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Moonlight Daughter

von Isa-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16
Josef Kostan Mick St. John
27.09.2010
21.09.2012
39
78.585
1
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282 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
27.09.2010 1.877
 
So, hier bin mal wieder ich ^^
Ich hoffe ich nerve euch nicht...und wenn doch ist es mir egal XD
Wie immer Freitags kommt ein neues Kapi.
An dieser Stelle möchte ich mich bei all meinen lieben Reviewern bedanken. Auch bei denen, die ich bei wkw bekommen hab. Die Namen werde ich nicht aufzählen, da es mir zu lange dauert ^^
So, genug gequatscht. Viel Spaß mit dem 18. Kapi.






Am späten Nachmittag machte sich Josephine wieder auf den Weg nach Hause. Wenn auch nur widerwillig, denn dort musste sie sich noch Mick stellen. Und darauf konnte sie weis Gott verzichten.
Josef konnte sie jedoch davon überzeugen, dass es die Sache unkomplizierter machte. Es wäre wesentlich schlimmer geworden, wenn Josy bei dem Vampir geblieben wäre. Auch wenn ihr diese Möglichkeit schöner vorkam. Aber Josef konnte verdammt überzeugend sein. Aber nach dem heißen Kuss den er ihr gab, hätte sie auf seinen Wunsch hin wahrscheinlich sogar eine Bank überfallen.
Jetzt verfluchte sie sich innerlich dafür, aber wenn man verliebt ist, macht man nun mal die komischsten Sachen.

Der Chauffeur, denn wer sollte sie denn auch sonst nach Hause bringen, hielt vor dem Hochhaus, in dem sich Micks Wohnung befand. Josy bedankte sich noch einmal, bevor sie das Gebäude betrat. Zielstrebig ging sie zum Fahrstuhl und fuhr mit ihm nach oben.
Mit jedem Stockwerk das die Leuchtanzeige anzeigte, wurde Josy unruhiger. Was jedoch nicht unbedingt förderlich war, Mick konnte ihren Herzschlag schließlich hören.
Mit einem leisen „pling“, ging die Fahrstuhltür auf. Auf zittrigen Beinen schritt sie auf die Wohnungstür zu. Die Geräusche ihrer High Heels hallten unnatürlich laut durch den Flur.
Sie trug natürlich nicht mehr ihr Kleid, sondern eine Jeans, ein Top und einen dünnen Schal der die Bisswunden verdeckte. Josef hatte die Sachen merkwürdigerweise Zuhause gehabt. Doch nachgefragt hatte sie nicht. Sie wollte die Antwort auch gar nicht hören.

Noch einmal atmete Josy tief durch, dann sperrte sie die Tür auf. Durch ihre zitternden Finger war dieses Unterfangen nicht ganz so einfach. Sie schaffte es dann doch und trat so leise wie möglich ein. Die Sonne war schon am untergehen. Doch mit ein wenig Glück würde Mick noch schlafen. Dann konnte sie wenigstens so tun, als ob sie gerade erst aufgestanden war. Eine doch etwas hirnrissige Idee, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Ihre Schuhe zog sie unverzüglich aus. Man musste ja nicht noch mehr Lärm machen als sowieso schon. Schnell war sie nach oben geeilt und hatte sich in ihrem Zimmer verbarrikadiert. In Windeseile zog sie die geliehenen Sachen aus und schlüpfte in eine Jogginghose und ein T-Shirt. Den Schal ließ sie allerdings an. Wenn Mick Fragen stellen sollte, konnte sie immer noch sagen, dass sie Halsschmerzen hatte und deswegen den Schal um hatte.
Fix schlüpfte sie unter die Bettdecke und tat so, als ob sie schliefe. Wie gesagt: die Hoffnung stirbt zuletzt.

Lange warten musste sie auch nicht, denn schon bald konnte man leise Geräusche aus dem Nebenraum hören. Mick stieg gerade aus seiner Kühltruhe, die Sonne war nämlich gerade untergegangen. Mit wild klopfendem Herzen horchte Josephine jedem Geräusch das aus Micks Schlafzimmer kam. In diesem Moment verfluchte sie die Tatsache dass sie ein Mensch war. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals und am liebsten hätte sie sich irgendwo verkrochen und wäre niemals wieder raus gekommen. Doch daraus wurde nichts, denn kurz darauf öffnete sich leise die Tür. Mick steckte seinen Kopf hindurch und schaute Josy überrascht an. Diese hielt es für den passenden Augenblick um „aufzuwachen“. Gespielt verschlafen öffnete sie die Lider und blickte in das überraschte Gesicht ihres Vaters. „Dad, was ist denn los?“
„Wo kommst du denn so plötzlich her?“
„Wie, wo komm ich denn so plötzlich her? Ich liege hier doch schon die ganze Zeit.“
„Als ich schlafen gegangen war, warst du noch nicht einmal Zuhause.“
„Ich bin vor ein paar Stunden hergekommen.“ Inzwischen war sie aufgestanden und an ihm vorbei gegangen. Sie brauchte jetzt erst einmal was zu essen. Aber nach solch einer Nacht mit Josef hätte das jeder gebraucht.
/Reiß dich zusammen! Deine Gedanken schweifen schon wieder ab. In dieser Situation nicht gerade nützlich./ Mist, ihr Verstand war mal wieder daran alles logisch zu beurteilen. Genervt verdrehte die Brünette die Augen. Aber natürlich so, dass Mick es nicht sehen konnte. Dieser war inzwischen auch in die Küche gekommen und beobachtete sie misstrauisch dabei, wie sie sich ihr Essen zusammen suchte.

