnte sich ebenfalls nach seiner Kühltruhe, er musste die letzten beiden Tage wohl erst verarbeiten. Außerdem musste er auch mal tagsüber arbeiten.
So entschloss sich auch Josephine, schlafen zu gehen.



Und?
Schreibt mir doch bitte was. Auch die, die die ff zwar lesen, aber wirklich nie was hinterlassen. Und bitte auch die Favos.
Aber egal, ich werde mich über sowas nicht mehr aufregen.
*blut hinstell*

LG
Isa-chan
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