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Moonlight Daughter

von Isa-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16
Josef Kostan Mick St. John
27.09.2010
21.09.2012
39
78.585
1
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Dieses Kapitel
10 Reviews
 
27.09.2010 1.988
 
So ihr Lieben,
hier endlich das neue Kapi. Und das "Geheimnis" um diese Nacht wird gelüftet.
Ich hoffe es wird euch gefallen.
Natürlich wieder ein ganz lieber Dank an all meine Reviewschreiber =)






Wie viel Zeit war wohl schon vergangen? Minuten? Stunden? Tage? Josephine hatte vollkommen das Zeitgefühl verloren, seid dem Augenblick an, als der Vampir sie so voller Leidenschaft geküsst hatte. Und beim küssen war es nicht geblieben. Oh nein. Die beiden konnten die Finger gar nicht voneinander lassen. So kam es dann auch, dass sich Josy plötzlich in Josefs Schlafzimmer wiedergefunden hatte. Mit Josef, welcher halb über ihr kniete und sie um den Verstand küsste.
Die folgenden Stunden war die junge Frau gefangen in einem Strudel der Leidenschaft. Und sie betete zu Gott, oder wer auch immer dort oben herrschte, dass diese Nacht nie enden sollte.


Träge öffnete Josy die Augen. Es war doch noch viel zu früh zum aufstehen, warum also war sie wach? Verschlafen richtete sie sich auf und ließ sich im nächsten Moment auch schon in die Kissen zurück sinken. Ihr tat alles weh. Besonders ganz bestimmte Körperstellen, bei denen sie noch nicht einmal wusste, dass man dort Muskelkater haben konnte.
Allmählich schlich sich die letzte Nacht doch in ihre Gedanken. Sie hatte es echt getan. Sie hatte mit Josef Kostan geschlafen. ‚Ach du meine Güte.' Leicht verzweifelt sank sie in sich zusammen. Warum hatte sie das getan?
/Weil der Kerl verdammt heiß aussieht und du nicht anders konntest?!/
‚Klappe halten!' Dass dieser logische Verstand auch immer in den unmöglichsten Situationen auftauchen musste. Hätte er das nicht letzte Nacht tun können, BEVOR sie was mit ihrem „Onkel“ hatte?!
/Ich hab dich gewarnt, aber du wolltest ja nicht hören./
Und jetzt fing er auch noch mit logischen Argumentationen an. So früh hatte Josephine noch weniger Lust auf so was.

Noch einige Augenblicke blieb sie regungslos liegen. Sie musste in diesem Moment einfach die Ruhe auskosten. Denn diese würde nicht lange anhalten, schließlich musste sie sich noch Josef stellen. An Mick wollte sie erst gar nicht denken, der würde wahrscheinlich Amok laufen und Josef den Kopf abreißen.
Seufzend stand Josy dann doch auf, die Schmerzen, die ihr jeder Schritt zufügte, ignorierte sie einfach mal. Stattdessen schlurfte sie ins Badezimmer. Zu aller erst brauchte sie eine heiße Dusche.
Im Bad schlüpfte sie also aus dem roten Hemd, welches Josef noch vor ein paar Stunden trug, und stieg unter die Dusche. Es war wirklich angenehm und half ihr dabei ihre Gedanken wieder halbwegs zu ordnen. Jedenfalls solange, bis sie wieder aus der Dusche trat und sich abtrocknete. Aber wenigstens war sie jetzt ruhiger. Zumindest, bis sie einen Blick in den Spiegel warf. Erschrocken presste sie sich eine Hand vor den Mund um einen Aufschrei zudämpfen. Aber geschrien hätte vermutlich jeder.