„Was beobachtest du mich eigentlich schon die ganze Zeit?“, fragte sie etwas verwirrt. Er trat daraufhin nahe an sie ran und sog tief die Luft ein. ‚Oh nein, er hat Verdacht geschöpft.’
Ihre Nerven waren zum zerreißen gespannt. Und wenn man ihr in diesem Moment in den Arm gepiekst hätte, wäre wahrscheinlich kein Tropfen Blut geflossen.
„Du riechst nach Josef“, war seine schlichte Feststellung.
„Ich hab bei Josef geschlafen. Der Abend war etwas lang geworden und ich hatte ein klein wenig viel Alkohol getrunken. Jedenfalls wollte er mich so nicht mehr nach Hause lassen. Also hab ich bei ihm geschlafen. Und sein Bett wird wohl nach ihm riechen und somit auch ich. Das ist logisch.“
Das war in der Tat logisch. Unter Stress konnte Josy merkwürdigerweise erstaunlich logisch denken. Und auch noch lügen ohne mit der Wimper zu zucken.
Gespannt beobachtete sie Mick dabei, wie er sich ihre Aussage durch den Kopf gehen ließ. Und auf einmal schaute er leicht irritiert auf den Schal. Fragend hob er eine Augenbraue.
„Ich habe Halsschmerzen, deshalb der Schal. Ich mache mir auch gleich noch einen Tee und leg mich ein wenig hin.“ Schnellstmöglich schob sie sich mit einem Apfel an ihm vorbei. Bei einem Detektiv konnte man schließlich nie wissen, wann er weitere Fragen stellte. Und irgendwann gingen Josy auch die Ideen aus.

Nachdem sie sich dann einen Früchtetee gemacht hatte, sie hatte wirklich leichte Halsschmerzen, setzte sich Josy auf die Couch. Zwar würde sie nun von Mick leichter beäugt werden können, aber wenn sie sich in ihr Zimmer verzogen hätte, wäre es zu auffällig gewesen. Lediglich ein Buch und ihren mp3 Player hatte sie geholt. So konnte sie ihren Vater wenigstens ein wenig ignorieren.
Doch daraus wurde natürlich nichts. Die ganze Zeit spürte sie stechende Blicke auf sich, was sie zunehmend nervöser machte. Irgendwann hielt sie es dann nicht mehr aus, schaltete die Musik aus und legte ihr Buch weg. Danach schaute sie Mick fragend an. Dieser sah jedoch ganz unschuldig aus dem Fenster.
„Dad, ich weiß dass du mich beobachtet hast. Also, was ist?“
„Nichts.“
„Dad!“
„Ist ja schon gut. Irgendwie kauf ich dir deine Geschichte nicht so recht ab. Du verheimlichst mir was.“
„Und wie kommst du zu der Annahme?“
„Ich kenne dich gut genug Josephine. Also?“
„Es ist nichts!“, beharrte sie und drehte demonstrativ den Kopf weg. Allerdings ein wenig zu schnell, denn der Schal verrutschte ein kleines Stück. Augenblicklich hafteten Micks Augen an ihrem Hals. Durch seine geschärften Sinne sah er die Bisswunden sofort.

Für das menschliche Auge nicht sichtbar war er aufgestanden und saß plötzlich neben Josephine. Diese hatte sich zuerst völlig erschrocken. Es kam nämlich nicht oft vor dass ihr Vater seine Fähigkeiten bei ihr so offen zeigte.
Ohne dass sie hätte reagieren können, hatte er ihr den Schal beiseite gezogen und betrachtete nun die Wunden. Ein wütendes Knurren verließ seine Kehle. „Was soll das?“
„Was denn?“ Die Unschuldsnummer könnte ja funktionieren. Ein Versuch war es zumindest wert.
„Du weißt was ich meine. Josef hat dich gebissen! Wieso?“ In dem Moment konnte er einem wirklich eine heiden Angst einjagen. Seine Worte waren vielmehr ein Zischen gewesen und er ließ dem Vampir in ihm freien Lauf. Seine Zähne waren länger geworden und seine braunen Augen wurden eisblau. Selbst Josephine fürchtete sich in diesem Moment vor ihm.