An und für sich sah sie ganz normal aus. Man konnte aber nur zu genau die blauen Flecke erkennen, die Josef ihr am Hals zugefügt hatte. Aber nicht durch Gewalt, oh nein. Seine Küsse spürte sie praktisch jetzt noch auf ihrer Haut und ihr wurde allein beim Gedanken schon ganz heiß.
Aber wieder zurück zum Wesentlichen. Vorsichtig betastete Josephine ihren Hals. Die Berührungen taten etwas weh, aber das war nicht weiter schlimm. Was jedoch nicht so schön war, waren die beiden kleinen Löcher, ganz in der Nähe ihrer Schlagader.
‚Er hat mich gebissen. Der Kerl hat mich doch tatsächlich gebissen.'
Das konnte doch nicht wahr sein. Jetzt durfte sie sich auch noch eine verdammt plausible Erklärung einfallen lassen, warum Josef sie gebissen hatte. Bei Mick war leugnen absolut sinnlos. Er würde es raus bekommen. Außerdem haftete bestimmt noch Josefs Geruch an ihr. Und mit warmem Wasser konnte sie den nicht einfach wegspülen. Leicht verzweifelt stand sie vor dem großen Spiegel und war fieberhaft am überlegen was sie tun konnte.
„Was grübelst du denn so?“
Zu Tode erschrocken, und mit einem kleinen Aufschrei, drehte sich Josy um. Die Bisswunden waren im Moment nebensächlich. Wichtiger war jetzt eher Josef, der urplötzlich im Bad stand und sie fragen musterte. Im ersten Augenblick konnte sie nichts erwidern, sie war vielmehr damit beschäftigt ihre Atmung wieder zu normalisieren. Klappte auch eigentlich ganz gut.
„Josef, dieses Angeschleiche war nicht witzig, ist nicht witzig und wird auch nie witzig sein. Ich krieg noch irgendwann nen Herzinfarkt.“
„In etwa so wie gestern Abend als ich dich und deinen Freund überrascht hab?“ Und schon wieder schaute er ziemlich böse. Auch seinen bitteren Unterton konnte Josy nicht überhören.
„Was? Meinst du Manuel?“
Offensichtlich war er nicht erfreut darüber, dass Josy diesen Namen auch noch in den Mund nahm, denn er knurrte nicht gerade leise. Josephine fand diese Reaktion mehr als merkwürdig und konnte sich im ersten Moment keinen Reim darauf machen. Aber dann: „Der große Josef Kostan ist eifersüchtig!?!“ Grinsend schaute sie den Millionär vor sich an. Dieser knurrte jedoch nur noch lauter und bestätigte damit die Theorie.
„Glaub mir, DAS ist bestimmt nicht nötig.“
„Und warum?“
„Weil du dir eher Gedanken um dich selbst machen solltest.“
Fragend schaute er die Brünette an. „Naja, du bist da schon eher sein Typ.“
Damit war dann der Groschen gefallen. Josef sah so aus als wollte er sich mit der Hand vor das Gesicht schlagen. Lachend drehte Josy sich wieder um und schlüpfte in das Hemd. In Unterwäsche vor ihm zu stehen war nämlich nicht unbedingt schön. Und das obwohl die beiden schon wesentlich intimer miteinander geworden waren.

Daran schien sich auch Josef zu erinnern, nachdem er sich wieder gefangen hatte. Diabolisch lächelnd trat er direkt hinter sie. Josephine hielt in ihrer Bewegung inne und konzentrierte sich auf den Körper, der sich von hinten an sie schmiegte. Sein Atem an ihrem Ohr brachte ihre Nackenhaare dazu sich aufzustellen. Josy überkam eine Gänsehaut als er flüsterte: „Du solltest öfter in meinen Hemden rumlaufen, die stehen dir unheimlich. Wobei du mir ohne noch ein bisschen besser gefällst.“ Dabei knabberte er ein wenig an ihrem Ohrläppchen, während Josy rot anlief und die Augen schloss. Der Kerl wusste aber auch genau was für eine Wirkung er auf sie hatte. Genüsslich grinsend fing er erneut an ihren Hals mit Küssen zu übersähen und leicht daran zu knabbern. Josy musste daraufhin ein erregtes Stöhnen unterdrücken. Was sie jedoch nicht verhindern konnte war, dass sie sich noch mehr an Josef schmiegte, was diesen natürlich wieder zum grinsen brachte. In aller Seelenruhe fing er an, ihr von hinten das Hemd aufzuknöpfen. Nicht unbedingt überzeugend, versuchte Josephine ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Es brachte aber natürlich nicht viel, er war schließlich um einiges stärker als sie.
So fiel das Hemd dann auch wenige Augenblicke später zu Boden. Josef quittierte dies mit einem zufriedenen Laut, der dem schnurren einer großen Katze gleich kam. Josy war in der Zeit nicht fähig irgendetwas zu tun. Sie genoss seine Liebkosungen viel zu sehr.

/Josephine! Jetzt reicht’s mir aber! Lass dich von dem Kerl nicht so unterbuttern. Zeig ihm dass du nicht so leicht zu haben bist. Dreh den Spieß um!/ Wow, das war ausnahmsweise mal ein erstaunlich hilfreicher Ratschlag. ‚Danke logischer Verstand.’
Blitzschnell drehte sie sich in seinen Armen um. Er konnte darauf erst nichts erwidern, da ihn die Aktion überraschte. Wer hätte aber auch mit so was gerechnet?
Grinsend machte sich Josy also daran sein Hemd ebenfalls aufzuknöpfen. Mit jedem Knopf legte sie ein weiteres Stück seiner hellen Haut frei. Fast schon andächtig fuhr sie mit ihren Fingern darüber und beobachtete zufrieden, wie sich seine Muskeln unter ihren Berührungen anspannten. Ein Blick in sein Gesicht genügte um zu zeigen, dass ihm ihre Behandlung mehr als gefiel, denn er hatte die Augen geschlossen und ein leichtes Lächeln auf den Lippen.
‚So nicht mein Freund’, hinterhältig grinsend ließ sie plötzlich gänzlich von ihm ab. Er öffnete daraufhin blitzschnell die Augen und gab ein mehr als unzufriedenes Knurren von sich. Davon ließ sie sich jedoch nicht beirren. Im Gegenteil, es brachte sie dazu nur noch mehr zu grinsen. Allerdings verließ sie schnell den Raum, bei Josef konnte man schließlich nie wissen.

Bei einem Vampir, speziell bei Josef, half die Flucht nur leider nicht viel. Er hatte sie nach nur ein paar Sekunden schon wieder eingeholt und hielt sie fest.
„So ein freches Ding, legt sich einfach mit einem Vampir an.“
„Immer wieder gern.“
„Hmm, dafür muss ich dich noch irgendwie bestrafen. Nur wie?“ Provozierend fuhr er mit den Händen über ihre Seiten und beobachtete zufrieden, wie sich auf ihrem Körper eine Gänsehaut bildete und sie genüsslich seufzte. Das durfte doch nicht wahr sein. Jedes Mal war sie aufs neue Wachs in seinen Händen. Und das obwohl sie den Spieß doch umdrehen wollte.
Josef ließ sich nicht beirren und fuhr mit der süßen Tortur fort, indem er sich an den Bisswunden zu schaffen machte und sie aufs äußerste reizte. Dieses Mal konnte Josy ein Stöhnen nicht unterdrücken und es war ihr auch völlig egal. Hauptsache er hörte nicht auf. Und das musste sie ihm noch nicht einmal sagen, denn er drehte sich um und versiegelte ihren Mund mit einem innigen Kuss. Und hätte er nicht so schnell reagiert und sie festgehalten, wäre sie wahrscheinlich zusammengebrochen. Mit Leichtigkeit hob er sie hoch und trug sie zu seinem riesigen Bett. Dort ließ er sie saft runter und beugte sich erneut über sie.

Und in diesem Augenblick schien es bei Josephine „klick“ zu machen. Ihr fiel wieder ein, dass sie mit Josef reden wollte. Dass die letzte Nacht, auch wenn sie noch so schön war, ein Fehler war.
Ihre Gedanken mussten sich auf ihrem Gesicht widergespiegelt haben, denn Josef hörte mit seinen Liebkosungen auf und schaute sie fragend an.
„Josef, was tun wir hier?“
„Ich denke nicht, dass ich dir das noch erklären muss“, grinste er.
„Das meinte ich auch nicht. Wir dürfen nicht.“
„Warum?“
„Du bist mein Onkel und hast mich mit großgezogen…“
„Kein guter Grund.“
„…und wenn Mick das rauskriegt sind wir beide geliefert und du einen Kopf kürzer.“
„Da könntest du leider recht haben. Das kann ich der Damenwelt natürlich nicht antun, dieses schöne Gesicht.“ Und da war schon wieder sein selbstverliebter Humor. Er war in dieser Hinsicht wirklich eingebildet. Seufzend machte Josy wieder auf sich aufmerksam. Auffordernd blickte sie ihn an. Er verstand, kletterte von ihr runter und reichte ihr erneut sein Hemd. Dankend nahm sie es an und schlüpfte hinein.
Doch nun war sie etwas unschlüssig. Sie hatte keine Ahnung, wie sie ihre Gedanken formulieren sollte. Gut, dann musste er ihr erst einmal ein paar Antworten geben: „Was sollen wir jetzt tun?“
„Ich nehme mal an du meinst Mick. Alles was du brauchst ist eine plausible Ausrede.“
„Da wäre ich nie drauf gekommen. Ich dachte nämlich, dass ich ihm die Wahrheit sagen sollte“, meinte sie sarkastisch. Was er konnte, konnte sie schon lange. Dadurch ließ er sich natürlich nicht beirren und fuhr fort: „Sag ihm doch einfach, dass ich dich nicht mehr allein nach Hause gelassen habe. Oder du bist im Auto eingeschlafen. Das würde zumindest meinen Geruch an dir erklären.“
„Wir hätten dann aber immer noch das Problem mit der Bisswunde. Warum hast du mich überhaupt gebissen?“ Diese Frage interessierte sie brennend.
Er jedoch grinste nur zweideutig und meinte: „Bei uns Vampiren passiert das in der Ekstase gern mal, das ist normal. Und dein Blut war köstlich.“

Wie nicht anders zu erwarten, lief Josy rot an. Sie hatte sich allerdings schnell wieder gefangen und fragte: „Wie soll ich Mick das bitte erklären? Ich kann ja schlecht sagen: Josef wollte einfach mal wissen wie mein Blut schmeckt. Er wird nicht unbedingt begeistert sein.“
„Verdeck die Wunde einfach. Mein Geruch haftet sowieso schon an dir. Das dürfte nicht weiter auffallen. Du musst nur noch ein wenig schauspielern. Und das dürftest du gut können, schließlich hab ich es dir beigebracht.“
Nickend gab sie sich einverstanden. Es war eine recht gute Idee. Und wenn sie die überzeugend rüberbrachte konnte das sogar funktionieren.





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LG
Isa-chan
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