Er konnte ihre Angst förmlich riechen, doch er sah sie auch in ihren Augen, die nun geweitet waren. Schnellstmöglich entfernte er sich von ihr und stellte sich ans Fenster. Seine Hände waren zu Fäusten geballt und er versuchte fieberhaft sich wieder zu beruhigen. Josy, die sich inzwischen von ihrem leichten Schock erholt hatte, trat vorsichtig zu ihm. Mit ihm zu reden war im Moment zwar nicht besonders schlau, aber sie konnte auch nicht zulassen, dass er zu Josef fuhr und ihm den Kopf abriss.
Vorsichtig legte sie ihm eine Hand auf die Schulter. Er sollte sich erst einmal beruhigen. Und in der Zeit konnte sich Josy noch schnell eine Notlüge einfallen lassen.
Nach ein paar Minuten hatte sich Mick dann soweit beruhigt, damit Josy mit ihm sprechen konnte. Inzwischen sah er auch wieder normal aus.
„Dad, ganz ruhig. Es ist doch nichts passiert.“
„Warum hat er dich gebissen?“
„Ich hab es ihm angeboten.“ /Schlau Josy. Als ob er dir DAS abkaufen würde./ Jetzt wurde das logische Denken auch noch sarkastisch, es war nicht zum aushalten.
Aber die Aussage schien zu funktionieren. Mick schaute sie fragend an. Allerdings sah er schon nicht mehr so misstrauisch aus. „Warum hast du das gemacht?“
„Nun, er hatte Durst. Aber seine Freshies waren nicht mehr da. Warum auch immer. Also hab ich aus Scherz gesagt, dass er ja mich beißen könnte. Hat er dann auch. Mehr nicht.“
„Du hast nicht zugestimmt?“
„Doch hab ich. Keine Sorge Dad, es war ja nichts weiter.“

Ein Wunder. Es war ein Wunder. Mick kaufte ihr das doch tatsächlich ab. Josy konnte es kaum glauben. Unauffällig zwickte sie sich in den Arm um auch sicherzugehen, dass sie das alles nicht doch nur träumte. Der leichte Schmerz zeigte eindeutig, dass sie wach war.
Um weiteren Fragen aus dem Weg zu gehen, verzog sich Josy schnellstmöglich wieder in ihr Zimmer. Es bestand nämlich noch die Möglichkeit, dass sie sich bei ihrer Geschichte irgendwann widersprach.
Nun musste sie allerdings noch Josef mitteilen was sie gesagt hatte. Es wäre ja mehr als merkwürdig, wenn die Beiden verschiedene Dinge sagten.
Allerdings kannte sie seine Handynummer nicht. Und telefonieren wäre sowieso schlecht gewesen, da Mick jedes Wort verstanden hätte.

Seufzend nahm sich Josy ihren Laptop und ging ins Internet. Sie wollte sowieso noch nach Wohnungen suchen. Auf die Dauer wollte sie dann auch nicht bei Mick wohnen.
Gerade, als sie sich eine kleine zwei Zimmer Wohnung ansah, öffnete sich plötzlich ihr e-Mail Eingang. Darin befand sich eine Nachricht. Neugierig öffnete Josy sie.

Hey Josephine,
wie hat Mick reagiert? Ich hoffe ich muss nicht endgültig ins Gras beißen. Sag mir doch bitte was du ihm erzählt hast, sonst widerspreche ich dir womöglich noch.
Melde dich doch bei Gelegenheit bei mir. Oder komm vorbei.

Josef

Überrascht las die Brünette die Mail erneut. Woher hatte Josef bitte ihre e-Mail Adresse? Aber das war im Moment nebensächlich. Er wollte sie wiedersehen. Am liebsten wäre Josy jetzt jubelnd durch den Raum gehüpft, aber das würde nur peinliche Fragen aufwerfen, auf die sie beim besten Willen verzichten konnte.
Sie begnügte sich damit, freudig zu quietschen und sich ein Loch in den Bauch zu freuen.
Sie nahm sich fest vor, ihn noch am nächsten Tag zu besuchen. Vielleicht half er ihr ja auch bei der Wohnungssuche.





Ich hoffe es hat euch gefallen. Den Tag hab ich absichtlich nicht beschrieben. Es wäre mir zu lange geworden. Außerdem gehen mir auch mal die Ideen aus. Ich hoffe das macht nichts. Und wenn doch, könnt ihr mir auch gerne schlechte Kritik dalassen. Besser als gar kein Review

LG
Isa-chan
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